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Veröffentlicht am 28.02.2020

aufschlagen, eintauchen, die Zeit vergessen

Die Farben der Schönheit - Sophias Hoffnung
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Berlin 1926: Für Sophia steht fest, dass sie nach Beendigung ihres Chemiestudiums selbst Kosmetik herstellen möchte. Doch dann stellt sie fest, dass sie schwanger von ihrem verheirateten Dozenten ist. ...

Berlin 1926: Für Sophia steht fest, dass sie nach Beendigung ihres Chemiestudiums selbst Kosmetik herstellen möchte. Doch dann stellt sie fest, dass sie schwanger von ihrem verheirateten Dozenten ist. Der will von dem Kind nichts wissen, verweist sie an einen Engelmacher. Als sie ihren Eltern die Schwangerschaft gesteht, schmeißt ihr Vater sie aus der elterlichen Wohnung. Ohne Unterkunft, ohne Geld beschließt sie dennoch das Kind zu behalten und findet bei ihrer einzigen Freundin Henny Verständnis und Unterstützung…
Für mich war das wieder ein wunderbares, kurzweiliges Lesevergnügen. Allerdings konnte ich mich mit der Hauptfigur anfangs nicht so richtig anfreunden. Irgendwie passte in meinen Augen die forsche Studentin, die sich in einer Männerwelt an der Uni behaupten kann nicht so richtig zu der völlig aufgelösten und hilflosen Sophia, die von ihren Eltern auf die Straße gesetzt, ins Bodenlose fällt. Aber vielleicht war sie auch zum 1. Mal im Leben mit alltäglichen Dingen konfrontiert, nicht nur mit Lernen und wissenschaftlichen Studien. Und die Geschichte spielt Anfang des 20. Jahrhunderts, wo ledige, schwangere Frauen noch ein Makel waren und als Huren galten.
Ganz anders dagegen empfand ich ihre Freundin Henny, die nicht in einem wohlsituierten Elternhaus aufgewachsen ist, darum auch schon recht früh auf eigenen Beinen stehen musste und sich über bestehende Konventionen hinwegsetzt. Aber auch Sophia setzt sich durch, wächst mit den Aufgaben und lernt mit Niederlagen umzugehen. Ihren Jugendtraum behält sie weiterhin aber im Auge. Ich bin einfach begeistert und freue mich schon jetzt auf die beiden Folgebände.
Wie immer, wenn ich Bücher von Corina Bomann lese, habe ich dabei die Zeit vergessen. Den Schreibstil dieser Autorin finde ich einfach einfühlsam und wunderbar unterhaltsam. Da schlägt man das Buch auf, liest einige Seiten, taucht ab in die Geschichte und vergisst die Zeit beim Lesen. Darum gibt es von mir auch wieder 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2020

Glaube der zerstört

Ein wenig Glaube
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Lyle und Peg Hode sind glücklich, denn endlich hat ihre Adoptivtochter Shiloh und ihr fünfjähriger Sohn Isaac wieder Kontakt zu ihnen aufgenommen. Sie wohnen sogar wieder in einem Haus zusammen. Aber leider ...

Lyle und Peg Hode sind glücklich, denn endlich hat ihre Adoptivtochter Shiloh und ihr fünfjähriger Sohn Isaac wieder Kontakt zu ihnen aufgenommen. Sie wohnen sogar wieder in einem Haus zusammen. Aber leider beobachten beide, dass die Glaubensgemeinschaft, der sich Shiloh angeschlossen hat, sehr gefährliche Sichtweisen vertritt...
Die Leseprobe wie auch die Kurzbeschreibung hatten mich neugierig gemacht. Es ist schon bewundernswert wie der Autor die Liebe und Fürsorge von Lyle und Peg gegenüber ihrer Tochter und ihres Enkelkindes beschreibt. Das geht schon unter die Haut. Denn der Umgang mit Shiloh ist wie eine Gradwanderung. Die Eltern sehen sie auf einen Abgrund zugehen, können aber nur mittels guter Worte und wohlgemeinter Ratschläge versuchen sie zu erreichen. Schließlich würden sie mit der Stieftochter auch noch den heißgeliebten Enkel verlieren. Lyle selbst geht auch sonntags in die örtliche Kirche, aber mehr aus Gewohnheit und weil man das halt so macht in Wisconsin. Aber eine derartige Abhängigkeit, ja eigentlich Fremdbestimmung, ist ihm fremd. Obwohl der Pfarrer selbst sein Freund ist, hat er auch keinen wirklichen Ratschlag.
Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und der Zwiespalt, in dem sich Lyle und Peg befinden, ist nachvollziehbar und stimmt traurig. Auch die grenzenlose Liebe der beiden Großeltern zu Isaac kommt wunderbar zum Ausdruck. Allerdings empfand ich die vielen gedanklichen Abschweifungen und Ausschmückungen oft zu ausufernd. Das hat bei mir die Spannung gedämpft. Für mich war das einfach zu viel des Guten. Darum kann ich leider auch nur 3 Lese-Sterne vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2020

spannend, ausgeklügelt und ein MUSS für alle Krimi-Fans

Feuerland
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Vanessa Frank arbeitet in Stockholm bei der Kripo in der Sonderabteilung Nova, die sich dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität zur Aufgabe gemacht hat. Aber im Moment ist sie suspendiert wegen Alkohol ...

Vanessa Frank arbeitet in Stockholm bei der Kripo in der Sonderabteilung Nova, die sich dem Kampf gegen die organisierte Kriminalität zur Aufgabe gemacht hat. Aber im Moment ist sie suspendiert wegen Alkohol am Steuer und wartet noch auf die Entscheidung der internen Ermittlung ob sie weiterarbeiten darf oder aus dem Polizeidienst ausscheiden muss. Das hält sie aber nicht ab in den Fällen zweier vermisster reicher Geschäftsleute zu ermitteln…
Mich hat Vanessa als Hauptfigur in diesem Buch voll überzeugt. So eine tough, intelligente Frau. Immer wieder sieht sie Verbindungen, zieht Schlüsse daraus und kann so ein international agierendes Netzwerk von organisiertem Organhandel aufdecken. Vanessas Weg bei der Aufdeckung der verbrecherischen Verbindungen, der Korruption in den eigenen Reihen hat der Autor logisch und nachvollziehbar in der Handlung beschrieben. So kam bei mir an keiner Stelle mal Langeweile auf und die Spannung hielt sich auf hohem Niveau. Das liegt sicher auch daran, dass immer, wenn es gerade super spannend wird der Autor im anschließenden Kapitel zu anderen Ermittlungs-und Verbrechensorten wechselt. Dabei sind die Täter so brutal und ihre Handlungen so unmenschlich, dass ich an mancher Stelle dachte: den würde ich gerne selbst richten. Einfach, weil das Geschehen so unter die Haut geht. Für mich waren das wunderbar kurzweilige und spannende Lesestunden und ich freue mich schon jetzt auf den neuen Fall von Vanessa Frank. Also gibt’s auch 5 wohlverdient Lese-Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2020

Habe nicht bis zum Ende durchgehalten

Milchmann
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Mich hat die Kurzbeschreibung und die vielen positiven Bemerkungen im Netz neugierig auf dieses Buch gemacht. Der Erzählstil der Autorin war für mich stark gewöhnungsbedürftig. Es ist im Ich-Erzählstil ...

Mich hat die Kurzbeschreibung und die vielen positiven Bemerkungen im Netz neugierig auf dieses Buch gemacht. Der Erzählstil der Autorin war für mich stark gewöhnungsbedürftig. Es ist im Ich-Erzählstil geschrieben, was ich noch recht gut finde. Aber keine der im Buch vorkommenden Personen hat einen Namen. Es heißt nur Vielleicht-Freund, Milchmann, Schwager 1, Schwester 3.. und oftmals werden sogar die Artikel (der/die /das) weggelassen. Auf mich wirkte das abgehackt, irgendwie primitiv.
Anfangs habe ich beim Lesen immer gedacht: das wird noch, warte ab, lese weiter. Aber da kam nichts, was mich mit dem Buch ausgesöhnt hat, mich in die Handlung hat einsteigen lassen. Ich konnte mit dem Buch absolut nichts anfangen, musste mich zum Weiterlesen zwingen und habe es schlussendlich nach der Hälfte beiseitegelegt. Somit möchte ich auch keine Leseempfehlung aussprechen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2020

wunderbar unterhaltsamer Lesestoff

Die Spionin
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Eigentlich könnte Nancy mit ihrem heißgeliebten, reichen französischen Mann Henri Fiocca ein geruhsames Leben führen, wären da nicht die Nazis und Nancys Sinn für Freiheit und Gerechtigkeit.
Dieser auf ...

Eigentlich könnte Nancy mit ihrem heißgeliebten, reichen französischen Mann Henri Fiocca ein geruhsames Leben führen, wären da nicht die Nazis und Nancys Sinn für Freiheit und Gerechtigkeit.
Dieser auf wahren Begebenheiten beruhende Roman ist eine absolute Leseempfehlung. Selten habe ich einen Roman gelesen, in dem eine so starke Frau, aber auch von Selbstzweifeln geplagte Frau so lebensecht und glaubhaft geschildert wurde.
Mich hat Nancys Kaltschnäuzigkeit und ihr schauspielerisches Talent beeindruckt, wenn es darum geht den Nazis eins auszuwischen. Gleichzeitig finde ich aber auch, dass sie oft impulsiv und spontan handelt und dabei oft sehr viel Glück hatte. Starke Nerven hat sie auf jeden Fall.
Das Buch setzt nicht auf Action, sondern auf Situationsdramatik gepaart mit Situationskomik und wird dadurch unwahrscheinlich unterhaltsam. Welche Frau wagt schon einen Fallschirmsprung mit Seidenstrümpfen und Hackenschuhen?
Sehr gut gelungen finde ich auch die Beschreibungen zu Nancys anfänglichen Schwierigkeiten sich in der Männerwelt der Kämpfer der Résistance zu behaupten und sie schlussendlich zu leiten. Glaubhaft wird dies geschildert in Verbindung mit ihren dabei durchlebten Gewissensbissen als sie erstmals durch eigene Hand einen Feind niederstreckt, als durch ihre Fehleinschätzung Kameraden sterben und sie mit ansehen muss wie Unschuldige sterben müssen. Und immer bleibt die Frage lebt Henri noch? Mich hat das Buch wunderbar unterhalten, darum gibt es von mir auch eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung und 5 Lese-Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
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