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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2023

Eine Liebesgeschichte aus Frankfurt

Arrest Me
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Katharina, die von allen Ina genannt wird, ist Polizistin aus Leidenschaft. Trotzdem beginnt sie zusätzlich zu ihrem stressigen Beruf ein Studium der Politik in Frankfurt. Dort lernt sie den attraktiven, ...

Katharina, die von allen Ina genannt wird, ist Polizistin aus Leidenschaft. Trotzdem beginnt sie zusätzlich zu ihrem stressigen Beruf ein Studium der Politik in Frankfurt. Dort lernt sie den attraktiven, aber undurchsichtigen Vince kennen. Ist er wirklich nur so ein arroganter Sohn reicher Eltern oder steckt doch mehr hinter seiner Fassade ?



Yuna Maas Debütroman ist locker und humorvoll geschrieben. Ina ist eine tolle Protagonistin, sympathisch und engagiert. Ich hätte mir ein wenig mehr von ihrem Alltag als Polizistin gewünscht, denn gerade diese Szenen haben mir im Buch besonders gut gefallen. Die Liebesgeschichte, die im Vordergrund dieses Romans steht, hab ich dagegen als langatmig empfunden.



Fazit:

Für Lovestory Fans wahrscheinlich genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Zuviel des Guten

Die Insel der Erkenntnis 2
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Der größte Teil dieser Geschichte spielt auf einer Insel, deren Bewohner ein überaus glückliches und friedliches Miteinander zelebrieren.
Dort landet der 24 jährige Scott, der gerade an einem Scheideweg ...

Der größte Teil dieser Geschichte spielt auf einer Insel, deren Bewohner ein überaus glückliches und friedliches Miteinander zelebrieren.
Dort landet der 24 jährige Scott, der gerade an einem Scheideweg in seinem Leben steht, nach einem Unfall und wird von den Inselbewohnern freundlich aufgenommen.

Es tut mir wirklich leid, das sagen zu müssen, aber das ist eins der wenigen Bücher, die ich im Hinblick auf meinen Buchgeschmack falsch eingeschätzt habe.

Ich hatte mit einer richtigen Geschichte rund um den unentschlossenen Scott gerechnet, die im Gesamten eine Botschaft vermittelt oder aber gespickt ist mit kleinen versteckten Lebensweisheiten.

„Die Insel der Erkenntnis“ ist für mich aber eher eine Aneinanderreihung von Lebensratschlägen mit einer Kurzgeschichte als Hülle drumherum. Scott kann eigentlich kaum einen Schritt tun, ohne mit Lebensweisheiten überhäuft zu werden. Das war für mich einfach zu viel des Guten.

Gut gefallen hat mir Scotts Notizbuch im Anhang.

Die Denkanstöße, die man dort findet sind es absolut wert, das Buch immer mal wieder zur Hand zu nehmen.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Ein humorvoller und gleichzeitig nachdenklicher Blick auf den Alltag einer Frau, die an einem Wendepunkt steht.

Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe
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In diesem Roman erzählt Doris Knecht von einer Frau, die an einem Wendepunkt ihres Lebens steht; alleinerziehend und mit der Aussicht, dass ihre Kinder sowieso bald das „Nest“ verlassen, muss sie sich ...

In diesem Roman erzählt Doris Knecht von einer Frau, die an einem Wendepunkt ihres Lebens steht; alleinerziehend und mit der Aussicht, dass ihre Kinder sowieso bald das „Nest“ verlassen, muss sie sich auf die Suche nach einer kleineren Wohnung machen.

Es war mein erstes Buch, das ich von Doris Knecht gelesen habe und mir hat ihre Art sich auszudrücken gut gefallen.

In kurzen Kapiteln teilt die Erzählerin ihre Erinnerungen und Gedanken, die so nah am Alltag sind, dass sich sicher jeder in dem ein oder anderen Aspekt wiederfindet.

Das ist es auch, was dieses Buch für mich ausmacht. Oft habe ich beim Lesen gedacht: „Ja, genau so ist es“. Andere Gedanken und Gefühle waren mir dagegen ziemlich fremd, haben der Freude an der Geschichte aber keinen Abbruch getan.

Mich haben diese vielen Erinnerungen, die zeitlich manchmal wild durcheinander wirbeln, jedenfalls dazu animiert, selbst einiges aus der Vergangenheit aufzuschreiben. Und dabei merkt man schnell, wieviele Details man schon vergessen hat.

Fazit

Ein humorvoller und gleichzeitig nachdenklicher Blick auf den Alltag einer Frau, die an einem Wendepunkt steht.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Geschickt konstruierter Kriminalroman

Der flüsternde Abgrund
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Nach 30 Jahren kehrt Callum Haffenden zurück in seinen Heimatort, den er eigentlich nie wieder betreten wollte unter anderem wegen eines Unfalls, der sein Leben für immer verändert hat. Doch nun ist hier ...

Nach 30 Jahren kehrt Callum Haffenden zurück in seinen Heimatort, den er eigentlich nie wieder betreten wollte unter anderem wegen eines Unfalls, der sein Leben für immer verändert hat. Doch nun ist hier im australischen Regenwald ein Junge verschwunden, von dem er annimmt, das es sich um seinen Sohn handelt.
Als seine Leiche genau in dem berüchtigten Felsenmeer gefunden wird, wo in der Vergangenheit schon einige Kinder ihren Tod fanden, will Callum den Dingen auf den Grund gehen.
Ich muss gestehen, dass ich anfangs unsicher war, ob mir das Buch wirklich gefallen würde. Das Cover ist toll, der Klappentext und die ersten Seiten klangen vielversprechend, doch dann brauchte ich ein wenig Durchhaltevermögen, um mich nicht mitreißen zu lassen von dieser etwas gemächlichen Stimmung im australischen Granite Creek. Doch es hat sich wirklich gelohnt.
Einem Dschungel ähnlich ist nicht nur das Cover, sondern auch die Handlung. Man liest sich durch ein Dickicht von persönlichen Verflechtungen, Vermutungen und Erinnerungen. Die zwar größtenteils unterschwellige, aber stets vorhandene Spannung nimmt gegen Ende drastisch zu. Wer gerne miträtselt, ist hier genau richtig; ständige Wendungen sorgen dafür, dass man bis zum Schluss unsicher bleibt, wer Opfer und wer Täter ist.
„Der flüsternde Abgrund“ ist in meinen Augen kein blutiger, nervenzerreißender Thriller, sondern ein geschickt konstruierter Kriminalroman, der menschliche Abgründe aufzeigt.
5-Sterne Leseempfehlung von mir

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Veröffentlicht am 29.11.2023

Eine grandiose Geschichte-packend erzählt

Aktion Phoenix
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Zu den Olympischen Spielen 1936 ist die Welt zu Gast in Berlin. Nazideutschland will unter allen Umständen weltoffen wirken und sich im besten Licht präsentieren. Es gibt also viel zu tun für Hermann Schmidt ...

Zu den Olympischen Spielen 1936 ist die Welt zu Gast in Berlin. Nazideutschland will unter allen Umständen weltoffen wirken und sich im besten Licht präsentieren. Es gibt also viel zu tun für Hermann Schmidt im Propagandaministerium, vor allem regimefeindliche Plakate, die seit einiger Zeit in Umlauf sind müssen verschwinden, genauso wie junge nationalsozialistische Schlägertrupps im Zaum gehalten werden müssen. Doch das sollen schon bald Schmidts kleinste Probleme werden. Als er sich erst in eine Kunststudentin, die dem Widerstand angehört, verliebt und dann auch noch in ein Komplott hineinschlittert, das an Perfidie nicht zu überbieten ist, gerät sein Leben völlig aus den Fugen.

Christian Herzog ist es mit „Aktion Phoenix“ gelungen, einen Roman zu schreiben, der auf spannendste Weise Historisches mit Fiktion verknüpft. Die verschiedenen Erzählstränge, die zunächst unabhängig voneinander herzulaufen scheinen, fügen sich bald zu einem Gesamtbild zusammen. Die Schauplätze wechseln von Kapitel zu Kapitel, was die Geschichte abwechslungsreich macht und die Spannung aufrechterhält; man möchte einfach immer erfahren, wie es weitergeht. Überhaupt ist dem Autor der Spannungsaufbau extrem gut gelungen.
Die verschiedenen Charaktere sind durchweg interessant und sehr gut ausgearbeitet; sei es ein junger Mann namens Georg, dessen größter Traum es ist, in einem Luftschiff wie der „Hindenburg“ mitzufliegen, eine Kunststudentin Anna, die mit Karikaturen ihren Widerstand zeigen möchte oder der hochrangige Mitarbeiter des Propagandaministeriums Hermann, dessen Leben im Laufe der Geschichte immer komplizierter wird.
Sehr lebhaft kann man sich auch das Setting vorstellen, teilweise liefen die Bilder wie Filmszenen vor meinen Augen ab.
„Aktion Phoenix“ ist für mich ein rundum gelungenes Werk eines Autors von dem es hoffentlich noch Einiges zu lesen geben wird.

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