Profilbild von Langeweile

Langeweile

Lesejury Star
online

Langeweile ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Langeweile über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2024

Walter lernt Kaffee zu kochen

Barbara stirbt nicht
0

Barbara und Walter sind beide im Rentenalter. Bei Ihnen herrscht die klassische Rollenteilung, der Mann ist fürs Geldverdienen zuständig, die Frau für alles andere. Eines Tages wird er am Morgen nicht ...

Barbara und Walter sind beide im Rentenalter. Bei Ihnen herrscht die klassische Rollenteilung, der Mann ist fürs Geldverdienen zuständig, die Frau für alles andere. Eines Tages wird er am Morgen nicht vom üblichen Kaffeeduft geweckt ,den natürlich seine Frau zubereitet hat,das macht ihn stutzig. Er findet sie, auf dem Boden liegend, im Badezimmer, von nun an ist sein Leben völlig auf den Kopf gestellt.Barbara ist schwer krank und verlässt kaum noch das Bett.Doch sie darf nicht sterben, wichtig ist, dass sie etwas ißt,das ist Walters Meinung. Er findet sich plötzlich in der Rolle des Hausmanns, des Pflegers und des besorgten Partners wieder.Mithilfe einer Bäckereiverkäuferin und eines bekannten Fernsehkochs entdeckt er völlig unbekannte Seiten an sich.

Meine Meinung:

Ich kenne die Autorin bereits aus verschiedenen Büchern, die alle eine Gemeinsamkeit haben, obwohl ihre Thematik völlig unterschiedlich ist.Die Protagonisten/ Protagonistinnen sind immer Menschen, die sich vermeintlich abseits der gesellschaftlichen Normen bewegen.
Mit sehr viel Humor (manchmal ist der ziemlich schwarz), nimmt sich die Autorin einem schwierigen Thema an.Obwohl der Hintergrund ziemlich ernst ist, schafft sie es hervorragend, es so zu verpacken, dass man immer wieder schmunzeln und teilweise laut lachen muss. Walters erste Kochversuche, sein Umgang mit dem Computer und einiges andere mehr trugen dazu bei. Ich habe mir das Buch von dem großartigen Thomas Anzenhofer vorlesen lassen,der genau den richtigen Tonfall getroffen hat.Es hat mir gut gefallen,lediglich den letzten Erzählstrang hätte es ,in meinen Augen,nicht gebraucht,außerdem fand ich das Ende zu abrupt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2024

Lili und Cord

Bei der Laterne woll'n wir stehen
0

Lili und Cord waren beide blutjung, als sie sich in einander verlieben.Beide erscheinen mir ziemlich blauäugig und auch etwas weltfremd,wobei ich das mal ihrer Jugend zugutehalte.Für Cord existiert neben ...

Lili und Cord waren beide blutjung, als sie sich in einander verlieben.Beide erscheinen mir ziemlich blauäugig und auch etwas weltfremd,wobei ich das mal ihrer Jugend zugutehalte.Für Cord existiert neben Lili nur die Lyrik,diese wiederum träumt von einer großen Karriere als Sängerin. Gemeinsam reisen Sie für eine längere Zeit nach Paris, mich wundert, dass das bei einer unverheirateten 17-jährigen, zu diesem Zeitpunkt (1914)möglich war. Nach der Rückkehr entschließt sich Cord ,nach Gesprächen mit seinen Freunden quasi aus dem Stegreif,sich freiwillig an die Front zu melden.Seine Frage ,ob Lili auf ihn warten würde,wird von dieser kategorisch abgelehnt.

Meine Meinung:

Ich konnte mich aus den verschiedensten Gründen, nicht in die Geschichte hineindenken,beide Protagonisten blieben mir relativ fremd.Obwohl sie sich nicht vergessen konnten, unternahmen sie keinen ernsthaften Versuch für ein Wiedersehen.Lili versucht an den verschiedensten Orten ,ihren Karrieretraum zu verwirklichen,ihre Familie und auch ihre Freundin existieren nur am Rande. Eine relativ kleine Rolle spielte auch das Kriegsgeschehen und die damit verbundenen Einschränkungen. Ich habe nicht verstanden, wie Lili sich darüber sorgte, wie man mit den kleinen Lebensmittelnrationen überleben kann und kurz danach dann die Brotrinden an die Schwäne verfütterte.

Desweiteren gab es für mich keinen Zusammenhang zwischen der Geschichte und dem Lied ,außer den beiden Vornamen.

Es tut mir sehr leid ,ich kann leider nur 2 Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2024

Das Vermächtnis

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
0

Ella ist alleinerziehende Mutter von fünfjährigen Zwillingen, außerdem hat sie das B & B ihrer Großmutter übernommen und weiter ausgebaut. Ihr Bruder Ryan ist bei der Army und hat ihr einen Briefkontakt ...

Ella ist alleinerziehende Mutter von fünfjährigen Zwillingen, außerdem hat sie das B & B ihrer Großmutter übernommen und weiter ausgebaut. Ihr Bruder Ryan ist bei der Army und hat ihr einen Briefkontakt mit seinem besten Freund Beckett (genannt Chaos)vermittelt. Mit ihm teilt sie fortan ihre intimsten Gedanken, Befürchtungen und Pläne.Beide verlieben sich ineinander,obwohl sie sich nie begegnet sind.Als Ryan bei einem Einsatz stirbt, erhält Beckett seinen letzten Brief,indem er ihn bittet,sich um seine Schwester zu kümmern.Diese wiederum ist vom Schicksal doppelt und dreifach gebeutelt, da sie nicht nur den Tod ihres Bruders verkraften muss, sondern auch die schwere Krebsdiagnose ihrer Tochter,außerdem blieben nach Ryans Tod auch die Briefe von Chaos aus.
Als Beckett eines Tages vor ihr steht ,ohne seine wahre Identität zu lüften,obwohl er weiß,daß Ella nichts so sehr hasst wie Lügen.
Die Geschichte wird nun im ständigen Wechsel aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt, jedem Kapitel ist einer der vielen Briefe vorangestellt.

Meine Meinung:

Die bekannte Autorin ist sehr viel im Fantasybereich beheimatet( ist nicht mein Genre),weshalb es mein erstes Buch von ihr ist.Von Beginn an konnte ich in diese sehr emotionale Geschichte voll und ganz eintauchen. Die Beschreibung der Protagonisten erzeugte sofort klare Bilder in meinem Kopf, weshalb ich mich sehr wohlfühlte und das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Es war ein ständiges Wechselbad der Gefühle, zwischen tiefer Trauer, großer Liebe, aber auch vielen lustigen Szenen.
Freundschaft,Hilfsbereitschaft,Verantwortungsgefühl und der Umgang mit vermeintlicher Schuld spielten ebenso eine Rolle.Schon länger hat mich kein Buch so sehr an meine emotionalen Grenzen gebracht und mich gleichzeitig immer wieder erheitert.Ich empfehle es sehr gerne weiter und vergebe fünf Sterne.
Das im Anhang vorgestellte Buch landet sofort auf meiner Wunschliste.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2024

Das neue Ermittlerteam hat viel Potential

Tode, die wir sterben
0

Als bei einem Drive- by - Shooting in einem sozialen Brennpunkt ein 13 jähriger Teenager erschossen wird, betrachtet man den Fall als Drogendelikt .Der frisch verwitwete Kommissar Jon North und die strafversetzte ...

Als bei einem Drive- by - Shooting in einem sozialen Brennpunkt ein 13 jähriger Teenager erschossen wird, betrachtet man den Fall als Drogendelikt .Der frisch verwitwete Kommissar Jon North und die strafversetzte Ermittlerin Svea Karhuu werden mit der Lösung des Falls beauftragt.Als es einen weiteren Toten gibt ,erkennen die Beiden schnell ,dass es um sehr viel mehr geht und ein gnadenloser Kampf beginnt.Erschwerend zu dem sich immer mehr ausweitenden Fall kommt hinzu ,dass das neue Team viel Probleme im Privatleben hat ,was die Zusammenarbeit zusätzlich erschwert.Außerdem geraten sie bei einigen Alleingängen zusätzlich in Gefahr….

Meine Meinung:

Ich kenne schon einige Bücher des Autorenpaars und war auf den Start einer neuen Reihe sehr gespannt.Zu Beginn war der Spannungsbogen nicht besonders hoch ,sondern die Protagonisten, so wie das Umfeld, in welchem sie ermitteln, wurden in die Geschichte eingeführt.
Normalerweise mag ich es nicht so sehr, wenn der private Rahmen einen großen Anteil einnimmt, in diesem Fall hat mich das überhaupt nicht gestört, weil man das Verhalten der Protagonisten dadurch besser verstehen und einordnen kann. Svea war mir von Anfang an sehr sympathisch, mit Jon hatte ich zu Beginn einige Probleme. Auch wenn ich mir seinen großen Schmerz vorstellen kann, war mir sein Verhalten, vor allen Dingen gegenüber seiner Schwiegermutter, ziemlich zuwider,nach seinem Umdenken änderte sich das zum Glück.
Der Showdown entschädigte für die fehlende Spannung zu Beginn,in vollem Maße. Auch wenn die meisten Fragen am Ende geklärt waren, blieben noch einige offene Fäden, so dass ich mich auf die Fortsetzung im nächsten Jahr, schon sehr freue. Von mir vier Sterne für den Serienstart.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2024

Film und Realität

Bellevue
0

Während an der Züricher Uni die Dreharbeiten für einen Krimi laufen,der nach einer Romanvorlage von Professor Hegel basiert,wird dessen Assistentin entführt.Es geht eine Lösegeldforderung ein, zusammen ...

Während an der Züricher Uni die Dreharbeiten für einen Krimi laufen,der nach einer Romanvorlage von Professor Hegel basiert,wird dessen Assistentin entführt.Es geht eine Lösegeldforderung ein, zusammen mit der Bitte, nicht die Polizei einzuschalten, was aber ignoriert wird.Professor Philipp Humboldt und sein Freund Armand Muzaton,Leiter der Zürcher Kriminalpolizei,nehmen die Ermittlungen auf und treffen auf ein Netz aus Intrigen und weitreichenden Verwicklungen.



Meine Meinung:



Ich kenne die vorhergehenden Bücher der Reihe und habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Der besondere Schreibstil des Autors, welcher Spannung, Humor und authentische Protagonisten miteinander vereint, begeistert mich immer wieder.Er schafft es hervorragend,die besondere Atmosphäre so zu vermitteln,dass man sich teilweise mitten im Geschehen wähnt.Gleich zu Anfang wird durch die Entführung große Spannung aufgebaut, welche im Verlauf der Geschichte noch weiter gesteigert wird. Einige falsche Fährten tauchen auf, und die Gegebenheiten und Erkenntnisse ändern sich ständig. Zum Schluss wartet eine Auflösung, mit der ich nicht gerechnet habe, welche aber schlüssig und nachvollziehbar ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere