Cover-Bild Wer aus dem Schatten tritt
Band 1 der Reihe "Eine starke Liebe"
(16)
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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Tinte & Feder
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 315
  • Ersterscheinung: 14.01.2025
  • ISBN: 9782496716627
Melanie Metzenthin

Wer aus dem Schatten tritt

Der bewegende Auftakt der neuen Reihe über eine junge Ärztin im Hamburg der Fünfzigerjahre, die ihren Weg sucht und die Liebe findet. Von Bestsellerautorin Melanie Metzenthin

Hamburg 1958: Voller Elan tritt die junge Ärztin Renate ihre erste Stelle in der Psychiatrie an. Sie merkt jedoch schnell, dass sie als Frau nicht mit offenen Armen empfangen wird. Durch einen Vorfall in der Klinik lernt sie den charmanten Matthias kennen, der am Anfang seiner Karriere als Profifußballer steht. Sie gehen miteinander aus, aber Renate zögert, sich auf ihn einzulassen.

Allmählich kommen die beiden sich näher und Renate merkt, wie gern sie ihn hat. Ausgerechnet jetzt muss sie sich mehr denn je auf die Arbeit konzentrieren. Ihr Kollege Dr. Lehmann macht ihr das Leben schwer und schließlich droht sogar die Entlassung. Gelingt es ihr, sich zu behaupten?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2025

Fräulein Doktor

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Renate Schwarz ist mit Leidenschaft Ärztin im Allgemeinen Krankenhaus Ochsenzoll, einer Psychiatrischen Klinik in Hamburg. Aber das ist als junge Frau (Fräulein Doktor!) gar nicht so einfach im Jahre 1958, ...

Renate Schwarz ist mit Leidenschaft Ärztin im Allgemeinen Krankenhaus Ochsenzoll, einer Psychiatrischen Klinik in Hamburg. Aber das ist als junge Frau (Fräulein Doktor!) gar nicht so einfach im Jahre 1958, insbesondere, wenn man den Kollegen im Erdgeschoss gegen sich hat und erst recht nicht, wenn der leitende Oberarzt einen loswerden will (kindle, Pos, 3392). Wie Renate mit den Anfeindungen umgeht, welche Romanze sich entspinnt und warum auch noch ein Stück weit eines Krimis mit hereinspielt, das erzählt Melanie Metzenthin auf brillante Weise in diesem wunderbaren Roman.

Erst geht es eher gemächlich dahin, erfahren wir von Renates Lebenslauf und ihren ersten Tagen in Ochsenzoll, dennoch spürt man gleich die Begeisterung der Ärztin für ihren Beruf und das große Fachwissen der Autorin, welche selbst Psychiaterin und Psychotherapeutin ist. Wer also anfangs meint, es handle sich vielleicht um einen oberflächlichen Roman mit einer piepsigen Dame als Hauptperson, der irrt gewaltig. Denn schnell stellt sich heraus, dass dieses Buch eine ganze Reihe von interessanten historisch belegten Details bereithält und ein phantastisches Bild seiner Zeit zeichnet. Dabei blickt Metzenthin tief hinter die Kulissen und beschreibt die einzelnen Szenen so bildhaft und realistisch, dass man sich ganz leicht verlieren kann im Geschehen und die 28 Kapitel in einem Rutsch hintereinander durchlesen möchte, ohne auf die Uhr zu sehen oder sich durch seine Umgebung ablenken zu lassen. Egal, ob es sich um das damalige Frauenbild handelt, als Mutter und am Herd, die Nachwirkungen des Nationalsozialismus oder eine aufkeimende Liebe, ja sogar um einen Kriminalfall – Melanie Metzenthin beherrscht ihr Metier und verknüpft alle Facetten dieses vielseitigen Romans perfekt zu einem lesenswerten Ganzen, das durch seine Lebendigkeit punktet. Die Charaktere sind derart lebhaft gezeichnet, dass man sich fast vor einer Leinwand wähnt, auf der dieser unterhaltsame Film abläuft. Während einige Figuren fest am Patriarchat festhalten, wenden sich andere der Zukunft zu und begegnen Frauen auf Augenhöhe, nicht zuletzt trägt Renate selbst dazu bei, sich ihren Platz zu erobern. Wenn sie demnächst ins Licht tritt, bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei!

Dieses Buch hat mich mit seiner Themenvielfalt und mit Metzenthins feinfühliger Schreibart so begeistert, dass ich „Im Lautlosen“ und „Die Stimmlosen“ sofort auf meine Wunschliste setze. Uneingeschränkte Leseempfehlung!


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Veröffentlicht am 18.02.2025

Lasten der Vergangenheit

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Der Roman spielt in Hamburg in den Fünfzigerjahren. Renate wohnt in einer separaten Wohnung im Haus ihres Onkels, der Arzt ist. Sie ist bei ihm aufgewachsen und will nun als junge Ärztin ihre erste Stelle ...

Der Roman spielt in Hamburg in den Fünfzigerjahren. Renate wohnt in einer separaten Wohnung im Haus ihres Onkels, der Arzt ist. Sie ist bei ihm aufgewachsen und will nun als junge Ärztin ihre erste Stelle antreten. Sie möchte in die Psychiatrie und nicht wie von einer Frau erwartet in die Pädiatrie oder Gynäkologie. Sie wird gleich als einzige Frau auf der Männerstation eingesetzt und ihre Kollegen machen ihr das Leben schwer. Als Verbündeten sucht sie sich neben ihrem Onkel, dem sie abends oft ihre Sorgen erzählt, einen Oberpfleger, dem sie vertrauen kann und der sie in ihren Bemühungen unterstützt und sie auch unter der Hand mal mit Informationen versort. Sie nimmt sich auch der schweren und vermeintlich aussichtslosen Fälle an und ihre Arbeit gefällt ihr eigentlich gut, wenn da nur nicht die nervigen Kollegen wären. Bald merkt Renate, dass die NS Vergangenheit der Patienten oftmals eine große Rolle spielt, aber auch hier sind die Münder verschlossen und sie kommt nicht weiter. Nachdem sie den Heiratsantrag ihrer ersten großen Liebe ausgeschlagen hat, weil dieser von ihr erwartet hat ihren Beruf aufzugeben., lernt sie Matthias kennen. Matthias ist dabei Fußballprofi zu werden und arbeitet als Türsteher. Der Onkel ist also zunächst nicht begeistert von der Verbindung, aber als er Matthias kennenlernt, stimmt er zu. Renate merkt, wie viel Rückendeckung und Unterstützung sie von einer Frauenvereinigung bekommt, die sie mitgründen durfte.
Das Buch spielt in einer historisch sehr interessanten Zeit und die Rolle der jungen ambitionierten Renate ist sehr interessant beschrieben. Ein toller historischer Roman.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Spannende Geschichte

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Da ich Romane um die Zeit der beiden Weltkriege sehr gerne lese, war ich mit diesem Buch genau richtig.
Die Autorin war mir bis jetzt nicht bekannt und ich bin schwer begeistert von diesem Buch.
Es war ...

Da ich Romane um die Zeit der beiden Weltkriege sehr gerne lese, war ich mit diesem Buch genau richtig.
Die Autorin war mir bis jetzt nicht bekannt und ich bin schwer begeistert von diesem Buch.
Es war ganz bestimmt nicht das letzte und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung dieser Reihe.

Es ist eine Geschichte, die tief in die Materie der Psychiatrie eindringt und man hier doch sehr vieles erfährt, was immer so unter den Tisch gekehrt wird. Die Autorin versteht es sehr gut, mit Renate der jungen Ärztin, eine ganz tolle Hauptprotagonistin zu integrieren.
Ich mochte sie von Anfang an sehr, weil sie sehr motiviert in ihrer Arbeit ist. Leider war es zu dieser Zeit so, dass es überhaupt nicht gerne gesehen wurde, dass eine Frau selbstständig war und einen Beruf ausübte. Spätestens bei der Heirat konnte der Mann ihre Stelle kündigen.
Eine super Idee fand ich den Zusammenschluss der Frauen, die dann einen Verein gründeten.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, besonders auch, wie Renate in ihrem Onkel einen Ersatzvater hatte und mit ihm immer alles besprechen konnte.

Auch die Liebe kommt natürlich nicht zu kurz und ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und vergebe auch 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Eine Ärztin in Hamburg

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Hamburg 1958. Der Krieg ist vorbei. Doch viele Menschen sind noch immer von ihren Erlebnissen traumatisiert. Renate hat ihr Examen als Ärztin bestanden und tritt ihre Stelle in der psychiatrischen Abteilung ...

Hamburg 1958. Der Krieg ist vorbei. Doch viele Menschen sind noch immer von ihren Erlebnissen traumatisiert. Renate hat ihr Examen als Ärztin bestanden und tritt ihre Stelle in der psychiatrischen Abteilung im Krankenhaus Ochsenzoll an. Dort herrschen noch die alten Hierachien der Männer. Viele Krankheiten werden als Schizophrenie diagnostiziert und nur medikamentös behandelt. Obwohl Renate wenig bis keine Erfahrung hat, versucht sie mit Gesprächen die Hintergründe zu erforschen. Als einer ihrer Patienten Selbstmord begeht, lernt sie Kommissar Studt kennen und lernt auch seinen Sohn Mathias kennen.
Das Cover und der Titel passen sehr gut zur Handlung. Die Protagonisten werden sehr persönlich beschrieben. Renate ist die Hauptfigur und wir begleiten sie nicht nur durch die Hansestadt der damaligen Zeit, sondern lernen selbstbewusste Frauen kennen, die sich für Frauenrechte einsetzen und eine Vereinigung gründen. Bei einem Fußballspiel des HSV am Rothenbaum hat dann Uwe Seeler einen kleinen Gastauftritt. Der Erzählstil nimmt mich mit in eine Zeit, in der ich selbst in Hamburg aufgewachsen bin und ich genieße es.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Von mutigen Frauen und ihren männlichen Gegnern.

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Melanie Metzenthin versteht es wie auch in ihren anderen Reihen, ihre Leser in den Bann zu ziehen und eine Geschichte zu erzählen, die sowohl spannend als auch emotional berührend ist. Die Charaktere sind ...

Melanie Metzenthin versteht es wie auch in ihren anderen Reihen, ihre Leser in den Bann zu ziehen und eine Geschichte zu erzählen, die sowohl spannend als auch emotional berührend ist. Die Charaktere sind lebendig und authentisch gezeichnet, man fühlt mit ihnen, leidet mit ihnen und freut sich mit ihnen. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin die Rolle der Frau in den 50er Jahren auf eine so sensible und informative Weise behandelt. Man spürt, dass sie sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Aber auch der noch nicht lange beendete Krieg spielt hier eine große Rolle. Das Schweigen der einen und die Wissbegier der anderen. Zwei Welten, die aufeinander prallen. Auch mein Opa hat nie über den Krieg gesprochen, als ich noch klein war. Das Thema wurde einfach verdrängt.

Der Schreibstil des Buches ist flüssig und angenehm zu lesen, Fiktion und Wahrheit gut miteinander verwoben. Ein Buch, welches ich sehr gerne gelesen habe und auf dessen Fortsetzung ich mich freue.

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