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Langeweile

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2019

Segen und Fluch der sozialen Medien

Die Hinrichtung des Martin P.
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Inhalt übernommen:

Martin Pietsch ist 43 Jahre alt, hoffnungslos arbeitslos und gerade dabei, seine Beziehung gegen die Wand zu fahren. Als in einer großen Wohnanlage ein 17-jähriger Tschetschene ein ...

Inhalt übernommen:

Martin Pietsch ist 43 Jahre alt, hoffnungslos arbeitslos und gerade dabei, seine Beziehung gegen die Wand zu fahren. Als in einer großen Wohnanlage ein 17-jähriger Tschetschene ein kleines Mädchen tötet, postet Pietsch, mit einer gehörigen Dosis Frustration und einer ebenso gehörigen Dosis Alkohol im Blut, dass er den Mörder persönlich umbringen möchte. Womit er nicht rechnet: Er wird beim Wort genommen. Er soll den Täter hinrichten. Und bekommt dafür auch noch eine Menge Geld geboten. Und einen festen Job. Es wäre die Lösung all seiner Probleme. Aber natürlich wird Pietsch niemanden töten. Das kann er doch nicht! Oder? Kann er?

Meine Meinung:

In schonungsloser Offenheit legt der Autor das Leben des Mörders, seiner Familie, seiner Nachbarn und dem Verfasser des Hasspostings dar.Welche Lawine losgetreten wird, durch den Frust eines einzelnen Menschen und seiner Handlung, wird von allen Seiten beleuchtet.

Es ist ein Buch, was mich sehr nachdenklich gemacht hat und noch nachwirken wird.

Veröffentlicht am 02.10.2019

Liebe per App

Der Preis der Liebe
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Obwohl Pastor Jack Mc Ready schon lange in Daisy,die sympathische Besitzerin des örtlichen Blumenladens, verliebt ist, traut er sich nicht ,sich ihr gegenüber zu offenbaren. Seine Freunde melden ihn kurzerhand ...

Obwohl Pastor Jack Mc Ready schon lange in Daisy,die sympathische Besitzerin des örtlichen Blumenladens, verliebt ist, traut er sich nicht ,sich ihr gegenüber zu offenbaren. Seine Freunde melden ihn kurzerhand auf dem gleichen Dating Portal an,wo auch Daisy registriert ist.

Zuerst hat mir die Geschichte gut gefallen, weil es auch mal ein etwas anderes Thema ist. Dann jedoch entwickelten sich neben der Liebesgeschichte, die im Vordergrund steht, zu viele Erzählstränge, die alle nur kurz angerissen wurden.Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen.Außerdem driftete es am Schluss zu sehr in den kitschigen Bereich ab, was ich schade fand.



Fazit:

Von mir leider keine Leseempfehlung und nur drei Sterne.

Veröffentlicht am 02.10.2019

Erneuter spannender Fall für das bewährte Team

Sterbekammer
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Inhalt übernommen:

In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte ...

Inhalt übernommen:

In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet. Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde ...

Meine Meinung:

Da ich die beiden Vorgängerbücher bereits kenne, konnte ich von Anfang an in die Geschichte eintauchen. Der Schreibstil ist ,wie bekannt,flüssig und angenehm.
Geschickt baut die Autorin einen spannenden Kriminalfall auf, falsche Fährten inklusive. Auch wenn ich mich ab circa der Mitte des Buches auf einen Täter festgelegt hatte, wurde ich zum Schluss noch einmal sehr überrascht.
Neben den spannenden Ermittlungen gab es auch aus dem privaten Umfeld der Ermittler einiges zu berichten,hierbei war das Verhältnis sehr ausgewogen.

Fazit:

Ich gebe eine Leseempfehlung, verbunden mit fünf Sternen und bin voller Vorfreude auf das nächste Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 30.09.2019

Das Leben hinter den Fassaden

Worüber wir schweigen
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Inhalt Übernommen:

Zwölf Jahre sind vergangen,seit Nina ihr Heimatdorf fluchtartig verlassen hat.Nun kehrt sie unerwartet zurück und ihre Ankunft wirft das sonst so ruhige Leben in der Gegend aus der ...

Inhalt Übernommen:

Zwölf Jahre sind vergangen,seit Nina ihr Heimatdorf fluchtartig verlassen hat.Nun kehrt sie unerwartet zurück und ihre Ankunft wirft das sonst so ruhige Leben in der Gegend aus der Bahn.

Was treibt sie wieder an den Ort ,den sie so lange gemieden hat?Das Zusammentreffen mit ihrer alten Clique weckt in allen dunkle Erinnerungen an ein Ereignis,an dem ihre Freundschaft einst zerbrach.Und über das alle bisher geschwiegen haben..

Meine Meinung:

Das Kennenlernen einer neuen Autorin und das interessante Thema bewogen mich dazu, dieses Buch zu lesen.

Ich muss gestehen, dass ich große Schwierigkeiten hatte in die Geschichte zu finden. Das lag nicht am Schreibstil, sondern an den ständigen Zeitsprüngen, welche mich zunehmend verwirrten.

Dadurch war es mir nur schwer möglich, eine Nähe zu den Protagonisten herzustellen. Als ich mich daran gewöhnt hatte, entwickelte die Geschichte einen solchen Sog, dass ich das letzte Drittel des Buches in einem Rutsch gelesen habe.

In schonungsloser Offenheit beleuchtete die Autorin das Leben mehrerer scheinbar normaler Familien.Die Spannung blieb durchgehend erhalten und das letzte Rätsel wurde erst ganz zum Schluss gelöst.

Fazit:

Nach anfänglichen Problemen ein sehr lesenswertes Buch.

Veröffentlicht am 29.09.2019

Fiktion und Realität geschickt verknüpft

Stille Havel
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Inhalt übernommen:

Potsdam. Im Park Sanssouci wird ein Kunstsachverständiger erschlagen aufgefunden. Der Tote zeigte zuletzt auffälliges Interesse an einem wertvollen Gemälde im Museum Barberini, auf ...

Inhalt übernommen:

Potsdam. Im Park Sanssouci wird ein Kunstsachverständiger erschlagen aufgefunden. Der Tote zeigte zuletzt auffälliges Interesse an einem wertvollen Gemälde im Museum Barberini, auf dem eine schwarz gekleidete Frau zu sehen ist.
Doch sie trägt einen Schleier, der ihr Gesicht verhüllt, und ihre Identität ist nicht geklärt. Wer ist die Unbekannte?
Seine Nachforschungen führen Hauptkommissar Toni Sanftleben zum Filmunternehmen Ufa und einer alten Hafenvilla,hinter deren Mauern sich etwas Ungeheuerliches verbirgt.

Meine Meinung:

Der neue Fall für das bewährte Ermittlerteam gibt viele Rätsel auf. Warum hat der Tote sich für dieses Gemälde interessiert? Und warum hat er die Havelvilla beobachtet und immer wieder fotografiert?
Die Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen,was mir immer besonders gut gefällt.
Es wird ein Stück der Nazi Vergangenheit ausgebreitet,in welcher diesmal die Filmbranche im Mittelpunkt steht. Man erfährt, wie Reichsminister Goebbels die Fäden in der Hand hat und den Schauspielerinnen je nach „Willfährigkeit“ die Rollen zuteilt.
Haben die Ereignisse der Gegenwart ihren Ursprung in der damaligen Zeit?
Diese und andere Fragen werden von Toni Sanftleben und seinem Team Stück für Stück beantwortet.
Man erfährt auch einiges vom Privatleben der Ermittler, worauf ich aber nicht gesondert eingehen möchte,was dem Roman eine persönliche Note verleiht.
Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen, sie haben mir immer sehr gut gefallen. Auf eine leicht lesbare Art, vermischt er Fiktion und Realität sehr geschickt, Geschichtsunterricht auf die unterhaltsame Weise.

Fazit:

Ich habe mich sehr gut unterhalten und freue mich schon auf den nächsten Fall.