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Buchstabenpoesie

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2017

Köstliche, leichte Unterhaltung mit dem gewissen Etwas!

Das Brombeerzimmer
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Inhalt
Nora hat ihren Mann Julian viel zu früh bei einem traurigen Joggingunfall Unfall verloren.
Dieser Unfall liegt nun ein Jahr zurück, doch seitdem hat sich nichts geändert. Nora leidet noch immer ...

Inhalt
Nora hat ihren Mann Julian viel zu früh bei einem traurigen Joggingunfall Unfall verloren.
Dieser Unfall liegt nun ein Jahr zurück, doch seitdem hat sich nichts geändert. Nora leidet noch immer schrecklich unter seinem Tod. Jeden Sonntag folgt sie Ritualen, die sie mit Julian gemeinsam erlebt hat.
Durch eine eine kleine Fügung des Schicksals, hält Nora auf einmal einen Brief von Julian Großtante Clara in den Händen zu welcher Julian bisher nie Kontakt hatte.
Mit diesem Brief wollte Julian Nora zu ihrem Geburtstag eine Freude machen, denn Julians Großtante Klara liebt liebt das Marmeladen kochen genauso sehr wie Nora. Nora geht der geheimnisvollen Tante auf die Spur und reist prompt nach Kinnbackenhagen. Dort gelingt es ihr, sich von ihren Sorgen abzulenken, neue Freunde zu finden und sie lernt eine Tante kennen die sie tief ins Herz schließt.

Beschreibung
Wenn ich mir das Cover von dem Buch anschaue, so spricht es sofort an! Ich mag die Kombination der frischen Beeren der Minze aber auch der zarten Macarons.
Mir gefällt der Schreibstil von Anne Töpfer sehr gut.
Sie hat einen lockeren Schreibstil, der sich gut weglesen lässt.
Auch mit ihrer Thematik liegt sie bei mir genau richtig! Ich mag das Thema des Familiendramas, Verlust und das finden von neuen Freundschaften.
Die Umgebung hat Anne Töpfer wahnsinnig gut geschrieben. Man konnte als Leser den Bodden riechen und spüren.
Ich selber habe gleich heimatlich gefühlt, und wäre am liebsten selber zu Nora gefahren. Es ging mir ähnlich wie Nora, ich konnte loslassen und mich von meinen Sorgen ablenken.
Zudem hat die Autoren es geschafft, Spannungen aufzubauen, von denen der Leser sich noch mehr erwartet hat. Meistens ist es jedoch bei der üblichen Geschichte geblieben und es kam keine weitere Spannung auf. So kam es bei mir, dass ich bei Aufbau einer Spannung kaum Spannung verspürt habe, da ich wusste, dass aus dieser kleinen Spannung zwischendurch leider nicht mehr wird. Für mich war in diesem Buch teilweise ein wenig zu viel Fantasie und rumgespiele was die Marmeladenläden, Cafés und Marktstände betrifft.
Ich habe immer wieder darauf gewartet, dass Klara und Nora tatsächlich einen Marktstand eröffnen. Leider ist die Thematik der Marmelade viel zu kurz gekommen und wurde nicht weiter thematisiert.
Thema Julian hingegen ist keineswegs zu kurz gekommen, ich finde die Autorin hat hier eine perfekte Mischung hinbekommen. Julian ist immer wieder aufgetreten, hat aber nicht zu viel Raum eingenommen. Schwierig fand ich die Thematik um die Familiengeschichte von Klara, Mandy und Hilde. Meiner Meinung nach ist diese auf den letzten zwei Seiten definitiv viel zu kurz gekommen.
Man hätte diese früher einführen können und dann das Buch langsam ausklingen lassen.
Mit Nora konnte ich mich ganz gut identifizieren. Ich mag ihre leichte chaotische und liebevolle Art, bewundere sie gleichzeitig für ihre Stärke und ihren Mut, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und das Positive darin zu sehen. Was mich stört ist, dass Nora sich ständig rechtfertigt. Egal ob es darum geht, dass sie ihr Handy ständig in die Hand nimmt oder ob es darum geht, dass sie Erdbeeren aus dem Garten nimmt. Jede Kleinigkeit muss von ihr begründet, entschuldigt oder gerechtfertigt werden. Zudem ist mir aufgefallen das jede Person immer "wunderhübsch" ist und neben Jura auch noch Modell werden könnte oder ein Café eröffnen kann. Das hat mich im Buch ein wenig gestört.
Auch Klara, die geheimnisvoll tut und Nora immer auf später vertröstet.

Fazit
Ein wirklich gutes Buch, das Lust macht ans Meer zu fahren und mich in den Urlaub geschickt hat. Wer auf Familiengeschichten, Marmelade und Freundschaft steht, für den ist dieses Buch wirklich super!
Mir hat es leichte Lesestunden beschert. Von mir gibt es dennoch nur 3 Sterne für das Buch, weil ich mich nicht ganz mit Nora, Klara und der Geschichte anfreunden konnte.

Veröffentlicht am 10.03.2017

Magisch!

Töchter des Mondes - Cate
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Inhalt
Cate und ihre beiden jüngeren Schwestern leben seit dem Tod ihrer Mutter alleine mit ihrem Vater in einem großen Haus und mit einem ebenso großen Geheimnis.
Die drei Schwestern sind Hexen. Doch ...

Inhalt
Cate und ihre beiden jüngeren Schwestern leben seit dem Tod ihrer Mutter alleine mit ihrem Vater in einem großen Haus und mit einem ebenso großen Geheimnis.
Die drei Schwestern sind Hexen. Doch niemand - nicht mal ihr Vater - darf jemals von diesem Geheimnis erfahren.
Cate versucht alles, um die Bitte ihrer Mutter, die beiden Schwestern zu schützen, zu erfüllen. Denn die Bruderschaft tut alles was in ihrer Macht steht, um die Hexen aus der Stadt zu verbannen.
Da den jungen Hexen die Kontrolle ihrer Kräfte fehlt, sind die Schwestern besonders gefährdet.
Ausgerechnet jetzt, wo Cate eine wichtige Entscheidung treffen soll, tritt eine Gouvernante in das Leben der Mädchen ein und bringt das Leben der Schwestern durcheinander.

Beschreibung
Das Buch hat mich gefesselt! Schaut man sich das Cover an, so hält das Buch alles, was das Abbild verspricht. Düstere Geheimnisse, Spannung, Kuriositäten, Liebe und viele Magie.
Die ersten Kapitel plätschern leicht vor sich hin. Von Kapitel zu Kapitel baut sich immer weiter Spannung auf, bis die Spannung am Ende des Buches ihren Höhepunkt erreicht, so dass man als Leser unbedingt das zweite Buch der Trilogie lesen möchte.
Dadurch das Cate aus ihrer Perspektive erzählt, gelingt es dem Leser sowohl zu der Protagonistin, als auch zu den Schwestern eine Beziehung aufzubauen. Ich habe die ganze Zeit über mitgefiebert, wie Cate sich entscheidet. Ich habe sie für ihre Liebe zu Maura bewundert, die ihr das Leben wirklich nicht einfach macht. Erst durch die Ich-Perspektive von Cate, konnte ich als Leser besser nachvollziehen, weshalb Cate so sehr hinter Maura steht und alles gibt, um ihre Schwester zu schützen.
Die Charaktere entwickeln sich in diesem Buch ganz wunderbar.

Jessica Spotswood hat wirklich einen sagenhaften leichten, aber dennoch fesselnden Schreibstil. Es gelingt ihr ganz wunderbar, die gesamte Szenerie bildhaft darzustellen.

Fazit
Für alle Leser, die von Hexenbüchern nicht genug bekommen können, aber auch für Neueinsteiger ein absoluter muss!
Von mir gibt es 5 Sterne! Band 2 steht schon in den Startlöchern.

Veröffentlicht am 24.02.2017

Berührender, aber sehr starker Thriller!

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
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Inhalt:

Die junge und erfolgreiche Pianistin Zoe hat gehofft in Bristol ihr zweites Leben zu beginnen. Sie wollte ihre Vergangenheit soweit es geht hinter sich lassen. Nachdem Zoe’s Mutter Maria einen ...

Inhalt:

Die junge und erfolgreiche Pianistin Zoe hat gehofft in Bristol ihr zweites Leben zu beginnen. Sie wollte ihre Vergangenheit soweit es geht hinter sich lassen. Nachdem Zoe’s Mutter Maria einen neuen Mann kennengelernt hat, scheint sich alles zum Guten zu wenden, denn gemeinsam mit dessen Sohn Lucas beginnt für Zoe eine große Klavierkarriere. Doch ein Auftritt in einer Kirche in Bristol ändert alles, denn auf einmal wird sie vor den gesamten Zuhörern von einem ihr bekannten Mann als Mörderin beschimpft und alles kommt wieder hoch. Die Nacht, in der sie einen Autounfall baute und 3 andere Personen in den Tod fuhr. Der Vater einer dieser Jugendlichen kann ihr noch immer nicht verzeihen. Das gut gehütete Geheimnis von Zoe und ihrer Mutter Maria scheint in Gefahr, denn der neue Mann ihrer Mutter weiß von dem Unfall nichts und möchte nun die Wahrheit wissen. Lucas gibt alles, damit sein Vater nichts von dem Autounfall erfährt, denn auch dieser hat dunkle Seiten, von denen Zoe und Maria bisher nichts ahnten. Der Abend endet anders als erwartet. Gegen 24 Uhr wird Zoe’s Mutter tot im Schuppen aufgefunden. Doch wer war der vermeintliche Mörder und gelingt es Zoe ein drittes Leben ohne ihre Mutter anzufangen?

Meinung

Ich habe das Buch verschlungen! Bis spät in die Nacht hinein konnte ich den Thriller einfach nicht aus der Hand legen. Es musste ein Kapitel nach dem anderen sein. 
Nicht nur der große Hype um dieses Buch hat mich neugierig gemacht, auch das Cover hat mich angesprochen. Es hat etwas elegantes, schickes durch das Mädchen im Kleid. Durch die düsteren Farben und dem grün - blauen Unterton wirkt es spannend und schreit nur so nach dunklen Geheimnissen. Ein grandioses Cover, in welches ich mich sofort verliebt habe. Alles auf diesem Cover passt hervorragend zu der ausgetüftelten Geschichte.

Diese beginnt gleich actionreich mit dem Auftritt von Zoe in der Kirche und ihrem Rückblick in die Vergangenheit und die Spannung baut sich von Kapitel zu Kapitel mehr auf. 
Erst zur Mitte des Buches kommt es zum Tod von Zoe’s Mutter. Obwohl ich von Beginn an einen Verdacht hat, wer der Mörder sein kann, wurde ich immer wieder in die Irre geführt. Gilly MacMillan hat ein großartiges Versteckspiel aufgebaut. 
Immer wieder kann der Leser unterschiedliche Perspektiven verschiedenes Familienmitglieder einnehmen, aber auch die des Kommissars, die alle in der Ich-Perspektive geschrieben wurden, was die gesamte Geschichte um einiges spannender macht. Jeder der Personen hat seine Gedanken zu der Geschichte.

Zoe ist ein sehr starkes und cleveres Mädchen, welches in ihrem Leben schon so viel erlebt hat. Vermutlich haben gerade diese Ereignisse sie so stark gemacht.
Immer wieder habe ich gehofft, dass sie der Autounfall noch einmal zugunsten von Zoe aufklärt, da das junge Mädchen eine große Last mit sich herumträgt. Mir ist Zoe fast ein wenig zu stark und gefasst. Ich hätte sie gerne schon ab der Mitte des Buches ein wenig weicher und verletzlicher erlebt. Denn diese Seite zeigt Zoe erst auf den letzten 3 Seiten.
Besonders gut gelungen ist für mich das Ende des Buches, denn hier wird es noch einmal spannend und es ließ mein Herz kurz wieder schneller schlagen.

Fazit

Ein eher leichter und dennoch charakteristisch sehr starker Thriller, der mir besonders positiv entgegen kam durch die kurzen Kapitel und die Einblicke in die Erlebniswelten der verschiedenen Charaktere.
Für sanfte Thriller Leser eine große Empfehlung. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne, da mir die gewisse Spannung zu den 5 Sternen gefehlt hat. Ich hätte das Buch eher als Roman deklariert.

Veröffentlicht am 19.02.2017

Australischer Flair mit Spannung

Der Sommer, in dem es zu schneien begann
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Ich bin hin und weg von diesem Buch.
Es hat mich von der ersten Seite an gefesselt!

Für mich ist es ein absolutes Sommerbuch. Die Autorin hat ein Talent den Leser an den Ort zu versetzen, wo das Buch ...

Ich bin hin und weg von diesem Buch.
Es hat mich von der ersten Seite an gefesselt!

Für mich ist es ein absolutes Sommerbuch. Die Autorin hat ein Talent den Leser an den Ort zu versetzen, wo das Buch spielt.
Ich hatte das Gefühl, tatsächlich in Australien zu sein. Den Duft des Landes zu riechen, das Meer zu hören und die Luft auf meiner Haut zu spüren.
Sie hat die Landschaft so zauberhaft beschrieben, dass wohl jeder Leser nach diesem Buch gerne nach Australien reisen möchte.
Ich war gemeinsam mit der Protagonistin dort. Bin mit ihr geschnorchelt, habe mich unsterblich verliebt und mich auf die Suche nach dem Familiengeheimnissen ihres verstorbenen Mannes gemacht.

Aber nicht nur die Landschaft hat Lucy Clarke grandios beschrieben, auch die Protagonisten ließen keinen Zweifel an Glaubwürdigkeit zu. Ich konnte mich ausgezeichnet in sie hineinversetzen.

Aber Achtung: wer jetzt denk "kitschige Frauenromanze in Australien", der täuscht sich.
Denn auch an die gewisse Spannung, hat Lucy Clarke in ihrem Roman gedacht. Schon von Beginn an geht es spannend zu und man erfährt sogar, wie es zu diesem fragwürdigen Titel kommt.
Zwar kann man ahnen in welche Richtung das Buch läuft und was es mit dieser "Spannung" auf sich hat, dennoch wird der Leser so sehr gefesselt, dass er sich nicht mehr von dem Buch losreißen kann.

Nun muss ich unbedingt "Das Haus das in den Wellen verschwand" lesen.
Lucy Clarke ist super!

Veröffentlicht am 19.02.2017

Eine Geschichte über das Verzeihen

Nur einen Horizont entfernt
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Inhalt

Hannah Farr, eine berühmte Fernsehmoderatorin, ist mit ihrem derzeitigen Leben nicht mehr zufrieden. Sie möchte etwas verändern und wieder mehr von ihrem Leben haben.
Die Quoten ihrer Sendung ...

Inhalt

Hannah Farr, eine berühmte Fernsehmoderatorin, ist mit ihrem derzeitigen Leben nicht mehr zufrieden. Sie möchte etwas verändern und wieder mehr von ihrem Leben haben.
Die Quoten ihrer Sendung sinken stetig, in ihrer Beziehung ist sie nicht mehr zufrieden.
Auf der Suche nach einer neuen Story für die Sendung, erinnert sich Hannah an die Versöhnungssteine, die sie von einer ehemaligen Klassenkameradin zugesendet bekommen hat, die sie mit diesen um Verzeihung bitten wollte, da sie Hannah während der Schulzeit das Leben zur Hölle gemacht hat.
Das Prinzip dieser Steine: der erste Stein soll die Person um Verzeihung bitten. Den zweiten Stein soll die Person an eine andere Person weitergeben, der sie selber um Verzeihung bitten möchte.
Die Steine bringen Hannah zum nachdenken und wühlen alte Geschichten auf, von denen Hannah hoffte sie lange vergessen zu haben.

Meinung

Das Buch hat mich wahnsinnig berührt und gleichzeitig unheimlich wütend gemacht.
Der Autorin ist es gelungen mit ihrem leichten flüssigen und gefühlvollem Schreibstil ein Buch zu schreiben, welches eine tolle Idee verfolgt und den Leser an das Buch fesselt.
Schon das Cover ist wieder etwas ganz besonderes, welches durch die Farbzusammenstellungen und der großen Pflanze unmittelbar ins Auge stechen.

Die Idee der Versöhnungssteine ist wirklich sehr schön. Mein erster Gedanke dazu war "so etwas sollte es wirklich geben". Erst im Laufe des Buches zeigt sich, das Versöhnung manchmal gar nicht so einfach ist, wie es scheint und sich dadurch häufig noch mehr Probleme aufbäumen als zuvor, wenn man zu lange wartet.

Hannah ist eine gefühlvolle, dennoch sehr sprunghafte Protagonistin, der es schwer fällt Entscheidungen in ihrem Leben zu treffen. Es gelingt ihr nicht ihren Mann zu stehen und ihre Meinung zu sagen.
Ich konnte mich zwar in sie hineinversetzen und ihre Gedanken nachvollziehen, dennoch muss ich sagen, dass Hannah wirklich seeehr sprunghaft ist und dadurch ein klein wenig anstrengend. Als Leser wusste ich häufig nicht mehr wie denn nun eigentlich ihr Plan ist, den sie verfolgen möchte.

Das Ende lässt mich noch immer nicht los. Ehrlich gesagt hat es mich ein wenig unbefriedigt zurück gelassen und ich fühle mich fast ein wenig beschämt, dass ich so tief in das Leben von Hannah eingetreten bin, ohne mit ihr gemeinsam zu erfahren, wie es eigentlich um sie steht und ob der Streit mit ihrer Mutter gerechtfertigt war.

Fazit
Mir hat die Botschaft hinter dem Buch wunderbar gefallen. Es hat mich tief berührt und mich zum Nachdenken und Grübeln angeregt. Vor allem hat es gezeigt, dass es manchmal noch nicht zu spät ist für einen Neuanfang und vor allem wie wichtig es ist, von Anfang an ehrlich zu sein oder Menschen durch eine Lüge zu schützen.
Es war schön Hannah auf dem Weg in ein neues Leben zu begleiten, in welchem sie stärker geworden ist und Leute gefunden hat, die immerzu an ihrer Seite stehen.

Von mir gibt es 5 Sterne für dieses Buch.