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Veröffentlicht am 05.05.2026

war nicht mein Lesestoff

Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens
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Angelockt vom Cover und der Leseprobe habe ich das zum Buch gegriffen. Hierin geht es um Mina und ihren Freund seit Kindertagen – Caplan Lewis. Dabei sind die beiden so unterschiedlich. Caplan ist ein ...

Angelockt vom Cover und der Leseprobe habe ich das zum Buch gegriffen. Hierin geht es um Mina und ihren Freund seit Kindertagen – Caplan Lewis. Dabei sind die beiden so unterschiedlich. Caplan ist ein junger Mann, der gern im Mittelpunkt steht. Mina dagegen ist ein Bücherwurm und der erfolgreiche Abschluss ist ihr wichtig. Sie ist eine Außenseiterin, wird von ihren Klassenkameraden mitunter gemobbt. Doch plötzlich kurz vor dem Abschlussball interessiert man sich für sie. Sie wird sogar zu einer privaten Party eingeladen…
So richtig packen konnte mich dieser Jugendroman nicht. Die Hauptfiguren wirkten auf mich flach, nicht lebendig. Ich konnte ich mit ihren Problemen, Ideen und Auftreten nichts anfangen. Auch wenn die Autorin immer wieder mit Chatverläufen Einblicke in den Austausch unter den Jugendlichen aufzeigt und damit Einblicke in den Umgang miteinander gibt, wirkte das auf mich oberflächlich. Oder ist die Jugend in Amerika wirklich nur auf feiern, Drogen und Sex ausgerichtet?
Streckenweise war das Buch auch einfach zu ausführlich, was zu Lasten der kaum spürbaren Spannung ging. Schade, da hatte ich mir mehr erhofft. Insgesamt gibt’s von mir leider nur 2 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

durch Leseprobe abgelockt, aber …

Komm spielen
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Annie ist erfolgreiche Autorin, ihre Kinderbücher um Pinguin Pierce und seine Abenteuer, sind Bestseller. Doch dann gerät Annies glückliche Welt mit Mann, Sohn Charlie und beruflichem Erfolg in die Schieflage. ...

Annie ist erfolgreiche Autorin, ihre Kinderbücher um Pinguin Pierce und seine Abenteuer, sind Bestseller. Doch dann gerät Annies glückliche Welt mit Mann, Sohn Charlie und beruflichem Erfolg in die Schieflage. Um sich und ihren Sohn wieder zu erden, mietet sie ein Haus im beschaulichen Castle Creek. Charlie findet im Schuppen einen Karton mit altem Spielzeug. Er scheint es zu lieben….
Der Thriller spielt in zwei Zeitebenen, deren Zusammenhang lange offenbleibt. Gerade das Geschehen in Lucknow, wo sich seltsame Todesfälle häufen, konnte ich die Ausführungen nicht glauben. Was Linwood Barclay da versucht zu vermitteln habe ich ihm nicht abgenommen, dazu fehlten mir glaubhafte Details. Das hat sich auch bis zum Schluss bei mir nicht mehr gebessert. Wenn schon viel Fantasie in einem Buch vorkommt, dann sollte sie auch glaubhaft vermittelt werden. Oft waren in den Kapiteln auch die Beschreibungen zu ausführlich, ohne auf den Kern zu kommen. Vielleicht war das auch einfach für mich und meinen Lesegeschmack das falsche Buch. Darum kann ich leider nur 2 Lese-Sterne geben.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Familie gespalten - bis heute

Hitlers Gefolgsmann
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Mich hat die Kurzbeschreibung des Buchs neugierig gemacht. Ich wollte wissen, wie geht der Autor mit seiner Familiengeschichte um. Übt er rigoros Kritik an seinem Großvater oder sucht er für dessen NS-Kariere, ...

Mich hat die Kurzbeschreibung des Buchs neugierig gemacht. Ich wollte wissen, wie geht der Autor mit seiner Familiengeschichte um. Übt er rigoros Kritik an seinem Großvater oder sucht er für dessen NS-Kariere, Erklärungen. Wie Axel Spilcker es im Buch letztendlich dargestellt hat, fand ich richtig gut. Die ersten Kapitel befassen sich mit dem Lebensweg von Robert Ley, seiner Kindheit, seinem Aufstieg als Hitlers Ratgeber, wie auch seinen Beziehungen zu den anderen NS-Größen. Dabei habe ich die Ausführungen mehr aus der Sicht eines Dritten erzählt empfunden, ohne große Emotionen und Rechtfertigungen. Natürlich konnte ich mir die darin aufgeführten Personen und dessen Machtbereiche unter der NS-Herrschaft gar nicht alle merken. Hier war der Autor mehr als gründlich. Eines wurde aber deutlich: der ehemalige Reichsorganisationsleiter war ein Lebemann. Seine Macht hat er nicht nur Umsetzung seiner Visionen und der NS-Doktrin genutzt. Er hat sich im gleichen Zuge auch bereichert und ein luxuriöses Leben geführt, bei der jüngere Frauen eine große Rolle gespielt haben. Er hat die Frauen benutzt und hatte Kinder mit 3 verschiedenen Frauen. Auch heute noch spaltet sich die Familie bei Bewertung seines politischen und menschlichen Verhaltens. Seine älteste Tochter Renate aus erster Ehe, dessen Mutter er die Scheidung aufgezwungen hat, konnte ich nicht verstehen. Für mich ist sie bis zum Ende des Buchs ein Widerspruch geblieben. Auf der einen Seite anerkannte Professorin für Sozialwissenschaften, hat sie meiner Meinung nach noch immer eine verklärte Sicht auf ihren Vater und seine Taten. Die Gefühle der liebenden Tochter überdecken ihr sonstiges Rechtsempfinden.
Einige der Nachkommen von Robert Ley scheuen sich ihr Verwandtschaftsverhältnis zur ehemaligen NS-Größe offenzulegen, befürchten Anfeindungen. Heute noch.
Ich finde dieses Buch sehr lesenswert, es hat mich gut unterhalten und somit sind 5 Lese-Sterne durchaus verdient.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

lesenswerrte Familiengeschichte

Das Haus der Erinnerung
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Das Buch wechselt zwischen Irland nach dem Ende des 2. Weltkrieges und dem Jahr 2025. Dabei lernt man gleich zu Anfang die junge Evie kennen, die in einem reichen Haushalt in Aisling aufwächst und doch ...

Das Buch wechselt zwischen Irland nach dem Ende des 2. Weltkrieges und dem Jahr 2025. Dabei lernt man gleich zu Anfang die junge Evie kennen, die in einem reichen Haushalt in Aisling aufwächst und doch mit ihren Leben nicht zufrieden ist. Ihre Eltern sind oft monatelang auf Reisen, was der Job ihres Vaters als Regierungsangestellter mit sich bringt und ihre Mutter begleitet ihn immer. Evie fühlt sich insbesondere von ihrer Mutter ungeliebt, hätte gern mehr Zeit der Mutter verbracht. Nach den ersten Abschnitten konnte ich das verstehen, denn trotz ihrer 14 Jahre herrschen strenge Regeln für Evie, die ich als lieblos empfand. Einzige Lichtblicke sind die Begegnungen mit dem Sohn des örtlichen Krämerladens. Doch dann nehmen ihre Eltern nach Kriegsende sie mit in ein Hotel in Kislee wo Evie Harding, etwa so alt wie sie und stark geschminkt, kennenlernt. Es ist eine Begegnung, die für Evie sehr aufregend ist denn Harding scheint keine Angst zu haben, keine Grenzen zu kennen. Evie bewundert sie. Doch dann reisen ihre Eltern wieder ab und erst Monate später sehen sich die beiden jungen Frauen wieder…
2025 ist Evie 93 Jahre alt, lebt in Chicago und hat einen letzten Wunsch. Sie möchte noch einmal nach Aisling, ihre alte Heimat in Irland, und bittet ihre Enkeltochter Rainey sie zu begleiten. Genau wie Rainey kann der Leser miterleben, was damals zwischen Harding und Evie wirklich passiert ist, warum Evie nach Amerika ausgewandert ist und nun kurz vor ihrem Lebensende unbedingt noch einmal ihr Elternhaus sehen will. Es ist eine Geschichte voller Enttäuschungen und Leid, aber auch voller Mut, Beharrlichkeit und Liebe. Ich kann es jedem, der gerne Familienromane liest, uneingeschränkt empfehlen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Der Titel trifft‘s – ein Buch das nachdenklich macht

Die Schatten der Schuld
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Marlene Reinhardt, die noch immer dem Hamburger Firmen-Konglomerat vorsteht und es mit eiserner Hand führt, soll zu ihrem 80. Geburtstag wegen ihres sozialen Engagements mit einer großen Feier im Hamburger ...

Marlene Reinhardt, die noch immer dem Hamburger Firmen-Konglomerat vorsteht und es mit eiserner Hand führt, soll zu ihrem 80. Geburtstag wegen ihres sozialen Engagements mit einer großen Feier im Hamburger Rathaussaal geehrt werden. Doch dann wird sie nach der Laudatio des Bürgermeisters in einem Nebenraum von einem alten Mann mit dem Messer angegriffen und landet schwer verletzt auf der Intensivstation…
Enkelin Kaya ist natürlich besorgt um ihre Oma Mala, wie sie Marlene als kleines Mädchen genannt hat. Aber gleichzeitig will sie auch wissen, was diesen alten Mann zu dieser Tat getrieben hat. Wie der Autor das vermittelt, war nicht nur emotional sehr eindringlich, es hat auch eine für mich völlig neue Seite der Schuld und ihrer Auswirkungen zum Thema gemacht. Insofern passt der Titel unwahrscheinlich gut.
Was Kaya mit ihren Fragen zur Familiengeschichte wie auch zur Geschichte des Täters erfährt, lässt sie ihr eigenes Leben hinterfragen. Sie sieht, auch wenn bereits 80 vergangen sind, die Rolle ihrer Familie, in Persona ihres Urgroßvaters, sehr kritisch. In der Diskussion mit ihrer Großmutter, die eine Mitschuld rigoros abweist, wendet sich das Bild welches Kaya von ihrer liebevollen Oma Mala hat. Kaya erkennt auch, dass ihre Eltern, Onkels und Tante in Marlenes Machtspiel zu Spielfiguren wurden. Das mitzuerleben, war durchaus spannend. Denn Michael Jensen versteht es die Figuren sehr lebendig zu beschreiben. Eine gewisse humorvolle Seite kommt dabei auch nicht zu kurz.
Mich hat das Buch nicht nur ausgesprochen kurzweilig unterhalten. Es gab mir mit dem fachlichen Hintergrundwissen zu transgenerationeller Weitergabe von Traumata auch eine neue Sicht auf das Grundthema. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne, eine 100%ige Leseempfehlung eingeschlossen.

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