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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2024

Sprung über den Mond

Ein Geschenk zur Winterzeit
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Die perfekte Familie im wunderschönen Haus und voller Glück. Doch die Fassade bröckelt und Natasha fühlt sich wie im goldenen Käfig. Als dann auch noch Moolah, das Kuscheltier ihrer Tochter Mabel, verschwindet, ...

Die perfekte Familie im wunderschönen Haus und voller Glück. Doch die Fassade bröckelt und Natasha fühlt sich wie im goldenen Käfig. Als dann auch noch Moolah, das Kuscheltier ihrer Tochter Mabel, verschwindet, kommt Natasha an ihre Grenzen und beginnt nach und nach ihr heiles Leben in Frage zu stellen.

„Ein Geschenk zur Winterzeit“ von Karen Swan erzählt die Geschichte über Verlustängste, verlorene Liebe und verzweifelte Suche nach Harmonie. Die Autorin beschreibt meiner Meinung nach eine Situation, vor der viele Frauen unbewusst stehen.
Die Geschichte ist in drei Handlungsstränge unterteilt. Einen Rückblick und die Gegenwart sowohl aus der Sicht der Protagonistin Natasha als auch von Tom Duffy, einem Bergsteiger.
Diese verschiedenen Handlungsstränge sollen die Zusammenhänge der Geschichte erklären und dienen als roter Faden.
Durch diese Handlungsstränge zieht sich die Geschichte jedoch etwas und dümpelt bis zur Hälfte bzw. bis zum letzten Viertel etwas vor sich hin. Erst nach diesem Part wird es spannend und ich wollte das Buch nicht mehr weglegen.
Die Gefühle von Nats wurden sehr nachvollziehbar beschrieben und auch die Freundschaft zu ihrer besten Freundin Helena ist als etwas besonderes beschrieben und gibt der Geschichte eine gewisse Empathie.
Mit Duffy wiederum bin ich nur recht schwer klargekommen. Er ist ein sehr introvertierter Mensch, über den man erst am Ende mehr erfährt und der dadurch erst als Mensch greifbar wird.

Alles in allem eine gute Geschichte, die zur Weihnachtszeit spielt und ein bisschen weihnachtliche Atmosphäre und Liebe vermittelt.

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Veröffentlicht am 08.01.2024

Zukunftsträume

Northern Nights (Rosenborg-Saga, Band 2)
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Die Nacht vor der Hochzeit- Louise und ihr Verlobter Mads verbringen wunderschöne Stunden kurz vor dem wichtigsten Tag ihres Lebens. Das junge Paar könnte nicht glücklicher sein. Doch dann bricht ein Feuer ...

Die Nacht vor der Hochzeit- Louise und ihr Verlobter Mads verbringen wunderschöne Stunden kurz vor dem wichtigsten Tag ihres Lebens. Das junge Paar könnte nicht glücklicher sein. Doch dann bricht ein Feuer auf Mads Weingut aus und er lässt Lou vor dem Traualtar stehen.
Monate später treffen beide wieder aufeinander und Mads hat Louises Zukunftsträume erneut in der Hand.

„Northern Nights“ von Inga Schneider ist Band 2 der Rosenborg-Saga.
Jeder Teil dieser Saga handelt von einem der Bjerregaard-Kinder und in diesem zweiten geht es um Louise.
Wer bereits Teil 1 kennt, dem begegnen hier u.a. der Protagonist des ersten Bandes, Nikolaj und der Vater der Geschwister, Hotelmogul Jørgen.
Inga Schneider beschreibt Louises aufstrebende Pläne, ihren Zukunftstraum, ein eigenes Lifestylemagazin zum Thema Nachhaltigkeit, herauszubringen. Ihren Wandel von der eingeschüchterten Maus zur selbstbewussten und toughen Geschäftsfrau kann man sehr gut nachvollziehen.
Außerdem begleitet die Geschichte der Konflikt zwischen Vater und Tochter. Dieser ist eindrucksvoll und manchmal für den Leser fast unglaublich erschreckend dargestellt. Die Autorin hat auf eindrucksvolle Weise den eiskalt-berechnenden Charakter Jørgen Bjerregaards dargestellt und es gleichzeitig geschafft, die geheimnisvolle Geschichte der Familie unterschwellig durch das ganze Buch zu transportieren. Beides sorgt dafür, dass sich der Spannungsbogen durch das ganze Buch zieht und speziell im letzten Viertel des Buches fast wie ein Krimi wirkt.
Was mir besonders gefallen hat, war die beschriebene Beziehung der Geschwister und die Bodenständigkeit, die alle drei, aber speziell Lou auszeichnet.
Auch der Charakter des Mads ist als etwas unnahbar, aber doch sensibel beschrieben. Seine zurückhaltende und selbstbewusste Art machen ihn sympathisch.
Die Beziehung von Louise und Mads ist als sehr intensiv dargestellt. Für meinen Geschmack war es manchmal etwas zu viel Liebesspiel.

Alles in allem eine schöne Fortsetzung der Rosenborg-Saga und interessant für alle, die Glanz und Glamour mögen.

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Veröffentlicht am 07.01.2024

Wahre Liebe ist wahre Liebe!

Du, ich und das glitzernde Meer
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Nele ist Single, aber dennoch wünscht sie sich nicht mehr als ein Kind. Sie entschließt sich zu einer künstlichen Befruchtung. Dabei steht ihr ihr Bruder Marco zur Seite. Um sie abzulenken und seinem eigenen ...

Nele ist Single, aber dennoch wünscht sie sich nicht mehr als ein Kind. Sie entschließt sich zu einer künstlichen Befruchtung. Dabei steht ihr ihr Bruder Marco zur Seite. Um sie abzulenken und seinem eigenen Glück auf die Sprünge zu helfen, überredet er Nele zu einem Urlaub auf Rhodos.
Dort begegnet sie Animateur Rio. Doch erfüllt dieser sämtliche Klischees oder könnte er doch der Mann fürs Leben sein?

„Du, ich und das glitzernde Meer“ ist Band 1 von Lotte Römers neuer „Liebe auf Rhodos“-Reihe.
Schon allein das traumhaft schöne Cover eines Paares, welches in den Sonnenuntergang läuft, macht auf dieses zeitgemäßen Liebesroman aufmerksam.
Die Thematik des unerfüllten Kinderwunsches in Verbindung mit dem Singlesein finde ich einen ganz wichtigen Punkt, der in der heutigen Zeit nicht mehr umstritten sein sollte und den man ansprechen dürfen muss, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Dies hat Lotte Römer mit der Hauptfiguren Nele und auch den Gesprächen zwischen Nele und ihrer Mutter und Nele und Marco authentisch beschrieben.
Die Person der Nele ist dabei menschlich beschrieben. Nele steht mit beiden Beinen im Leben, sorgt für ihren Lebensunterhalt selbstständig, hängt an ihrer Familie, hört aber auch ihre biologische Uhr ticken. Auch Neles Beweggründe, warum sie nach wie vor Single ist, finde ich gut erklärt und zum Teil auch erschreckend.
Auch Neles Bruder Marco ist ein sehr sympathischer Mensch. Innerhalb der Geschichte merkt man die innige Beziehung des Geschwisterpaares eindrucksvoll. Der unterschwellige Konflikt mit seiner Mutter fällt unter die gleiche Problematik wie Neles Kinderwunsch und auch dies sollte heutzutage normal sein.
Rio wiederum erfüllt im ersten Moment alle Klischees, doch die Autorin hat hier einen sehr sensiblen Charakter erschaffen, der der Geschichte eine gewisse Einfühlsamkeit verschafft.
Natürlich gibt es auch in dieser Geschichte das typische Auf und Ab einer solchen Story, das man vielleicht auch schon etwas vorausahnen kann, aber das finde ich nicht weiter schlimm.
Was mir auch sehr gefallen hat, war die Beschreibung der Insel und ihrer Sehenswürdigkeiten. An der ein oder anderen Stelle habe ich sogar historische bzw. kulturelle Sachen kennengelernt, die mir vorher gar nicht bekannt waren.
Die oben angesprochenen Thematiken fand ich wichtig und interessant, doch als dann auch noch der Beruf von Marcos Bekanntschaft erwähnt wurde, waren es für mich ein bisschen zu viel der gesellschaftlichen Diskussionsthemen.

Mein Fazit: Alles in allem wieder ein toller Liebesroman aus der Feder einer erfolgreichen Autorin, die für ihre wunderbaren Geschichten bekannt ist. Eine Empfehlung für alle Fans von Liebesromanen und für alle treuen Lotte Römer-Fans! Von mir gibt es dafür 4,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 03.01.2024

Kopf ausschalten und los!

Pulverschneeherzen
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Lilou, absoluter Kopfmensch, ist die heile Welt um sich leid, mit Paaren und dem Wunsch nach Enkelkindern ihrer Mutter. Macht sie sonst immer Listen über alles in ihrem Leben, bucht sie betrunken Hals ...

Lilou, absoluter Kopfmensch, ist die heile Welt um sich leid, mit Paaren und dem Wunsch nach Enkelkindern ihrer Mutter. Macht sie sonst immer Listen über alles in ihrem Leben, bucht sie betrunken Hals über Kopf eine Skireise für Singles.
Als sie schließlich am Tag der Abreise an der Bushaltestelle ankommt, erlebt sie eine Überraschung, die ihr Leben gehörig auf den Kopf stellen wird.

„Pulverschneeherzen“ von Kira Hof ist ein traumhaft schöner Weihnachtsroman im Herzen der Schweizer Alpen.
Lilou wirkte auf mich am Anfang sehr verklärt und zu organisiert. Ihre Welt besteht aus Listen und Struktur. So werden die ersten Kapitel des Buches auch noch ihrer Persönlichkeit getreu mit Listen eingeleitet. Gerade das macht die Geschichte sehr authentisch.
Nach und nach entwickelt sich Lilou bedingt durch ihre Urlaubsreise immer mehr vom Kopfmensch hin zur Spontanität und wird damit sehr menschlich und sympathisch.
Kira Hof stellt Luca zwar leicht klischeehaft vor, dennoch schafft sie es, dieses Klischee nicht vollständig zu bedienen.
Die Autorin beschreibt vielmehr den Charakter des Luca als sensiblen, familiären Menschen, dem viel an seiner gewohnten Umgebung und den Menschen darin liegt, der aber auch seinen Beruf über alles liebt.
Die Geschichte unterliegt dem allgemeinen Auf und Ab einer Liebesgeschichte. Aber durch die Nebenhandlungen um die „Gang“ wird die Geschichte nicht langweilig und vorhersehbar.
Gerade die Gang ist das ganz besondere, bringt Erfrischung und Menschlichkeit mit, die einen auch so manches Mal zum Schmunzeln bringen.

Fazit: Eine tolle Weihnachtsgeschichte mit Herz und Humor, aber auch Menschlichkeit und Zusammenhalt. Alle, die Romantik vor alpiner Landschaft mögen, sollten dieses Buch unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 03.01.2024

Unruhe im Internat

Töchter des Aufbruchs
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Ein Internat für höhere Töchter im Reichsland, inmitten der Stadt Diedenhofen - Die junge Suzette steht als Verwandte der Institutsleiterin Pauline im Fokus dieser. Als Suzette sich in den jungen Offizier ...

Ein Internat für höhere Töchter im Reichsland, inmitten der Stadt Diedenhofen - Die junge Suzette steht als Verwandte der Institutsleiterin Pauline im Fokus dieser. Als Suzette sich in den jungen Offizier Leutnant Krüger verliebt, wird sie unvorsichtig und bringt sich in Lebensgefahr.
Pauline versucht mithilfe von Krügers Chef, Suzette zu beschützen. Außerdem gibt es da noch den Gärtner Vincent, dem Krüger auch nicht unbekannt ist.

Marie Pierres „Töchter des Aufbruchs“ ist Band 1 der Reihe „Das Pensionat an der Mosel“.
Das Cover des Buchs passt zu den im Buch beschriebenen Charakteren des Pensionats und zeigt zugleich die Eckpunkte der Geschichte auf.
Das Buch beginnt mit einem Übersichtsplan der Stadt Diedenhofen, was mir sehr gefällt, da ich mir so die Handlungsorte innerhalb der Stadt besser vorstellen konnte. Auch die Vorstellung der Figuren zu Beginn des Buches gibt einen guten Überblick über die Charaktere der Geschichte. Somit ist es dem Leser möglich, die einzelnen Personen des Buches in ihren Funktionen nachzuvollziehen.
Das Buch besteht auf 44 Kapiteln, die immer zur Einleitung angeben, in welchem Zeitraum das Kapitel, an welchem Ort spielt. Somit ist immer ein roter Faden in der Geschichte erkennbar.
Marie Pierre hat es von der ersten Seite an geschafft, mich mitzunehmen. Sie stellt die Regionalität in einer besonderen Weise vor. So erklärt sie sowohl die französischen, als auch die deutschen Wurzeln der jeweiligen Figuren und bringt dabei auch den lokalen Dialekt mit ein. Das macht diese Geschichte so authentisch.
Vor allem hat aber die Figur der Pauline mich beeindruckt. Sie ist eine sehr selbstbewusste, junge Lehrerin, die genau weiß, was sie möchte und das auch gegen sämtliche gesellschaftliche Konventionen durchsetzt, dabei aber dennoch immer die Etikette wahrt.
Die ganze Geschichte ist sehr spannend angelegt, sodass es nie langweilig wird. Die Geheimnisse werden zum Teil bis zum Schluss aufrechterhalten, sodass die Geschichte auch mit einem Cliffhanger endet.
Sehr interessant sind auch die geschichtlichen Aspekte angelegt, sodass dem Leser gleichzeitig deutsche und französische Geschichte vermittelt wird, die man in der Form vielleicht in der Schule nicht gelernt hat.

Alles in allem eine absolute Leseempfehlung für all jene, die historische Romane lieben und starke Frauen mögen!

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