Stürmische Familie
Summer StormsAlice kehrt nach fünf Jahren auf die Insel ihrer Familie zurück. Sie ist im Streit mit ihrem Vater gegangen, nun ist er tot. Der Milliadär hat seinen Kindern Briefe hinterlassen in denen er Aufgaben für ...
Alice kehrt nach fünf Jahren auf die Insel ihrer Familie zurück. Sie ist im Streit mit ihrem Vater gegangen, nun ist er tot. Der Milliadär hat seinen Kindern Briefe hinterlassen in denen er Aufgaben für sein Erbe einfordert. Nur Alice bekommt ihre mündlich mitgeteilt vom Assistenten ( der auch kurz vorher ihr One Night Stand war ).
Das ist die Ausgangssituation die sehr emotional und passend beschrieben wird. Die Familienverhältnisse sind dysfunktional, es war das reinste Gift zu lesen, aber der Schreibstil war klasse. Es kam perfekt rüber wie die Geschwister sich wegen des Geldes gegenseitig unter Druck setzen, dass ja jede und jeder seine Aufgabe erfüllt. Die Mutter ist in dieser Geschichte ein Fall für sich. .Es war nicht nur der Kampf um das Erbe wichtig, sondern auch wer wie zu wem in der Familie steht.
Dieses Familiendrama in der Familie Storm war detailliert, nachvollziehbar und vor allem war der Vater, der auch noch nach seinem Tod die Strippen zieht, eine ganz besondere Figur.
Es gab Spicy Szenen, sie passten in die Geschichte , als Element einer Liebesgeschichte die dazu gehören sollte.
Diese Liebesgeschichte ging im Familiendrama und in den Naturgewalten etwas unter. Denn außer der abgelegenen isolierten Lage auf der Insel gab es natürlich auch noch einen heftigen Sommer Sturm. Das Buch war ein Lehrstück wie eine Familie nicht sein sollte und die Information: Geld allein macht nicht glücklich wurde jedem/r LeserIn deutlch gemacht.
Das Buch wird als Sommer Romance beworben, für mich war es mehr. Klar die Geschichte spielt im Sommer, der Titel Storm ist doppelt und dreifach kennzeichnend für den Roman. Die Familie heißt Storm, die Naturgewalten spielen bei den Geschehnissen eine Rolle und die Gefühle der einzelnen Protagonisten kann man durchweg als stürmisch bezeichnen.
Das hat die Autorin sehr gut vermitteln können, die Charaktere wirkten so real das ich eine Bindung zu ihnen aufgebaut habe. Ich habe einige Male gefleht, eine Ohrfeige verteilt und auch geflucht.
Einen kleinen Abstrich gab es nur weil zwei zentrale Fragen für mich nicht beantwortet wurden, sie wären für mich zum Verständnis eines Protagonisten wichtig gewesen.