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Langeweile

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2023

Sehr bewegende Geschichte

Lockruf der Nordsee
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Inhalt übernommen:

Als Nicole dem smarten Manfred Kirchner begegnet, glaubt sie, ihr großes Glück gefunden zu haben. Als das Monster die Maske fallen lässt, ist es schon zu spät. Als ihr Weg den eines ...

Inhalt übernommen:

Als Nicole dem smarten Manfred Kirchner begegnet, glaubt sie, ihr großes Glück gefunden zu haben. Als das Monster die Maske fallen lässt, ist es schon zu spät. Als ihr Weg den eines anderen Mannes kreuzt, erfährt sie, dass es auch Männer gibt, die Hilfsbereitschaft und Freundschaft über ihre eigene Sehnsucht nach Liebe stellen. Doch Manfred Kirchner ist nicht der Mann, der sein Opfer aus den Klauen läßt. Das Schicksal treibt ein makaberes Spiel und zwingt alle Beteiligten an die Grenze des Zumutbaren.

Meine Meinung:

Ich kenne fast alle Bücher des Autors ( Krimis und Thriller),die mich immer sehr begeistert haben. Mit diesem Buch hat er sich selbst übertroffen und meine emotionalen Grenzen gesprengt. Die eindringliche Art, in welcher er mich beim Lesen mit intensiven Gefühlen,aber auch mit den tiefsten und widerlichsten menschlichen Abgründen konfrontierte, ist kaum zu beschreiben.
Als Gegenpol dazu die bedingungslose Hilfsbereitschaft und Freundschaft, die ohne Wenn und Aber funktioniert.

Leider ist das Schicksal der Protagonistin kein Einzelfall,er begegnet einem im täglichen Leben - ich spreche zum Glück nicht aus eigener Erfahrung - immer wieder.Im Buch ,genau wie im Leben ist es kaum nachvollziehbar,wie sehr man in eine emotionale Abhängigkeit geraten kann ,aus der es sehr oft kein Entrinnen gibt.

Ein Buch ,was mich total geflasht hat und was noch längere Zeit im Gedächtnis bleiben wird. Von mir gibt es eine Leseempfehlung zusammen mit fünf 🌟🌟🌟🌟🌟.

Veröffentlicht am 31.12.2022

Das Warten hat sich gelohnt

Kuckuckskinder (Ein Falck-Hedström-Krimi 11)
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Es beginnt mit der großen Feier anlässlich der goldenen Hochzeit von Elisabeth und Henning. Viele Personen sind anwesend, unter ihnen auch Erica Falck und Patrik Hedström. Am nächsten Morgen, beide sind ...

Es beginnt mit der großen Feier anlässlich der goldenen Hochzeit von Elisabeth und Henning. Viele Personen sind anwesend, unter ihnen auch Erica Falck und Patrik Hedström. Am nächsten Morgen, beide sind noch ziemlich verkatert, wird Patrik zu einem Mordfall gerufen.Ein bekannter Fotograf, wird in einer Galerie ermordet aufgefunden und die Polizei nimmt die Ermittlungen auf.Als es kurz darauf weitere Leichen gibt,gerät das Ermittlerteam unter Druck.
Erica Falck beginnt derweilen zu ihrem neuen Buch zu recherchieren,einem ungeklärten Mordfall in der Vergangenheit und plötzlich ergeben sich Zusammenhänge zum aktuellen Geschehen.

Wie gewohnt nimmt sich die Autorin ausreichend Zeit, die verschiedenen Protagonisten und auch die Nebenfiguren in die Handlung einzufügen. es dauert eine ganze Weile, bis wirklich Spannung aufkommt, dann jedoch in so einem Maße, dass man kaum Luft holen kann, geschweige denn, das Buch aus der Hand legen. Nach und nach wird die Lücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart mit knallharten Fakten gefüllt.
Quasi zum Durchatmen zwischendurch gibt es einiges aus dem Privatleben der Ermittler zu erfahren,teilweise sehr ernst ,teilweise zum Schmunzeln anregend.
Zum Schluss gibt es eine Auflösung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte und ich denke, das wird den meisten Leser* innen so gegangen sein.
Es ist schon eine Weile her, dass es den letzten Krimi mit dem bewährten Team gegeben hat, jedoch hat sich das Warten in vollem Maße gelohnt.

Veröffentlicht am 28.12.2022

Wo die Seele heilen kann

Ein neuer Sommer in der kleinen Bäckerei
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Inhalt übernommen:

Gemütliche kleine Häuser, Meeresblick und Möwenschreie– als Marisa Rossi auf der idyllischen Insel vor der Küste Cornwalls ankommt , hofft sie auf einen Neuanfang. Denn seit einem Schicksalsschlag ...

Inhalt übernommen:

Gemütliche kleine Häuser, Meeresblick und Möwenschreie– als Marisa Rossi auf der idyllischen Insel vor der Küste Cornwalls ankommt , hofft sie auf einen Neuanfang. Denn seit einem Schicksalsschlag kann selbst das Kochen, dass sie von ihrer italienischen Großmutter gelernt hat, sie nicht mehr richtig begeistern. Doch die erhoffte Ruhe ist nicht so leicht zu finden, da ihr Nachbar, ein attraktiver russischer Klavierlehrer, lautstark bis in die Nächte hinein komponiert. Zaghaft knüpft Marisa neue Bekanntschaften. So zu Polly, deren kleine Bäckerei am Strandweg dringend neue Ideen bräuchte. Mehr Pepp ist gefragt, mehr Leichtigkeit,mehr….Dolce Vita?

Meine Meinung:

Für mich war es das erste Buch dieser Reihe, was aber nicht störend war. Die Protagonistin Marisa ,sowie Polly und ihre Familie waren mir von Anfang an sehr sympathisch, der russische Klavierlehrer zu Beginn weniger.

In einem leichten, aber trotzdem sehr prägnanten Schreibstil, wechselt die Autorin geschickt zwischen Liebesgeschichte, Alltagsproblemen, Naturkatastrophen und geht einfühlsam mit dem Thema Angststörung um, wodurch der Roman mehr Tiefe bekommt, als ich erwartet hätte. Die beiden Protagonisten nähern sich nach und nach an, erzählen sich gegenseitig ihre Geschichte und sind immer wenn es nötig ist, füreinander da.Auch wenn mich die zeitweise aufbrausende Art von Alexei manchmal störte,mochte ich ihn immer mehr.

Pollys Familie ,besonders die netten Zwillinge,gefiel mir sehr.

Ein besonderes Highlight war die italienische Großmutter, die mit 80 Jahren noch den Umgang mit Skype lernt, um mit ihrer Enkelin gemeinsam zu kochen. Bei der Beschreibung der Zubereitung und der Zutaten, lief mir das Wasser im Mund zusammen. Hier hätte ich mir ein paar Rezepte gewünscht.

Was ich hingegen überhaupt nicht gebraucht hätte und meiner Ansicht nach nicht in die Geschichte passte, war das Geschehen rund um Reuben,die völlig überzogene Geburtstagsfeier, fand ich einfach schrecklich. Ich denke, er sollte sich rechtzeitig um einen guten Therapeuten/Therapeutin für seinen Sohn bemühen, denn eine solche Kindheit übersteht man wahrscheinlich nicht unbeschadet.

Auch das Ende dieser Geschichte fand ich realistisch, mit einem Happyend ohne jeglichen Kitsch.

Veröffentlicht am 26.12.2022

Cäcilia - eine starke Frau

Gut Erlensee - Cäcilias Erbe
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Während im ersten Band die Geschichte von Margareta im Mittelpunkt stand, geht es nun um ihre Schwester Cäcilia. Sie hat das Lehrerinnen Seminar mit Erfolg beendet und wartet auf ihre erste Anstellung. ...

Während im ersten Band die Geschichte von Margareta im Mittelpunkt stand, geht es nun um ihre Schwester Cäcilia. Sie hat das Lehrerinnen Seminar mit Erfolg beendet und wartet auf ihre erste Anstellung. Zu ihrer Freude wird sie an die Schule in Langwedel berufen, nahe von Gut Erlensee. doch ihre Freude währt nicht lange, denn von allen Seiten bekommt sie starken Gegenwind zu spüren, aufgrund ihrer, nach Meinung der meisten Dorfbewohner, zu modernen Unterrichtsmethoden. Außerdem gerät ihre Welt durch den Tod ihres Vaters und die starke Zuneigung zu Jakob Kaltenbrunner, gehörig durcheinander.

Meine Meinung:

In dem Buch werden mehrere Themen, mit welchen sich vor allen Dingen die Frauen im beginnenden 20. Jahrhundert, auseinandersetzen müssen, behandelt. Das damals vorgeschriebene Lehrerinnen Zölibat,stellt die Protagonistin vor große Probleme. Einerseits hat sie starke Gefühle für Jakob Kaltenbrunner, andererseits möchte sie ihren Beruf, für den sie brennt, sehr gerne ausüben. Nach der damalig vorherrschenden Meinung, ist das jedoch nicht möglich. In ihrer Familie gibt es etliche Probleme, die sowohl ihren Bruder, als auch ihre rebellierende jüngste Schwester betreffen. Auch durch Umbrüche in ihrem eigenen Leben, werden die Weichen neu gestellt.
Wie schon im ersten Band lebt die Geschichte von den starken und sehr authentisch dargestellten Protagonisten. Neben Cäcilia ist dies die Großmutter Ilsegard,der gute Geist der Familie, die im passenden Augenblick immer wieder eingreift und die Geschicke der Familie auf die richtige Spur bringt. Aber auch andere Charaktere, fügen sich, größtenteils positiv in die Geschichte ein und runden sie auf angenehme Weise ab.
Ich bin schon voller Vorfreude auf Bd. 3, in welchem es um Marilla gehen wird.

Veröffentlicht am 25.12.2022

Eine starke Frau kämpft um ihre Liebe

Töchter des Glücks
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Inhalt übernommen:

Baden und Württemberg, 1918. Für die junge Lilly soll es der Start ins eigene Leben sein: Frisch verheiratet verlässt sie den elterlichen Gasthof am Bodensee und beginnt hoffnungsvoll ...

Inhalt übernommen:

Baden und Württemberg, 1918. Für die junge Lilly soll es der Start ins eigene Leben sein: Frisch verheiratet verlässt sie den elterlichen Gasthof am Bodensee und beginnt hoffnungsvoll ihre Ehe an der Seite von Arno, dem Erben eines angesehenen Stuttgarter Seifen Imperiums. Doch das letzte Kriegsjahr ändert alles. Als Arno vermisst gemeldet wird, liegt Lillys Welt in Trümmern. Mutig stellt sie sich der Verantwortungn für das Unternehmen ihres Mannes, träumt von einer eigenen Kosmetiklinie und fasst Zukunftspläne – bis der geheimnisvolle Felix Benthin in Ihr Leben tritt und ihre Gefühle gehörig durcheinanderwirbelt. Denn sie weiß ,dass diese Liebe nicht sein darf…

Meine Meinung:

Für mich ist es das erste Buch dieser Autorin und ich habe sozusagen gleich einen Volltreffer gelandet. Von Anfang an hat mich die Geschichte gefangengenommen und obwohl ich den ersten Band nicht kenne, konnte ich der Geschichte gut folgen.

Ich werde jedoch Bd. 1 demnächst auch lesen, um noch ein besseres Verständnis über die Hintergründe der einzelnen Protagonistinnen zu erhalten.

Der tolle Schreibstil und die genauen Beschreibungen,ließen klare Bilder in meinem Kopf entstehen. Die Protagonistin ist zu Beginn eine eher schüchterne und unbedarfte Frau,die durch die schwierigen Umstände zu einer selbstbewussten und tatkräftigen jungen Frau heranwächst ,ich habe sie sehr bewundert.Viel Unterstützung erhielt sie dabei von Arnos Onkel Fritz ,einem lebensklugen Mann.Der ständige Wechsel zwischen den verschiedenen Schauplätzen, die immer wieder eingefügten schönen Landschaftsbeschreibungen,verliehen der Geschichte einen besonderen Reiz. Dazwischen wurde der Fokus ein ums andere Mal auf wichtige Gespräche gelenkt.

Besonders gefiel mir die Figur des Pater Fidelis,ein Mann mit viel Humor und einem großen Herzen,der die Regeln der Kirche auf seine eigene Art zu nehmen wußte,was mich öfter zum Schmunzeln brachte.

Zum Schluss nahm die Geschichte fast Krimicharakter an,um dann mit einem versöhnlichen Ende aufzuwarten.

Der Anhang und das Namensregister, nach realen und fiktiven Persönlichkeiten unterteilt,war sehr hilfreich.

Ich kann die Geschichte allen Liebhaber*innen von historischen Romanen sehr empfehlen.