Eine bewegende Geschichte mit authentischen Charakteren
Jeanie und JuliusIm dörflichen Setting im Südwesten Englands geht es um das zwar ärmliche, doch innige und liebevolle Zusammenleben von Mutter Dot und ihren mittlerweile 51-jährigen Zwillingen. Durch Dot´s Tot kommen nicht ...
Im dörflichen Setting im Südwesten Englands geht es um das zwar ärmliche, doch innige und liebevolle Zusammenleben von Mutter Dot und ihren mittlerweile 51-jährigen Zwillingen. Durch Dot´s Tot kommen nicht nur finanzielle und existentielle Herausforderungen auf beide zu. Ohne großartige Schulbildung isoliert aufgewachsen kämpfen sie gegen Armut, Obdachlosigkeit, vermeintliche Verschuldung und lebensbedrohliche Umstände an. Gemeinsames Musizieren auf Instrumenten mit Gesang kommt mit Texten von traditionellen irisch-englischen Volksliedern wie „Polly Vaughn“ als angenehmer Lichtblick in einem erdrückenden Ambiente eines alten, baufälligen Cottages ohne Strom und neuzeitliche sanitäre Anlagen. In authentischem, bildhaftem Schreibstil reiht die Autorin zunächst glaubhafte Szenen um familiäre Geheimnisse und gefährliche Anfeindungen, um dann im Stadium der Überforderung, der Perspektivlosigkeit und Trostlosigkeit des Geschwisterpaars sinnvolle Hilfen und Rettung anzuführen. Besonders die Entwicklung von Jeanies Charakter heraus aus ihrer bisherigen kleinen Welt trotz Lese-/Schreibdefiziten gefällt. Sie findet selbstbewusst ihren Weg und passt sich realistisch den notwendigen Veränderungen an, heraus aus ihrem Außenseiterdasein. a