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Veröffentlicht am 09.07.2026

Hochzeitswirbel

Rosebay Hope - Herzklopfen in Irland
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Payden absolviert ein Fernstudium, arbeitet hauptberuflich in der Vanille Queen und hat eine kleine Tochter, Noemi. Leider ist es Payden nicht gelungen den Vater von Noemi, den sie auf einem Kongress ...

Payden absolviert ein Fernstudium, arbeitet hauptberuflich in der Vanille Queen und hat eine kleine Tochter, Noemi. Leider ist es Payden nicht gelungen den Vater von Noemi, den sie auf einem Kongress kennengelernt hat, wiederzufinden.
Das ändert sich, als sie zur Vorabsprache für eine Hochzeitstorte muss und Finnley plötzlich gegenübersitzt.

„Rosebay Hope - Herzklopfen in Irland“ von Jennifer Wellen ist Band 2 der „Rosebay Hope“ Reihe.
Ich habe mir die Hörbuch-Version, gelesen von Hannah Baus (weibliche Stimmen= und Magnus Rock (männliche Stimmen), gehört. Die beiden haben sehr entspannte Stimme und Hannah Baus ist mir bereits aus den Vorgängerromanen bekannt. Ich finde ihre Stimme wirklich angenehm und würde auch noch weitere Bücher, von ihre gelesen, hören.
Die Geschichte wird aus den Perspektiven der beiden Protagonisten Payden und Finnley erzählt.
Ich finde Payden eine sehr spannende Persönlichkeit. Wie sie Kind, Studium und Beruf zusammen wuppt, ist vorbildlich. Auch wie sie sich in Marble Hill eingelebt hat und sich trotz allem um ihre Freunde kümmert, finde ich toll.
Ganz toll finde ich auch ihre Beziehung zur Gigi. Die beiden sind wie Schwestern und fühlen sich familiär verbunden. Das merkt man den beiden an, was auch der Nebenstrang zu Gigis Vergangenheit eindrucksvoll aufzeigt.
Die Geschichte um Payden und Finnley spitzt sich von Seite zu Seite immer mehr zu. Die inneren Konflikte der beiden sind zu jeder Zeit nachvollziehbar und man fiebert richtig mit ihren Entscheidungen und Gewissensbissen mit. Einerseits sind diese verständlich, andererseits wünscht man sich oftmals ein klärendes Gespräch, was vielleicht ein bisschen realitätsnäher gewesen wäre, allerdings nicht so viel Spannung zum Schluss eingebracht hätte.
Absolut unsympathisch war mir von Anfang an Alice. Hier muss ich sagen, dass mir die Stimmfarbe, die Hannah Baus bei ihr genutzt hat, auch sehr anstrengend vorkam. Ein bisschen übertrieben fand ich auch den Konflikt zwischen Tristan und Finnley, die ja eigentlich sehr gute Freunde sind.

Mein Fazit: Marble Hill und das Rosebay sind immer wieder einen Ausflug wert. Vor allem die Bewohner habe ich mittlerweile ins Herz geschlossen und so war auch die Geschichte um Payden und Finnley eine wunderbare, die ich genossen habe.
Ich hoffe, auf ein Wiedersehen in Marble Hill und kann mir vorstellen, dass Mave dabei eine Hauptrolle spielen wird.
Von mir gibts 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Heidelbeeren, Strand und Bücher

Himmelsee – Wo der Wind von Liebe erzählt (Himmelsee 2)
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Astrids Leben ist ihr Büchergeschäft „Bücherhimmel“ im beschaulichen Urlaubsort Himmelsee an der Ostseeküste. Hier gehen Einheimische als auch Touristen tagtäglich ein und aus. Darunter auch ein junger, ...

Astrids Leben ist ihr Büchergeschäft „Bücherhimmel“ im beschaulichen Urlaubsort Himmelsee an der Ostseeküste. Hier gehen Einheimische als auch Touristen tagtäglich ein und aus. Darunter auch ein junger, introvertierte Urlauber, der sich zum täglichen Besucher mausert, aber auch zu einem Lieblingskunden Astrids. Als dieser sich als Bestsellerautor herausstellt, ist Astrid begeistert. Doch Thore leidet unter einer Schreibblockade. Astrids Helferinstinkt ist geweckt und sie versucht Thore von dieser zu überwinden, indem sie ihm die schönen Dinge des Lebens zeigen möchte.

„Himmelsee - Wo der Wind von Liebe erzählt“ ist Band 2 der Reihe „Himmelsee“ von Tanja Janz.
Wer Tanja Janz kennt, der kennt auch ihre St. Peter-Ording-Reihe. Ich gebe zu, dass ich mittlerweile in Himmelsee genauso gern zu Besuch bin, wie in St. Peter-Ording. 
Auch diese Reihe baut aufeinander auf, dennoch ist es problemlos möglich, die Bücher unabhängig zu lesen.
Ich liebe ja Reihen, in denen man nach und nach die Geschichten der Einwohner kennenlernt und so ist es hier Buchhändlerin Astrid, die bereits im ersten Roman eine Nebenfigur war.
Astrid ist eine junge Frau, die mit ihrer ruhigen und bescheidenen Art begeistert. Zwischen rauschenden Wellen, weißen Sandstränden und den wiegenden Wäldern ist sie zu Hause und diese Begeisterung merkt man der Figur an. Tanja Janz ist es wieder einmal gelungen, dass man sich von der ersten bis zur letzten Seite wohlfühlt und in Urlaubsstimmung kommt. Auch der Zusammenhalt zwischen Eltern, Familie, Freunden und Einwohnern ist wieder einmal sehr schön beschrieben.
Thore ist ebenso ein besonderer Mensch. Seine Geschichte ist eine Geschichte, die vermutlich viele schon erlebt hab, egal ob in einer Kreativbranche tätig oder in einer anderen. Es ist eine Geschichte, die erzählt, wie es ist, wenn die „Luft raus“ ist, wenn man sich versuchen muss, auf die wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren bzw. rausfinden muss, was für einen jeweils die wichtigen Dinge sind.
Sicher ist es auch eine Idealstory, denn immer, wenn sich ein Problem auftut, gibt es eine perfekte Lösung. Aber so etwas gehört für mich, bei solchen Romanen dazu. Probleme gibt es im wahren Leben schon genug, umso schöner, wenn sie hier schnell gelöst werden.

Mein Fazit für diesen Roman: Wer Tanja Janz’ Romane mag, den Alltag gerne vergessen will und sich in einem Urlaubsort heimisch fühlen möchte, der möge einen Abstecher nach Himmelsee machen. Ruhe, familiäre Atmosphäre und auch Entspannung sind möglich und vermutlich auch ein kleines bisschen Herzschmerz.

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Auf den Hund gekommen

Sommer fühlt sich an wie Zuhause
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Essies Leben steht Kopf, nachdem sie ihren Job verloren hat und sich ihre Wohnung in Edinburgh nicht mehr leisten kann. Da ihr Vater und ihr Freund ihr nicht wirklich eine Hilfe dabei sind, einen neuen ...

Essies Leben steht Kopf, nachdem sie ihren Job verloren hat und sich ihre Wohnung in Edinburgh nicht mehr leisten kann. Da ihr Vater und ihr Freund ihr nicht wirklich eine Hilfe dabei sind, einen neuen Job zu kriegen oder bei ihnen unterzukommen, flüchtet sich Essie wohl oder übel zurück zu ihrer Mutter aufs Land. Die wiederum ist glücklich mit ihrem Leben dort vor Ort und ihrem kleinen Häuschen, das für sie nach ihrer Trennung eine Art Hoffnungsschimmer darstellte. Das ist der Beginn eines schwierigen Zusammenlebens.

„Sommer fühlt sich an wie Zuhause“ von Jenny Colgan ist wieder ein Roman, der an der schottischen Küste spielt und damit eine wunderschöne Wohlfühlatmosphäre bietet.
Ich freue mich immer riesig über neue Bücher von Jenny Colgan, weil sei einfach zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Dennoch haben mich ihre letzten Romane doch eher enttäuscht und hierbei war es wieder ähnlich. Ich bin sogar beim Lesen eingeschlafen, was mir früher bei den Büchern der Autorin nie passiert wäre.
Ich bin mir auch nicht sicher, was Jenny Colgan mit der Geschichte erzählen will.
Es geht um eine verkorkste Mutter-Tochter-Beziehung, in der unterschiedliche Wahrnehmungen herrschen. Es geht aber auch um eine Mutter, die sich nach der Trennung ein neues Leben aufgebaut hat und auf diese Unabhängigkeit verdient stolz ist.
Es geht aber auch um eine Tochter, die sich von ihrem alten Leben verabschiedet hat und die Menschen aus ihrer alten Heimat in eine Schublade der einfachen Landbevölkerung gepackt hat, die sie nun wieder öffnen muss, um sie umzusortieren.
Gleichzeitig lernt man aber auch den Zusammenhalt von Janeys Mutter und ihren Freunden, Nachbarn und Kollegen kennen, der viel Kraft gibt und ihr eine Rückzugsmöglichkeit bietet.
Janey wiederum ist aber auch wieder auf der Suche nach der Liebe und findet dabei zu sich selbst, zu ihrem Körper und der Liebe.
Das ganze beinhaltet eine Rahmenhandlung um einen Wurf Hundewelpen, die die Menschen in diesem Buch verbinden und zusammenschweißen. Gleichzeitig helfen sei dabei, Vorurteile abzubauen.

Alles in allem ist das Buch ein Roman mit viel Inhalt, viel Oberfläche und der Suche nach der Tiefe. Die Wohlfühlatmosphäre, die ich sonst von Jenny Colgan gewohnt bin, hat sich nicht aufgebaut und somit zog sich das Buch eher schleppend. Daher vergebe ich drei Sterne.

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Wahre Charaktere

Building Trust
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Phyn ist ein introvertierter Mensch, die sich zwischen und in Büchern am wohlsten fühlt. Ihr Herz hat sie an den ältesten Bevyn Bruder, Gideon verschenkt, der von seinem Glück jedoch nichts weiß.
Als Phyns ...

Phyn ist ein introvertierter Mensch, die sich zwischen und in Büchern am wohlsten fühlt. Ihr Herz hat sie an den ältesten Bevyn Bruder, Gideon verschenkt, der von seinem Glück jedoch nichts weiß.
Als Phyns Mutter sich erneut zur Wahl als Senatorin in New York stellt, rückt Phyn in den Fokus der Öffentlichkeit. Durch diesen Druck kommt es dazu, dass sie im familieneigenen Unternehmen eine Führungsposition bekommt. Gezwungenermaßen arbeitet sie dabei mit Gideons kleinem Bruder zusammen, der diese Zusammenarbeit gleichzeitig mit einer raffinierten Idee verbinden will.

„Building Trust“ von April Dawson ist der zweite Band der Trilogie um die „Bevyn Boys“.
In diesem zweiten Band stehen Phyn und Adric, die auch schon im ersten Band eine Nebenrolle haben, im Fokus der Erzählung.
Auch wenn dieser Band ähnlich beginnt, wie der erste, empfand ich ihn dennoch komplett anders. Während Marissa erfrischend und schlagfertig war, sind mir hier zwei Charaktere begegnet, die introvertiert und ein wenig geheimnisvoll erscheinen. Hier geht es um ganz viel Gefühl, vor allem Feingefühl, Wünsche, Träume und Erwartungen. Es geht hier viel weniger um die eigenen Erwartungen, als um die, anderer Menschen. Es geht um den Druck der eigenen Familie, aber auch der Öffentlichkeit. Es geht darum, den schönen Schein zu wahrend, während sich hier zwei Menschen völlig verlieren und ihrem eigenen Ich untreu werden.
Ich fand diese Aspekte sehr berührend, zeigen sie doch auch auf, dass hinter einer schönen Fassade nicht alles perfekt ist und welchen Einfluss die Medien auch nach wie vor auf das Leben erfolgreicher Familien haben.
Gleichzeitig lernt man hier aber auch sehr viel Familienbande und echt Freundschaften kennen.
Adric ist ein sehr erstaunlicher Charakter mit sehr viel Tiefe. Wirkt er oberflächlich und arrogant, entwickelt er sich im Verlauf der Story immer mehr zu einem verletzlichen Menschen, der seine eigenen Bedürfnisse verdrängt hat.
Gerade diese Entwicklung ist der perkfekte Part zur ebenso sensiblen Phyn. Es entwickelt sich hier eine perfekte Symbiose einer Freundschaft hin zu einem schlagkräftigen Duo.
Wichtige Nebenstränge waren für mich das Verhalten von Gideon Bevyn, aber auch von Senatorin Pearce. Diese empfand ich als wichtigen belehrenden Part.
Den Immobilienzweig habe ich in diesem Band nur als recht unscheinbaren Nebenpart wahrgenommen, was aber auch nicht schlimm war. Beeindruckend fand ich ihn dennoch nach wie vor.

Mein Fazit: Ein toller Anschluss an den ersten Band, der wirklich absolut gefühlvoll ist, aber auch eine Art Vorbildfunktion beschreibt, sich nicht dem Druck der Gesellschaft anzupassen.

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Veröffentlicht am 27.06.2026

Die Gesellschaft im Mittelalter

Der Gesang des Falken
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Frankreich 1514: Marcelle ist die uneheliche Tochter eines italienischen Adligen. Als solche ist es ihr dennoch vergönnt, als Hofdame von Königin Claude dienen zu dürfen. Dabei bekommt sie allerlei Verstrickungen ...

Frankreich 1514: Marcelle ist die uneheliche Tochter eines italienischen Adligen. Als solche ist es ihr dennoch vergönnt, als Hofdame von Königin Claude dienen zu dürfen. Dabei bekommt sie allerlei Verstrickungen der höfischen Gesellschaft mit und freundet sich mit der Engländerin Anne Boleyn an.

„Der Gesang des Falken“ von Lea Gerstenberger ist ein Mittelalterroman über höfische Sitten und Verstrickungen.
Was habe ich erwartet? Um ehrlich zu sein hatte ich mir die Geschichte der Anne Boleyn erwartet, was nicht der Fall war. Dennoch war das absolut nicht negativ. 
Im Fokus steht hier Marcelle, ihre Herkunft, die Freundschaft zu Anne und zu ihrem Jugendfreund Jean. Weiterhin lernt der Leser weitere historische Persönlichkeiten kennen, u.a. Leonardo da Vinci.
Der Titel wiederum bildet quasi die Grundlage der Freundschaft zwischen Marcelle und Jean, spielt aber eher eine untergeordnete Rolle.
Mit den weiblichen Charakteren Marcelle, Anne, Francoise, aber auch Königin Claude lernt man starke Persönlichkeiten kennen, denen ihre Rolle in der Gesellschaft durchaus bewusst ist, dennoch lassen sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen und stehen „ihre Frau“. Wobei ich bei Francoise teilweise nicht wusste, ob ich sie für ihre Standhaftigkeit bewundern soll oder ob ich sie für ihr Leben bedauern soll. Hierbei muss sich jeder Lesende seine eigene Meinung bilden.
Im Verlauf der Geschichte sind einige Szenen dabei, die emotional sehr berührend sind bzw. es in sich haben.
Spannend fand ich auch die Liebesirrungen und -wirrungen der Adligen. Ebenso spannend fand ich die Beziehung zwischen Jean und seinem Vater, aber auch zwischen Marcelle und ihrem Vater. Obwohl wir uns mit der Geschichte im 16. Jahrhundert befinden, finde ich beide Väter recht fortschrittlich.
Leonardo da Vinci war auch interessant beschrieben. Ich habe bisher noch keinen Roman gelesen, in der er vorgekommen ist, weshalb es für mich interessant war, einige über ihn uns sein Leben aus Romanperspektive zu erfahren.

Mein Fazit: Ich lese recht selten mittelalterliche Romane, aber dieser war wirklich interessant. Die Damen der Geschichte würden für mich sogar teilweise noch als heutiges Vorbild, weshalb ich diese Figuren wirklich geschätzt habe. Einzig hätte ich mir mehr Hinführung zum Prolog gewünscht, denn das bleibt im Verborgenen.
Wer also historische Romane mag, ist hier richtig.

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