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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Amüsant

Mydworth - Intrigen an der Côte d'Azur
1

Zum Inhalt:
Lord und Lady verlagern dieses Mal ihre Aktivitäten an die Cote d'Azur, da Harry dort in geheimer Mission tätig ist. Als er und seine Frau von Harrys Tante um Hilfe bei einer Erpressung gebeten ...

Zum Inhalt:
Lord und Lady verlagern dieses Mal ihre Aktivitäten an die Cote d'Azur, da Harry dort in geheimer Mission tätig ist. Als er und seine Frau von Harrys Tante um Hilfe bei einer Erpressung gebeten werden, können Sie natürlich diese Bitte nicht abschlagen und mit Hilfe von einer neuen Bekanntschaft lösen die beiden eine verzwickte Erpressung.

Mein Eindruck:
Diese Reihe bringt einen zwar nicht in die Gefahr eines Herzinfarkts oder von Schlaflosigkeit, dafür bietet die eine schöne Umgebung, ein bisschen Humor und gepflegte Sapnnung. Die Beziehung auf Augenhöhe macht Spaß und dass nicht immer jeder Plan direkt klappt, ist herrlich sympathisch. Dazu führen die Autoren eine neue Figur ein, die auf weitere Eskapaden mit Augenzwinkern hoffen lässt. Einzig die Auflösung lässt ein paar Fragen offen, doch das ist vielleicht dann eher das Problem der (Neben-)Figuren und nicht so sehr das der Autoren.

Mein Fazit:
Eine wunderbare Zwischendurch-Unterhaltung mit einer guten Sprecherin

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Sprecherin
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 08.03.2026

Lange Schatten

Fünf Fremde
0

Zum Inhalt:
30 Jahre, nachdem zwei Jugendliche auf der Insel Neuwerk verschwunden sind, finden sich Zeitzeugen der Vorgänge wieder dort ein, - teils freiwillig, teils gezwungenermaßen. Es wird klar, dass ...

Zum Inhalt:
30 Jahre, nachdem zwei Jugendliche auf der Insel Neuwerk verschwunden sind, finden sich Zeitzeugen der Vorgänge wieder dort ein, - teils freiwillig, teils gezwungenermaßen. Es wird klar, dass das Geheimnis gelöst werden muss, damit nicht nur verstorbene Seelen Ruhe finden.

Mein Eindruck:
Der Schreibstil von Fölck ist bildhaft und man kann sich sehr gut in ihre Figuren eindenken. Genau deshalb fällt es schwer, das Ende zu akzeptieren, denn die Begründung für die Vorgänge und die Motivlage sind - gelinde gesagt - so hanebüchen, dass es im Nachhinein den Lesespaß verdorben hat. Bis dahin genießt man einen interessanten Krimi in perfekt beschriebener Umgebung. Man sieht und fühlt das Unwetter, die Bedrohung, die Schmerzen über verpasste Gelegenheiten und Problemen in Beziehungen, die Angst. Doch dann kommt der Schluss und lässt einen sprachlos zurück. Leider.

Mein Fazit:
Bis kurz vor Ende hätte der Krimi fünf Sterne verdient...

Veröffentlicht am 08.03.2026

Mord im Altersheim

Betreutes Morden
0

Diese Rezi behandelt das Hörbuch

Zum Inhalt:
In einer feudalen Seniorenresidenz wird ein Insasse ermordet. Der Verdacht fällt schnell auf Carol, da sie eine Serienmörderin ist und damit eine lange Vorgeschichte ...

Diese Rezi behandelt das Hörbuch

Zum Inhalt:
In einer feudalen Seniorenresidenz wird ein Insasse ermordet. Der Verdacht fällt schnell auf Carol, da sie eine Serienmörderin ist und damit eine lange Vorgeschichte in der Beseitigung missliebiger Zeitgenossen hat. Doch Carol beginnt um ihre Rehabilitierung zu kämpfen... und auch um ihre neu gewonnenen Freunde, die sie nicht verlieren möchte.

Mein Eindruck:
Krimis mit älteren Protagonisten in Seniorenheimen sind beliebt und Fergus Craig versucht, auf diesen Zug aufzuspringen, - leider verpasst er dabei das Trittbrett. Denn was vielleicht als "überspitzt" gemeint war, ist vor allen Dingen eins: Immer einen Hauch "too much". Sind es die exzessiv beschriebenen Szenen körperlicher Liebe im Alter, sind es die Übertötungen, die Masse an sich in unterschiedlichster Weise schlichtweg widerlich verhaltenen Männern, die möglicherweise die Morde als "gerechtfertigt" darstellen sollen? Für einen schwarzhumorigen Krimi ist die Geschichte nicht spannend genug, für einen Cosy Crime zu blutig und für eine Denksport-Aufgabe zu leicht lösbar. Einzig die gut gewählte Erzählstimme Manon Strachés macht einen positiven Eindruck, - doch das reicht leider nicht aus.

Mein Fazit:
Not my cup of tea

Veröffentlicht am 22.02.2026

Schuldig

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Diese Rezi behandelt das Hörbuch


Zum Inhalt:
Cecilia ist Housesitterin und bewirbt sich initiativ bei der Familie Waldner, die viele Wohnstätten besitzt. Als sie den Inhaber der Firma kennenlernt, sprühen ...

Diese Rezi behandelt das Hörbuch


Zum Inhalt:
Cecilia ist Housesitterin und bewirbt sich initiativ bei der Familie Waldner, die viele Wohnstätten besitzt. Als sie den Inhaber der Firma kennenlernt, sprühen schnell die Funken. Cecilias Freunde Nick und Yin sind von dieser Verbindung weniger begeistert, denn sie fürchten um die psychische Verfassung ihrer seit dem Tod der Mutter labilen Freundin. Als Cecilia die auf einer Privatinsel in der Ostsee gelegenen Villa der Waldners hüten soll, lädt sie ihre Nick, dessen Freundin Anastasia und Yin ein, um ihnen Johannes vorzustellen.

Mein Eindruck:
Durch drei Sprecher (für Cecilia, Johannes und Nick) erfährt man die Gedanken der Figuren und durch Rückblenden auch so einiges über die Gründe, die sie alle auf diese Insel und an diesen Punkt gebracht haben. Trotzdem gelingt es der Autorin, einige wichtige Sachen im Zusammenspiel ihrer Charaktere erst nach und nach als Häppchen verpackt den Lesern zu servieren. Insbesondere im letzten Drittel zieht Rudolf dafür die Spannungsschraube deutlich an, obwohl im Prolog schon ein Teil des Schlusses vorweggenommen wird. Nichtsdestotrotz verblüfft sie mit einer Wendung zum Ende hin und auch wenn dieses Ende nicht jedermanns Sache ist, kann man es akzeptieren.
Dass dieses so ist, verdankt das Hörbuch auch den großartigen Sprechern, die - egal wie fragwürdig das Vorgehen "ihrer" Figur auch sein mag - dieses ganz vorzüglich intonieren.

Mein Fazit:
Böse und gut

Veröffentlicht am 22.02.2026

Humor mit Tiefgang

Dorothy will bleiben
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Stevie und Amber haben ein Haus gekauft, doch als sie ihr neues Domizil betreten wollen, treffen sie dort Dorothy vor, Sie ist die frühere Besitzerin des Hauses am Grimaldi Square und scheint nicht ausziehen ...

Stevie und Amber haben ein Haus gekauft, doch als sie ihr neues Domizil betreten wollen, treffen sie dort Dorothy vor, Sie ist die frühere Besitzerin des Hauses am Grimaldi Square und scheint nicht ausziehen zu wollen. Stattdessen beginnt sie aufzuräumen, - nicht nur das Haus, sondern in den Leben ziemlich vieler Menschen, einschließlich dem von Amber und Stevie.

Mein Eindruck:
Diese Dramödie macht in großen Teilen sehr viel Spaß. Sandi Toksvig hat mit ihrer Hauptfigur Dorothy einen liebenswerten Charakter erschaffen, der für sein Umfeld nur das Beste will, es dabei aber gerne überfährt. Die Sorgen und Nöte insbesondere von queeren Menschen werden glaubhaft dargestellt, was wohl auch dem Hintergrund der Autorin geschuldet ist. Doch auch das Alter mit den daraus resultierenden Ängsten, der Einsamkeit und den Wehwehchen findet Gehör. Einzig die Borniertheit einiger Charaktere - natürlich alles dämliche weiße Heteros - war irgendwann zu viel. Das Ende ist dann jedoch großartig und ein Fest für alle Kitsch-Fans - rosaroter Plüsch, wohin man guckt. Schöööön.

Mein Fazit:
Viel Gold, ein bisschen Scheiße (im wahrsten Sinne des Wortes)