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Veröffentlicht am 03.01.2021

Solider Psychothriller

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Inhalt
Eine Reisegruppe macht ein Projekt - digital detox: fünf Tage ohne Handys in einem noch nicht bezugsfertigen Berghotel. Doch schon nach der ersten Nacht gerät in Reisegruppe in Angst und Schrecken. ...

Inhalt
Eine Reisegruppe macht ein Projekt - digital detox: fünf Tage ohne Handys in einem noch nicht bezugsfertigen Berghotel. Doch schon nach der ersten Nacht gerät in Reisegruppe in Angst und Schrecken. Ein Mitglied ihrer Gruppe wird regelrecht verstümmelt und verstirbt innerhalb weniger Stunden, ohne dass das Opfer die Reisegruppe vor dem Täter und dem Motiv warnen kann. Natürlich möchte die Reisegruppe hinter die Tat kommen und den Täter überführen, doch wer von ihnen ist der Täter? Mit all dieser Angst machen sie sich gegenseitig Vorwürfe, beschuldigen sich, drohen sich und es kommen Geheimnisse hervor, die einige Personen in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

Beschreibung
Die Aufmachung des Buches hat mir so gut gefallen, dass ich es in der Buchhandlung sofort in die Hand genommen habe. Auch der Klappentext erschien mir vielversprechend und dann - wer kennt es nicht - wandert das Buch erst einmal ins Bücherregal und wird es einige Monate später gelesen. Die Thematik die Handys abzugeben und digital Detox zu machen ist nichts neues, davon haben schon mehrere Autoren in ähnlicher Weise geschrieben. Da das Buch allerdings von Arno Strobel ist, hat es mich noch mehr interessiert.
Der Prolog war unfassbar spannend und ergreifend. Ich hatte richtig Gänsehaut, doch mit der Zeit habe ich gemerkt, dass der Prolog keine Rolle der spielt. Der Einstieg in das eigentliche Thema fiel mir dann doch etwas schwer, da so viele unterschiedliche Charaktere auftreten und ich im ersten Moment gar nicht mehr wusste, wer hinter wem steckt und was diesen Charakter ausmacht. Im Laufe des Buches wird das zwar etwas klarer, doch auch schon zu Beginn geschehen Dinge, für die es nochmal wichtig zu wissen gewesen wäre, wer der Charakter nun eigentlich ist, was er auf dem Kerbholz hat usw. Relativ schnell geht es dann zur Sache - genau mein Ding! Und das nicht einmal sanft. Blutrünstig und detailliert beschreibt Arno Strobel den Zustand der Opfer. Für seichte Gemüter ist dieses Buch also eher nichts. Ich lese viel blutrünstige Bücher, aber auch hier war mir an einigen Stellen etwas flau im Magen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sehr die Opfer gelitten haben. Nun geht es um die Frage, wer denn eigentlich der Täter ist? Und wie soll es anders sein, es kann kein Kontakt zur Außenwelt aufgebaut werden, da nun auch noch ein Schneesturm draußen tobt. Also muss sich der Täter im Hotel befinden - unter der Reisegruppe. Nun leider machen sich gleich mehrere Personen verdächtig und unsere Protagonistin Jenny weiß schnell nicht mehr, wem sie vertrauen kann - ich als Leserin wusste dies übrigens auch nicht. Sobald sich eine Person verdächtig gemacht hat und ich in dieser den Täter oder die Täterin gesehen habe, kam auch schon ein neuer Verdacht auf. Kompliment an Arno Strobel, das ist ihm wahnsinnig gut gelungen. Vor allem gegen Ende geht es heiß her und man fragt sich, woher der Autor solche Ideen hat. Mich dieser Art des Endes habe ich absolut nicht gerechnet, fand es aber dennoch recht realistisch. Mich hat er damit gekriegt!
Demnach kann ich den Schreibstil des Autors auch nur loben - spannend, blutrünstig, auf eine Art und Weise realistisch, überraschend und verwirrend. Ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte und genau das habe ich gebraucht!
Die Thematik digital detox taucht allerdings kaum auf. Sicherlich hätte der Autor sich auch etwas anderes ausdenken können - z.B. diese Geräte mit denen man den Empfang abschaltet und naja…dann eben noch den Schneesturm. Teilweise hatte das Buch einige Längen, in denen die Spannung in den Hintergrund getreten ist. Leider wird auch nicht mehr auf den Prolog eingegangen, den ich so vielversprechend empfand. Klar kann man sich mit den Ende seinen Teil dazu denken, doch meine Erwartungen waren nach dem Prolog sehr hoch und gingen in eine andere Richtung.

Fazit
Für mich ein solider Psychothriller den ich mit 4 Sternen bewerte. Er hätte gerne noch etwas spannender sein dürfen, da sich vieles darum dreht, wie mit den Opfern kommuniziert wird und welcher Person welche Aufgabe zukommt. Es wird sich gegenseitig die Schuld zugeschoben. Dennoch hat es das Ende heraus gerissen, denn damit hätte ich nicht gerechnet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2020

Wunderbarer Abschluss einer grandiosen Trilogie!

Die Farben der Schönheit - Sophias Triumph
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Inhalt
Nachdem Sophia bei Elizabeth Arden ihre Arbeit niedergelegt hat beschließt sie erneut bei Madame Rubinstein anzuheuern. Doch nicht ohne vorher Darren zu heiraten. Alles scheint perfekt, Sophia beginnt ...

Inhalt
Nachdem Sophia bei Elizabeth Arden ihre Arbeit niedergelegt hat beschließt sie erneut bei Madame Rubinstein anzuheuern. Doch nicht ohne vorher Darren zu heiraten. Alles scheint perfekt, Sophia beginnt ihren langersehnten Wunsch in Erfüllung zu bringen - sie schließt ihr Chemie Studium mithilfe von Helena Rubinstein ab und opfert sich für die Arbeit auf. Auch Darren findet einen guten Job bei Revlon. Gleichzeitig bedeutet ihre Einstellung bei den beiden Kosmetiklinien, dass sie sich stetig voneinander erfahren. Als Sophia dann auch noch etwas schreckliches erfährt kann die Distanz zwischen dem Ehepaar scheinbar nicht größer werden. Da beschließt Darren in den Krieg zu ziehen - nur ab und zu treffen Briefe bei Sophia ein. Für Sophia kommt nun alles zusammen: ihre Gedanken um den wahrscheinlich fehlenden Sohn, die Sorge um Darren, der Krieg und ihre Arbeit bringen Sophia an ihre Grenzen. Sophia beschließt wieder ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Doch dann erhält sie einen Brief der sie erneut nach Frankreich zieht und ihre Träume stellt sie erst einmal zurück...

Beschreibung
Ich habe mich unheimlich auf den dritten Teil der Puderkrieg Trilogie von Corina Bomann gefreut. Die ersten beiden Teile haben mich absolut überzeugt und ich hätte nach dem ersten Teil am liebsten gleich die beiden folgenden Bände verschlungen. Bei diesem Teil war es ähnlich - trotz der Dicke des Buches habe ich es erneut verschlungen und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Nun ist die Trilogie schon wieder beendet und ich muss sagen, dass ich irgendwie ganz schön traurig darüber bin, auch wenn unsere Protagonistin natürlich nun fest im Leben steht und ihr Glück gefunden hat.
Dieser dritte Teil der Trilogie fängt genau dort an, wo der letzte aufgehört hat. Dabei ist die Handlung wirklich spannend und ich habe mich ein paar Mal gefragt, ob Henny eventuell doch etwas zustoßen wird und dies das Leben von Sophia unmittelbar verändert. Letztendlich zeigt sich, wie fest eine Freundschaft sein kann und wie eng die beiden jungen Frauen trotz allem miteinander verbunden sind - trotz Schicksalsschlägen oder eventueller Missgunst.
Sophia steht in diesem Buch vor neuen Herausforderungen und diesmal wie es scheint vor allem vor Herausforderungen mit ihrem Ehemann Darren. Denn was wie die große Liebe aussieht entpuppt sich von Zeit zu Zeit als eine Beziehung in der sich beide, nach einem Schicksalsschlag, immer weiter voneinander entfernen. Eigentlich dachte ich, dass die zwei nach ihrer Vergangenheit alles überstehen werden. Doch diese Entfernung voneinander sorgt dafür, dass mir Darren regelrecht unsympathisch geworden ist. Dies konnte er im Verlaufe des Buches auch nicht mehr wieder gut machen. Sicherlich gehören immer zwei dazu, aber meiner Meinung nach hat sich Darren Sophia gegenüber ganz distanziert und ablehnend verhalten. Er hat nicht das Gespräch gesucht und sich auch nicht in ihre Lage hinein versetzt.
Eine weitere Herausforderung stellen Sophias Träume dar, die sie nicht aufgibt und welche sie auszeichnen. Man merkt, dass sie stetig kleine Schritte nach vorne macht und ihre Träume nicht aus den Augen verliert. Dennoch muss sie diese gelegentlich an ihre aktuelle Situation anpassen und diese zeitweilig zurückstellen. Ihre Entwicklung mitzuverfolgen macht sehr viel Spaß. Gleichzeitig habe ich auch mit ihr mitgelitten und ihren Kummer nachempfinden können. Wie stark Sophia mit ihrer Situation umgeht und immerzu das Beste daraus macht hat mich am meisten beeindruckt.
Was die Handlung angeht so ist einerseits viel Spannung enthalten, es geschehen viele neue Ereignisse - nicht nur bei Sophia selbst, sondern auch in ihrer näheren und entfernteren Umgebung - so z.B. der zweite Weltkrieg beginnend in Deutschland, die Entstehung von Flugzeugen, das Aufkommen neuer KosmetikherstellerInnen. Es ist zu dieser Zeit einfach so viel los, das es vermutlich wirklich schwer ist alles unter einen Hut zu bekommen. Dennoch ist mir das Buch einfach zu rasant gewesen.
Die Autorin hat es dennoch auch mit diesem Buch wieder geschafft mich abzuholen, in die Handlung hineinzuziehen und alle meine Gedanken nur auf die Handlungen von Sophia lenken zu können. Ich habe dieses Buch genossen, den Schreibstil geliebt und mit den Charakteren gemeinsam die Jahre durchlebt.

Fazit
Auch dieses Buch hat mich wieder von Corina Bomann überzeugt. Ich bin mit dieser Trilogie ein großer Fan ihrer Bücher geworden und werde mir nun noch weitere Bücher der Autorin vornehmen. Mich hat die detaillierte Schilderung der Handlung überzeugt, die Authentizität mit welcher das Buch geschrieben wurde und dabei ist alles aufeinander abgestimmt: die Szenerie, die Charaktere, die Stimmung. Man hat das Gefühl, als wäre man selber vor Ort dabei. Die Charaktere sind alle zum Greifen nah. Insgesamt also eine klare Empfehlung mit 4,5 Sternen. Einen halben Sterne habe ich abgezogen, da ich leider sagen muss, dass mir die Zeitsprünge teilweise zu weit auseinander waren und die Ereignisse so schnell hintereinander weg geschehen sind. Es kam zu schnell etwas Neues, noch bevor ein Ereignis vollständig abgearbeitet wurde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.11.2020

Nicht Hoovers stärkstes Buch.

All das Ungesagte zwischen uns
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Inhalt
Für Clara und ihre Mutter Morgan bricht eine Welt zusammen, als sie von dem tragischen Tod ihres Vaters und geliebten Ehemannes erfahren. Doch nicht nur er starb an dem schrecklichen Autounfall, ...

Inhalt
Für Clara und ihre Mutter Morgan bricht eine Welt zusammen, als sie von dem tragischen Tod ihres Vaters und geliebten Ehemannes erfahren. Doch nicht nur er starb an dem schrecklichen Autounfall, sondern auch Jenny - Morgans Schwester und daher Claras Tante. Beide saßen zusammen im verunfallten Auto. Für Clara steht eines fest - sie ist Schuld an dem Autounfall, schließlich hat sie mit ihrer Tante Jenny übers Handy geschrieben, als sie im Auto saß. Keiner darf davon erfahren. Morgan wird derweil anderen Tatsachen konfrontiert, die Clara nicht erfahren darf. Mutter und Tochter gehen auf verschiedene Art und Weise mit ihren Situationen um, dadurch entfernen sich die zwei Immer mehr voneinander. Gelingt es Morgan und Clara wieder zueinander zu finden, bevor die Situation eskaliert?

Beschreibung
Um dieses Buch von meinen Bonuspunkten zu ergattern, bin ich extra bis 24 Uhr wach geblieben, obwohl ich am nächsten Tag früh hoch müsste und einen furchtbaren Fantasy-Horrorfilm gesehen habe, von dem ich schon nach 5 Minuten wusste, dass ich die Nacht nicht werde schlafen können. Ob es sich gelohnt hat, für das Buch eine kurze Nacht in Kauf zu nehmen - teilweise.
Wer seit „Verity“ ein Fan von der Autorin Colleen Hoover geworden ist und sich auf der Suche nach weiteren so spannenden Büchern von ihr befindet, der wird mit diesem Buch wahrscheinlich daneben liegen. Der erste Hinweise befindet sich sowohl auf dem Buchrücken, als auch aus dem Cover des Buches - hier steht nämlich nicht ausschließlich der bold Verlag, wie es bei "Verity", "Too Late" und "Was perfekt war der Fall“ war, sondern auch der dtv Verlag. Ein eindeutiges Indiz dafür, dass es sich um die klassischen Hoover Bücher handelt, die immer eine besondere Liebesgeschichte erzählen. Auch ich habe bereits einige dieser Bücher gelesen und war immer sehr begeistert von der unkonventionellen und individuellen Liebe der Protagonistin. Diese hat sich vor allem dadurch auszeichnet, dass zwei unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen, die sich durch besondere Charakteristika auszeichnen.
Dieses Buch enthält relativ normale Charaktere, wie wir sie aus vielen anderen Büchern auch kennen. Jemand wie ich und du, wie eine Person von nebenan. Morgan ist vielleicht eine etwas spießige Frau (geworden), die sich als überbehütend erweist, was ihre Tochter angeht. Sie wirkt an einigen Stellen verunsichert, ängstlich und besorgt. Dies ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit auch ihrem aktuellen Zustand als Witwe zuzuschreiben. Morgan sieht in Clara ab und an sich selbst und sorgt sich darum, dass sie dieselben „Fehler“ macht, wie Morgan. Clara ist für sie noch immer ihre kleine Tochter, die beschützt werden muss. Clara allerdings verhält sich ganz anders - sie probiert sich aus, sie ist Teenager, sie ist verliebt und sie hat Kummer und Ängste - nämlich dass sie Schuld am Tod ihres Vaters und ihrer Tante war. Claras Reaktionen sind teilweise völlig normal. Mir war sie weder sympathisch noch unsympathisch. Obwohl man viel über die Protagonisten erfährt, habe ich dennoch keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen können, dafür lief das Buch einfach zu sehr oberflächlich ab, ohne in die Tiefe zu gehen. Jonah hingegen war mir besonders sympathisch. Er hat am meisten gelitten war gefühlvoll und emotional. Er hat Clara verstanden und gleichzeitig auch Morgan. Er hat getrauert und mit seinem Gewissen gekämpft. Jonah hat sich sanft weiterentwickelt. Morgan und Clara haben im Gegensatz dazu eher plötzliche Entwicklungen gezeigt, die etwas überstürzt kamen und übertrieben wirkten. Auf einmal war alles wieder in Ordnung und heile Welt.
Der Schreibstil der Autorin hat mir wie immer gut gefallen. Colleen Hoover hat einen schönen leichten Schreibstil, der einen fesselt und weiterlesen lässt, auch wenn die Story nicht so besonders ist, wie gewohnt. Colleen Hoover bringt - trotz dieser doch recht traurigen Handlung - immer wieder etwas Humor ein. Sie hat eine Idee davon, was sie in ihrem Roman verfolgen möchte und verliert den roten Faden nicht aus den Augen. Wie Geschehnisse zwischen Mutter und Tochter bauen immer weiter aufeinander auf. Am Ende habe ich vergeblich darauf gewartet, dass es noch zu einem besonders spannenden oder traurigen Moment kommt. Dafür hat Colleen Hoover mit ein wenig Kitsch gedient und mit einer Geschichte, die mal etwas besonderes ist - eine Mutter-Tochter-Beziehung, die hier im Vordergrund steht - im Gegensatz zu den klassischen Liebesgeschichten.

Fazit
Dieses Buch hat mir dabei geholfen, aus meiner Leseflaute heraus zu kommen. Es ließ sich locker und leicht weglesen, hat mich gut unterhalten und war nicht besonders anspruchsvoll. Daher habe ich dem Buch 4 Sterne gegeben. Kein Pageturner und auch ansonsten nicht sonderlich viel Drama, Herzschmerz, Spannung oder große und besondere Liebe, aber dennoch unterhaltsam und für Colleen Hoover Fans sicherlich ein tolles Buch. Mich hat es trotz allem - obwohl es kein überragendes oder besonders Buch war - gefesselt und ich habe mich auf das Lesen des Buches gefreut. Vermutlich gerade weil es so vorhersehbar und leicht zu lesen war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2020

Nette Unterhaltung

Der Glanz der neuen Zeit
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Inhalt
Seit dem Tod von Minas Vater sind nun etwa 20 Jahre vergangen. In dieser Zeit hat sich viel getan. Mina ist nun verheiratet und eine kleine Tochter hat sie auch. Doch immerzu denkt sich nur an den ...

Inhalt
Seit dem Tod von Minas Vater sind nun etwa 20 Jahre vergangen. In dieser Zeit hat sich viel getan. Mina ist nun verheiratet und eine kleine Tochter hat sie auch. Doch immerzu denkt sich nur an den einen Mann, den sie so sehr ins Herz geschlossen hat - Edo. Wie es das Schicksal so will, taucht Edo auch wieder in Hamburg auf, allerdings anders als Mina ihn kennt. Edo ist entstellt und leugnet zuerst seine Identität. Für Mina jedoch steht eines immer noch fest - ihr Herz schlägt für Edo und sie möchte ihm helfen. Doch neben Edo muss Mina sich noch ganz anderen Dingen widmen, z.B. dem Kaffee Kontor ihres Vaters. Denn momentan steht ihr kein Kaffee zur Verfügung, mit dem sie handeln könnte. Mina wäre nicht Mina, wenn sie nicht einen Plan hätte und nicht aufgeben würde. Mit der Hilfe ihrer Familie versucht sie, dem Kontor wieder Aufwind zu geben und muss dabei feststellen, dass nicht alle auf ihrer Seite sind.

Beschreibung
Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Teil der Speicherstadt-Saga, die in den 1920er Jahren spielt. Den ersten Teil habe ich letztes Jahr vorab lesen dürfen und war sehr angetan von dem geschichtlichen Hintergrund, den Protagonisten des Buches, der Beschreibung Hamburgs in der Vergangenheit und auch der Sprache. Für mich war es ein stimmiges Buch, mit etwas Liebe, Spannung und historischen Details.
Einen tollen Start in das erste Buch hat man bereits durch das Cover. Ich bin ja immer damit zu kriegen, wenn die Farben so schön zusammen passen und die Cover der Reihe sich ergänzen. Mina beispielsweise sieht auf diesem Cover bereits deutlich gereifter aus. Man erwartet als Leser quasi, dass Mina sich weiterentwickelt hat, was sicherlich auch an dem altrosé liegt, welches das Cover dominiert.
Geschichtlich setzt der zweite Teil einige Jahre nach dem ersten Teil an. Nichts desto trotz ist es der Autorin gut gelungen, einen leichten Start in den zweiten Teil zu vollziehen, ohne zu viele Informationen zu wiederholen. Man spürt auch auf den ersten Seiten schon, dass viel geschehen ist und Mina unter einem immensen Druck steht. Ihre Familie hat hohe Erwartungen an sie, insbesondere ihr Großmutter. Schön finde ich es, dass Agnes Mina in diesem Teil nun mehr unterstützt und die beiden sich gut verstehen. Fenja Lüders beschreibt die Handlungen der Nebencharaktere auch ein wenig, verliert Mina allerdings nicht aus den Augen. So bleibt die Handlung durchgehend interessant, da man von allen Seiten etwas erfährt. Die wohl größte Entwicklung macht Mina mit. Aber auch Hiltrud entwickelt sich toll weiter.
Ein großer Fokus legt die Autorin in diesem Buch auf den Kaffee Kontor von Minas Vater. Dabei bringt Fenja Lüders auch etwas Spannung und Romantik ein. Leider fehlt mir hier allerdings die größere Spannung und Romantik. Was ich damit sagen will - es bleibt nicht genügend Platz für ausreichende Spannung und Romantik. Beidem wird wenig Aufmerksamkeit eingeräumt und die Szenen, zu schnell abgehandelt. Hier hätte Fenja Lüders gerne etwas mehr ausschmücken dürfen, um den Page-Turner-Effekt hervor zu rufen und ihre Leser mehr an ihr Buch zu fesseln. Sicherlich hätte das Buch dann auch deutlich mehr Seiten gehabt, aber die hätte ich gerne in Kauf genommen für ein Buch, welches mich von vorne bis hinten fesselt und interessiert.
Schön fand ich, dass die Autorin auch in diesem Teil nochmal die Situation der Frauen aufgegriffen hat. Mina muss dafür kämpfen in der Wirtschaft angesehen zu werden. Sie muss kämpfen, dass sie ihr Geld bekommt und als Unternehmerin ernst genommen wird. Sie muss erfahren, wie leidvoll es damals sein konnte, eine Frau zu sein.

Fazit
Für mich ein recht solides Buch, dem ich 3,5 Sterne geben würde. Es hat mich leider nicht richtig gepackt und fällt für mich auch nicht unter das Genre „historischer Roman“. Dafür fehlen dem Buch einige Seiten und damit auch wertvolle Details, welche hier die Geschichte Hamburgs untermalen würden. Das Buch hat ein rasantes Ende gefunden, was für meinen Geschmack noch etwas in die Länge hätte gezogen werden können. Die hätte sicherlich für mehr Spannung gesorgt und es wäre noch genug Stoff übrig gewesen für Band 3.
Nichts desto trotz interessiert es mich sehr, wie es nun weitergeht und ich werde mir bestimmt auch Band 3 zulegen.

  • Cover
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  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 11.10.2020

Ich bin absolut begeistert!

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume
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Beschreibung
Dies ist der zweite Teil der Trilogie rundum Sophia Krohn und ich muss eines vorwegnehmen, bevor ich genau auf diesen Teil eingehen werde, dieses Buch hat mich erneut gefesselt und ich habe ...

Beschreibung
Dies ist der zweite Teil der Trilogie rundum Sophia Krohn und ich muss eines vorwegnehmen, bevor ich genau auf diesen Teil eingehen werde, dieses Buch hat mich erneut gefesselt und ich habe es geliebt. Es geht mir ähnlich wie beim ersten Teil - ich möchte sofort weiterlesen!
Was mich überzeugt hat sind Schreibstil, die Handlung inklusive des roten Fadens - der auch im zweiten Teil nicht außer acht gelassen wird, die wunderbaren Charaktere in dieser Trilogie und die ganz besondere Szenerie.
Da Band 1 mit einem sehr fiesen Cliffhanger geendet hat, war ich nun ganz besonders gespannt darauf, zu erfahren, was es mit dem Brief auf sich hat und ob Sophia es gelingen wird, hinter da Geheimnis um ihr Kind zu kommen. Und zum Glück wurden meine Erwartungen an den zweiten Teil in dieser Hinsicht auch erfüllt, denn es ging quasi unmittelbar zu Beginn mit dieser Thematik los. Gleichzeitig hat die Autorin allerdings nochmal die wichtigsten Ereignisse aus Band 1 einfließen lassen, so dass es einem nicht langweilig wurde, sondern man lediglich das Gefühl hatte, nochmal ganz leicht in die bisherigen Geschehnisse Sophias einzutauchen. In diesem Sinne hat Corinna Bomann einen guten Anschluss an Band 1 gefunden. Doch nicht nur ihr Kind beschäftigt Sophia weiterhin, auch ihre beste Freundin Henny wir thematisiert, ebenso wie der Pruderkrieg um Elizabeth Arden und Helena Rubinstein. Selbst Sophias Eltern sind immer wieder ein Thema. So hat die Autorin es geschafft, alle Themen aus Sophias Vergangenheit einfließen zu lassen. Es gelingt ihr hervorragend alle Themen miteinander zu verstricken und die Handlungsstränge durchgehend im Blick zu behalten. Dies sorgt dafür, dass die gesamte Handlung so authentisch wirkt und Sophia quasi zu einer echten Persönlichkeit wird, die es wirklich gegeben haben könnte. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Autorin Sophia so greifbar macht. Man erfährt einiges über Sophias Gefühlsleben und ihre Gedanken. Ich konnte ihre Ängste und Handlungen sehr oft gut nachempfinden. Besonders interessant fand ich Sophias Reaktion auf den kommenden zweiten Weltkrieg und dass sie das Verhalten der Menschen in Deutschland gar nicht einzusortieren wusste. Ähnlich spannend und gleichzeitig auch sehr traurig habe ich ihren Besuch in Deutschland hinsichtlich ihrer Familie empfunden. Ich habe mich schon oft gefragt, ob da nicht noch etwas kommt, ihre Eltern Sophia verzeihen oder etwas vorgefallen ist, dass sie Sophia nicht antworten. Mit dieser Art von Hintergrund hätte ich allerdings nicht gerechnet und macht ganz schön bestürzt.
Sophia macht insgesamt eine tolle Entwicklung mit. Ich mag es, dass sie für ihre Ziele kämpft und Eintritt, dass sie einen Plan hat und sich immer weniger von anderen sagen lässt.
Nun bin ich wirklich sehr gespannt darauf, was im dritten Band folgen wird und ob und vor allem wie Sophia ihren Sohn wieder finden wird. Ich hoffe so sehr, dass sie ihn finden wird und dass Sophia ihr eigenes berufliches Glück findet und eventuell sogar eine eigenen Kosmetiklinie heraus bringt.

Fazit
Mich hat der zweite Teil ebenso gut gefallen wie bereits das erste Buch. Ich bin einfach rundum begeistert und kann es gar nicht erwarten den dritten Teil in der Hand zu haben, der mich hoffentlich genauso überzeugen wird. Natürlich gibt es von mir 5 Sterne für dieses Buch und eine dicke Leseempfehlung. Auch dieses Buch reiht sich in meine Lesehighlight dieses Jahres ein.

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  • Handlung
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