Profilbild von LadyIceTea

LadyIceTea

Lesejury Star
offline

LadyIceTea ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LadyIceTea über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2025

Leider nur 3,5 Sterne

We hunt the Flame
0

Die Jägerin Zafira kann nur als Mann verkleidet im verfluchten Wald des Arz ihr Volk beschützen. Wird sie als Frau entlarvt, droht ihr Verbannung oder Schlimmeres.
Als Prinz des Todes ist es Nasirs Aufgabe, ...

Die Jägerin Zafira kann nur als Mann verkleidet im verfluchten Wald des Arz ihr Volk beschützen. Wird sie als Frau entlarvt, droht ihr Verbannung oder Schlimmeres.
Als Prinz des Todes ist es Nasirs Aufgabe, alle zu vernichten, die töricht genug sind, sich seinem tyrannischen Vater zu widersetzen. Niemals darf er Mitgefühl zeigen, denn sonst wird er selbst zum Opfer des grausamen Königs.
Gegen ihren Willen sind Zafira und Nasir Legenden im Königreich Arawiya. Als sich ein Krieg zusammenbraut und der Arz mit jedem Tag näher rückt und das Land in Schatten hüllt, bricht Zafira zu einer gefahrvollen Suche auf. Ein verlorenes Artefakt könnte den Fluch des Arz brechen. Doch auch Nasir wird auf eine ganz ähnliche Mission geschickt. Sein Auftrag: das Artefakt finden – und Zafira töten.

„We hunt the flame“ von Hafsah Faizal klang richtig gut und wurde auch auf Social Media wirklich angepriesen. Leider konnte mich das Buch dann aber doch nicht vollends überzeugen.
Wir erleben die Geschichte aus den Erzählperspektiven unserer Hauptfiguren Zafira und Nasir. Sie stammen aus sehr unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und dazu noch anderen Bereichen des Landes.
Die Autorin hat eine arabische Welt geschaffen und sich bemüht, eigene Redewendungen, Worte und Wesen zum Leben zu erwecken. Ich spreche kein Arabisch aber was ich den anderen Rezis entnehmen konnte, sind viele Begriffe Arabisch oder dem angelehnt.
Mir persönlich hat es den Lesefluss genommen, wenn die Begriffe aufgetaucht sind. Beim E-Book ist das Glossar am Ende und das dahinblättern eher lästig als nützlich. Manche Redewendungen waren passend und haben mich nicht gestört aber die meisten anderen Worte leider schon.
Das Buch ist nicht nur eine slow burn Romance, sondern allgemein sehr slow burn.
Der Leser lernt nämlich erst mal die Welt kennen, Zafiras Leben dort und warum sie die Jägerin ist, Nasirs leben als Haschaschine (die Autokorrektur schlägt Waschmaschine vor) und was es mit der fehlenden Magie, dem bösen Wald genannt Arz auf sich hat und dann erst geht es langsam auf die Reise.
Versteht mich nicht falsch. Das sind alles wichtige Themen, die auch wirklich interessant sind aber es fehlte ein wenig an Tempo dabei. Es passiert zu wenig am Anfang.
Nach und nach nimmt das Buch dann Fahrt auf und nach etwas mehr als der Hälft geht’s dann richtig los.
Ein paar Ereignisse sind typisch Fantasy und dadurch vorhersehbar aber ich wurde auch ein paar mal überrascht und war vor allem von den neu hinzukommenden Figuren und Wesen fasziniert.
Insgesamt haben die Geschichte und die Welt, die die Autorin erschaffen hat, wirklich Potenzial und besonders Zafira ist mir ans Herz gewachsen aber irgendwie fehlte es mir an Tempo und Pepp. Dazu stockte der Lesefluss durch die fremden Begriffe.
So konnte mich das Buch leider nicht komplett überzeugen, obwohl der Ansatz echt gut ist.
Ob ich aber die Fortsetzung lese, weiß ich noch nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2025

Abgebrochen

In Zeiten des Todes
0


Als an einem bitterkalten Januarabend die Leiche einer jungen Prostituierten gefunden wird, steht Commissario Luther Krupp vor der größten Herausforderung seiner Karriere. Er ist noch nicht lange im Dienst ...


Als an einem bitterkalten Januarabend die Leiche einer jungen Prostituierten gefunden wird, steht Commissario Luther Krupp vor der größten Herausforderung seiner Karriere. Er ist noch nicht lange im Dienst und im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen hält er sich ans Gesetz. Er will den Fall nicht zu den Akten legen. Zum Glück hat Krupp die unerschrockene Streifenpolizistin Arianna Lici an seiner Seite. Bald wird ihnen klar: Sie sind einem grausamen Serienmörder auf der Spur. Damit sind sie nicht allein. Ein junger Reporter der Stadtzeitung beginnt ebenfalls, die Hintergründe des Falls zu recherchieren. Gemeinsam stoßen sie auf eine lange Reihe ungeklärter Mordfälle. Da wird eine zweite junge Frau getötet. Und sie ahnen: In dieser Stadt klafft ein tiefer Abgrund zwischen Recht und Gerechtigkeit.

„In Zeiten des Todes“ von Luca D’Andrea klang vom Klappentext her richtig spannend.
Ein motivierter Polizist, der es noch wissen will. Dazu eine mutige Ermittlerin an seiner Seite und ein junger Reporter, der das Ganze noch mal aus einem anderen Blickwinkel sieht.
Ich war richtig gespannt, aber leider hat es mir der Schreibstil total versaut.
Ich versuche Bücher immer so weit zu lesen, wie es erträglich ist und selbst Bücher, die mich nicht voll überzeugen, zu beenden aber hier ging es einfach nicht.
Ich bin nicht in den Schreibstil reingekommen. Zu viele Figuren und Orte, die alle blass und leblos aber gleichzeitig unsympathisch geblieben sind. Viele nebensächliche Details, Erzählwechsel und über allem leider der Stil des Autors, der mich nicht mitnehmen konnte.
Vielleicht tue ich dem Autor Unrecht und es liegt zusätzlich an der Übersetzung.
Die Geschichte hat sich für mich zu sehr in die Länge gezogen und ist dabei farblos geblieben.
Ich hab nach etwa einem Drittel aufgegeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2025

Tolle Anregungen für den Alltag

Stell dir vor, es ist Alltag, und du freust dich drauf
0

22 Autorinnen der christlichen Frauenzeitschrift JOYCE erzählen, was ihnen dabei hilft, den Alltag wertzuschätzen, Gott darin zu entdecken und ihn mit neuen Augen zu betrachten. Persönliche Erfahrungen, ...

22 Autorinnen der christlichen Frauenzeitschrift JOYCE erzählen, was ihnen dabei hilft, den Alltag wertzuschätzen, Gott darin zu entdecken und ihn mit neuen Augen zu betrachten. Persönliche Erfahrungen, Gedankenimpulse und praktische Tipps und Ideen bieten viele Anregungen, die man selbst ausprobieren und umsetzen kann.

„Stell dir vor, es ist Alltag und du freust dich drauf“ aus dem SCM-Verlag hat mich sofort mit seinem Titel neugierig gemacht. Denn wer kennt es nicht, dass der Alltag einfach so an einem vorbeifliegt und man grade die Routinemomente und Normalitäten nicht mehr so wahrnimmt.
Das kleine Hardcoverbuch ist haptisch und optisch toll gestaltet. Pro Kapitel kommt eine Autorin zu Wort. Jedes Kapitel ist mit schöner Schrift und passenden Bildern gestaltet.
Die Autorinnen erzählen von ihrem Alltag und allem, was dazu gehört und sie erzählen, wie sie sich besondere Momente, kleine Inseln und geliebte Routinen schaffen, die sie den Alltag bewusster erleben lassen. Und sie erzählen, wie und wo sie überall in ihrem Alltag Gott entdecken und erleben.
Dieses Buch ist kein Ratgeber im klassischen Sinne. Ich hatte eher das Gefühl, als würde eine Freundin mir von sich erzählen und mir so ihre Tipps verraten.
Tolle Anregungen für den Alltag, die mich motivieren, mal genauer hinzusehen und alles bewusster anzugehen, auch wenn es nur die kleinen Routinen und Alltäglichkeiten sind.
Eignet sich durch die hochwertige Aufmachung auch super als Geschenk.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 15.02.2025

Süß und tiefgründiger als erwartet

Die Straßenkatzen von Manila
0


Übermütige Streuner, denen man nachsagt, sie hätten sieben Leben, das sind die Hauptfiguren dieser Geschichte. Sechs Katzen – die Weiße, das Duo, der Pirat, die Prinzessin und Batman –, aus deren Leben ...


Übermütige Streuner, denen man nachsagt, sie hätten sieben Leben, das sind die Hauptfiguren dieser Geschichte. Sechs Katzen – die Weiße, das Duo, der Pirat, die Prinzessin und Batman –, aus deren Leben uns der philippinische Künstler Archie Oclos erzählt.
Katze - Straße - Abenteuer
Drei Worte. Für jede Illustration. Für jede Seite. Begleiten Sie die Vierpföter auf ihren Wegen durch die verwinkelten Gassen rund ums Jeepney-Terminal, zu einer Reifenwerkstatt, einer Garküche, einer Mall und anderen Orten quer durch die Stadt. Wie schauen sie auf die Welt? Was erleben jene, die sich auf der Straße behaupten müssen?

Ich bin ohne spezielle Erwartungen an die Graphic-Novel „Die Straßenkatzen von Manila“ von Archie Oclo herangegangen. Ich dachte an süße Zeichnungen von Katzen in verschiedenen Situationen und Szenen. Genau das ist es auch. Aber durch diese drei Worte, die jede Szene begleiten, bekommt alles eine gewisse Tiefgründigkeit.
Die drei Worte beschreiben nicht nur Dinge, die man sieht, sondern auch Bedeutungen oder Hintergründe.
Vieles habe ich davon nicht sofort verstanden oder übersehen. Der Autor geht aber am Ende auf jedes Kapitel ein und erklärt die Hintergründe und seine Gedanken dazu. So erfährt man als Leser in kurzen Texten erstaunlich viel über das Leben in Manila.
Die wunderschönen Zeichnungen laden sowieso zum erneuten Durchblättern ein aber mit den Erläuterungen im Hinterkopf betrachtet man die Szenen dann noch mal mit anderen Augen.
Mir hat es richtig gut gefallen und ich weiß auch schon, dass ich es zeitnah für jemanden kaufen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2025

Ich wünschte, es wäre Fiktion

Im Namen der Barmherzigkeit
0

Im Namen der Barmherzigkeit nimmt die steirische Bauernfamilie Kellerknecht jedes Jahr ein Pflegekind auf. So kommt die knapp dreijährige Steffi in den Siebzigerjahren auf den abgelegenen Bauernhof. Zwischen ...

Im Namen der Barmherzigkeit nimmt die steirische Bauernfamilie Kellerknecht jedes Jahr ein Pflegekind auf. So kommt die knapp dreijährige Steffi in den Siebzigerjahren auf den abgelegenen Bauernhof. Zwischen den anderen Pflegekindern lernt sie schnell, dass sie für ihre kargen Mahlzeiten und das Etagenbett in der Dachkammer hart schuften muss, und zwar barfuß. Ab ihrem neunten Lebensjahr wird Steffi vom Bauern regelmäßig missbraucht. Mit fünfzehn ist sie schwanger und wird in ein Kloster abgeschoben, wo sich barmherzige Nonnen um ledige junge Mütter kümmern. Steffi will ihrem Kind eine bessere Kindheit bieten und macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter.

Hera Lind hat sich mit „Im Namen der Barmherzigkeit“ an eine unglaublich bewegende und leider wahre Geschichte gewagt. Im Nachwort schreibt sie selbst, dass sie sich lange nicht an dieses Thema herangetraut hat und doch Steffis Geschichte erzählen wollte.
Ich bin ein großer Fan von wahren Begebenheiten, aber dies ist eins der Bücher, bei denen ich mir wünschte, es wäre Fiktion.
Zunächst zum Buch an sich. Hera Lind hat mich auch dieses Mal direkt mitgenommen. Sie bleibt ihrem Schreibstil treu und beschreibt Orte, Personen und Geschehnisse nicht nur interessant und spannend, sondern zeitlich passend und vor allem real, so dass eben kein Gefühl von Fiktion entsteht. Grade bei diesem Buch war das zeitweise fast unerträglich.
Hera Lind erzählt die Geschichte von Steffi. Einem Mädchen, welches nur Minuten nach der Geburt von ihrer Mutter abgelehnt wird und im Kinderheim aufwächst.
Sie kommt auf einen Bauernhof zu einer „guten katholischen“ Familie, die zu jedem ihrer eigenen Kinder ein Pflegekind aufnimmt, um Gott zu dienen.
Doch leider trügt der Schein und die Pflegekinder werden wie Sklaven für die Hofarbeit herangezogen. Sie bekommen nur das Nötigste, während die eigenen Kinder verwöhnt werden. Sie dürfen nicht einmal Schuhe tragen oder Spielzeuge besitzen, denn diese sind nur für die „echten“ Kinder. Leider bleibt es nicht nur bei der harten, unmenschlichen Arbeit. Kaum ist Steffi in der Pubertät, wird die täglich aufs schlimmste missbraucht.
Auch, als sie dem endlich entkommen kann, wird ihr Leben nicht einfacher. Sie wird schwanger und kommt in einem Kloster unter. Doch kaum hat sie entbunden, wartet ihre leibliche Mutter auf sie und auch diese meint es nicht gut mit ihr.
Aber Steffi ist stark und kämpft und sie hat nun eine starke Frau an ihrer Seite. Die Ärztin Karin Winkler bleibt ihre Unterstützung und wird später zu einer guten Freundin.
Steffi hat so unsagbares durchgemacht, dass dieses Buch mich bis in meine Träume begleitet hat. Ihre Geschichte muss erzählt werden und zum Glück gelingt es Hera Lind, dass dieses Buch nicht einfach ein schrecklicher Bericht ist, sondern ein Schicksalsroman der besonderen Art.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere