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Veröffentlicht am 13.09.2019

Ein emotionaler Roadtrip

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski
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Inhaltsangabe:
Ewa ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und weiß, dass sie nicht mehr lange leben darf. Anstatt ihrer Tochter über ihren Gesundheitszustand zu informieren, beschließt Ewa eine Reise ...

Inhaltsangabe:
Ewa ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und weiß, dass sie nicht mehr lange leben darf. Anstatt ihrer Tochter über ihren Gesundheitszustand zu informieren, beschließt Ewa eine Reise quer durch Europa zu machen und das mit einem Wohnmobil. Da sie aber keinen Führerschein besitzt und nicht alleine reisen möchte, fragt sie ihren Freund Lukas, ob er sie begleiten möchte. Da dieser momentan keinen festen Job hat, entschließt er sich, Ewa auf ihre vorletzte Reise zu begleiten. Zu diesem Zeitpunkt wissen beide noch nicht, wie hart sie an die (Gefühls-) Grenzen stoßen werden.

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski ist der Debütroman von Regina W. Egger. Eigentlich ist der Markt schon reichlich bestückt mit Romanen über krebserkrankten Menschen und einige davon habe ich auch schon gelesen. Als ich aber diesen Klapptext gelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Eine Frau, die den Tod vor Augen hat, erfüllt sich mit dieser Reise noch ihren letzten Wunsch. Das dies nicht emotionslos über die Bühne geht, ist von vornerein klar.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht und angenehm zu lesen. Ab der ersten Seite findet sich der Leser in Ewas und Lukas Leben wieder. Beide Charaktere können unterschiedlich gar nicht sein. Ewa, die sich, ganz egal welche Schicksalsschläge das Leben für sie bereithielt, nicht unterkriegen lassen hat. Sie hat jede Lebenslage getrotzt und auch jetzt, tritt sie selbstbewusst diese Reise an. Lukas hingegen, hat zwar sein Studium beendet, aber im Leben angekommen ist er nicht. Er schlägt sich mit diversen Jobs durchs Leben, konsumiert Drogen und vertrödelt seine Zeit mit Computerspielen. Eine Lebensplanung sucht man bei ihm vergeblich.
Der Roadtrip der beiden führt den Leser durch diverse Städte von Europa. Dank der detaillierten Kulissenbeschreibungen erhielt ich zahlreiche Eindrücke und Informationen über die einzelnen Stationen. Es macht großen Spaß, die beiden auf ihrer Reise zu begleiten und hier und da hätte ich am liebsten meinen Koffer gepackt und wäre ihnen nachgereist.
Die Handlung ist eigentlich leicht zu erzählen. Anstatt sich ihrem Schicksal hinzugeben, erfüllt sich Ewa ihren allerletzten Wunsch: sie möchte noch einmal zu den Orten, die für sie eine große Bedeutung haben. Allerdings weiß sie auch, dass dies ihre vorletzte Reise sein wird und demzufolge auch keine leichte. Auf dieser Tour versucht sie auch die Vergangenheit ihres Großvaters zu verarbeiten, indem sie Lukas, in die Geheimnisse, um ihn einweiht. Lukas, der nie Verantwortung für sein Leben übernommen hat, muss jetzt diese für Ewa übernehmen. Allerdings gelingt ihm das nicht so recht und statt über sein Leben mal nachzudenken., hält er an seinem alten Lebensmotto fest. Wird Ewa ihre Reise noch beenden können? Was wird aus Lukas? Wird er sein Leben noch in die richtige Bahn lenken können?
Dieser Roman zeigt dem Leser, dass man trotz Schicksalsschlag, dennoch an seinen Wünschen und Träume festhalten sollte und wenn eben möglich ist, sich auch noch den einen oder anderen zu erfüllen.


Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski ist ein sehr emotionaler und nachdenklicher Roman, der mich sehr bewegt zurücklässt. Danke für diesen außergewöhnlichen Roadtrip. Ich würde mich freuen, wenn ich noch weitere Bücher von Regina W. Egger lesen zu dürfen.
4 von 5 Sterne und dieses Buch würde ich weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 05.09.2019

Ninas langer Weg zu ihrem neune ICH

Mehr als Worte sagen können
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Inhaltsangabe:
Nina Gregory scheint ein glückliches Leben zu führen. Sie hat einen verständnisvollen Freund, einen tollen Job und viele Freunde. Als sie erfährt, dass ihr geliebter Vater unheilbar krank ...

Inhaltsangabe:
Nina Gregory scheint ein glückliches Leben zu führen. Sie hat einen verständnisvollen Freund, einen tollen Job und viele Freunde. Als sie erfährt, dass ihr geliebter Vater unheilbar krank ist und kurz nach der Diagnose stirbt, gerät ihr Leben ganz schön ins Wanken. Sie ist Alleinerbin und das heißt für sie: sie soll das Familienimperium weiterführen. Nachdem sie ihren bisherigen Job gekündigt hat, durchforstet sie die Bilanzen des Hotels und was sie dabei entdeckt, lässt den Vater in einem ganz anderen Licht erscheinen. Aber nicht nur im beruflichen gibt es Veränderungen auch privat scheint das Glück von Nina bei einem anderen Mann zu liegen.

Mehr als Worte sagen können von Jill Santopolo ist nach ihrem Bestseller „Was bleibt sind wir“ der zweite Roman. Das Cover und der Klapptext hat meine Neugierde geweckt und ich muss eines vorweg schreiben: ich wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und sehr angenehm zu lesen. Ab der ersten Seite darf der Leser in die Geschichte von Nina Gregory ein und abtauchen. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und wiedergespiegelt worden. Dank der detaillierten Beschreibung wirkten sie auf mich sehr authentisch und sympathisch und hier spielt es gar keine Rolle, um wen es sich dabei handelt. Hauptperson oder Nebenrolle, jeder hatte seinen Platz und bereicherte auf seine eigene Art und Weise diesen Roman. Nina Gregory ist der Mittelpunkt dieser Geschichte, die eigentlich glücklich und mitten im Leben stehen sollte. Der Anschein trügt ein wenig, denn im weiteren Verlauf der Geschichte erlebte ich eine Nina, die auf der Suche nach ihrem wahren ICH war. Dank des emotionalen Erzählstils von Jill Santopolo war ich ganz nah in Ninas Gefühlwelt gefangen. Die Höhen und Tiefen, die sie Nina erlebt, durchlebt der Leser ebenfalls. Ganz egal, ob Nina mit sich und ihrer Welt hadert, wie das Bild ihres geliebten Vaters zerbrach oder die große Liebe zu ihrem Freund Tim Risse bekam. Der Leser war immer mitten im Geschehen. Dadurch erhielt dieser Roman eine so wundervolle gefühlvolle Note, die mich begeistert zurück lies. Respekt, denn das schaffen die wenigsten Autoren.
Das Ende dieser Geschichte war ebenfalls sehr gut durchdacht und erzählt.


Mehr als Worte sagen können war für mich ein sehr gefühlvoller Liebesroman, der mir schöne Lesemomente bescherte.
5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung oben drauf.






Veröffentlicht am 02.09.2019

Broken Dreams ist der erste Teil der" One - by- Chance"-Serie

Broken Dreams
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Inhaltsangabe:

Tyriq saß 5 Jahre im Gefängnis und jetzt nach seiner Entlassung, will er ein neues Leben beginnen. Einen neuen Job hat er bereits, aber dafür muss er sich neu einkleiden. Dank seiner Geldnot ...

Inhaltsangabe:

Tyriq saß 5 Jahre im Gefängnis und jetzt nach seiner Entlassung, will er ein neues Leben beginnen. Einen neuen Job hat er bereits, aber dafür muss er sich neu einkleiden. Dank seiner Geldnot beschließt er seine Sachen Secondhand zu kaufen. Auf dem Parkplatz von diesem Geschäft findet er eine Geldbörse inkl. Kreditkarten. Tyriq hadert mit sich. Abgeben oder behalten? Mit behalten wäre er schlagartig seine Geldsorgen los, aber er will sie seiner rechtmäßigen Besitzerin zurückgeben und das ist die Innenarchitektin Avery. Beide vereinbaren ein Treffen und als sie sich gegenüberstehen, knistert es schon gewaltig. Trotz diverser Zweifel lassen sie sich von ihren Gefühlen treiben und ihre Treffen werden zu heißen Liebesnächten. Wird Tyriq es schaffen, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Wie wird Averys soziale Umfeld auf ihren neuen Freund reagieren?

Broken Dreams ist der Auftakt zu der neuen "Only-by-Chance"-Serie von Anne-Marie Jungwirth. Nicht nur das Cover hat meine Neugierde geweckt, sondern auch der Klapptext und hier wusste ich sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und holt den Leser sofort in die Geschichte von Avery und Tyriq ab. Der ständige Perspektivenwechsel zwischen den beiden fand ich klasse, denn so erhielt ich einen sehr guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden. Dadurch konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Die Charaktere waren allesamt sehr gut ausgearbeitet und wirkten authentisch. Ganz egal welche Person man hier herausfischen würde, sie hatten ihren Platz und bereicherten so die Geschichte.
Auch die detaillierte Kulisse gefiel mir sehr gut. Avery, wie sie in ihrem Nobelviertel wohnt und Tyriq, der aus ärmlicheren Wohnverhältnissen stammt.
Die Handlung ist eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die nicht unterschiedlicher sein können. Arm trifft auf Reich und da „trifft“ man ganz schnell auf das eine oder andere Vorurteil. Avery und Tyriq lassen sich dadurch aber nicht entmutigen und halten an ihre Liebe fest. Was nicht immer gelingt, denn Tyriqs Vergangenheit holt ihn schneller ein als ihm lieb ist und dann kommt es auch schon zu der ersten Bewährungsprobe der beiden. Wird ihre Liebe dem Stand halten können?
Ich fand beide Hauptpersonen sehr gut herausgearbeitet:
Tyriq, wie er immer wieder seine Vergangenheit und seine Gefühle in Frage stellt. Seine Selbstzweifel und Emotionen wurden perfekt eingefangen und wiedergespiegelt.
Avery, die wohlhabende Innenarchitektin, die sich gegen Vorurteile stellt und an ihrer Liebe zu Tyriq festhält.


Das Ende dieser Geschichte fand ich sehr gut gewählt und rundet sie perfekt ab.


Broken Dreams war ein sehr unterhaltsamer Roman, der Lust auf die nächsten Teile macht. Vielleicht gibt es sogar das eine oder andere Wiedersehen mit den beiden…..wer weiß????

Veröffentlicht am 29.08.2019

Rita und die Abendröter

Rita räumt die Hecke auf
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Inhaltsangabe:
Rita Sanddorn hat mit ihrem Mann Ralf eine Parzelle im Kleingartenverein Abendröte. Abgesehen von einigen Unstimmigkeiten zwischen ihr und dem Vereinsvorsitzenden Manni, aber das soll sich ...

Inhaltsangabe:
Rita Sanddorn hat mit ihrem Mann Ralf eine Parzelle im Kleingartenverein Abendröte. Abgesehen von einigen Unstimmigkeiten zwischen ihr und dem Vereinsvorsitzenden Manni, aber das soll sich bald ändern. Er muss seinen Posten, altersbedingt, bald abgeben und Nachfolger soll sein bester Freund Hajo werden. Diese Rechnung haben die beiden nicht mit Rita gemacht. Ganz spontan bewirbt sie sich ebenfalls für den Posten und gewinnt. Allerdings hält die Freunde nur kurz an, denn in dem Vereinsbüro Gießkanne findet sie einen ungeöffneten Brief, der die Räumung der Kleingärten beinhaltet. Das lässt sich Rita nicht gefallen und tritt den Kampf gegen den Erben Sythenstein an.


Rita räumt die Hecke auf ist der neuste Roman von Carsten Uekötter. Dieses Cover hat meine Neugierde geweckt und als ich dann auch noch den dazu gehörigen Klapptext gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Dies habe ich auch getan und es war definitiv keine Fehlentscheidung.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen und kaum das ich mit diesem Roman angefangen habe, wollte ich es auch nicht mehr aus den Händen legen. Carsten Uekötter versteht sein Handwerk und weiß, wie man Leser begeistern kann. Seite für Seite merkte ich, wie mich der Kleingartenverein Abendröte immer mehr in seinen Bann zog. Es macht so viel Spaß Rita und ihre Parzellennachbarn zu begleiten und sich über den gut eingestreuten Wortwitz und der Situationskomik zu erfreuen, der mich hier und da lauthals auflachen ließ. Alle Charaktere waren so detailliert und liebevoll beschrieben, so dass sie mein Herz im Sturm erobern konnten. Mit ihren Ecken und Kanten hinterließen sie einen authentischen und sympathischen Eindruck. Hier spielt es absolut keine Rolle, wen man hier herausnimmt. Rita, die taffe Frau, die sich durch nicht und niemanden unterkriegen lässt. Ihr Ehemann Ralf, der ihr tatkräftig zur Seite steht und sie unterstützt. Manni, der zwar einen Querulanten mimt, aber sein Herz doch am rechten Fleck hat oder Swenja, die sich immer wieder arrangiert und einbringt und somit mit einigen Vorurteilen aufräumen konnte. Von dieser Kleingartennachbarschaft kann man so viel lernen. Vor allen Dingen, dass Reden die meisten Probleme beseitigt. Dank der detaillierten Beschreibung der Lokalitäten konnte ich mir die Kleingartenanlage Parzelle für Parzelle sehr gut vorstellen. In dieser Anlage und mit diesen Nachbarn würde ich auch sehr gerne einziehen.
In der Handlung geht es um die Erhaltung der Kleingartenkolonie Abendröte, die, dank des Erben, vor der Auflösung steht. Klang und sanglos wollen das aber die Parzellenmieter nicht hinnehmen und kämpfen für den Erhalt dieser alten Tradition. Mit List und Tücke lassen sie nichts unversucht, um ihr kleines Stück Glück zu behalten. Carsten Uekötter hat es geschafft, dem Leser den Zusammenhalt dieser kleinen Gärtnergemeinschaft sehr gut rüber zu bringen. Frei nach dem Motto: Alle für einen, einer für alle! Es war so großartig mitanzusehen, wie Jung und Alt sich gemeinsam für eine Sache stark gemacht haben. Ob sie ihren Traum weiterträumen dürfen oder nicht, werde ich natürlich nicht verraten. Ich kann nur soviel verraten: es wird lustig und spannend zu gleich!


Das ende dieses Romans war so schön stimmig, aber irgendwie schreit es nach einer Fortsetzung. Ich würde zu gerne mehr über diese Laubenpieper (berlinerisch) erfahren und wer weiß, vielleicht liest man sich ja mal wieder.

Ein sehr humorvoller, aber auch sozialer Roman über eine Kleingartenkolonie, die sich für ihr kleines Stück Glück so einsetzt. Für mich war es ein Sommerhighlight, der Lust auf mehr macht. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung oben drauf! Weiter so…..

Veröffentlicht am 26.08.2019

Blieb leider hinter meinen Erwartungen

Show me the Stars
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Inhaltsangabe:
Die Journalistin Liv arbeitet bei der Zeitung „Globus“ und hat den Coup ihres Lebens gelandet: ein Interview mit pressescheuen Kristina Atkins. Das ist nicht nur für Liv die große Chance, ...

Inhaltsangabe:
Die Journalistin Liv arbeitet bei der Zeitung „Globus“ und hat den Coup ihres Lebens gelandet: ein Interview mit pressescheuen Kristina Atkins. Das ist nicht nur für Liv die große Chance, sondern auch der Verlag würde davon profitieren. Allerdings läuft alles anders als geplant, denn kurz bevor dieses Interview veröffentlicht werden soll, macht Kristina Atkins einen Rückzieher. Das kostet Liv den Job. Was nun? Als Journalistin findet sie so schnell nichts Neues. Im Internet stolpert sie über ein kurioses Jobangebot: Housesitter für einen Leuchtturm. Liv bewirb sich für diesen Job und zieht für 6 Monate nach Irland. Dort trifft sie auf den gutaussehenden Kjer, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Sein Herz zu erobern wird „Dank seiner Vergangenheit“ nicht gerade leicht sein. Wird es Liv dennoch schaffen?

Show me the Stars von Kira Mohn ist der Auftakt der neuen Leuchtturm-Trilogie. Ich muss gestehen, dass ich weder die Autorin noch ihre Werke kenne und somit war es für mich ein Debüt. Der Klapptext versprach mir eine Liebesgeschichte und diese hat meine Neugierde geweckt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu lesen. Ab der ersten Seite befand ich mich in Livs Leben. Hinzu kam noch die wunderschöne und brillant eingefangene Kulisse Irlands. Liv auf ihren Spaziergängen oder Inselerkundungen rund um den Leuchtturm zu begleiten, waren ein Highlight. Die Gegend muss wunderschön sein und zu gerne würde ich dort mal die eine oder andere Woche verbringen.
Mit dem einen oder anderen Charakter hatte ich so meine Probleme. Liv scheint ein nettes Mädel zu sein, aber mir ein wenig zu naiv. Die Probleme, die sie mit sich herumtrug, machten die Situation auch nicht besser. Was mir aber sehr gut gefiel, war, dass sie sich ihren Problemen stellte und an sich arbeitete. Hinzu kam noch, dass sie an ihrem Traum Journalistin zu bleiben, festhielt. Ihre neue Freundin Airin schaffte es, ihr Vertrauen zu gewinnen und immer für sie dazu sein. So ein Mensch hat ihr in Hamburg gefällt.
Was Kjer anbelangt, bin ich immer noch zwei geteilt. Zum einen scheint er ein sympathischer Mann zu sein, der einiges im Leben durchgemacht hat. Zum anderen konnte ichmich mit seinem Verhalten nicht richtig anfreunden. Da blieben mir zu viele Fragen unbeantwortet.

Die Handlung ist eigentlich schnell erzählt. Liv sucht einen neuen Job und den bekommt sie auf Irland. Dort kann sie sich ihre Auszeit nehmen, um ihr Leben zu hinterfragen und neu zu ordnen. Hals über Kopf verliebt sie sich in Kjer, der sie mit Lebensmitteln versorgt. Ein turbulentes Auf und Ab beginnt. An sich hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten, aber es passiert mir einfach zu wenig und dadurch wurde sie streckenweise ein wenig zu langatmig. Das Ende dieses Romans konnte mich ein wenig versöhnen, aber das alleine reicht leider nicht ganz aus.

Die nachfolgenden Bände würde ich aber dennoch lesen wollen, denn zu gerne möchte ich die anderen Charaktere ein wenig näher kennenlernen.