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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2021

Der Zerfall einer Familie

Die Überlebenden
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Die Brüder Pierre, Benjamin und Nils sind „Die Überlebenden“ einer Familie. Ihre Geschichte wird in zwei Zeitsträngen, die vorwärts beziehungsweise rückwärts erzählt werden und sich quasi immer mehr annähern ...

Die Brüder Pierre, Benjamin und Nils sind „Die Überlebenden“ einer Familie. Ihre Geschichte wird in zwei Zeitsträngen, die vorwärts beziehungsweise rückwärts erzählt werden und sich quasi immer mehr annähern ,das hatte ich in der Art bisher noch nicht.

Die Geschichte einer Familie, die durch exzessiven Alkoholgenuss, Gewalt, Sprachlosigkeit,aber auch teilweise liebevolle Szenen geprägt ist, verlangt dem Leser einiges ab. Meine Gefühle wechselten zwischen Entsetzen, Fassungslosigkeit und kleinen hoffnungsvollen Momenten.

Im Mittelpunkt steht ein Ereignis in der Vergangenheit, welches das Familienleben völlig aus der Spur brachte. Was das war, das wurde erst ganz zum Schluss aufgelöst und zwar auf eine Weise, die die Geschichte völlig auf den Kopf stellte.

Ich habe das Buch mit großer Spannung gelesen und wurde durch das Ende total überrascht und geflasht.

Veröffentlicht am 13.09.2021

Spannend und gruselig

Die Todesbeigaben: Thriller
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Inhalt übernommen:

In der Friedenskirche des seit dem Zweiten Weltkrieg verlassenen Dorfes Döllersheim wird ein Leichnam gefunden. Die Tote ist übel zugerichtet und verbirgt eine Botschaft des Mörders ...

Inhalt übernommen:

In der Friedenskirche des seit dem Zweiten Weltkrieg verlassenen Dorfes Döllersheim wird ein Leichnam gefunden. Die Tote ist übel zugerichtet und verbirgt eine Botschaft des Mörders in ihrem Brustkorb.
Abteilungsinspektorin Susanne Kriegler vom LKA Wien Süd begibt sich auf die Jagd nach dem Täter. Doch noch während die Ermittlungen anlaufen, verschwindet das nächste potenzielle Opfer. Alle Spuren verlaufen im Nichts, bis Susanne selbst in den Fokus des Psychopathen gerät, der gnadenlos auf Rache sinnt. Susanne muss eine Entscheidung treffen, die ihr beruflich wie auch privat den Boden unter den Füßen wegzureißen droht.

Meine Meinung:

Schon im Prolog wurde Spannung aufgebaut, so mag ich es. Die kurzen Abschnitte wechselten zwischen Vergangenheit, in welcher man tiefe Einblicke in die Psyche des Täters bekam und der Gegenwart.Die Tatorte,sogenannte Lost Places waren gut gewählt und erzeugten ein gewisses Gruselgefühl. Obwohl das ungleiche Ermittler Team unter Hochdruck agierte ,schien der Täter immer eine Nasenlänge Vorsprung zu haben. Als auch die ermittelnde Kommissarin in seinen Fokus gerät, spitzt sich die Sache zu. Im spannenden Count-down werden alle Fragen geklärt.

Es gefiel mir gut, dass quasi zur Entspannung der Leser zwischen den gruseligen Szenen immer wieder humorvolle Aspekte eingebaut wurden.

Fazit:

Es war für mich das erste Buch dieser Autorin,aber definitiv nicht das letzte. Von mir eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 12.09.2021

Ein Neuanfang für Johanna

Für Glück ist es nie zu spät
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Die erste Szene spielt an einem ungewöhnlichen Ort, auf einem Friedhof. Die Protagonistin Johanna trägt ihren Mann zu Grabe, sie nimmt Abschied von einer Ehe, die schon lange keine mehr war.

Als sie danach ...

Die erste Szene spielt an einem ungewöhnlichen Ort, auf einem Friedhof. Die Protagonistin Johanna trägt ihren Mann zu Grabe, sie nimmt Abschied von einer Ehe, die schon lange keine mehr war.

Als sie danach zu Hause die Trauerkarten liest, sticht ein Brief besonders ins Auge, er enthält neben aufmunternden und tröstenden Worten, ein Notizbuch und stammt von ihrer Freundin Ines, zu der sie schon lange keinen Kontakt mehr hat. Sie erinnert sich, dass sie in der Vergangenheit immer ihre Gedanken einem Tagebuch anvertraut hat und das tut sie nun auch wieder. So erfährt man beim Lesen (wobei sie auch ihre alten Tagebücher zu Rate zieht) einiges aus ihrer Vergangenheit, nimmt aber auch an ihren Zukunftsplänen teil.

Die Autorin breitet auf eine lockere, leichte aber auch öfter sehr nachdenklich machende Weise, Johannas altes und neues Leben vor den Lesern aus. Dabei lernt man etliche neue Menschen kennen, es gibt aber auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten der Protagonistin. Neben Johanna, haben mir besonders Pauline und die kleine Mia, die mit ihren klugen Sprüchen mich oft zum schmunzeln brachte, gefallen.Ich habe mich in der Geschichte rundum wohl gefühlt und auch die ein oder andere Parallele zu meinem eigenen Leben gefunden.

Die Geschichte macht Mut und vermittelt die Erkenntnis, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist.

Zum Schluss bleibt mir nur noch das tolle Cover zu loben,es passt sowohl von der Farbgebung als auch der Gestaltung wunderbar zum Buch.

Fazit:

Eine Empfehlung für ein absolutes Wohlfühlbuch.

Veröffentlicht am 11.09.2021

Eine Familie wächst zusammen

Wo auch immer ihr seid
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Inhalt übernommen: Sie ist dreißig Jahre alt und heißt Kiều, so wie das Mädchen im berühmtesten Werk der vietnamesischen Literatur. Doch sie nennt sich lieber Kim, weil das einfacher ist für ihre Freunde ...

Inhalt übernommen: Sie ist dreißig Jahre alt und heißt Kiều, so wie das Mädchen im berühmtesten Werk der vietnamesischen Literatur. Doch sie nennt sich lieber Kim, weil das einfacher ist für ihre Freunde in Berlin. 1968 waren ihre Eltern aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Für das, was sie zurückgelassen haben, hat sich die Journalistin nie interessiert. Im Gegenteil: Oft hat sie sich eine Familie gewünscht, die nicht erst deutsch werden muss, sondern es einfach schon ist. Bis zu jener Facebook-Nachricht. Sie stammt von ihrem Onkel, der seit seiner Flucht in Kalifornien lebt. Die ganze Familie soll sich zur Testamentseröffnung von Kiềus Großmutter treffen. Es wird eine Reise voller Offenbarungen - über ihre Familie und über sie selbst. Meine Meinung: In dem vorliegenden Buch hat die Autorin auf eine beeindruckende Weise ihre Familiengeschichte verarbeitet. Es wird im Wechsel aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, wobei die Protagonistin aus der Ich- Perspektive erzählt, während die anderen Beiträge in der Erzählperspektive präsentiert werden. Der ständige Wechsel von Perspektive und Zeit erfordert äußerste Konzentration beim Lesen ,die jedoch durch eine beeindruckende Lebensgeschichte belohnt wird. Bei dem Familientreffen nach langer Zeit, geht es um alte Konflikte und neue Herangehensweisen, die ausgiebig diskutiert werden. Als ganz zum Schluss das letzte Vermächtnis Der Großmutter präsentiert wird, bedeutet dies für die gesamte Familie eine große Überraschung,mit der niemand gerechnet hätte. Fazit: Ein beeindruckendes Werk einer neuen Autorin,was mich sehr nachdenklich zurückläßt.

Veröffentlicht am 09.09.2021

Spannend und humorvoll zugleich

Salzburger Rippenstich
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Inhalt übernommen:

Ein Toter mit entstelltem Gesicht: In Grödig am sagenumwobenen Untersberg ist das Verbrechen angekommen. Noch bevor Arzthelferin Rosmarie Dorn den ersten Mord beweisen kann, taucht ...

Inhalt übernommen:

Ein Toter mit entstelltem Gesicht: In Grödig am sagenumwobenen Untersberg ist das Verbrechen angekommen. Noch bevor Arzthelferin Rosmarie Dorn den ersten Mord beweisen kann, taucht die zweite Leiche auf. Die Spuren führen in die Vergangenheit des unbeliebtesten Dorfbewohners. Will er den Tod seiner Mutter rächen? Viel Zeit bleibt Rosmarie nicht, denn das Sterbedatum für Opfer Nummer drei steht bereits fest: »Die Wilde Jagd vom Untersberg« im Advent. Aber dann passiert Rosmarie ein verhängnisvoller Fehler

Meine Meinung:

Ich habe schon lange keinen Krimi gelesen, bei dem ich so viel geschmunzelt und teilweise laut gelacht habe und der trotzdem durchgehend spannend war. Als der erste Tote gefunden wird und die Polizei keine wesentlichen Erfolge vorweisen kann, nimmt die couragierte Arzthelferin Rosmarie die Sache selbst in die Hand und treibt die Ermittlungen voran. Nach und nach werden auch der Rest ihrer Familie, Freunde und etliche Patienten mit einbezogen und tragen auf ihre Weise zum Gelingen bei.

Die einzelnen Personen werden so gekonnt gezeichnet, dass man sie deutlich vor Augen hatte (großes Kopfkino).Die Auswahl war groß,von dem Hypochonder,der mit immer neuen Krankheiten die Praxis aufsuchte,über die geschwätzige Postbotin, für die das Postgeheimnis ein Fremdwort war, gab es die skurrilsten Typen.Zum Schluss erklärt sich auch das ausgefallene, schöne Cover.

Fazit:

Das Buch war spannende Unterhaltung und intensives Lachmuskeltraining in einem, ich kann es sehr empfehlen.