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Veröffentlicht am 19.10.2020

Ministry of Souls - Das Schattentor ....der erste Band

Ministry of Souls – Das Schattentor
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Das Schattentor – Ministry of Souls ist der Auftakt der neuen Fantasy- Reihe von Akram El – Bahay. Vor einiger Zeit habe ich mit großer Begeisterung seine Trilogie über die Bücherstadt „inhaliert“ und ...

Das Schattentor – Ministry of Souls ist der Auftakt der neuen Fantasy- Reihe von Akram El – Bahay. Vor einiger Zeit habe ich mit großer Begeisterung seine Trilogie über die Bücherstadt „inhaliert“ und als ich erfuhr, dass er ein neues Buch herausbringt, war meine Neugierde geweckt. Nachdem ich den Klapptext gelesen hatte, wusste ich, dass dieses Werk unbedingt bei mir einziehen muss. Ich liebe seine mystischen Geschichten.

Wer schon einmal ein Buch von Akram El – Bahay gelesen hat, wird den unverwechselbaren Schreibstil sofort wiedererkennen. Akram besitz die Gabe, den Leser in seine Fantasiewelt zu entführen und ihn auf eine spannende Reise mitzunehmen. Die detaillierte beschriebene Kulisse trägt dazu bei, dass seine Fans ein herrliches Kopfkino beschert bekommt. Hinzu kommen noch die facettenreichen Charaktere, die das Ganze unterstreichen und genau damit fangen wir an:
Der angehende Soulman Jack, der mir am Anfang mehr Schwierigkeiten machte als mir lieb war. Irgendwie wurde ich mit der Figur nicht eins, aber je länger ich diese Geschichte las, desto besser wurde es. Jack ist ein aufgeweckter und neugieriger Charakter, der sich aber immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Dank seines Freundes Oz, der immer an seiner Seite ist, werden diese Probleme mehr oder weniger gelöst.
Oz gefiel mir auf Anhieb Ich liebe seine Entwicklung, die mich auch hier und da zum Schmunzeln brachte. Und ja, diese Figur ist eine Anlehnung an Der Zauberer von Oz.
Wer mich auch noch in seinen bzw. ihren Bann ziehen konnte, war Katzennärrin Agatha. Ihre Person wurde so brillant dargestellt und ich hoffe, dass sie auch im zweiten Band ihren Platz bekommen wird. Wäre sonst ein schmerzlicher Verlust.
Obwohl Prinzessin Naima, laut Klapptext, eine Hauptrolle spielen sollte, erschien sie mir eher als Randfigur. Kann auch sein, dass ich das nur so empfunden habe.

Nun zu der Handlung des Buches, deren Schauplatz ist das viktorianische London ist. Der angehende Soulman Jack soll zum Buckingham Palace fahren, wo sich ein mysteriöses Todesdrama abgespielt hat. Als er dort ankommt, findet er eine komplette Familie regungslos im Garten, aber eine von ihnen lebt: Prinzessin Naima, die er retten will. Doch einer hat was dagegen: Der Ifrit, der die Prinzessin lieber tot als lebendig hätte. Ab da beginnt für Jack und seinen Freunden eine abenteuerreiche und spannungsgeladene Reise. Natürlich fieberte ich mit, ob Jack die Prinzessin retten kann oder ob der Ifrit all seine Mittel einsetzt, um an sein Ziel zu kommen? Werden Oz und Agatha Jack eine Hilfe sein und wenn ja, wie wird diese aussehen? Natürlich werde ich jetzt nicht verraten, wie die Geschichte ausgehen wird, aber eines ist sicher: langweilig wird es garantiert nicht.
Was ich allerdings zugeben muss, ist, dass ich zu Anfang ein paar Schwierigkeiten hatte, dieser ganzen Szenerie zu folgen. Einige Passagen musste ich sogar mehrmals lesen, aber je länger ich mich mit dieser Geschichte befasste, desto besser wurde es. Nach dem ersten Drittel konnte und wollte ich kaum noch das Buch aus den Händen legen. Gerade im letzten Drittel nahm das Ganze an Fahrt auf und die Ereignisse überschlugen sich. Man muss aufpassen, dass man nicht den Überblick verliert. Am Ende blieben noch mehr Fragen offen als zu Anfang, aber das war vorhersehbar. Schließlich soll ja noch der eine oder andere Band veröffentlicht werden.
Was mir absolut missfiel, war der böse Cliffhanger. Jetzt heißt es erst einmal warten….bis Band 2 erscheint.


Was mir auch sehr gut gefiel, waren die eingestreuten Anlehnungen an etlichen Buchfiguren wie z. B. Harry Potter, Asterix oder Terry Pratchett.


Auch wenn ich hier und da meine Anfangsschwierigkeiten mit diesem Auftaktband hatte, gefiel er mir sehr gut. Auf die weiteren Abenteuer mit Jack und Co freue ich mich und ich kann es kaum erwarten, bis es hier weitergehen wird.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Fantasie
Veröffentlicht am 20.09.2020

Humorvoll und spritzig - ein Roman der einfach gute Laune macht

Ziemlich hitzige Zeiten
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Inhaltsangabe:
In Annas Leben kann es nicht turbulenter zugehen. Nach der Trennung von ihrem Ex-Mann Harald möchte sie weder eine neue Liebe, geschweige den einen neuen Mann finden. Von beidem hat sie ...

Inhaltsangabe:
In Annas Leben kann es nicht turbulenter zugehen. Nach der Trennung von ihrem Ex-Mann Harald möchte sie weder eine neue Liebe, geschweige den einen neuen Mann finden. Von beidem hat sie die Nase gestrichen voll. Seitdem lebt die Zahnarzthelferin glücklich mit ihrer jüngsten Tochter Emma unter einem Dach. Gleich nebenan wohnt Annas Mutter. Was will Frau mehr? Aber so einfach ist die Sache nicht. Seit einigen Wochen plagen Anna die berühmt-berüchtigten Hitzewellen und die kommen meistens dann, wenn der Zeitpunkt ungünstiger nicht sein kann. Hinzu kommen noch die Hochzeitsvorbereitungen ihrer ältesten Tochter Leo, die mit ihren Extrawünschen die komplette Familie ein wenig nervt. Und Emma steht kurz vor den Abiturprüfungen. So wäre eh kein Platz für ein Date bzw. eine neue Liebe. Aber das Leben hat immer die eine oder andere Überraschung parat. Auch für Anna. Die erste tritt in Form ihrer großen Jugendliebe Jo auf, denn sie nach 30 Jahren wiedersieht. Die zweite ist Paul, der Vater von Emmas neuer Mitschülerin Jana. Wird Anna ihrem Vorsatz treu bleiben oder trifft sie auf die große Liebe?

Ziemlich hitzige Zeiten ist der neue Roman von Angelika Schwarzhuber, der im Septem-ber im blanvalet Verlag erschien. Da ich ein großer Fan von der Autorin und deren Büchern bin, wusste ich, dass ich diesen Roman unbedingt lesen muss. Das lustige Cover und der dazugehörige Klapptext versprach mir eine spritzige und vor allen Dingen witzige Geschichte zu werden. So sollte es auch sein.

Der leichte und flüssige Schreibstil der Autorin ließ mich sofort in Annas Leben ein und ab-tauchen. Ab der ersten Seite konnte ich mir schon das Lachen nicht verkneifen und ab diesen Zeitpunkt lief das Kopfkino mit der herrlichen Situationskomik permanent. Brillant wie Angelika Schwarzhuber über das gemeinsame Fahren von Anna und Tochter Emma erzählt. Wer hat diese Situation nicht auch erlebt?

Ich habe mich sofort in die Charaktere verliebt. Mit all ihren Ecken und Kanten wirkten sie authentisch und lebensnah. Sofort entstand der Eindruck, dass diese mitten aus dem Leben gegriffen worden sind.

Die Handlung ist eine witzige Geschichte über den Alltag einer ganz normalen Familie. Die 49jährige Anna, die sich den Problemen des Älterwerdens auseinandersetzen muss. Tochter Leo, plant ihre Hochzeit und wer dies schon einmal durchgemacht hat, weiß, dass nicht alles planmäßig abläuft. So ist es hier auch, irgendetwas ist immer.
Tochter Emma, die langsam erwachsen wird. Führerschein, Abitur und Musik sind momentan am Wichtigsten.
Annas Mutter, die auch noch die eine oder andere Überraschung auf Lager hat. Es sind aber nicht nur die Überraschungen die Anna zusetzten, sondern auch das Zusammenleben. Nicht immer herrscht eitler Sonnenschein.
Aber auch Annas beste Freundinnen Zoe und Ilona sorgen für Turbulenzen.
Im Großen und Ganzen kann man schreiben, dass es in Annas Leben nie langweilig wird.

Mit ihrem neuen Roman hat Angelika Schwarzhuber den Nerv der Zeit getroffen. Offen und ein bisschen ironisch schreibt sie über ein Thema, dass die meisten Frauen über kurz oder lang betreffen: die Wechseljahre! Wer diesen Roman liest, wird diese Zeit vielleicht ein we-nig entspannter entgegensehen bzw. erleben.
Dieses Buch hat alles was ein guter Frauenroman braucht: sympathische Charaktere, eine sehr gute Portion Humor und eine spritzige Alltagsgeschichte. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen.

5 von 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2020

Eine emotionale und geschichtliche Geschichte geht zu Ende

Träume aus Samt
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Inhaltsangabe:

August 1940

Für Familie Meyer ging die Flucht weiter. Nach einer langen Überseefahrt von England ist Ruth und ihre Familie endlich in Amerika angekommen. Kaum haben sie amerikanischen ...

Inhaltsangabe:

August 1940

Für Familie Meyer ging die Flucht weiter. Nach einer langen Überseefahrt von England ist Ruth und ihre Familie endlich in Amerika angekommen. Kaum haben sie amerikanischen Boden betreten, wird Kurt Opfer von Betrügern, aber davon lassen sie sich nicht abschre-cken. Ihr neuer Lebensmittelpunkt liegt in Chicago. Dort warten schon Freunde und eine neue Wohnung auf sie. Aber wie wird es dann weitergehen? Kurt und auch Ruth brauchen eine Arbeit, denn der Lebensunterhalt muss gesichert werden. Wie wird es für Ilse und Mut-ter weitergehen? Werden sie als jüdische Deutsche in dem fremden Land akzeptiert werden?
Aber nicht nur Alltagssorgen beschäftigt Ruth, denn sie trifft ihre große Liebe. Einen Solda-ten, der in Chicago seine militärische Ausbildung absolviert. Was, wenn er einberufen wird? Wird ihre zarte Liebe diese Trennung überleben?

Die Seidenstadt-Saga ist nichts für Quereinsteiger, weil jeder Band nahtlos an den an-deren anknüpft!!!!

Träume aus Samt von Ulrike Renk ist der vierte und letzte Teil der Seidenstadt-Saga. Mit großer Begeisterung habe ich die ersten drei Bände gelesen und wartete schon voller Span-nung auf den letzten Teil, der jetzt erschien. Der Klapptext versprach mir eine emotionale und spannende Zeitreise zu werden. So war es auch….

Ab der ersten Seite hat mich der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin in seinen Bann gezogen. Ich bin immer wieder aufs Neue beeindruckt, wie Ulrike Renk es schafft, dass wäh-rend des Lesens, ein Kopfkino entsteht. Die allerwenigsten Autoren schaffen dies.
Wer die ersten drei Bände schon gelesen hat, wird sofort von alten Bekannten in Beschlag genommen. Es ist ein großes Wiedersehen mit alten Freunden. Die Autorin hat hier keine Charaktere erschaffen, sondern Personen aus Fleisch und Blut. Authentisch, menschlich und lebensnah. Über die drei Bände hinaus entsteht das Gefühl, man würde sie über Jahren hin-weg kennen. Auch die Personen, die hier neu hinzukommen, fügen sich perfekt in das Zeit-geschehen ein.

Diesmal spielt die Handlung in den Jahren 1940- 45. Wie schon in den vorherigen Bänden merkt man, wie viel Herzblut die Autorin in diese Geschichte reingelegt hat. Zudem spürte ich mit welchem großen Interesse sie die geschichtlichen, sowie die persönlichen Fakten und Informationen der Familie Meyer zusammengetragen und ausgewertet worden sind. Auch wenn es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt, so basiert die Idee zu diesem Buch auf einer wahren Begebenheit. Immer wieder bin ich erneut fasziniert, wie Ulrike Renk dar-aus so eine ausdrucksstarke, emotionale, geschichtliche und spannende Buchreihe entwickelt kann. Großes Kompliment!

Es sind die letzten fünf Kriegsjahre und für Familie Meyer beginnt ein neues Leben in einem fremden Land. Auch wenn sie jetzt sich einigermaßen sicher fühlen, sorgen sie sich um ihre Verwandten in Deutschland und wie es in Amerika weitergehen soll. Einfühlsam beschreibt Ulrike Renk die sprachlichen Probleme, die Jobsuche, neue Freundschaften, die Ängste und Nöte, aber auch von Ruths erster Liebe. Mit der Familie Meyer habe ich mitgelitten, ge-weint, gefreut oder gehofft. Aber nicht nur das neue Leben der Meyers spielt eine Rolle, auch die Unruhen in Deutschland, England und Japan sind enorm wichtig. Wie ergeht es der Verwandtschaft und den Freunden unter Hitlers Regime? Fassungslos liest man über diese Geschehnisse und fragt sich nur noch: Warum und wieso konnte dies alles passieren?
Das Buch wird mit einem Epilog aus dem Jahr 2009 beendet und das war der perfekte Ab-schluss dieser Reihe.


Schade, dass diese Reihe nun beendet ist, aber es war eine sehr schöne und vor allen Dingen bewegende und nachdenkliche Zeit, die mich heute sehr wütend und zugleich nachdenklich macht. Ich hoffe und wünsche mir, dass sich diese Zeit (1939 – 1945) nie nie wiederholen wird!

Ein grandioser Roman über eine deutschjüdische Familie, die im zweiten Weltkrieg ums Überleben kämpft!

5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung (und diese gilt für die komplette Seidenstadt-Saga)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2020

Die Liebe fährt Zug

Das Glück in vollen Zügen
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Inhaltsangabe:
Eigentlich hat Marie alles was sie zum Glücklichsein braucht: den Bauwagen, in dem sie lebt, ihren Hund namens Dexter und den Traumjob, für den sie immer zwischen Land und Stadt hin und ...

Inhaltsangabe:
Eigentlich hat Marie alles was sie zum Glücklichsein braucht: den Bauwagen, in dem sie lebt, ihren Hund namens Dexter und den Traumjob, für den sie immer zwischen Land und Stadt hin und her pendeln muss. Das Pendeln stört sie nicht, wenn es die zahlreichen Verspätungen der Bahn und der immer lautstark telefonierende Mitreisende nicht gäbe. Wäre alles kein Problem, würde der Handy-Mann nicht so verdammt gut aussehen. Schade, dass dieser allem Anschein nach verheiratet ist.


Das Glück in vollen Zügen ist der zweite Roman von Lisa Kirsch, der jetzt im September 2020 im Fischer Verlag erschien. Da ich das Buch Hin und weg von ihr (noch) nicht gelesen habe, war es ein Debüt. Der Klapptext versprach mir eine romantische und witzige Geschichte und so war es auch.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht und deshalb flog ich nur so durch die Seiten. Ab der ersten Seite befand ich mich in Maries Geschichte. Ihrem schnuckeligen und kleinen umgebauten Bauwagen, der in unmittelbarer Nähe ihres Elternhauses und des Ammersees steht. Was für eine herrliche Kulisse um den gestressten Alltag vergessen zu lassen. Die Charaktere waren allesamt mitten aus dem Leben gegriffen und das spiegelte sich auch in ihren Handlungen wieder: authentisch und lebensnah! Marie fand ich einfach klasse, da sie ihr Leben in vollen Zügen genoss und sich wenig um das Gerede ihrer Mitmenschen scherte. Johannes ist ein netter und leicht verpeilter Typ, der sich so rührend um seinen, an Demenz erkrankten Vater kümmert. Maries Mutter ist eine typische Mutter, die irgendwann ihre Tochter gut verheiratet haben möchte und zudem das eine oder andere Enkelkind.
Die Handlung ist eine romantische und spritzige (Zug-) Geschichte, die so eine Leichtigkeit besaß, dass ich den Alltag ganz schnell vergaß. Ein wenig chaotisch und die witzigen Dialoge waren die berühmte I -Tüpfelchen. Marie und Johannes, die sich mehr als nur einmal selbst im Wege standen und sich so um die Chancen brachten. Lisa Kirsch hat es geschafft, die zwei Charaktere in so herrliche Situationen hinein zu befördern, dass ich ein ums andere Mal lachen musste. Einfach brillant.
Auch wenn man hier schon im Vorhinein weiß, wie die Geschichte ausgehen wird, hat es mir sehr viel Spaß bereitet, die beiden auf ihren turbulenten Weg zu begleiten.


Die 380 Seiten waren für mich eine sommerliche Auszeit, die ich mehr als nur genossen habe und es wird definitiv nicht mein letztes Buch von Lisa Kirsch sein.

5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung obendrauf!


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2020

Blieb leider hinter meinen Erwartungen

Der halbe Russ
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Inhaltsangabe:
Vor dem Münchner Hofbräuhaus liegt ein Straßenmusiker, denn viele Passanten einfach nur für betrunken halten. Als eine Passantin genauer hinsieht merkt diese, dass der Mann nicht betrunken ...

Inhaltsangabe:
Vor dem Münchner Hofbräuhaus liegt ein Straßenmusiker, denn viele Passanten einfach nur für betrunken halten. Als eine Passantin genauer hinsieht merkt diese, dass der Mann nicht betrunken ist, sondern tot. Oleg Wodka ist aber keines natürlichen Todes gestorben, er wurde ermordet. Kriminalhauptkommissar Hoblmayr und sein „Lehrling“ Sepp Leutner übernehmen den Fall. Da dieser Fall auch im Büro der Staatsanwaltschaft landet, bekommt die Tochter vom Ex- Kriminalhauptkommissar Blochner Desiree „Daisy“ Dollinger den Fall zu Gesicht. Da der Apfel bekanntlich nicht weit vom Stamm fällt, widmet sie sich ebenfalls diesen Fall. Wer ist dieser Oleg Wodka und warum ist er ermordet worden?

Der halbe Russ von Isolde Peter ist der erste Fall von Daisy Dollinger. Ich liebe Regionalkrimi und zudem haben der Klapptext und auch das Cover meine Neugierde geweckt.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Mit dem perfekt eingestreuten Dialekt wehte ein bairischer Hauch durch diesen Krimi. Wer jetzt Angst haben sollte, diesen Dialekt nicht zu verstehen, den kann ich beruhigen. Es sind wirklich nur ein paar Wörter und die kann auch als nicht Bayer sehr gut verstehen.
Die Charaktere waren typisch bairisch und mit einer gesunden Portion Humor ausgestattet worden. Aber wer kann die Originale besser wieder spiegeln als eine Ur- Bayerin?
Jetzt komme ich zu dem schwierigen Teil, zur Handlung…
Leider muss ich gestehen, dass dieser Krimi nicht viel mit einem Krimi zu tun hat. Die Handlung driftet immer wieder ab und der eigentliche Fall, der Mord an dem Straßenmusikanten, gerät immer mehr in dem Hintergrund. Zudem muss ich leider auch anmerken, dass der Spannungsbogen vollkommen fehlte. Die Geschichte plätscherte nur so durch die Seiten und bis endlich mal was passierte, vergingen wieder etliche Seiten. Ich bin ganz ehrlich: ein ums andere Mal wollte ich dieses Buch abbrechen, aber ich habe mit der Hoffnung, dass was Spannendes passieren wird, weitergelesen. Leider blieb die Hoffnung unerfüllt. Die Fallaufklärung fand ich jetzt auch unspektakulär.
Ich liebe Krimis, die mich mitraten lassen, dank zahlreicher Wendungen auf eine falsche Fährte schicken und mich im Dunkel tappen lassen. Leider war dies hier nicht der Fall und das fand ich sehr schade.

Meine Erwartungen wurden hier zwar nicht erfüllt, aber da dies der erste Roman von Isolde Peter war und ich durchaus Potenzial erkenne, wäre ich bereit den zweiten Fall zu lesen. Aller Anfang ist schwer und ich denke, da geht noch was

3 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere