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Veröffentlicht am 09.05.2024

Dunkle Schatten

Die Fabrik der süßen Dinge – Helenes Träume
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Klappentext:

Köln: 1933
Helene von Ratschek genießt nicht nur unter den Arbeitern der Süßwarenmanufaktur ihrer Familie, großes Ansehen, auch Privatschein ihre Träume mit der Geburt ihrer Tochter Anita ...

Klappentext:

Köln: 1933
Helene von Ratschek genießt nicht nur unter den Arbeitern der Süßwarenmanufaktur ihrer Familie, großes Ansehen, auch Privatschein ihre Träume mit der Geburt ihrer Tochter Anita in Erfüllung zu gehen. Doch warum distanziert sich ihr Ehemann Georg zunehmend von ihr? Und wie soll sie zukünftig ihren Beruf und ihre Verantwortung als Mutter unter einen Hut bekommen? Helenes Leben steht Kopf,als zudem eine Urheberrechtsklage gegen sie erhoben wird.Die Erdbeer- Taler, die sie damals noch in der Fabrik Spiegel in Hamburg entworfen hat, seien ursprünglich seine Idee gewesen, behauptet ein Bremer Fabrikant. Um ihre Unschuld zu beweisen, ist Helene plötzlich ausgerechnet auf die Hilfe ihres ehemaligen Verlobten angewiesen. Dass Frederik noch alte, vergessen geglaubte Gefühle wieder in ihr weckt, damit hat sie auch in unsteten Zeiten wie diesen nicht gerechnet…

Meine Meinung:

Auch wenn ich den ersten Band der Reihe nicht kenne, konnte ich der Geschichte problemlos folgen. Helene ist mir auf Anhieb sehr sympathisch, sie ist eine Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Sie hat es nicht leicht, da sowohl in der Firma, als auch im privaten Bereich viele Schwierigkeiten auftauchen. Eingebettet in die wechselvolle Familiengeschichte,geht es auch um die politische Situation,in welcher der Einfluss der Nazis stetig wächst und ein Krieg seine unheilvollen Schatten voraus wirft. Der sehr empathische Schreibstil der Autorin führte dazu, dass ich sofort in die Geschichte eintauchen konnte und die Familie sehr gerne begleitet habe. Nach dem ziemlich abrupten Ende, dass viele Fragen offenließ ,hoffe ich sehr ,dass es noch einen weiteren Band geben wird.

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Veröffentlicht am 09.05.2024

Von Fitzek hatte ich mehr erwartet

Playlist
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Der Anfang mit der Playlist, welche auf die Spur eines Entführungsopfershinweist, fand ich originell und außergewöhnlich. Die Spannung war auch von Beginn an gegeben,wozu kurze Kapitel erheblich beitrugen.Es ...

Der Anfang mit der Playlist, welche auf die Spur eines Entführungsopfershinweist, fand ich originell und außergewöhnlich. Die Spannung war auch von Beginn an gegeben,wozu kurze Kapitel erheblich beitrugen.Es gab immer wieder Hinweise auf die Bücher „Der Augensammler“ und „Der Augenjäger“ ,die ich vor langer Zeit gelesen habe,die Erinnerung daran war nur noch rudimentär vorhanden, wurde aber durch dieses Buch zu einem großen Teil wieder aufgefrischt. So viel zum positiven Aspekt.
Im weiteren Verlauf entwickelte dich die Geschichte in eine ziemlich abstruse Richtung, der ich nicht mehr wirklich folgen konnte.Es gab immer wieder neue Wendungen,die zum Teil nicht logisch nachvollziehbar waren.
Wäre nicht der Überraschungseffekt am Ende gewesen ( eigentlich typisch für den Autor) ,hätte es kaum für drei Sterne gereicht. ich kenne einige der Bücher, dies ist aber in meinen Augen nicht sein stärkstes Werk.

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Veröffentlicht am 08.05.2024

Lottes große Liebe

Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt
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Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen. Lotte hat nach dem Krieg mitgeholfen, ihre Heimatstadt Dresden,vom Schutt zu befreien. dabei lernt sie Jakob kennen, ...

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen. Lotte hat nach dem Krieg mitgeholfen, ihre Heimatstadt Dresden,vom Schutt zu befreien. dabei lernt sie Jakob kennen, einen jüdischen Mann, der keinen Sinn mehr in seinem Leben sieht und dieses beenden möchte. Lotte verhindert das, und nach und nach kommen sich die Beiden näher, aber das Schicksal verhindert ihre Liebe.Ihre Tochter Marlene fühlt sich von ihrer Mutter verraten und bricht den Kontakt zu ihr ab. Ihre Enkelin Hannah hilft beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche und findet unter den Trümmern ein Bild von ihrer Großmutter und Jakob. Ihre Neugierde ist geweckt, und sie beginnt Nachforschungen anzustellen und entdeckt dabei eine dramatische Familiengeschichte.

In dem neusten Roman, der von mir sehr geschätzten Autorin,spannt diese einen großen Bogen vom Jahre 1939-2005. In wechselnden Zeitabschnitten, wird nach und nach das Leben der drei Frauen vor den Leser:innen ausgebreitet.
Sowohl die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, die Bombennächte, das Schicksal der Juden,das Regime der DDR,der Bau der Mauer,als auch der Fall derselben,werden thematisiert.
Wie ein roter Faden ziehen sich die unterschiedlichen Liebesgeschichten der drei Frauen durch das Buch. Tiefe Gefühle, unerfüllte Träume und Enttäuschungen,aber auch Versöhnungen ,sind inbegriffen. Der sehr empathische Schreibstil ließ mich in die Geschichte eintauchen und baute eine tiefe Verbindung zu den Frauen auf, mein Kopfkino lief durchgehend auf Hochtouren.
Das persönliche Ende führte dazu, dass ich das Buch mit einem Gefühl der Zufriedenheit zur Seite legen konnte. Ich kann es allen Leser*innen mit Interesse an Zeitgeschehen,aber auch kitschfreien Liebesgeschichten,empfehlen und vergebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 06.05.2024

Keine Freizeit für Marie

Traubenfest
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Eigentlich hatte Marie Mercier andere Pläne für ihr Wochenende.Sie wollte ,gemeinsam mit ihrem Freund Michel, das Traditionsfest Félibrée besuchen,doch wie so oft in diesem Beruf,macht ihr ein neuer ...

Eigentlich hatte Marie Mercier andere Pläne für ihr Wochenende.Sie wollte ,gemeinsam mit ihrem Freund Michel, das Traditionsfest Félibrée besuchen,doch wie so oft in diesem Beruf,macht ihr ein neuer Fall einen Strich durch die Rechnung. Ein junges Mädchen ist spurlos verschwunden,ihre Mutter ist ratlos.Als kurz darauf ihre Mitschülerin ebenfalls vermisst wird,laufen die Ermittlungen auf Hochtouren und dann geschieht auch noch ein Mord.Marie und ihr Partner Richard entdecken makabre Zusammenhänge.

Meine Meinung:

Es ist der vierte Fall für die sympathischen Ermittler und da ich alle kenne,fühlte ich mich sofort wieder zu Hause.Alle Personen werden so toll beschrieben ,dass mein Kopfkino durchgehend auf Hochtouren lief.Marie ,ihr Freund Michel ,Großtante Léonie,Georges und nicht zuletzt Richard ,der versucht den Spagat zwischen Arbeit und Vaterschaft zu wuppen,sind mir alle ans Herz gewachsen.
Neben einem spannenden und wendungsreichen Kriminalfall, gibt es wieder viel über Land ,Leute und ihre Traditionen zu erfahren.Ein Highlight sind immer die kulinarischen Genüsse ,die Léonie unermüdlich für ihre Lieben zaubert.Schweren Herzens verabschiede ich mich und bin voller Vorfreude auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 05.05.2024

Packendes Finale

Das Grand Hotel - Die der Brandung trotzen
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Klappentext:
Bernadette von Plesow, Inhaberin des feudalen Grand Hotels in Binz auf Rügen, hatte einen Traum: Sie sah ihren Sohn Constantin vor sich, der vor ihren Augen stirbt. Sie weiß, es war nur ein ...

Klappentext:
Bernadette von Plesow, Inhaberin des feudalen Grand Hotels in Binz auf Rügen, hatte einen Traum: Sie sah ihren Sohn Constantin vor sich, der vor ihren Augen stirbt. Sie weiß, es war nur ein Traum, aber sie macht sich große Sorgen. Constantin hat sich mit der Unterwelt angelegt und befindet sich zur Zeit im Gefängnis, wo er auf seinen Prozess wartet. Sogar die Todesstrafe könnte ihn erwarten. Natürlich muss Bernadette etwas tun, sonst wäre sie nicht die Frau, die sie ist. Während ihre Tochter Josephine das Grand führt, versucht Bernadette alles, um ihrem Sohn einen Freispruch zu garantieren. Dabei kommt sie der Unterwelt gefährlich nah und verärgert einen äußerst gefährlichen Mann …

Meine Meinung:

Wie schon in den vorhergehenden Bänden ,kommt die Familie von Plesow nicht zur Ruhe. Immer wieder muss Bernadette von Plesow mit schweren Schicksalsschlägen fertig werden. eine ganz starke Persönlichkeit, die mit Stärke, innerer Ruhe und einem großen Herzen die Geschicke ihrer Familie leitet.Erneut Bin ich in die Atmosphäre der Ferieninsel Rügen eingetaucht und für eine Zeit zu Gast im Grand Hotel gewesen. Mit ein bisschen Wehmut verabschiede ich mich von der liebgewordenen Familie und hoffe auf neue Bücher der Autorin, die ich sehr ins Herz geschlossen habe.

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