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Veröffentlicht am 23.02.2020

Eine bewundernswerte Frau!

BECOMING
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Inhalt
In diesem Buch schildert Michelle Obama, die ehemalige First Lady von Amerika, ihren Werdegang. Zu allererst kann der Leser ihre Kindheit und Jugend verfolgen. Wie ihre Schulzeit und ihr Studium ...

Inhalt
In diesem Buch schildert Michelle Obama, die ehemalige First Lady von Amerika, ihren Werdegang. Zu allererst kann der Leser ihre Kindheit und Jugend verfolgen. Wie ihre Schulzeit und ihr Studium ablief und schließlich auch, als was sie gearbeitet hat und wie sie Barack Obama kennen gelernt hat. Im zweiten Abschnitt geht es vor allem um die Zeit mit Barack gemeinsam, wie aus den beiden eine kleine Familie entstanden ist. Wir können Michelle Obama in ihrem Alltag verfolgen und wie sie damit umgeht, dass Barack Obama sich in der Politik verwirklichen möchte. Im dritten Abschnitt geht es schließlich um die Präsidentschaftswahl und die Zeit der Familie im weißen Haus.

Beschreibung
Ich habe mir dieses Buch von meiner Oma ausgeliehen, die mir gesagt hat, dass es so so gut ist und ich es unbedingt lesen muss. Es stand dann ein paar Wochen im Bücherregal, obwohl ich Lust hatte es zu lesen. Als ich mich dann dazu aufgerafft habe, das Buch zu lesen, dachte ich zuerst, dass ich das Buch niemals komplett durchlesen werde. Bei einer Seitenanzahl von 540 Seiten muss das Buch einfach gut sein, damit man es auch bis zum Ende liest. Auf den ersten paar Seiten hatte ich tatsächlich Zweifel daran, doch dieser Zweifel hielt nicht länger als 10 Seiten an und schon war ich so gefesselt von diesem Buch.
Bisher habe ich nicht oft eine Biographie gelesen, ich kann mich gar nicht genau daran erinnern, wie lange er her ist, dass ich mal eine gelesen habe. Aber diese Biographie hat so Lust gemacht auf mehr!

Zuerst möchte ich mich einmal dem Cover widmen. Meiner Meinung nach stimmt hier alles. Michelle Obama ist gut getroffen und auch die Farben sind gut gewählt. Das zarte grau-blau wirkt zwar recht kühl, aber für die First Lady doch angebracht, da es ihre große und starke Rolle, die sie zwei Amtszeiten vertreten hat gut untermalt. Hier harmoniert alles - die Überschrift, das Kleid, der Hintergrund und Michelle Obama selbst. 
Ich wusste ehrlich gesagt nicht so viel über die ehemalige First Lady, deshalb fand ich es super, dass im Prolog kurz die Gegenwart von Michelle Obama geschildert wurde und erst dann in Sprung in ihre Kindheit gemacht wurde. Ich fand es so bewundernswert, dass sie schon damals ein Wissbegieriges Mädchen war, dass ihre Eltern sie immer wieder darin unterstützt haben, sich Wissen anzueignen, kritisch zu hinterfragen und sich so auszudrücken wie die „Weißen“. Michelle Obama von ihrer Kindheit an für ihre Ziele gekämpft und hat immerzu ein Ziel vor Augen. Sie war trotz Diskriminierung und dem Status der Minderheit selbstbewusst und hat sich für ihre Rechte eingesetzt. Erschreckend fand ich es dann allerdings auch zu sehen, dass die Diskriminierung in Amerika noch so präsent ist und deutliche Unterschiede zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe gemacht werden. Es war dennoch gut zu sehen, wie solch ein Leben aussieht und hat mir auch nochmal die Augen geöffnet. Man erfährt hier auch einiges über ihre Familie, ihren Bruder, ihre Freunde und über die Lebensweise von Michelle Obama.
Natürlich fand ich auch die Kennlern-Geschichte von Barack Obama und ihr niedlich, wie sie sich ineinander verliebt haben, wie Michelle Obama mit sich gerungen hat und er sie immer mehr verzaubert hat, wie sie schließlich ihre Kinder bekommen haben und vieles gemeinsam durchstanden haben. Was mich aber auch ganz besonders beeindruckt hat war, wie sie als First Lady agiert hat. Mit so viel Herz und Verstand ohne sich selber zu verlieren. Sie hat sich so viel Mühe dabei gegeben, ihre Position als First Lady positiv zu nutzen, hat sich für die Gesundheit eingesetzt, dafür, dass Kinder und Jugendliche in einigen Städten durch die Straßen gehen können, ohne Angst davor, dass sie gleich erschossen werden und sie hat sich dafür eingesetzt, dass Mädchen mehr Rechte zugesprochen werden.
Michelle Obama ist wirklich eine Macherin! Wie sie den Mädchen Mut zugesprochen hat, sich um ihre Kinder gekümmert hat und zu sich anderen Menschen gegenüber verhalten hat ist mehr als nur bewundernswert. Es sollte mehr Frauen wie Michelle Obama geben!
Ich war wirklich gespannt darauf, wie sie auf den Sieg von Donald Trump reagiert und habe damit gerechnet, dass sie ihn schützt und evtl. sogar hinter seinen Ansätzen steht, aber sie mich positiv überrascht. Denn Michelle Obama drückt klar und deutlich aus, dass sie nicht mit einem Sieg von Donald Trump gerechnet hätte und es schockierend findet, dass ein Frauenfeindlicher Mann gewinnt, der im Wahlkampf mit allen Mitteln gespielt hat und selbst Hilary Clinton auf abartige Art und Weise verfolgt hat. Dass er Worte verwendet hat, die ein Präsident niemals sagen sollte. Danke Michelle Obama, für diese wahren Worte! Es ist unverständlich, wie Donald Trump der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden konnte und noch immer regiert.

Fazit
Für mich ein klare 5 Sterne Buch. Ich habe dieses Buch wirklich lieben gelernt, Michelle Obama von Seite zu Seite besser kennen gelernt und mich immer besser in sie hinein versetzen können. Sie ist für mich zu einem großen Vorbild geworden, die wirklich viel erreicht hat und mithilfe des Buches ausdrücken konnte, wie wichtig es ist, an seine Träume zu glauben und dafür zu kämpfen. Ich bin fasziniert von dieser starken und intelligenten Frau, die trotz der großen Aufmerksamkeit niemals vergessen hat mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2020

Fesselnder und emotionaler Roman!

Irgendwo im Glück
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Inhalt
Maisie Bean hat in ihrem Leben schon viel durchgemacht. Nachdem Maisie viel Gewalt von ihrem Mann Danny ausgehend erleben musste und schon bei ihrer ersten Begegnung einer Vergewaltigung, lebt sie ...

Inhalt
Maisie Bean hat in ihrem Leben schon viel durchgemacht. Nachdem Maisie viel Gewalt von ihrem Mann Danny ausgehend erleben musste und schon bei ihrer ersten Begegnung einer Vergewaltigung, lebt sie nun, im Jahr 1995, alleine mit ihren beiden Kindern Valerie und Jeremy in Dublin, im Haus ihrer Mutter Bridie. Doch Bridie ist an Demenz erkrankt, was nicht nur Maisie viel Kraft kostet, sondern auch Jeremy, der sich fürsorglich um seine Großmutter kümmert. Die Vergangenheit lässt die Familie einfach nicht los, denn Maisie denkt oft an die schreckliche Zeit zurück, Jeremy hat noch immer Armschmerzen von der Verletzung, die sein Vater ihm zugeführt hat und Valerie wünscht sich manchmal nicht sehnlicher, als ihren Vater Danny endlich einmal wiederzusehen - ähnelt sie ihrem scheinbar so schrecklichen Vater vielleicht und ist kein guter Mensch? Als es für Maisie endlich so aussieht, als könnte ihre Leben etwas bergauf gehen und sie Fred, den Polizisten, der ihr damals mit Danny geholfen hat datet, verschwindet plötzlich Jeremy und ist nicht mehr auffindbar. Doch nicht nur Jeremy ist verschwunden, sondern auch sein bester Freund Rave. Maisie gibt die beiden Jungs, die sie so sehr liebt nicht auf und macht sich mithilfe der Nachbarschaft und der Polizei auf die Suche nach den Beiden. Dabei kommen auf einmal Dinge ans Licht, die sie von ihrem Sohn nicht erwartet hätte - Jeremy soll schwul sein? Das kann doch nicht sein, oder? Hat das etwas mit seinem verschwinden zu tun?

Beschreibung
Dem Cover nach zu urteilen, handelt es sich um einen schönen, fröhlichen und lockeren Roman. Die Bücher der Autorin sind zwar bekannt für ihre kleinen Blumenmuster und die niedlich gestalteten Cover, doch bei diesem Buch habe ich nicht erwartet, dass eine solche Geschichte hinter dem Cover steckt. Die ansonsten so düster und schwarz gehaltenen Bücher der Autorin verband ich sofort mit anderen - ernsteren - Erwartungen an die Handlung. Dagegen wirkte das helle Cover dieses Buch viel sanfter.
Doch der Inhalt dieses so harmlos wirkenden Covers ist letztendlich ganz anders.
Als Leser wird man unmittelbar in die Handlung geschmissen und bekommt die geballte Ladung dessen mit, was Maisie und ihre Familie durchleben - Gewalt, Sorgen und Ängste. Dennoch hat man das Gefühl, dass so viel Harmonie in dieser Familie vorherrscht und sich alle lieben, trotz vielen Streitereien und Meinungsverschiedenheiten.
Die Autorin gibt derweil immer kleine Ausblicke auf die Zukunft, was es unheimlich spannend und aufregend macht, dieses Buch zu lesen. Es kommen Andeutungen wie z.B. dass Bridie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß, dass sie Jeremy das letzte Mal gesehen hat oder dass Maisie sich sicher war, dass die Jungs nicht im Stausee liegen. Teilweise haben diese Hinweise natürlich auch schon einiges vom Inhalt verraten, besonders als es auf das Ende zuging und Anna McPartlin eine ganz bestimme Bemerkung zu Jeremy und sein Verschwinden gemacht hat, bzgl. leben oder gestorben. Generell hat sie mir ein wenig zu sehr mit Schimpfwörtern um sich geschmissen und die sehr religiöse Schreibweise war für mich auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber ansonsten eine wirklich flüssige und emotionale Art zu schreiben, die mich gepackt und überzeugt hat!
Maisie scheint eine herzensgute Frau zu sein, die für ihre Familie geradesteht und nichts aus sie kommen lässt. Sie ist selbstbewusst und steht mit beiden Beinen im Leben. Den Menschen in ihrem Umfeld ist sie eine Stütze und mir ebenfalls sehr sympathisch.
Jeremy hat man in diesem Buch kaum kennengelernt, auch wenn ihm quasi eine Hauptrolle zugeschrieben wurde. Auch ihn hätte ich gerne kennengelernt. Er scheint ebenso fürsorglich und liebevoll zu sein wie seine Mutter und spielt sich nicht so auf, wie seine anderen Freunde. Auch wenn er sein großes Geheimnis nicht verrät, finde ich ihn dennoch überaus mutig, schließlich ist er am Ende derjenige, der Rave ein Geständnis macht und auch Valerie gegenüber andeutet, dass er nicht so ein tolles Leben hat, wie sie immer denkt. Ich denke der Leidensdruck in ihm muss tierisch hoch gewesen sein. Es tut mir regelrecht leid, wie viele Jahre er dieses Geheimnis mit sich herum getragen hat.
Die Thematik die Anna McPartlin in dem Buch verarbeitet hat finde ich total klasse, aktuell und passend. Es zeigt einfach, dass es gar Vorurteile geben sollte, dass man Menschen so hinnehmen sollte wie sie sind und auch die Kirche Menschen endlich die Chance geben sollte, so zu leben mit ihren Einstellungen und Erwartungen wie sie es für richtig empfinden und deshalb nicht zu verurteilen und als krankhaft anzusehen!

Fazit
Ein wirklich gutes Buch, was eine wichtige Botschaft übermittelt, die scheinbar an Aktualität nicht verliert! Ich hab das Buch unheimlich schnell weggelesen und vergebe 4,5 Sterne, da es mich - bis auf die sehr Schimpfwörter reiche Sprache überzeugt hat. Ein tragischer, spannender und sehr emotionaler Roman.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.01.2020

Authentischer Thriller!

Abgefackelt
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Inhalt
Dr. Herzfeld ist mit seinem Job überaus zufrieden, doch sein Chef Dr. Dr. Schwan ist der Überzeugung, dass sich Herzfeld nun etwas um sich kümmern soll und versucht den Pathologen in den Urlaub ...

Inhalt
Dr. Herzfeld ist mit seinem Job überaus zufrieden, doch sein Chef Dr. Dr. Schwan ist der Überzeugung, dass sich Herzfeld nun etwas um sich kümmern soll und versucht den Pathologen in den Urlaub zu schicken. Vielleicht ist das keine schlechte Idee, denkt sich Herzfeld und beschließt kurzerhand mehr Zeit mit seiner Tochter Hanna zu verbringen. Hannas Mutter Petra ist jedoch alles andere als begeistert davon und setzt ihr Veto vor den geplanten Urlaub. Was also tun? Natürlich - da hilft nur die Arbeit. Allerdings nicht im gewohnte Umfeld. Dr. Dr. Schwan versetzt Herzfeld nach Itzehoe ins Elbklinikum, dort ist plötzlich eine Stelle frei geworden. Doch irgendwas ist an dieser neuen Stelle faul, der keiner möchte Herzfeld genau sagen, weshalb die Stelle frei ist. Herzfeld fängt an sich zu informieren und stößt auf die Tatsache, dass sein Vorgänger Petersen an seinem Arbeitsplatz verbrannt ist. Das alles ist so verwunderlich, dass Herzfeld sich auf die Suche nach dem Grund dafür macht und auf einen interessanten Fund des Kollegen stößt. Dabei bringt Herzfeld sich selber in Gefahr und muss auf einmal um sein Leben fürchten.

Beschreibung
Das Cover hat eine klasse Aufmachung. Es wirkt spannend, angereichert mit Adrenalin und schaurigen Handlungen. Prinzipiell ist das Cover bzgl. des Inhaltes auch relativ gut gewählt. Dennoch macht die Feuerhand in meinen Augen nicht ganz so viel Sinn. Ich denke eine anderes Cover wäre etwas angebrachter gewesen - bspw. eine Drohne, Elektrosmog o.ä. Aber klar, auch die Feuerhand lässt sich in diesem Buch wiederfinden und das Feuer nimmt auch eine recht große Rolle ein.
Das Buch setzt quasi dort an, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Deshalb finde ich es auch besonders gut, dass an dieser Stelle nochmal die Vergangenheit von Herzfeld anklang findet und auch im weiteren Verlauf des Buches eine Rolle spielt und immer mal wieder erwähnt wird. Was ich ebenfalls als positiv empfunden habe war, dass es zwar einen roten Faden gibt, der sich auch durch das Buch zieht, der aber immer mal wieder in kleine Sackgassen führt, die zurück auf die Hauptstraße leiten. In diesen werden auch andere Fälle geschildert, die genauso interessant sind, wie der eigentliche Fall um Petersen. Vermutlich wollte Tsokos damit ein wenig Spannung erzeugen und die Leser und Leserinnen auf eine falsche Fährte locken. Meistens ist dennoch relativ schnell deutlich geworden, dass der kleine neue Erzählstrang für etwas Abwechslung sorgen sollte.
Alle Fälle von Herzfeld wurden sehr genau beschrieben - auch das Ende - und das ist teilweise nichts für schwache Nerven. Ich muss sagen - ich fand es klasse! Es war so spannend mitzuerleben, wie die Menschen aufgeschnitten werden, wie die Pathologen und Rechtsmediziner vorgehen. Ich hab mich manchmal so gefühlt, als wäre ich live dabei gewesen. Herrlich! Und natürlich hat Tsokos es damit geschafft, mich als Leserin in eine Welt eintauchen zu lassen, die ich bislang noch nicht kannte - genauso wie er es in dem Nachwort geschrieben hat. Hier schreibt er auch darüber, dass es sich im Prinzip um echte Fälle handelt, die er zum Teil abgewandelt hat. So kommt die Glaubwürdigkeit dieser Geschichte nochmal viel deutlicher rüber und man merkt, dass die Handlung authentisch ist.
Michael Tsokos hat mich mit seinem Schreibstil durch die Seiten fliegen lassen. Er hat informativ und spannend geschrieben, so dass es nicht nur durchgehend ein Thriller war, sondern auch ein informativer Text, der mich definitiv etwas schlauer gemacht hat.

Am Ende des Buches kam es dann noch zu einem Cliffhanger, den der Autor auch nochmal in seinem Nachwort erwähnt. Aber was habe ich auch anderes erwartet?! Natürlich würde ich nun am liebsten sofort das nächste Buch der Herzfeld- Reihe lesen!

Fazit
Ein grandioses und authentisches Buch, das viel Spannung in sich trägt und sich auch nicht vor neuen informativen Themen bzgl. der Welt und der Pathologie und Rechtsmedizin scheut. Hier trifft man auf die geballte Ladung von Fiktion und wahren Fällen! Ein absoluter Muss für alle Herzfeld Fans und mutige Leser und Leserinnen, die Mordfälle und Tatbestände gerne bis in Detail geschildert haben möchte. Ich gebe dem Buch 4,5 Sterne, da ich es zwar wirklich gut fand, mir allerdings der kleine Funke Spannung gefehlt hat, der noch nötig gewesen wäre um dieses Buch absolut zu lieben und durch zu suchten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2020

Leider nicht überzeugend

Liebe verrät
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Inhalt
Emma musste einfach weg, ganz weit weg. Zu groß hätte die Gefahr sein können, alle Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung zu verletzen, denn schließlich kann sie nichts anderes als die Menschen ...

Inhalt
Emma musste einfach weg, ganz weit weg. Zu groß hätte die Gefahr sein können, alle Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung zu verletzen, denn schließlich kann sie nichts anderes als die Menschen zu verletzen, dafür ist sie in gewisser Weise bestimmt. Es scheint, als könnte Emma Niemandem vertrauen und keinen Menschen so nah an sich heran lassen. Sie muss sich irgendwie spüren, wahrnehmen können, dass sie noch am Leben ist. Auch Evan hält sie weiterhin auf Distanz. Auf keinen Fall möchte sie ihn erneut verletzen. Doch Evan gibt nicht auf. Er sieht in Emma seine große Liebe und glaubt fest daran, dass die Beiden füreinander bestimmt sind. Damit Evan und Emma ihrer Liebe noch eine Chance geben können ist es wichtig, dass Emma Evan alles anvertraut. Kann sie das wirklich?

Beschreibung
Die Covergestaltung gefällt mir hier wieder sehr gut. Sie schließt optisch an den Vorgängerbänden an. Die Gegenstände, diesmal in Form von Blüten, passen hervorragend zu dem Thema dieses Buches. In der Buchhandlung ist es dennoch kein Buch, welches mich aufgrund der Covergestaltung ansprechen würde. Was auf dem Cover außerdem ganz klein zu lesen ist, ist Thriller. Ich habe in diesem Buch leider keinen Thriller mehr gesehen. In Band 1 konnte ich diese Deklarierung noch nachvollziehen, in Band 2 fiel es mir schon etwas schwerer - nur noch an einigen Stellen war ein Thriller zu erkennen. In diesem Buch allerdings waren keine Elemente eines Thrillers zu finden. So waren meine Erwartungen doch etwas anders.
Emma hat einen kompletten Wandel durchgemacht. Auf einmal trinkt sie Alkohol, flirtet und schläft mit Männern und hat quasi nichts anderes mehr im Kopf als Party und Jungs. Dadurch wurde mir Emma etwas unsympathisch. Des Weiteren konnte ich auch einige ihrer Handlungen nicht nachvollziehen können und ihren Umgang mit Evan. Für mich sind Probleme entstanden, wo vorher vielleicht gar keine gewesen wären. Sicherlich kann ich mich da nicht in Emma hineinversetzen, da ich solch traurige Erfahrungen nie machen musste, dennoch ist Emma mit ihrem Leid sehr sonderbar umgegangen.
Evan hingegen kann nur eine Beziehung mit ihr fortführen, wenn sie sich ihm öffnet und alles verrät. Für meinen Geschmack setzt er sie damit gewaltig unter Druck und lässt ihr kaum Zeit. Außerdem führt es diesen Satz ständig auf. Immerhin ist er einer der Charaktere, der mir fast noch am sympathischsten ist.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr theatralisch und recht dramatisch. Die Handlung hätte auch auf die Hälfte des Buches gekürzt werden können.

Fazit
Rundum ein nettes Buch, für alle Leser und Leserinnen die nicht genug von Herzschmerz, Melancholie und Dramatik bekommen können. Für mich allerdings eine schwache Reihe, von der ich mehr erwartet hätte. Dieses Buch bekommt von mir 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2020

Unauthentischer zweiter Teil

Liebe verwundet
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Inhalt
Nachdem Emma bei Carol beinahe gestorben wäre, zieht sie vorerst bei ihrer Freundin Sara ein. Doch Emma seht sich immer mehr nach ihrer eigenen Mutter. Also beschließt sie bei ihrer Mutter Rachel ...

Inhalt
Nachdem Emma bei Carol beinahe gestorben wäre, zieht sie vorerst bei ihrer Freundin Sara ein. Doch Emma seht sich immer mehr nach ihrer eigenen Mutter. Also beschließt sie bei ihrer Mutter Rachel einzuziehen. Doch das Leben mit Rachel ist nicht so einfach. Es besteht aus langen Partynächten und viel Alkohol. Emmas Befürchtung, dass ihre Mutter doch nicht trockene Alkoholikerin ist bestätigt sich. Rachel verfällt immer mal wieder ins Selbstmitleid, bis sie Johnathan kennenlernt. Das Problem ist allerdings, dass Johnathan nur ein paar Jahre älter ist als Emma und ebenfalls schreckliches erlebt hat. Emma freundet sich immer mehr mit ihm an. Kein Wunder, dass Rachel misstrauisch wird. Doch auch Evan, der Freund von Emma, fragt sich was da eigentlich zwischen den Beiden läuft. Aber nicht nur das - Rachel spielt ein mieses Spiel mit Emma, was sie stark daran zweifeln lässt, überhaupt geliebt zu werden.

Beschreibung
Dies ist der zweite Teil der Liebe-Trilogie. Den ersten Band habe ich erst kürzlich beendet und wollte anschließend gleich mit dem zweiten Teil starten. Dieser beginnt einige Zeit nach der Nahtod Erfahrung von Emma. Als Leser erfährt man nur genauer über Carol und ihre Familie, wenn Emma in Gedanken ist oder etwas darüber erzählt. Was wirklich in dieser Nacht passiert ist, wird leider auch erst am Ende des Buches genauer geschildert.
Nun erst einmal zum Cover. Ich bin ein Fan davon, wenn Bücher vom Cover her zusammen passen. Das ist auch bei diesem Buch der Fall. Farblich ist es gut aufeinander abgestimmt und auch die Federn sind den Kastanien auf dem ersten Bild recht ähnlich und übermitteln ebenfalls eine Botschaft die verletzlich wirkt.
Verletzt wird in diesem Buch sehr viel, jeder Charakter und das mehrfach. Es gibt kaum eine Stelle, an der mal alles in Ordnung ist. Als Leser war dies für mich so ein geballte Wucht, dass ich mich im Nachhinein frage, ob das wirklich alles in diesem einen Buch geschehen ist. Das kann wirklich ganz schön erschlagen und unglaubwürdig wirken. Andauernd passiert etwas und die Handlungen von Emma waren dann für mich oftmals gar nicht nachvollziehbar. Ich habe mich schon gefragt, wie es in Band 2 weitergehen wird, nachdem klar war, dass Carol nicht mehr auftauchen wird. Als Emma dann allerdings wieder leiden musste, kam bei mir der erste Anflug von Langeweile auf. Zudem habe ich mich oft gefragt, wie viel Leid ein Mensch ertragen soll und wie man sich vor allem auch selber Probleme aufhalsen kann.
Emma als Protagonistin war in diesem Teil unheimlich weinerlich, sie wirkte nicht mehr so stark wie im ersten Teil. Wenn sei stark gewirkt hat, dann hat sie Handlungen vollzogen, die für mich nicht verständlich waren. Ständig hat sie um Hilfe gefragt und andere Menschen mit in ihre Situation hineingezogen, die zu ihr gestanden haben, um diese Menschen zu verletzen oder zu hintergehen.
Ein roter Faden ist hier tatsächlich nicht so zu erkennen. Rebecca Donovan hat zwar einen flüssigen Schreibstil, der hier allerdings etwas eintönig war und tatsächlich ein wenig genervt hat.
Nichts desto trotz werde ich den dritten Teil noch lesen und hoffe auf etwas mehr Spannung, aber weniger Drama und Leid.

Meinung
Von mir bekommt dieses Buch 3,5 Sterne. Ich habe sehr mit mir gekämpft und überlegt, ob ich nicht noch einen halben Sterne drauf lege. Allerdings war es für mich einfach etwas schlechter, als der Vorgänger. Zu Viele Konflikte, eine Protagonistin die scheinbar so stark wirkt, dann aber unüberlegt und total unfähig handelt. Emma hat einfach nicht gelernt ihren Verstand einzusetzen und Probleme gleich aufzuklären, anstatt sich aus Gründen, die mir verborgen geblieben sind, für die Unwahrheit oder Geheimniskärmerei zu entscheiden. Leider kam während des gesamten Buches kaum Spannung auf und blieb für mich ein einfacher Teenie Roman mit viel Drama um nichts.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere