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Veröffentlicht am 21.02.2020

Kurzweilige Geschichte über einen Neuanfang auf der schönen Insel Sylt, aber zu vorhersehbar und ohne Überraschungen

Ein Sommer auf Sylt
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Julia erbt überraschend von ihrem verstorbenen Vater ein Friesenhaus auf Sylt. Um ihr Erbe in Augenschein zu nehmen und einen Verkauf möglichst zügig abzuwickeln, reist sie nach Sylt und hat dabei ihre ...

Julia erbt überraschend von ihrem verstorbenen Vater ein Friesenhaus auf Sylt. Um ihr Erbe in Augenschein zu nehmen und einen Verkauf möglichst zügig abzuwickeln, reist sie nach Sylt und hat dabei ihre Mutter Beate sowie deren zwei Schwestern Christiane und Annegret im Schlepptau. Vor Ort stellen sie fest, dass das Haus bewohnt ist - von der Geliebten des Vaters. Julia ist entsetzt, war doch diese Frau der Anlass für die Trennung ihrer Eltern, die sich jedoch nie scheiden ließen.

Tante Christiane ist bereit, Julia das Haus für eine stolze Summe abzukaufen, doch Julias in Hamburg verbliebener Freund und Geschäftspartner, der zusammen mit Julia eine GmbH gründen möchte, übt Druck auf Julia auf, sich an einen Immobilienmakler zu wenden. Das in den 1950er-Jahren gebaute und von Julias Vater fortkaufen sanierte und renovierte Haus ist tatsächlich deutlich mehr Wert, als das Angebot der Tante.

Während Julias Mutter und Tanten den Urlaub auf Sylt genießen, abends dem Alkohol frönen und sich anzunähern scheinen, setzt sich Julia ab und lernt dabei den Besitzer der Pension näher kennen, in der sie wohnen. Mats Christensen ist geborener Sylter und kann Julia, die bisher eine regelrechte Abneigung gegen die Insel hatte, für die Schönheit Sylts und die Vorzüge des Insellebens die Augen öffnen.

Julias Überzeugungen geraten ins Wanken. Die Zukunftspläne ihres Freundes scheinen sich nicht mit ihren zu decken, zudem fühlt sie sich zunehmend von Mats angezogen und sich letztlich unsicher, ob sie das Friesenhaus überhaupt noch verkaufen möchte, nachdem ihr Vater es offenbar allein für sie so liebevoll instand gehalten hat.

"Ein Sommer auf Sylt" erzählt eine Geschichte über einen Neuanfang, ist aber gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Insel Sylt, die sehr ausführlich mit ihren Ortschaften und touristischen Attraktionen beschrieben wird.

Die Geschichte über eine junge, mehr oder weniger glücklich liierte Frau, die zum Antritt eines Erbes einen Ortswechsel vornimmt, ein Familiengeheimnis aufdeckt und sich dabei nicht nur in den neuen Ort, sondern auch einen attraktiven Bewohner verliebt, ist nichts Neues und leider hat auch "Ein Sommer auf Sylt" wenig Überraschendes zu bieten. Mit der Ankunft auf der Insel zeichnet sich ab, wie der Roman verlaufen und letztlich enden wird, was ich schade fand. Gerade der Konflikt zwischen Julia und ihren Eltern, aber auch die Entzweiung der Schwestern sowie die Rolle des Friesenhauses in der Vergangenheit hätten Potenzial für eine tiefer gehende und spannendere Geschichte gehabt. Leider werden Beate und ihre Schwestern zu Statisten, die alleine für eine Auflockerung durch ihre Kabbeleien sorgen.

Der Roman ist trotz Vorhersehbarkeit kurzweilig geschrieben, liest sich leicht und versetzt den Leser sehr anschaulich auf die größte nordfriesische Insel. Er ist damit perfekt für Leserinnen,die Sylt kennen und lieben oder schon immer einmal dorthin reisen wollten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2020

Kunst und Zeitgeschichte werden nicht greifbar, Charaktere bleiben auf Distanz, die Handlung leblos - enttäuschender Auftakt einer Trilogie

Die Galerie am Potsdamer Platz
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Nach dem Tod ihrer Mutter begibt sich Alice im Oktober 1930 von Wien nach Berlin, um ihre Familie aufzusuchen, die sie bislang nicht kannte. Ihre Mutter Anna hatte sich nach einem Streit mit Alices Großmutter ...

Nach dem Tod ihrer Mutter begibt sich Alice im Oktober 1930 von Wien nach Berlin, um ihre Familie aufzusuchen, die sie bislang nicht kannte. Ihre Mutter Anna hatte sich nach einem Streit mit Alices Großmutter Helena von allen distanziert. Während Helena abweisend auf das plötzliche Erscheinen von Alice reagiert und sie als "Kuckuckskind" bezeichnet, wird sie von ihren beiden Onkeln Johann und Ludwig und Tante Rosa warmherziger aufgenommen.
Alice bleibt in Berlin, verliebt sich in den Deutsch-Iren John und entdeckt ihr Talent als Fotografin. Gemeinsam mit ihren Onkeln eröffnen sie die Galerie Waldmann wieder, wobei Alice die Bilder der Kunstsammlung fotografiert und katalogisiert.
Die Zeiten in Berlin werden rauer, SA und SS ziehen durch die Straßen und die Nationalsozialisten, die eine Gefahr für die freie Kunst sind, erstarken. Alice gerät in einen ganz persönlichen Konflikt mit dem Kunstsammler Erik Wolfferts, der ein bekennender Nationalsozialist ist und sich Alice ungehemmt nähert.

"Die Galerie am Potsdamer Platz" ist der Auftakt der "Galeristinnen-Trilogie" um die Galerie der Familie Waldmann der Berliner Kunsthändlerszene.
Im Verlauf des Romans spielt die Kunst und die titelgebende Galerie nur eine untergeordnete Rolle und auch der Konflikt zwischen Großmutter Helena und ihrer Tochter Anna, der zu einer andauernden Entzweiung der Familie geführt hat, bleibt nur an der Oberfläche. Der Grund dafür ist jedoch weitaus weniger spektakulär als die tatsächliche Offenbarung des Familiengeheimnisses.
Die Charaktere bleiben auf Distanz, ihre Motive und ihre Empfindungen nicht greifbar und auch die turbulente politische Situation in Berlin wird wenig anschaulich dargestellt. Die schillernde Kunstszene, das historische Flair Berlins und die zunehmende Bedrohung durch die Nationalsozialisten werden allenfalls angerissen, aber nicht weiter vertieft.
Nach dem Kennenlernen von John und der anfänglichen Verliebtheit vermisste ich einen roten Faden in der Handlung, die mich weder packen noch emotional bewegen konnte.
Nach einem guten Start und viel Potenzial für eine mitreißende Geschichte, wirkte der Roman über weite Strecken langweilig und leblos, verlor sich in Allgemeinplätzen und der andauernden Beschreibung von Whiskey-Trinken oder dem Rauchen von Zigarren und Zigaretten. Damit konnte mich "Die Galerie am Potsdamer Platz" nicht neugierig auf die folgenden beiden Bände der "Galeristinnen-Trilogie" machen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2020

Roman über Trauer und die Entdeckung der eigenen Familiengeschichte - Frauenschicksale geprägt von Liebe, Verlust und Geheimnissen

Die Insel der Leuchttürme
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Charlotte Woolf ist 45 Jahre alt, als ihr Mann an Krebs stirbt. Als sein Erbe hinterlässt er ihr ein Haus auf Formentera, das er heimlich gekauft hat. Es ist das Haus von Charlottes Vorfahren, das zuletzt ...

Charlotte Woolf ist 45 Jahre alt, als ihr Mann an Krebs stirbt. Als sein Erbe hinterlässt er ihr ein Haus auf Formentera, das er heimlich gekauft hat. Es ist das Haus von Charlottes Vorfahren, das zuletzt ihre Großmutter Alba bewohnte.

Der Tod von James hat Charlotte schwer getroffen. Als ihre 19-jährige Tochter ihr Studium wieder aufnimmt und Wodka Charlottes bester Freund zu werden droht, beschließt sie, nach Formentera zu reisen und eine Woche für sich auf der kleinen balearischen Insel zu verbringen. Vor Ort findet sie einen Brief von James, in welchem er ihr mitteilt, dass die Schwester ihrer Großmutter noch auf der Insel lebt.
Charlotte wusste bisher überhaupt nicht, dass ihre Großmutter noch Verwandte auf Formentera hat. im Gespräch mit ihrer Großtante Maria erfährt Charlotte mehr über die Wurzeln ihrer Familie, die bis auf den Anfang des 18. Jahrhunderts zurückzuverfolgen sind. Dabei erhält sie nicht nur Kenntnisse über die Leben ihrer Vorfahren, die sie überraschen, sondern auch Details über die Geschichte der Insel, über Flucht, Vertreibung und Leugnung der eigenen Herkunft.

"Die Insel der Leuchttürme" handelt auf der kleinsten Insel der Balearen, die vom Tourismus noch nicht überlaufen ist. Charlotte bezieht die alte Villa Marisal und bleibt länger als die vorgesehene Woche der Regeneration, als sie durch ihre Großtante mehr über die Herkunft ihrer Familie erfährt.
Die Aufdeckung eines Familiengeheimnisses und die Erzählungen über ihre Vorfahren lenken sie von der Trauer über ihren verstorbenen Mann ab. Auch als Leser taucht man in die Geschichte der Familie Alvarez ein, die beispielhaft für viele Familien auf Formentera ist, die sich bewusst auf der kleinsten Insel niedergelassen haben, um dort Schutz vor der Inquisition zu suchen. Die Autorin vermischt dabei historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte.

Der Roman, der zunächst von Trauer und Trauerbewältigung handelt, überrascht durch den Erzählstrang in der Vergangenheit, der von zwei unterschiedlichen Schwestern auf Formentera Anfang des 18. Jahrhunderts handelt und einer verbotenen Liebe, die das Leben der ganzen Familie gefährdete und die beiden Schwestern zu entzweien drohte.

Während in der Gegenwart Charlotte, abgelenkt durch die Aufdeckung der überraschenden Vergangenheit, wieder neuen Lebensmut fasst, die Villa Marisal renoviert und einen Neuanfang wagt, schildert die Vergangenheit ein spannendes Familiendrama, das eng mit der Geschichte der balearischen Inseln und dem Kampf um Freiheit und Religion verbunden ist.

Cover und Titel des Romans suggerieren eine sommerlich-leichte Inselgeschichte, er bietet aber letztlich viel mehr und wartet mit interessanten Details über die spanische Geschichte auf, die mir bisher nicht bewusst waren. Dabei bewegt der Roman durch die packenden Schicksale der Frauen und ihre Geschichte, die von Liebe, Verlust und Geheimnissen erzählt und Auswirkungen bis in die Gegenwart hat. Am Ende ging es mir jedoch ein wenig zu schnell, die Probleme in beiden Erzählsträngen lösten sich zu abrupt in Wohlgefallen auf.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2020

Liebesgeschichte in Anlehnung an "Romeo und Julia", die nicht sein kann. Modern interpretiert mit dem Fokus auf aktuellen Problemen Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Es war die Nachtigall
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Die Schülerin Marie kommt aus einer Familie, die sich vegan ernährt und sich für Umwelt- und Tierschutz stark macht. Sie ist so geprägt und setzt sich auch selbst mit vollem Engagement und Herzblut für ...

Die Schülerin Marie kommt aus einer Familie, die sich vegan ernährt und sich für Umwelt- und Tierschutz stark macht. Sie ist so geprägt und setzt sich auch selbst mit vollem Engagement und Herzblut für eine bessere Welt ein. Als Aktivistin bei einer Jugendgruppe von Greenpeace nimmt sie regelmäßig an Aktionen teil, schreckt aber auch nicht vor illegalen Aktivitäten zurück, die bereits eine Vorstrafe zur Folge hatten.
Ludwig stammt aus einer Familie traditioneller Jäger und hat selbst gerade den Jagdschein bestanden. Er hat Respekt vor den Tieren, tötet nicht aus Leidenschaft für das Jagen, sondern um die Natur zu schützen, wie er es gelernt hat. Er mag den Wald und die Rituale um das Jagen, bekommt aber nach dem ersten Abschuss eines Rehbocks Zweifel, ob der Mensch tatsächlich über Leben und Tod von anderen Lebewesen entscheiden darf.
Bei einem Konzert in Berlin lernt er Marie kennen. Die beiden sind sofort auf einer Wellenlänge, bevor sie mehr über einander erfahren können. Trotz aller Gegensätze und negativer Kommentare von Freunden verbringen sie immer mehr Zeit miteinander und verlieben sich hemmungslos - wie Romeo und Julia ohne Rücksicht auf ihre Herkunft.

"Es war die Nachtigall" ist eine Liebesgeschichte in Anlehnung an Shakespeares Klassiker und schon mit dem Prolog wird klar, dass diese Liebe tragisch enden wird.
Es ist ein Jugendroman, der nicht nur von einer gegensätzlichen Liebe handelt, sondern auch Themen wie Trauer, soziales Engagement, Umweltschutz, Zukunftsängste und Abgrenzung umfasst - wichtige und aktuelle Themen, die die Menschen bewegen, so dass das Buch auch für Erwachsene lesenswert ist.

Der Roman ist abwechselnd aus der Perspektive von Marie bzw. Ludwig geschrieben, was es dem Leser ermöglicht, beide Welten kennenzulernen und beide Personen, ihr Handeln und Fühlen nachzuvollziehen.
Auch wenn die Gegensätze Umweltaktivistin - Jäger auf den ersten Blick sehr plakativ sind und konstruiert wirken könnten, ist es keine Geschichte voller Klischees und Stereotypen. Hier ist nichts Schwarz-Weiß dargestellt, jeder Charaktere ist vielschichtig und ihre Reaktionen nicht vorhersehbar. Die Autorin schafft es, die Geschichte fast wertfrei zu erzählen, verteufelt weder Jäger als Mörder, noch feiert sie Umweltaktivisten als Helden oder wirft Veganern Militanz vor.
Mit dem Buch kann sich jeder seine eigene Meinung bilden und es macht nachdenklich über das eigene Engagement für die Zukunft unserer Erde. Dabei berührt das Buch mit einer Liebesgeschichte, die sich an keine Grenzen oder Regeln hält.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2020

Berührender Roman mit einem ernsten Thema, der aber leicht, warmherzig, humorvoll und abwechslungsreich geschrieben ist- macht nachdenklich

Fünfzehn Arten eines Wunders
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Ailsa leidet an einem angeborenen Herzfehler und wird nach langem Bangen im Oktober 2017 erfolgreich ein Spenderherz transplantiert. Mit 28 Jahren beginnt für sie ein zweites Leben, was sie zunächst jedoch ...

Ailsa leidet an einem angeborenen Herzfehler und wird nach langem Bangen im Oktober 2017 erfolgreich ein Spenderherz transplantiert. Mit 28 Jahren beginnt für sie ein zweites Leben, was sie zunächst jedoch überfordert. Ihre Mutter Hayley würde sie nach wie vor am liebsten in Watte packen, aber Ailsa beginnt sich abzunabeln, möchte endlich alleine wohnen und ihr erstes eigenes Geld verdienen. Unterstützung bei ihren Entscheidungen sucht sie sich bei den Followern ihres "BlueHeart" Blogs, indem sie ihre Community regelmäßig mit Zukunftsfragen konfrontiert und abstimmen lässt.
Bei einer Radiosendung zum Thema Transplantation lernt sie den Schauspieler Seb kennen, dem auf einem Auge Hornhaut transplantiert wurde. Ailsa freundet sich mit ihm an und unterstützt ihn bei den Proben für das Theaterstück "Romeo und Julia". Es kommt zu zarten Annäherungsversuchen, aber Ailsa ist sich unsicher, ob auch er für sie, die sich als Folge der Nebenwirkungen ihrer Immunsuppressiva unattraktiv und zu pummelig findet, mehr empfinden könnte.

"Fünfzehn Arten eines Wunders" ist ein Roman über eine junge Frau, die nach einem langen körperlichen und seelischen Leidensweg ein Spenderherz erhält und damit ein neues Leben beginnen kann.
Der Roman ist durch die Wahl verschiedener stilistischer Formate sehr abwechslungsreich geschrieben, verwirrt dadurch aber nicht. Der Roman setzt den Fokus auf die Handlung nach der Operation und blickt durch kurze Rückblenden auch auf Episoden der Vergangenheit zurück. Zudem wird die Geschichte durch die Blog-Einträge, Abstimmungen und E-Mails zwischen Ailsa und Seb sowie Interviews und Zeitungsartikel aufgelockert.

Es ist ein berührender Roman mit einem ernsten Thema, der aufgrund der Bonmots, witzigen Dialoge und Ailsas smarter und selbstironischer Art jedoch sehr amüsant zu lesen ist. Ailsa nimmt sich selbst nicht so ernst und zeigt auch auf ihrem Blog, wer sie ist - mit all ihren Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten. Der Roman ist warmherzig geschrieben, was den einnehmenden und sympathischen Charakter der Ailsa, die absolut authentisch wirkt, noch unterstreicht. Das Thema Organspende wird dabei ganz leichtfüßig mit einer romantischen Liebesgeschichte verpackt, die vielleicht vorhersehbar, aber deshalb nicht langweilig ist.
Der Roman bleibt trotz aller Leichtigkeit nicht oberflächlich. Trotz aller positiver Folgen eines neuen Spenderherzens wird bewegend und nachvollziehbar dargestellt, wie Ailsa dennoch Momente hat, in denen sie mit ihrem Schicksal hadert: Muss sie für alles dankbar sein oder stets glücklich sein, nur weil sie überlebt bzw. ihr Leben verlängert hat oder darf sie nicht auch trotzdem Wut und Trauer empfinden?

"Fünfzehn Arten eines Wunders" zeigt die Entwicklung einer verunsicherten Frau, die ein bisher stark eingeschränktes Leben führen musste, zu einer Frau mit mehr Selbstbewusstsein, die lernt, nicht mehr nur von einem Moment zum nächsten zu leben, sondern sich ernsthaft mit ihrer Zukunft zu beschäftigen, da sie auf ihr Herz "Apple" vertrauen kann, das kräftig schlägt.
Unweigerlich regt der Roman mit der einnehmenden Geschichte zum Nachdenken über Organspende an, so dass sich jeder Leser zumindest (erneut) mit der Frage auseinandersetzen sollte, sich einen Organspendeausweis zu besorgen, um im Ernstfall ein Menschenleben retten und Angehörigen eine Entscheidung abnehmen zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere