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Veröffentlicht am 19.09.2019

Die letzte Grubenfahrt

Zechentod
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Inhalt übernommen:
Schicht im Schicht: Wenn die letzte Steinkohlenzeche Prosper Haniel in Bottrop schließt, ist Schicht im Schacht: die optimale Gelegenheit, offene Rechnungen zu begleichen, bevor die ...

Inhalt übernommen:
Schicht im Schicht: Wenn die letzte Steinkohlenzeche Prosper Haniel in Bottrop schließt, ist Schicht im Schacht: die optimale Gelegenheit, offene Rechnungen zu begleichen, bevor die Grube dicht gemacht wird?
Ein vermisster Ex Bergmann, ein mysteriöser Todesfall, Anschläge und Mordversuche im Schatten der sterbenden Zeche verlangen Liesa Kwatkowiak einiges ab.
Clever, selbstironisch und mit einem ausgeprägten Einfühlungsvermögen versucht sie zusammen mit Computernerd Timo ,Licht ins Dunkel zu bringen.
In einer Zeit wehmütiger Nostalgie und hoffnungsvoller Aufbruchstimmung wird Liesa auf falsche Fährten gelockt und droht von eigenen Ängsten übermannt zu werden.
Welche Rolle spielt der stadtbekannte Steiger? Ist der Täter in Lisas eigener Familie zu finden?

Meine Meinung:

Rund um den Abschied vom Bergbau und der Schließung der letzten Zeche in Bottrop, hat die Autorin eine spannende Kriminalgeschichte geschrieben.
Der verschwundene und wieder aufgetauchte ehemalige Bergmann Andy Goretzka ,sowie ein lange zurückliegender Todesfall stehen im Fokus der Geschichte.
Geschickt wurden mehrere falsche Fährten gelegt, bevor zum Schluss alles aufgeklärt wurde.
Die besondere Mentalität der Menschen im Ruhrgebiet und hier speziell die der Kumpel, wurde gut transportiert.
Der immer wieder eingeflochtene Ruhrgebietsdialekt machte die Geschichte sehr authentisch.
Da ich im Ruhrgebiet lebe, waren mir natürlich viele Bräuche ,als auch einige Schauplätze der Handlung bekannt.
Jedoch habe ich durch die Lektüre auch noch Sachen erfahren, die ich bis dahin nicht kannte.

Fazit:

Ein fiktiver Krimi,sowie ein Stück Ruhrgebiets Geschichte wurden geschickt miteinander verknüpft. Ich habe mich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 18.09.2019

Viel Chaos,wenig Krimi

Erfolgreich tot
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Inhalt übernommen:

Starköchin Francesca Carlotta wird für das Motivations Seminar „Für immer erfolgreich“ auf die Insel Sylt gelockt.
Zu ihrer Verwunderung besteht das restliche Team aus einer alternden ...

Inhalt übernommen:

Starköchin Francesca Carlotta wird für das Motivations Seminar „Für immer erfolgreich“ auf die Insel Sylt gelockt.
Zu ihrer Verwunderung besteht das restliche Team aus einer alternden Moderatorin, einem durchgeknallten Maler und einer Fitness Bloggerin, die sich mit ihrem Vater – einem Sylter Promi Koch – zofft.
Francesca gibt alles, trotzdem bleibt unklar: Ist der Künstler nur irre oder auch gefährlich?
Und wer zum Teufel, ist die Blondine, die heimlich bei Francescas Freund einzieht?
Plötzlich liegt ein Teammitglied tot am Strand.
War es Mord? Und wer ist der Nächste?
Francesca mischt sich ein und bleibt selbst nicht verschont...

Meine Meinung:

Ich hatte einen nicht ganz ernsten Krimi mit etwas Inselflair erwartet,das hat sich jedoch leider nicht bewahrheitet.
Die Geschichte begann recht vielversprechend mit der Einführung der Protagonisten. Unter allen ziemlich schrägen Personen, hob sich Francesca deutlich angenehm ab.
Ich mochte Ihre pragmatische Art und ihren besonderen, trockenen Humor sehr.
Dann jedoch driftete der Roman immer mehr in Richtung alberne Komödie ab und der Krimi blieb zunehmend auf der Strecke. Auch vom Inselflair war für meinen Geschmack zu wenig vorhanden.
Zum Schluss gab es noch weitere Leichen, das alleine macht aber keinen Krimi aus.

Fazit :

Weil ich die Protagonistin Francesca sehr mochte, vergebe ich wohlmeinende drei Sterne. Leider vermag ich keine Leseempfehlung zu geben.

Veröffentlicht am 17.09.2019

Emotionale Achterbahnfahrt

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
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Berlin, 1952: man muss das Leben tanzen, das war schon immer Silvie Thalheims Motto. Während für Schwester Rike das Kaufhaus am Ku‘damm an erster Stelle steht, will Silvie nach der ...

Inhalt übernommen:
Berlin, 1952: man muss das Leben tanzen, das war schon immer Silvie Thalheims Motto. Während für Schwester Rike das Kaufhaus am Ku‘damm an erster Stelle steht, will Silvie nach der dunklen Zeit des Kriegs nur eins: das Leben in vollen Zügen genießen.
In den Wirtschaftswunderjahren laufen die Geschäfte ohnehin bestens, das Kaufhaus Thalheim bietet die neuste Mode an, Patty Kuss und Nylonstrümpfe, dazu feine Kollektionen aus Italien. So träumt Silvie ihren eigenen Traum: als Rundfunkredakteurin beim Rias Karriere zu machen.
Seit ihr Zwillingsbruder aus dem Krieg heimgekehrt ist, hat sich die Dynamik in der Familie verändert. Oskar soll das Unternehmen leiten, gibt sich aber lieber dem Rausch durchfeierter Nächte hin.
Als dann auch noch ein verhasster Konkurrent die Geschäfte torpediert und den Thalheims alles zu nehmen droht, wird Silvie klar, dass sie Verantwortung für das Kaufhaus und Ihre Familie übernehmen muss.

Meine Meinung:

Die Autorin hat in ihrer Trilogie ganz bewusst jeweils eine Schwester in den Vordergrund des Buches gestellt,das ist in diesem Fall Silvie.
Dadurch entsteht beim Lesen ein größeres Gefühl der Nähe zu den einzelnen Protagonistinnen.
Während es wirtschaftlich für die Familie Thalheim aufwärtsgeht, gibt es im privaten Bereich sehr viele Schicksalsschläge zu verkraften.
Der Autorin ist es, wie auch im ersten Band, hervorragend gelungen, historische Ereignisse und Personen mit den fiktiven Protagonisten zu verknüpfen.
Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Recherchearbeit, welche das Buch zu etwas Besonderem macht.
Der sehr emotionale Schreibstil bescherte mir beim Lesen ein Wechselbad der Gefühle, was mich teilweise an meine Grenzen brachte.
Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der Anhang des Buches, in welchem die historischen Ereignisse dieses Zeitraums genau aufgelistet wurden.

Fazit:

Ich gebe aus voller Überzeugung eine Leseempfehlung ab und bin schon voller Vorfreude auf den dritten Band dieser Trilogie.

Veröffentlicht am 14.09.2019

Die Geschichte einer starken Frau

Der Himmel über dem Kilimandscharo
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Inhalt übernommen:

Charlotte Harmsen träumt von der großen weiten Welt, von Reisen in exotische Länder – mit dem Heiraten hat sie es nicht eilig. Sie ist zweiundzwanzig, als ihr der weitaus ältere ...

Inhalt übernommen:

Charlotte Harmsen träumt von der großen weiten Welt, von Reisen in exotische Länder – mit dem Heiraten hat sie es nicht eilig. Sie ist zweiundzwanzig, als ihr der weitaus ältere Christian Otten einen Antrag macht.
Fasziniert von seinem Geschäft, in dem es exotische Gewürze, Tabak und Waren aus Übersee gibt, stimmt sie seinem Werben zu. Und bereut dies bald bitterlich.
Denn Christian betrügt sie und steht kurz vor dem finanziellen Ruin.
Charlotte weiß, dass sie nur eine Chance auf eine Zukunft haben: in dem sie Deutschland verlassen und in der Ferne ein neues Leben beginnen...

Meine Meinung:

Der sehr schöne Schreibstil der Autorin ermöglichte es mir, sofort in die Geschichte einzutauchen.
Die Protagonistin Charlotte ist eine starke Frau, die allen Schwierigkeiten die Stirn bietet und unaufhörlich um ihren Platz im Leben kämpft.
Es ist gelungen, beim Lesen ein genaues bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Außerdem wird die wunderbare, exotische Landschaft sehr detailliert beschrieben, großes Kopfkino.
Ich habe Charlottes Weg, der von vielen Höhen und Tiefen geprägt wurde, sehr gerne verfolgt.

Fazit:

Ein Roman, der in frühere Zeiten entführt und den ich sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 12.09.2019

Dunkles Familiengeheimnis

Zeit der Schwalben
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Inhalt übernommen:

Es ist ein goldener Sommer im England der späten fünfziger Jahre: Die 16-jährige Elizabeth ist begeistert von den jungen Leuten, die sie auf dem Anwesen der Freunde ihre Eltern in Sussex ...

Inhalt übernommen:

Es ist ein goldener Sommer im England der späten fünfziger Jahre: Die 16-jährige Elizabeth ist begeistert von den jungen Leuten, die sie auf dem Anwesen der Freunde ihre Eltern in Sussex kennenlernt.
Sie erlebt unbeschwerte Tage mit Ausflügen, Picknicks und Partys. Und sie verliebt sich...

London, 40 Jahre später. Nach dem Unfalltod ihrer Mutter erhält Adele Harington einen mysteriösen Anruf: Ein Mann spricht von neuen Spuren und nennt immer wieder ein Datum.
Und dann steht plötzlich eine Fremde vor der Tür und behauptet, Teil der Familie zu sein...

Meine Meinung:

Der sehr schöne Schreibstil der Autorin, die mir bereits aus einem anderen Buch bekannt ist, hat mich erneut sofort gefangengenommen.
Die Geschichte wechselt ständig zwischen mehreren Zeit Ebenen, dazwischen gibt es dann noch Tagebuch einträge aus der Vergangenheit, welche die Geschichte nach und nach aufschlüsseln.
Besonders der Teil, welcher in der Vergangenheit spielt, hat mich besonders bewegt. Wie schlimm es in den fünfziger Jahren für eine ledige Frau war, ein Kind zu bekommen, wird sehr deutlich dargestellt.
An erster Stelle stand damals die Schande, welche damit über die Familie gebracht wurde, an die Empfindungen der ledigen Mutter wurde, wenn überhaupt, nur zweitrangig gedacht.
Auch wenn es hier um einen sehr extremen Fall geht, hat es das sehr oft in ähnlicher Form gegeben. In der heutigen Zeit kann man sich sowas nur schwer
vorstellen.

Fazit:

Ein sehr aufwühlendes, emotionales Buch, was noch lange nachwirkt.