selten so spannend unterhalten gefühlt
Weil sie lügtJuliane Brunner ist seit eineinhalb Jahren verschwunden und ihr Vater sitzt jetzt seit als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Polizei sieht in ihm dem Täter. Julis Mutter ist am Boden zerstört, ...
Juliane Brunner ist seit eineinhalb Jahren verschwunden und ihr Vater sitzt jetzt seit als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Polizei sieht in ihm dem Täter. Julis Mutter ist am Boden zerstört, kann sich weder um Haushalt noch um ihren jüngsten Sohn Leon, der erst 7 Jahre alt ist, kümmern. Darum muss ihre Tochter Anna stark sein, für ihre Leon, für ihre Mutter und auch für ihren Vater und noch wichtiger – sie muss ihre Schwester finden. Anna hat der Polizei bereits so viele Verdächtige genannt, dass die Polizei ihr kaum noch zuhört. Also muss sie Juli allein finden! Selbst um die finanziellen Probleme muss Anna sich kümmern. Mir hat diese junge Frau unwahrscheinlich leidgetan. Aber nicht nur dieses Gefühl stellte sich bei mir ein, ich habe sie auch bewundert, wie beharrlich und mutig sie ist. Wieder hat Anna einen neuen Verdächtigen im Visier. Ihre Methoden und Mittel ihn zu überführen sind nicht immer legal, aber was soll sie machen, wenn die Polizei ihr nicht mehr glaubt.
Das Ermittlerteam, dessen Zusammenarbeit von Neid, Kompetenzgerangel und geradlinigem Denken geprägt ist, hält an Stefan Brunner, dem Vater, als Täter fest. Nur finden sie weder die Leiche von Juli noch konkrete Spuren zu ihrem Verschwinden. Mehr möchte ich nicht verraten. Auf jeden Fall hat es die Autorin zum Ende geschafft nicht nur die Spannung nochmals anzufeuern, sondern mich auch mit der Auflösung des Falls zu verblüffen. Es ist alles so schlüssig, wenn der Schein erst einmal verblasst ist. Wirklich spannend gemacht. Von mir gibt’s eine uneingeschränkte Leseempfehlung, 5 Lese-Sterne inbegriffen.