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Veröffentlicht am 01.06.2026

selten so spannend unterhalten gefühlt

Weil sie lügt
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Juliane Brunner ist seit eineinhalb Jahren verschwunden und ihr Vater sitzt jetzt seit als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Polizei sieht in ihm dem Täter. Julis Mutter ist am Boden zerstört, ...

Juliane Brunner ist seit eineinhalb Jahren verschwunden und ihr Vater sitzt jetzt seit als Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Polizei sieht in ihm dem Täter. Julis Mutter ist am Boden zerstört, kann sich weder um Haushalt noch um ihren jüngsten Sohn Leon, der erst 7 Jahre alt ist, kümmern. Darum muss ihre Tochter Anna stark sein, für ihre Leon, für ihre Mutter und auch für ihren Vater und noch wichtiger – sie muss ihre Schwester finden. Anna hat der Polizei bereits so viele Verdächtige genannt, dass die Polizei ihr kaum noch zuhört. Also muss sie Juli allein finden! Selbst um die finanziellen Probleme muss Anna sich kümmern. Mir hat diese junge Frau unwahrscheinlich leidgetan. Aber nicht nur dieses Gefühl stellte sich bei mir ein, ich habe sie auch bewundert, wie beharrlich und mutig sie ist. Wieder hat Anna einen neuen Verdächtigen im Visier. Ihre Methoden und Mittel ihn zu überführen sind nicht immer legal, aber was soll sie machen, wenn die Polizei ihr nicht mehr glaubt.
Das Ermittlerteam, dessen Zusammenarbeit von Neid, Kompetenzgerangel und geradlinigem Denken geprägt ist, hält an Stefan Brunner, dem Vater, als Täter fest. Nur finden sie weder die Leiche von Juli noch konkrete Spuren zu ihrem Verschwinden. Mehr möchte ich nicht verraten. Auf jeden Fall hat es die Autorin zum Ende geschafft nicht nur die Spannung nochmals anzufeuern, sondern mich auch mit der Auflösung des Falls zu verblüffen. Es ist alles so schlüssig, wenn der Schein erst einmal verblasst ist. Wirklich spannend gemacht. Von mir gibt’s eine uneingeschränkte Leseempfehlung, 5 Lese-Sterne inbegriffen.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

interessanter, wendungsreicher neuer Band

Der Tote auf dem Kniepsand
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Dennis Claasen wird tot im Dünensand gefunden. Lena kennt ihn aus ihrer Jugendzeit, schließlich ist sie auf der Insel bei ihrer Tanke Beke aufgewachsen. Kurz kommt die Frage auf, ob Lena wegen Befangenheit ...

Dennis Claasen wird tot im Dünensand gefunden. Lena kennt ihn aus ihrer Jugendzeit, schließlich ist sie auf der Insel bei ihrer Tanke Beke aufgewachsen. Kurz kommt die Frage auf, ob Lena wegen Befangenheit die Mordermittlung abgeben sollte. Aber sie haben sich mehr als ein Jahrzehnt nicht mehr gesehen. So nehmen Lena und ihre Kollegin Naya Olsen die Ermittlungen vor Ort auf. Da eine Verbindung zu den angeschwemmten Drogenpaketen an die Strände der Nordfriesischen Inseln vermutet wird kommt es zu einigem Kompetenzgerangel mit den Kollegen der OK, die die Mocro-Mafia als Drahtzieher vermuten.
Da Dennis vor Jahren drogenabhängig war und aktuell wegen des Erbauseinandersetzungsstreits in Geldschwierigkeiten steckt, wäre ihm eine Rolle als Drogenkurier durchaus zuzutrauen. Lenas Ermittlungen fokussieren sich auf den Bootshafen, denn der Weg der Drogen geht übers Wasser. Die Hinweise von Lenas altem Lehrer sind für sie sehr hilfreich. Und doch liegt die Lösung des Falls ganz woanders.
Ich fand es spannend, wie sich die Geschichte entwickelt. Vor allem machen Lenas während der Arbeit immer wiederkehrenden Zweifel, ob sie ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau auch gerecht wird, diese Figur nicht nur sympathisch, sondern auch glaubhaft.
Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne und ich hoffe auf weitere spannende Fortsetzungen.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

musste mich regelrecht zwingen weiterzulesen

Sister, Sister
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Mich hat das Cover wie auch die Kurzbeschreibung angesprochen bzw. neugierig gemacht. Was ich dann aber zu lesen bekam, hat keinesfalls meinen Erwartungen entsprochen. Sigrid ist depressiv und will sich ...

Mich hat das Cover wie auch die Kurzbeschreibung angesprochen bzw. neugierig gemacht. Was ich dann aber zu lesen bekam, hat keinesfalls meinen Erwartungen entsprochen. Sigrid ist depressiv und will sich das Leben nehmen. Wichtig ist ihr aber, dass die Menschen, die ihr wichtig sind, die Gründe verstehen. So unternimmt sie 21 Versuche einen Abschiedsbrief zu schreiben. Die Briefe selbst sind mal allgemein ohne Empfänger, mal direkt an einzelne Personen gerichtet und zeigen, wie verstört sie in ihrem Inneren ist. Denn in den Briefen werden immer wieder zeitlich völlig durcheinander Erinnerungen wie auch Lügen wiedergegeben. Gleichzeitig will Sigrid aber immer, dass ihre ein Jahr ältere Schwester Margrit die Briefe liest und überabreitet. Für mich ein Zeichen von wenig Selbstbewusstsein bei Sigrid.
Ich habe in diesem Buch keinen roten Faden gesehen. Sigrids inneren Monologe zu lesen, die sie dann selbst wieder teilweise korrigiert, haben mich einfach nur wütend gemacht. Klar war ihr Elternhaus von Streit zwischen den Eltern geprägt, Sigrids Liebe zu Frauen in so einer Kleinstadt sicher auch nicht zuträglich in der Gemeinschaft anerkannt zu werden, aber ihre Schwester hat doch auch einen Weg gefunden. Ich konnte mich nicht in Sigrid hineinversetzen und musste mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen. Darum gibt’s von mir auch nur 1,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Wechselspiel zwischen virtuell und real

Glitch – Entkommst du dem Spiel?
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Nora Achtziger will nun endlich weiter in München studieren. Aus Kostengründen wohnt sie wieder bei ihren Eltern und da ist Action vorprogrammiert. Denn ihre Oma Amelie strapaziert wieder die Nerven aller ...

Nora Achtziger will nun endlich weiter in München studieren. Aus Kostengründen wohnt sie wieder bei ihren Eltern und da ist Action vorprogrammiert. Denn ihre Oma Amelie strapaziert wieder die Nerven aller Familienmitglieder. Ich finde diese alte Dame immer so erfrischend selbstbewusst. Trotz ihres Alters ist die Achtzigeroma immer auf dem Stand der aktuellen technischen Trends. Nora spielt in diesem 4. Band eher Außenrolle, denn für Lucas, ihrem italienischen Freund, soll sie sich um dessen gamesüchtige Schwester Maria kümmern. Nora schätzt selbstkritisch ein, dass das Mitspielen in einer Profi-Gilde nicht ganz ihren Fähigkeiten entspricht. So bittet sie Jan, Freund, Hacker und Gamer, sich auf das neue Spiel als Tester zu bewerben. Der Beta-Test findet auf einer einsamen Berg Alm unter Ausschluss der Dritter statt. Trotzdem versuchen Jan und Nora sich nachts mittels Uralttechnik auszutauschen. Jan stellt schnell fest, dass es so einige Bugs noch in der Gaming-Software zu finden sind. Oder sind sie gewollt? Auch jeden Fall hat Petra Felsner das neue Programm mit den verschiedenen Levels sehr detailliert beschrieben. Was die Spieler da vorfanden und wie sie sich wehren mussten, fand ich nicht so spannend. Einzig das Ansprechen aller Sinne beim Spieler mittels des Helms fand ich interessant. Auf jeden Fall íst sich Jan sicher, dass sich ein Maulwurf im Team befindet. Als sich dann auch noch der Zusammenhang zwischen Game und Realität herausstellt, konnte ich der Autorin keinen Glauben mehr schenken. Allerdings muss man ihr eines lassen, ihr Wissen zu technischen Entwicklungen ist beachtenswert. Nur leider haben mich die vielen technischen Abkürzungen und Details irgendwann aus dem Lesefluss gebracht. Auch wenn im Anhang diverse Erläuterungen dazu zu finden sind. Ich finde es schade, dass die Beschreibung des Buchs so viel vom Inhalt des Jugend-Thrillers preisgibt. Insgesamt gibt’s von mir daher nur 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

gelungener Auftakt mit interessantem Ermittlerpaar

Strandopfer
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Kriminaloberkommissarin Lena Schuldt vom BKA Berlin, soll bei der Ermittlung zum Tod von Joachim Hundt die polnischen Kollegen unterstützen. Der Tote wurde am polnischen Ostseestrand nur mit Badehose bekleidet ...

Kriminaloberkommissarin Lena Schuldt vom BKA Berlin, soll bei der Ermittlung zum Tod von Joachim Hundt die polnischen Kollegen unterstützen. Der Tote wurde am polnischen Ostseestrand nur mit Badehose bekleidet tot ohne erkennbare Verletzungen aufgefunden. Das Merkwürdige war, dass in seiner Kehle ein Bernstein steckte. Für Lena ist dieser Auftrag keine leichte, geschweige denn erfreuliche Aufgabe. Lange lässt der Autor den Leser nicht wissen, was Lena zu verbergen hat, warum sie von der Ostsee nach Berlin geflohen ist und welche Erinnerungen sie noch heute plagen. Ich fand das sehr spannend inszeniert. Auf der anderen Seite wurden aber auch die Vorbehalte der Deutschen gegenüber polnischen Bürgern wie auch umgekehrt sehr gut im Krimi reflektiert. Die Gruppe mit der Joachim Hundt ein großes Ferienhaus gemeinsam gemietet hatte, war nur auf den ersten Blick befreundet. Jetzt, wo Joachim tot ist und die die 10jährige Luise verschwunden ist, zeigt sich, wie zerbrechlich diese Freundschaft und auf wieviel Lügen sie aufgebaut ist. Für die Ermittler lässt sich schwer ein Motiv erkennen. Denkansätze werden wieder verworfen oder müssen verworfen werden, weil neue Opfer gefunden werden. Was für die Ermittler schwer war, hat mich ans buch gefesselt und vor allem hat mich die Aufklärung der Verbrechen absolut überrascht. Wirklich toll gemacht. Ich hoffe, es gibt noch weitere Fälle mit Lena und Adam. Auch wenn sie sich anfangs sehr distanziert gegenüberstehen, war doch schlussendlich ihre grenzübergreifende Zusammenarbeit erfolgreich und für mich sehr unterhaltsam. Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und 5 Lese-Sterne.

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