Profilbild von wiechmann8052

wiechmann8052

Lesejury Profi
offline

wiechmann8052 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit wiechmann8052 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2018

diesmal die Drachen

Das dunkle Archiv
2 0

Irene Winters beschafft seit Jahren für die unsichtbare Bibliothek die seltensten Bücher aus verschiedenen Welten. Eines Tages wird sie von einer Drachenfrau für einen brisanten Auftrag angeheuert: Sie ...

Irene Winters beschafft seit Jahren für die unsichtbare Bibliothek die seltensten Bücher aus verschiedenen Welten. Eines Tages wird sie von einer Drachenfrau für einen brisanten Auftrag angeheuert: Sie soll für sie ein seltenes Buch finden und ihr damit zu einem machtvollen Posten verhelfen. Doch Irene weigert sich. Seit Jahrtausenden ist die Bibliothek neutral und darf für niemanden Partei ergreifen. Damit kein anderer Bibliothekar in Versuchung gerät, den heiklen Auftrag anzunehmen, machen sich Irene und ihr Lehrling auf die Jagd nach dem begehrten Buch. Und die führt sie in das New York der 1920 er-Jahre, in die Zeit von Prohibition, Gangstern und Verbrechen -
In diesem Band entwickeln sich Irene und Kai weiter und wir lernen einen anderen aktiven Bibliothekar kennen, dass alles findet wieder außerhalb der Bibliothek statt und diesmal sind Irenes "Gegner" die Drachen und als äußerst aktive Störenfriede die Menschen der zwanziger Jahre in Amerika.
Diese Welt ist leichter nachzuvollziehen da sie uns Lesern aus vielen Büchern und Filmen bereits bekannt ist, Dies tut der Spannung aber keinen Abbruch.
Irene und Kai sind diesmal besonders herausgefordert, denn Kai ist Drache und soll gleichzeitig neutral sein. Zwei Drachen wollen wegen einer politischen Angelegenheit ein Buch und ihnen ist jedes Mittel recht um es zu bekommen. Die Wendungen in Tricks die Irene diesmal anwenden muss sind genial und machen dieser Buchserie alle Ehre.
Wir erfahren zwar nichts Neues über ihre Herkunft das lässt aber hoffen das es mindestens einen weiteren Band geben wird. Auch die Entwicklung zwischen Kai und Irene ist auf ein neues Level gehoben.
Mit jedem Buch ist mir die Serie mehr ans Herz gewachsen, vor allem weil die Neutralität der Bibliothek das Wichtigste und das Beschaffen der Bücher um das Gleichgewicht der Welten zu erhalten im Vordergrund steht und dafür Mittel eingesetzt werden die zwar Diebstahl (mit schlechten Gewissen) enthalten aber trotzdem immer moralisch vertretbar erscheinen. Die Widersacher benutzen schlimmere Methoden.





Veröffentlicht am 08.11.2017

Ein historischer Roman mit vielen Fakten

Die Tochter des Fechtmeisters
1 0

Rostock 1608. Von Kindesbeinen an ist Clarissa von der Kunst des Fechtens fasziniert. Für sie geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihren Vater, einen angesehenen Fechtmeister, nach Frankfurt begleiten ...

Rostock 1608. Von Kindesbeinen an ist Clarissa von der Kunst des Fechtens fasziniert. Für sie geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihren Vater, einen angesehenen Fechtmeister, nach Frankfurt begleiten darf, wo sich alljährlich die besten Schwertkämpfer des Reiches messen. Doch zwischen den verfeindeten Fechtbruderschaften schwelt ein Krieg, und bei einem heimtückischen Überfall wird Clarissas Vater ermordet - und sie selbst als seine Mörderin verleumdet. Als sie von einer Verschwörung hört, die das ganze Reich ins Chaos zu stürzen droht, muss sie sich fragen: Hatte ihr Vater etwas damit zu tun? Wer sind seine wahren Mörder?
Das Cover ist typisch für einen historischen Roman.
Das Neue ist das Thema: eine Frau, zur Zeit kurz nach der Reformation, wird von ihrem Vater im Fechten unterrichtet und darf ihn auch auf Reisen begleiten. Als sie des Mordes an ihrem Vater verdächtigt wird, flieht sie und lernt verschiedene Charaktere kennen die ihr helfen wollen den Mord aufzuklären oder verhindern weil dieser Mord mit einer Verschwörung gegen den Kaiser zusammenhängt.
Grundthema ist das Fechten das Sabine Weiß sehr ausführlich erklärt auch die geschichtlichen Hintergründe der Kampf der Katholiken die ihre vorherigen Rechte und Pfründe von den Reformierten wieder haben wollen, werden sehr genau beschrieben.
Das führt teilweise zu Längen die etwas Langeweile aufkommen lassen. Schlüssig sind die Figuren die um Clarissa agieren, Alexander der ein großes Geheimnis mit sich herum trägt und trotzdem integer ist, Marius nur auf seinem Vorteil bedacht und andere übervorteilt wenn er daraus nutzen ziehen kann, Carl der in die Fänge eines religösen Eiferers gerät und ihm hörig wird, Felicitas die jüdische Witwe, die das Geschäft ihres Mannes fortführt und gleichzeitig ihr Leben und das Leben ihres Sohnes schützen muss. Leander der Clarissa liebt und eigentlich nicht standesgemäß ist aber alles tut um sich zu verbessern.
Das Buch ist gut zu lesen und wen Geschichte interessiert findet hier eine Menge Anregungen um das Thema für sich zu vertiefen. Für einen Roman vielleicht etwas zuviel an Information, dadurch ging die Spannung etwas verloren.

Veröffentlicht am 08.11.2017

Die Satire oder der Humor ist verloren gegangen

Weltretten für Anfänger
1 0

Alles muss man selber machen! Der Finne Surunen bricht auf, um in Mittelamerika den politischen Gefangenen Lopez zu befreien. Sonst macht es ja keiner. Die erste Etappe führt ihn jedoch nach Moskau, wo ...

Alles muss man selber machen! Der Finne Surunen bricht auf, um in Mittelamerika den politischen Gefangenen Lopez zu befreien. Sonst macht es ja keiner. Die erste Etappe führt ihn jedoch nach Moskau, wo er die wodkareiche Gastfreundschaft des Pinguinforschers Lebkov genießt. Als er dann im zentralamerikanischen Diktaturstaat ankommt, hält man ihn für einen kommunistischen Terroristen. Ein Land namens Finnland existiere doch gar nicht. Surunen lässt sich nicht beirren und befreit Lopez schließlich aus der Haft ...
Nach dieser Einleitung hatte ich Satire mit einem guten Schuss Humor erwartet.
Ich wurde enttäuscht, denn für mich waren es überwiegend harte Fakten wie Armenviertel, politische Willkür, Folter bis hin zum Mord, etwas worüber ich nicht lachen kann. Das die Mitglieder einer diktatorischen Regierung Jesus und andere friedliche Namen haben ist seicht. Auch wenn Surunnen seine Finten legt um die Befreiung voran zu treiben ist es teilweise albern und nicht besonders witzig. Nach dem er mehr oder weniger Erfolg in Südamerika hat zieht er die gleiche Nummer noch einmal in Osteuropa durch. Andere Foltermethoden aber ansonsten das gleiche Spiel, die Verantwortlichen sind so eitel das sie auf die kleinste Schmeichelei hereinfallen und die Bürkratie ist so überbordend das es ein Leichtes ist sie zu überlisten.
Jürgen von der Lippe als Vorleser war Klasse. Er stellte die einzelnen Figuren so gut dar das dadurch das Hörbuch gewann. Mit seinen besonderen Betonungen konnte man über einige wenige Stellen schmunzeln.
Das Cover passt zwar zum Beginn des Hörbuchs hat aber dann keinen Bezug mehr dazu.

Veröffentlicht am 26.10.2017

Der beste Thriller aus der Serie

Das Vermächtnis der Spione
1 0




1961: An der Berliner Mauer sterben zwei Menschen, Alec Leamas, britischer Top-Spion, und seine Freundin Liz Gold.


2017: George Smileys ehemaliger Assistent Peter Guilliam wird ins Innenministerium ...




1961: An der Berliner Mauer sterben zwei Menschen, Alec Leamas, britischer Top-Spion, und seine Freundin Liz Gold.


2017: George Smileys ehemaliger Assistent Peter Guilliam wird ins Innenministerium einbestellt. Die Kinder der Spione Alec Leamas und Elizabeth Gold drohen, die Regierung zu verklagen. Die Untersuchung wirft neue Fragen auf: Warum mussten die Agenten an der Berliner Mauer sterben? Hat der britische Geheimdienst sie zu leichtfertig geopfert? Halten die Motive von damals heute noch stand? In einem dichten und spannungsgeladenen Verhör rekonstruiert Peter Guilliam, was kurz nach dem Mauerbau in Berlin passierte. Bis George Smiley die Szene betritt und das Geschehen in einem neuen Licht erscheint.


Der Spion, der aus der Kälte kam ... ist zurück - Der ultimative Roman über die dunklen Seiten der Geheimdienste
Man glaubt zu wissen um was geht wenn man den Klappentext gelesen hat.
Und erwartet ein Verhör in dem man als Leser das Ergebnis kennt und die Ermittler um Dunkeln stehen. Am Anfang ist das richtig, als Leser erlebt man die Geschehnisse in Rückblenden mit und hat Verständnis für den britischen Geheimdienst aber dann kommt eine Riesenüberraschung nichts ist mehr wie gedacht und alles auf Anfang. Am Ende ist einem der Geheimdienst nicht mehr so sympathisch.
Das ist das Können von John leCarre die überraschenden Wenden, es macht seine Thriller so spannend, wer schon von ihm gelesen hat wartet förmlich darauf.
Der Schreibstil ist wieder anspruchsvoll leCarre beschreibt eine hochgezogene Augenbraue oder ein Blinzeln und das sind dann wichtige Details für das Verständnis des Romans. Der journalistische Stil lässt keine Emotionen zu, aber die kommen beim Leser von allein man erlebt den Roman man liest ihn nicht.


Veröffentlicht am 03.04.2017

Etwas zuviel des Guten

Die flammende Welt
2 1

Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, in der es Zugänge zu den unterschiedlichsten Welten - und damit auch zu den seltensten Büchern - gibt. Als Bibliothekarin ist es ihr Job, diese Bücher ...

Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, in der es Zugänge zu den unterschiedlichsten Welten - und damit auch zu den seltensten Büchern - gibt. Als Bibliothekarin ist es ihr Job, diese Bücher zu beschaffen. Ihr neuester Auftrag führt sie in eine Welt, die Frankreich zu Revolutionszeiten ähnelt. Ein gefährlicher Ort, um Bücher zu stehlen. Besonders, wenn plötzlich der magische Rückweg in die Bibliothek versperrt ist. Was erst wie ein Zufall erscheint, stellt sich als heimtückischer Angriff heraus. Ein Angriff, der die ganze Bibliothek zerstören könnte - Irene und ihr Gehilfe der Drache Kai versuchen die geheime Bibliothek zu retten denn sie ist das Bindeglied zwischen den verschiedenen Welten denn ihre Aufgabe ist es: Zitat: wir sind hier um das Gleichgewicht erhalten und den Welten die sich darin befinden die Freiheit gewähren. Wir sind Bewahrer und keine Herscher.
Dieses Buch ist der dritte Band und daher ohne Kenntnis der vorherigen etwas schwierig zu lesen, denn es wird immer wieder Wissen über die handelnden Personen oder ihre Vorgeschichte einfach voraus gesetzt z. B.: "eine der Hauptpersonen ist mit Chaos verseucht" es wird nur kurz erwähnt wo aber nicht wie und das dies alles in Band zwei geschah, wenn man dieses Buch nicht gelesen hat Pech gehabt.
Im Ganzen sind in diesem Buch sehr viele Fantasy Elemente verarbeitet , Parallel Welten, Drachen, Elfen, Gestaltwandler und Werwölfe wobei in diesem Buch die Drachen zu den Guten gehören und die Elfen diesmal eher die Bösen sind denn sie lieben das Chaos, Menschen sind eher nicht so wichtig. Gestört hat mich das auch im Buch ein gewisses Chaos ist denn mal geht alles ganz leicht auch wenn die Situation gefährlich ist, dann wieder eine eher normale Szene die mit einem riesigen Aufwand bewältigt wird. Erst gibt es keine Lösung für das Problem dann ist es in Null Komma Nichts behoben. Die spannenden Szenen werden hektisch beschrieben und alles geht sehr schnell wo ein paar Worte mehr gut getan hätten auch hier wieder der Kontrast eine Unterhaltung zwischen zwei Kontrahenten wird sehr ausführlich beschrieben was gut passt und sich gut liest aber dann wieder sehr rasant. Obwohl in der ganzen Geschichte die Sprache als solches überdimensional hervorgehoben wird.