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Veröffentlicht am 13.06.2026

Die Färöer Inseln als Liebesnest

Of Thunder and Rain (Färöer-Reihe 1)
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Das Cover zeigt eine neblige, verregnete Küstenlandschaft, die das Ambiente auf den Färöer Inseln festhalten soll, wettermäßig passend für drei Wochen im März. In diesem Zeitfenster werden Themen wie Rassismus ...

Das Cover zeigt eine neblige, verregnete Küstenlandschaft, die das Ambiente auf den Färöer Inseln festhalten soll, wettermäßig passend für drei Wochen im März. In diesem Zeitfenster werden Themen wie Rassismus (-erfahrungen), Depressionen, Tod, Verlust, Trauer und Flucht angerissen. Während die Hauptperson Lina Gásdal, 21, in ihrem B&B, neben ihrem depressiven Vater in Selbstmitleid vereinsamt, geht es bei Louay Saeed, keine 30, mit libanesischen Eltern, um seine Flucht in einer literarischen Existenzkrise und Schreibhemmung, gekoppelt an sein bisher erfolgreiches Pseudonym. Seine Ängste vor Rassismus besonders in den öffentlichen dänischen Medien wird thematisiert. In seiner 3-wöchigen Auszeit in Linas B&B bildet das dortige Setting um landschaftliche Highlights in harschen Wetterbedingungen einen schönen, realistischen Rahmen. In jeweiligen Perspektivwechseln geht es um die düsteren Problematiken beider Hauptfiguren. Deren amouröse Annäherung wird jedoch durch Kommunikationsschwierigkeiten, Sturheit und Zeitmangel stark beeinträchtigt. Der Romanze selbst hätte man gerne mehr Raum und Entspannung in lockererem Umfeld gewünscht, um beiden Figuren emotional näher sein zu können. Das rasche Ende vier Monate später in Kopenhagen lässt viele Fragen offen.
Insgesamt ist die Liebesgeschichte zu kurz geraten in zu trister Grundstimmung.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Cosy Romanze!

Summer Tides
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In 56 Kapiteln geht es bei der Hauptfigur Scarlett Green, 27, in Cornwall um Neuanfang, Ankommen, Hoffnung, Selbstfindung und natürlich viele Gefühle. In diesem 1. Band der St. Ives-Reihe sorgt der Sommer ...

In 56 Kapiteln geht es bei der Hauptfigur Scarlett Green, 27, in Cornwall um Neuanfang, Ankommen, Hoffnung, Selbstfindung und natürlich viele Gefühle. In diesem 1. Band der St. Ives-Reihe sorgt der Sommer mit seinen einladenden Stränden und dem kristallklaren Wasser, interessanter Tierwelt in bezaubernder, unter Naturschutz stehender Küstenlandschaft für entspannendes Urlaubsfeeling. Scarlett wirkt unsicher und naiv nicht nur bei der online-Abwicklung mit beachtlicher Vorauszahlung hinsichtlich der Kiosk-Anmietung an der Porthminster Beach, sondern auch bei ihrem Problem mit Gewitter, Sonnenstich oder dem (Nicht-)Freund aus London. Wie eine normale Erwachsene mit Joberfahrung wird sie nicht dargestellt, was zu unrealistisch wirkt. Ihr beabsichtigter Neuanfang in beruflicher wie in privater Hinsicht spielt sich zwischen zwei sehr gegensätzlichen männlichen Kontrahenten ab: Jonah, 30, Chirurg, zur Zeit Rettungsschwimmer, „Badboy" als Teenager, hilfsbereit, aufmerksam. Der (Nicht-)Freund aus London, Eric, wirkt dagegen narzisstisch, egozentrisch, äußerst unsympathisch. Während sich zwischen Jonah und Scarlett eine vorhersehbare Romanze mit ein paar Kanten entwickelt, sorgen die Momente um Eric für reichlich Dynamik und Drama. Die Wohlfühlgeschichte wird durch Jonahs warmherzige Familie und hilfsbereite Dorfbewohner angenehm bereichert. Der Schreibstil gefällt auch in den spicy Szenen neben den Beschreibungen von Freundschaft und Zusammenhalt.
Angenehme Sommerlektüre!

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Ein schwer verdaulicher Roman!

Ein unheimlich guter Mensch
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Die Szenerie spielt hauptsächlich in Boston. Die Ich-Erzählerin Lillian O’Malley sieht sich seit ihrer Kindheit als Außenseiterin. Sie wirkt aggressiv nicht nur in den sozialen Medien, destruktiv, sehr ...

Die Szenerie spielt hauptsächlich in Boston. Die Ich-Erzählerin Lillian O’Malley sieht sich seit ihrer Kindheit als Außenseiterin. Sie wirkt aggressiv nicht nur in den sozialen Medien, destruktiv, sehr Ich-bezogen. Mit 29 Jahren langjährig im Marketing arbeitend, erzählt sie zwischen ihrer Arbeitswelt und Privatsphäre wechselnd detailliert über ihr Sexleben, kinky und voller Spaß, teilweise im vulgären Schreibstil. Sexuell machen die Typen mit mir alles, was man sich nur vorstellen kann – aber sie binden sich nicht an mich.
Henry Davis, ihr Sexpartner, zeigt gewissen Rassismus und auch Gewalttätigkeit beim Sex, wie auch seine langjährige Freundin Nora bestätigt. Sich verantwortungsvoll und treu zu binden in einer Ehe, liegt ihm wohl nicht am Herzen, wie sich nach seinem Tod herausstellt.
Die dritte Figur Nora mit ihrem öffentlichen Profil schlachtet den Tod ihres Freundes medial aus und profitiert von den vielen neuen Followern. Die Trauer beider Frauen um Henry ist gekünstelt, beide erhoffen sich mehr Aufmerksamkeit in ihrer Ich-Bezogenheit. Lillians Rache- und Schuldgefühle rund um den ausgesprochenen Schadenzauber wirken kindisch, denn solche magischen Fähigkeiten gibt es nicht. Hier wirkt Lillian naiv und unrealistisch.
Gesellschaftskritisch werden die Beziehungen zwischen diesen Personen gesehen. Nora verkauft Henrys Tod und Lillians Sex-Beziehung, um Aufmerksamkeit zu bekommen, um die schlimmsten Traumata wie Trauer online zur Schau zu stellen, um sich als etwas Besonderes und weniger alleine zu fühlen. Und Lillian empfindet genauso. Die schrägen sozialen Verfehlungen aller Beteiligten mit angedeutetem Mobbing, unehrlichem bisexuellem Verhalten, Alkoholismus und so viel Selbstbezogenheit machen den Roman schwer verdaulich. Einige ehrliche Geständnisse der jungen Frauen sorgen für mehr Tiefe und scheinbarer Annäherung. Die Nebenfiguren wie die Therapeutin Dr. Cohen, der Anwalt Hector, die einzige Freundin Jamie oder auch Lillians Mutter erreichen keine befriedigende, vertrauliche Zusammenarbeit mit Lillian.
Eine gut charakterisierte Soziopatin!

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Kreative Idee mit wildem Genre-Mix

If Books Could Kill
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Die Hauptcharaktere Roxie, eine sympathische junge Frau, süchtige Buchklubleserin von Liebesromanen, wünscht sich eine Heldenrolle im nächsten Roman ihrer Lieblingsautorin, die sich jedoch unerwartet ...

Die Hauptcharaktere Roxie, eine sympathische junge Frau, süchtige Buchklubleserin von Liebesromanen, wünscht sich eine Heldenrolle im nächsten Roman ihrer Lieblingsautorin, die sich jedoch unerwartet für das Genre von Krimis entscheidet in ihrem folgenden Werk.
Die lebende Künstlerstatue mit zwei Hüten und Glitter in der Tasche, ihr Wunscherfüller, entpuppt sich rätselhafte, fast märchenhafte Figur.
Zwischen der Protagonistin Roxie und ihrem Love Interest Grant, unfreiwillig mit gefangen in dem Thriller, entwickelt sich auch eine mit Zweifeln und Problemen behaftete Romanze, in humorvollem, witzigen Dialogen effektvoll in Szene gesetzt. Der anfangs besserwisserische, belesene, ängstliche Hilfsprofessor für Literatur Grant entwickelt auch Verteidigungsstrategien für ihre erfolgreichen Einsätze als gutes Ermittlerduo, wird zum Zorro von New England.
Warum sich die Nebenfigur Lesley auch Banksy nennt, bleibt offen, ebenso die Erwähnung des Trolley-Problems und ihre Bewandtnis in diesem Teil des Romans.
Der flotte, witzige Schreibstil mit kreativen Neuschöpfungen von Wörtern mag vielleicht stärker jüngere Leser begeistern. Inhaltlich fehlt in diesem unterhaltsamen und kurzweiligen Roman Tiefgang und Spannung.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Ein äußerst spannender Plot.

Weil sie lügt
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In vier Teilen geht es zunächst um das mysteriöse Verschwinden der jungen Juli Brunner vor etlichen Monaten, mit dem Vater seither in Untersuchungshaft und den weiteren Familienmitgliedern nicht nur psychisch ...

In vier Teilen geht es zunächst um das mysteriöse Verschwinden der jungen Juli Brunner vor etlichen Monaten, mit dem Vater seither in Untersuchungshaft und den weiteren Familienmitgliedern nicht nur psychisch stark angeschlagen. Ihre jüngere Schwester Anna Brunner, Anfang Zwanzig, entpuppt sich als starke Persönlichkeit. Sowohl in ihrer wichtigen Rolle als rührige, einfühlsame Ersatzmutter für ihren achtjährigen Bruder Leon glänzt sie, auch für ihre psychisch derangierte Mutter fühlt sie sich verantwortlich. Schließlich unternimmt sie teils gefährliche Aufklärungsversuche hinsichtlich ihrer vermissten Schwester Juli. Daraus entwickelt sich eine berührende, sowie beklemmende Atmosphäre, die weitere Fragezeichen und manchen Cliffhanger offeriert. Mit der Aufklärung dieses Familiendramas scheint nicht nur die Hauptfigur Anna überfordert zu sein, sondern auch die Kriminalpolizei mit Katharina Engels und ihrem Team. Neben der Verschleierung eigener Geheimnisse, Schuldgefühlen und erfolgloser Suche nach Motiven und Beweisen geraten sie in weitere Fälle zum Miträtseln. Annas und Katharinas Perspektiven auf unerwartete Wendungen wechseln sich unregelmäßig ab bis zur schlüssigen, überraschenden Auflösung.
Eine gelungene Mischung aus zwischenmenschlichen Konflikten über den familiären Rahmen hinaus und wenig Blut versprühenden Kriminalfällen.

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