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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2026

Zukunftsvision so detailliert wie beängstigend

Cryptos
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Obwohl ich kein Fan von Fantasieromanen bin, hat mich dieses Buch nach den ersten Seiten nicht mehr losgelassen. Was sicher daran liegt, weil die Autorin ein Szenario der Zukunft darin beschreibt, das ...

Obwohl ich kein Fan von Fantasieromanen bin, hat mich dieses Buch nach den ersten Seiten nicht mehr losgelassen. Was sicher daran liegt, weil die Autorin ein Szenario der Zukunft darin beschreibt, das so fantasievoll, so detailliert und dabei doch so glaubhaft geschildert wird. Wenn ich das Buch kategorisieren sollte, wüsste ich nicht ob ich es in Fantasie oder in Thriller einordnen sollte. Denn abgesehen von dem Leben in einer nicht rosigen Zukunft ist es doch so unwahrscheinlich spannend und wendungsreich.
Doch worum geht es? Jana Pasco ist Weltendesignerin. Ihre Aufgabe ist es Fantasiewelten zu programmieren in denen sich die Menschen wohl fühlen, Abenteuer erleben oder einfach nur relaxen. Drei virtuelle Welten hat sie bereits erschaffen. Bis vor kurzen lief in ihnen allen ganz reibungslos. Doch plötzlich weist die Kontrollstatistik vermehrt Todesfälle, echte Todesfälle, aus, deren Ursachen Jana nachgehen muss. Was sie bei der Reise in die virtuelle Welt erlebt, wie sie immer mehr unter Bespitzelungen und Anschlägen in Gefahr gerät ist unwahrscheinlich spannend mitzuerleben.
Auch wenn es die beschriebene Welt mit Wasserknappheit, steigende Naturkatastrophen, Nahrungsmittelknappheit, Überbevölkerung, Rohstoffknappheit die derzeitige Lage zum Glück bei weitem Übersteigt, greift Ursula Poznanski damit ganz aktuelle Themen auf. Inklusive der schamlos ausgenutzten Privilegien Einzelner. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

brisante Jagd voller Spannung

Ritualblut
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Baxter Koncaid hat seinen Dienst bei der Polizei quittiert, nennt sich nun Privatermittler und versucht damit ein bisschen mehr Gerechtigkeit in San Francisco zu verbreiten. Die Armen und Ausgegrenzten ...

Baxter Koncaid hat seinen Dienst bei der Polizei quittiert, nennt sich nun Privatermittler und versucht damit ein bisschen mehr Gerechtigkeit in San Francisco zu verbreiten. Die Armen und Ausgegrenzten der Gesellschaft liegen ihm am Herzen. Sein neuer Fall, der Tod des Assistenten eines Professors dessen bahnbrechenden Forschungsergebnisse von vielen Machthungrigen begehrt werden, bringt Baxter massiv unter Beschuss…
Anfangs habe ich mich mit Baxter als Ermittler schwergetan. Er kam mir mit seinen vielen, in meinen Augen oft auch abwegigen Zitaten vor wie ein Clown. Erst mit der Zeit konnte ich mich für ihn erwärmen. Denn die konfuse Art ist Fassade und dient der Ablenkung und Verunsicherung. In Wirklichkeit ist er ein mutiger brillanter Kopf, der bei seinem Vorgehen immer auch einen Plan B + C hat. Und dann hat er ja auch noch Corin Campell. Gerade 1,50 m groß täuschen sich viele in ihr, denn sie ist eine Kampfmaschine ohne Gleichen. Bax nennt sie seinen Personenschutz und oft trifft das auch zu. Aber wenn man auf die Zwischentöne achtet erkennt man, dass es vielfach Baxter ist, der sie vor sich selbst beschützt. Ich fand dieses Duo wirklich super.
Der aktuelle Fall ist wirklich ein Kampf an allen Fronten. Brutalität krass geschildert und nichts für schwache Nerven. Insgesamt sind es sechs Parteien, die hinter den Forschungsergebnissen her sind, jeder wählt einen anderen Weg, aber alle fokussieren sich auf Baxter. Wirklich spannend gemacht. Von mir gibt’s 4,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Rasante Entwicklung lassen Atem anhalten beim Lesen

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Charlie Engel will zur Geburtstagsfeier ihres Neffen Luis. Wegen des Halbmarathons in Berlin muss sie ihr Navi zu Rate ziehen und das fängt plötzlich an zu spinnen. Es sind nur wenige Sekunden, doch die ...

Charlie Engel will zur Geburtstagsfeier ihres Neffen Luis. Wegen des Halbmarathons in Berlin muss sie ihr Navi zu Rate ziehen und das fängt plötzlich an zu spinnen. Es sind nur wenige Sekunden, doch die Auswirkungen sind weitreichend. Timeout, eine Gruppe Cyberterroristen erpresst die EU und kündigen bei Nichterfüllung größere Eingriffe an. Charlie, gerade arbeitslos, lässt der Ausfall der Systeme keine Ruhe und als brillante Hackerin gelingt es ihr Timeout näher zu kommen. Ein sehr gefährlicher Weg, den sie da geht …
Eines gleich voran: das Buch hat mich gefesselt. Ich fand es beeindruckend, wie der Autor hier die massiven Mängel innerhalb des Datenschutzes, hochsensibler Daten wohlbemerkt, in Deutschland und der EU in diesem spannenden Thriller zum Thema macht. Der Leser muss kein ein IT-Profi sein, alles wird verständlich, nachvollziehbar und vor allem Angst einflößend beschrieben. Die Handlung selbst ist so wendungsreich und damit spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Keinem kannst du trauen, so das Motto in diesem Thriller. Charlie als Hauptfigur hat mir ausgezeichnet gefallen. Sie ist nicht nur eine Meisterin in ihrem Fach, gleichzeitig ist sie auch auf der Suche nach dem richtigen Weg für sich. Menschliche Nähe macht sie eher unsicher, kann man doch die Menschen viel schwerer einschätzen als die ihr vertrauten Bits und Bytes. KIM, die von ihr entwickelte KI, habe ich beim Lesen fast liebgewonnen. Irgendwie hat sie sehr viel menschliche Züge. Der Kampf gegen Korruption, Machtmissbrauch und Schwächen in den Systemen hat mir so gut gefallen, dass 5 Lese-Sterne wie auch eine uneingeschränkte Leseempfehlung absolut verdient sind.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

selten so spannend unterhalten gefühlt

Weil sie lügt
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Juliane Brunner ist seit eineinhalb Jahren verschwunden und ihr Vater sitzt jetzt seit als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Polizei sieht in ihm dem Täter. Julis Mutter ist am Boden zerstört, ...

Juliane Brunner ist seit eineinhalb Jahren verschwunden und ihr Vater sitzt jetzt seit als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Polizei sieht in ihm dem Täter. Julis Mutter ist am Boden zerstört, kann sich weder um Haushalt noch um ihren jüngsten Sohn Leon, der erst 7 Jahre alt ist, kümmern. Darum muss ihre Tochter Anna stark sein, für ihre Leon, für ihre Mutter und auch für ihren Vater und noch wichtiger – sie muss ihre Schwester finden. Anna hat der Polizei bereits so viele Verdächtige genannt, dass die Polizei ihr kaum noch zuhört. Also muss sie Juli allein finden! Selbst um die finanziellen Probleme muss Anna sich kümmern. Mir hat diese junge Frau unwahrscheinlich leidgetan. Aber nicht nur dieses Gefühl stellte sich bei mir ein, ich habe sie auch bewundert, wie beharrlich und mutig sie ist. Wieder hat Anna einen neuen Verdächtigen im Visier. Ihre Methoden und Mittel ihn zu überführen sind nicht immer legal, aber was soll sie machen, wenn die Polizei ihr nicht mehr glaubt.
Das Ermittlerteam, dessen Zusammenarbeit von Neid, Kompetenzgerangel und geradlinigem Denken geprägt ist, hält an Stefan Brunner, dem Vater, als Täter fest. Nur finden sie weder die Leiche von Juli noch konkrete Spuren zu ihrem Verschwinden. Mehr möchte ich nicht verraten. Auf jeden Fall hat es die Autorin zum Ende geschafft nicht nur die Spannung nochmals anzufeuern, sondern mich auch mit der Auflösung des Falls zu verblüffen. Es ist alles so schlüssig, wenn der Schein erst einmal verblasst ist. Wirklich spannend gemacht. Von mir gibt’s eine uneingeschränkte Leseempfehlung, 5 Lese-Sterne inbegriffen.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

interessanter, wendungsreicher neuer Band

Der Tote auf dem Kniepsand
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Dennis Claasen wird tot im Dünensand gefunden. Lena kennt ihn aus ihrer Jugendzeit, schließlich ist sie auf der Insel bei ihrer Tanke Beke aufgewachsen. Kurz kommt die Frage auf, ob Lena wegen Befangenheit ...

Dennis Claasen wird tot im Dünensand gefunden. Lena kennt ihn aus ihrer Jugendzeit, schließlich ist sie auf der Insel bei ihrer Tanke Beke aufgewachsen. Kurz kommt die Frage auf, ob Lena wegen Befangenheit die Mordermittlung abgeben sollte. Aber sie haben sich mehr als ein Jahrzehnt nicht mehr gesehen. So nehmen Lena und ihre Kollegin Naya Olsen die Ermittlungen vor Ort auf. Da eine Verbindung zu den angeschwemmten Drogenpaketen an die Strände der Nordfriesischen Inseln vermutet wird kommt es zu einigem Kompetenzgerangel mit den Kollegen der OK, die die Mocro-Mafia als Drahtzieher vermuten.
Da Dennis vor Jahren drogenabhängig war und aktuell wegen des Erbauseinandersetzungsstreits in Geldschwierigkeiten steckt, wäre ihm eine Rolle als Drogenkurier durchaus zuzutrauen. Lenas Ermittlungen fokussieren sich auf den Bootshafen, denn der Weg der Drogen geht übers Wasser. Die Hinweise von Lenas altem Lehrer sind für sie sehr hilfreich. Und doch liegt die Lösung des Falls ganz woanders.
Ich fand es spannend, wie sich die Geschichte entwickelt. Vor allem machen Lenas während der Arbeit immer wiederkehrenden Zweifel, ob sie ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau auch gerecht wird, diese Figur nicht nur sympathisch, sondern auch glaubhaft.
Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne und ich hoffe auf weitere spannende Fortsetzungen.

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