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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2021

Der Buchverführer

Der Buchspazierer
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Klappentext

Es sind besondere Kunden, denen der Buchhändler Carl Christian Kollhoff ihre bestellten Bücher nach Hause bringt, abends nach Geschäftsschluss, auf seinem Spaziergang durch die pittoresken ...

Klappentext

Es sind besondere Kunden, denen der Buchhändler Carl Christian Kollhoff ihre bestellten Bücher nach Hause bringt, abends nach Geschäftsschluss, auf seinem Spaziergang durch die pittoresken Gassen der Stadt. Denn diese Menschen sind für ihn fast wie Freunde, und er ist ihre wichtigste Verbindung zur Welt. Als Kollhoff überraschend seine Anstellung verliert, bedarf es der Macht der Bücher und eines neunjährigen Mädchens, damit sie alle, auch Kollhoff selbst, den Mut finden, aufeinander zuzugehen …

Meinung

In Zeiten von Corona gibt es Buchspazierer. Buchhandlungen bieten diesen Lieferservice an. Dies ist aber kein einfacher Lieferservice sondern eine Verbindung zwischen den Welten.. Der Buchspazierer besucht besondere Kunden die in ihren eigenen Welten leben und von dort ohne Umwege in die Bücherwelten wechseln wollen. Das kleine Mädchen das ihn dabei begleitet, lebt ganz und gar in der realen Welt. Kann aber die Erwachsenen gut verstehen. Daraus ist eine Mischung entstanden die surreal wirkt, sehr berührend ist und für Buchliebhaber ein unbedingtes Muss.
E.T,A. Kohlhoff, der Buchspazierer erklärt warum Lesen so wichtig ist, er findet Buchfiguren die seinen Kunden ähneln, findet die Bücher genau nach ihren unausgesprochenen Wünschen. Gleichzeitig philosophiert er über Bücher, sie sind Nahrung nicht nur für den Geist auch für die Seele. Das lesen von passenden Büchern erklärt den Menschen wie andere Menschen denken, fühlen oder behandelt werden wollen. Herr Kohlhoff gibt dem Vater des kleinen Mädchens das Buch Ronja Räubertochter um die Freiheitsliebe seiner Tochter zu erklären.
Seine Begründungen zu den Büchern sind einfach wunderschön und wenn man die Bücher selber gelesen hat, fühlt man sich sofort wieder in das Buch hinein versetzt.
Das Cover ist eher verspielt, zeigt aber die wichtigsten Einzelheiten des Buchs. Es ist verführerisch, daher nimmt man das Buch in die Hand.

Veröffentlicht am 20.01.2021

Etwas dröge

Tür an Tür mit der Liebe
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Klappentext

Die wahre Liebe ist oft näher, als du glaubst
Ein turbulent-romantischer Liebesroman über zwei WG-Mitbewohner, die unterschiedlicher nicht sein könnten
Fürs neue Jahr hat der alte Herr Gruber ...

Klappentext

Die wahre Liebe ist oft näher, als du glaubst
Ein turbulent-romantischer Liebesroman über zwei WG-Mitbewohner, die unterschiedlicher nicht sein könnten
Fürs neue Jahr hat der alte Herr Gruber nur einen Vorsatz gefasst: für seine liebenswerte, aber furchtbar unsichere Untermieterin Lena endlich einen passenden Mann zu finden. Ist es da nicht ein Wink des Schicksals, dass der frisch geschiedene Tierarzt Jonas dringend ein Zimmer braucht?
Dummerweise könnten die sensible Lena und der erfolgsverwöhnte Jonas kaum unterschiedlicher sein. Bald geraten die beiden regelmäßig aneinander, und das nicht nur, weil für Jonas Liebe nichts weiter ist als ein Hormonüberschuss. Bis der Tierarzt nach einem Unfall mit einem Küchenmesser erkennen muss, dass er Lena falsch eingeschätzt hat. Doch gerade, als Herrn Grubers Plan doch noch aufzugehen scheint, taucht der Mann wieder auf, der Lena vor 19 Jahren das Herz gebrochen hat …

Meinung

Der Klappentext verspricht eine leichte, humorvolle Liebesgeschichte mit Hindernissen. Das bekommt man auch, aber leider wird es etwas dröge erzählt.
Die einzelnen Figuren haben ihre kleinen Marotten oder sind einfach brummig. Das ist ein guter Anfang, trotzdem hatte ich den Eindruck sie stehen außen davor und berichten über sich selbst. Es ist keine richtige Interaktion zwischen den Protagonisten.
Die Autorin kann anders, das weiß ich aus vorherigen Büchern.
Das Cover ist verspielt und heiter, es ist verführerisch.

Veröffentlicht am 19.01.2021

Rache - Gerechtigkeit

Leichenblume
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Klappentext
Die Kopenhagener Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan erhält einen mysteriösen Brief von einer gesuchten Mörderin. Darin stehen Dinge über Heloise, die eigentlich niemand wissen ...

Klappentext
Die Kopenhagener Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan erhält einen mysteriösen Brief von einer gesuchten Mörderin. Darin stehen Dinge über Heloise, die eigentlich niemand wissen kann. Beunruhigt beginnt Heloise, auf eigene Faust zu recherchieren. Die Absenderin ist seit einem blutigen Mord vor einigen Jahren spurlos verschwunden. Was will sie nun ausgerechnet von Heloise? Und woher hat sie die Informationen über sie?
Meinung
Ein herausragender Krimi!
Von der ersten Seite an ist das Buch spannend.
Es kommt immer wieder zu Wendungen die zum Geschehen passen. Als Leser dachte ich, jetzt weiß ich in welche Richtung es geht, ein Irrtum. Da war noch so viel mehr. Die Auflösung war einfach genial.
Die Charaktere waren sehr vielschichtig. Die Journalistin die Probleme hat jemanden an sich heran zu lassen, der Kommissar der sich in den Fall verbeißt oder die Mörderin bei der es auf dem ersten Blick kein Motiv für die Tat gibt. Sie alle haben viele Gründe für ihr Verhalten, das nach und nach erklärt wird.
Es gibt eigentlich keine Nebenfiguren, die Personen die nicht in der ersten Reihe stehen haben eine Präsenz ohne die der Krimi nur halb so gut wäre.
Es ist wie ein Dominospiel, man stößt den ersten Stein an und nach und nach fallen alle anderen, wenn man clever aufgebaut hat fallen die Steine an einer Abzweigung in verschiedene Richtungen.
Die Frage Rache oder Gerechtigkeit steht am Ende. Die Antwort wird gegeben, ob es die Richtige ist muss jeder für sich selbst entscheiden.



Veröffentlicht am 18.01.2021

Gibt es Drachen?

Die geheime Drachenschule
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Klappentext

Die Insel Sieben Feuer gibt es nicht. Die geheimnisvolle Wolkenburg gibt es nicht. Und Drachen schon mal gar nicht. Davon war Henry immer überzeugt. Bis jetzt. Denn plötzlich soll er dazu ...

Klappentext

Die Insel Sieben Feuer gibt es nicht. Die geheimnisvolle Wolkenburg gibt es nicht. Und Drachen schon mal gar nicht. Davon war Henry immer überzeugt. Bis jetzt. Denn plötzlich soll er dazu auserwählt sein, ein Drachenreiter zu werden! Ehe er sichs versieht, sitzt Henry in einem Wasserflugzeug auf dem Weg zu der sagenumwobenen Insel. Dort gibt es sie wirklich: Drachen! Echte, ziemlich furchterregende Drachen. Und Henry soll auf einem von ihnen reiten. Blöd nur, dass er sich ausgerechnet ein besonders mürrisches Exemplar ausgesucht hat. Wird er das Band zu seinem Drachen trotzdem knüpfen?

Meinung

Im ersten Moment wurde ich stark an Harry Potter erinnert. Spätestens bei der Ankunft in der Schule war dieser Eindruck verschwunden.

Die Zänkereien zwischen den Kindern sind normal und nicht Machtkämpfe verschiedener Clans. Das Freundschaft und Zusammenhalt wichtig sind im Leben ist eine sehr gute Lektion. Auch das man daran arbeiten beziehungsweise darum kämpfen muss, ist etwas was Kinder nicht durch Zufall erfahren.

Hier ist es in einer spannenden Geschichte verpackt. Die nicht zu anspruchsvoll ist und daher auch vielleicht für jüngere Kinder die gut lesen können geeignet ist.


Veröffentlicht am 16.01.2021

Frauenrechte

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht
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Klappentext
1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest ...

Klappentext
1937: Hals über Kopf folgt die Engländerin Alice ihrem Verlobten Bennett nach Amerika. Doch anstatt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten findet sie sich in Baileyville wieder, einem Nest in den Bergen Kentuckys. Mächtigster Mann ist der tyrannische Minenbesitzer Geoffrey Van Cleve, ihr Schwiegervater, unter dessen Dach sie leben muss.
Neuen Lebensmut schöpft Alice erst, als sie sich den Frauen der Packhorse Library anschließt, einer der Bibliotheken auf dem Lande, die auf Initiative von Eleanor Roosevelt gegründet wurden. Wer zu krank oder zu alt ist, dem bringen die Frauen die Bücher nach Hause. Tag für Tag reiten sie auf schwer bepackten Pferden in die Berge.
Alice liebt ihre Aufgabe, die wilde Natur und deren Bewohner. Und sie fasst den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Gegen alle Widerstände.
Meinung
Die Widerstände sind mannigfaltig. Frauen in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg haben nicht viel zu sagen, die Ehemänner oder Väter entscheiden wann, wie und wohin sie gehen. Auch wenn die Familie keine finanziellen Schwierigkeiten hatte, die Frauen hatten sich unter zu ordnen. Wenige Männer sahen das anders. War eine Frau selbstbewusster wurde sie mindestens verbal angegriffen.
Diese Probleme greift die Autorin in diesem Buch auf. Sehr eindringlich beschreibt sie die Situation. Teilweise ist es sehr beklemmend es zu lesen. Hinzu kommt das Kentucky auch heute noch zu den ärmsten Bundesstaaten gehört. Das Leben wird sehr detailliert beschrieben. Die Hoffnungen der Menschen liegen in der Zukunft. Sie haben keine großen Wünsche sondern nur ein besseres Leben für ihre Kinder. Das wünscht sich jeder und daher ist das nachvollziehbar. Spannend ist auch das Drum herum. Schwarzbrennerei und Schwarze als Menschen zweiter Klasse.