Urlaub ohne Entspannung, aber mit viel Spannung
MeeresdunkelDie Finca Casa de la Vora, Haus am Rande, ist das Urlaubsziel von Henrike und ihrer Familie. Henrike träumt seit Jahren davon hier wieder einmal Urlaub zu machen, im Gegensatz von Ehemann Hans. Der hasst ...
Die Finca Casa de la Vora, Haus am Rande, ist das Urlaubsziel von Henrike und ihrer Familie. Henrike träumt seit Jahren davon hier wieder einmal Urlaub zu machen, im Gegensatz von Ehemann Hans. Der hasst seine Kindheitserinnerungen an dieses ganz am Ende der Klippen gelegene Ferienhaus. Die ohnehin schon schlechte Stimmung wird noch damit getoppt, dass kurz nach ihrer abendlichen Anreise auch noch eine dreiköpfige Familie im Ferienhaus eintrifft, der dieses Objekt ebenfalls vermietet wurde…
Geschickt entspinnt der Autor ein Zusammenspiel von Geheimnissen, Bedrohungen, Fanatismus und Intrigen, was mich spannend unterhalten hat. Mir hat Juri, der mit acht Jahren in seiner abgegriffenen rosa Babypuppe seinen engsten Vertrauten sieht, am besten gefallen. Stets im Dialog mit Hedwig, wirkt er sehr altklug und lebenstauglicher als sein Vater.
Da kein Ersatzquartier zur Verfügung steht und die in die Jahre gekommene Villa genügend Platz hat, arrangieren sich sie beiden Familien. Als dann aber ein heftiger Sturm sie ans Haus fesselt, sie von der Außenwelt abgeschnitten sind, kommt es zu immer mehr Spannungen in der Gruppe. Denn so fremd sind sich einige davon gar nicht. Für mich war das sehr gut entwickelt. Wobei ich die Abschnitte mit Effi und Hank, die erst nach 1/3 des Buchs beginnen, am Anfang als eher losgelöst und nicht zuordenbar empfunden habe. Erst wesentlich später ergab sich der Zusammenhang. Insgesamt gebe ich 4 Lese-Sterne für diesen spannenden Thriller.