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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2022

Bedrückende Geschichte

Verbrenn all meine Briefe
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Nach einem schlimmen Streit mit seiner Frau,der völlig aus dem Ruder lief,erkennt Alex,dass er seine ungezügelte Wut bekämpfen muss. Er will ergründen, was die Ursache dafür ist und begibt sich auf Spurensuche ...

Nach einem schlimmen Streit mit seiner Frau,der völlig aus dem Ruder lief,erkennt Alex,dass er seine ungezügelte Wut bekämpfen muss. Er will ergründen, was die Ursache dafür ist und begibt sich auf Spurensuche und zwar in das Leben seiner verstorbenen Großeltern.
Sven und Karin Stolpe führten eine lange Ehe,die weniger von Liebe ,als von Schmerz und Demütigungen geprägt war. Anhand von Tagebucheinträgen, Briefen und anderen Dokumenten wird eine tragische Liebesgeschichte,die im Jahre 1932 begann und deren Folgen bis zum Tod der Protagonisten nachwirkten,erzählt.

Mit atemloser Spannung habe ich die Geschichte, die im wesentlichen in zwei Zeitabschnitten spielt,gelesen.Meine Gefühle wechselten zwischen Fassungslosigkeit, teilweise Entsetzen und großer Trauer darüber, wie Menschen miteinander umgehen und sich mit Worten und Taten quasi selbst zerstören.
Ebenso wie in dem Buch „Die Überlebenden“ ist es der besondere Schreibstil des Autors, der mich wieder begeistert hat.
Ich spreche eine Leseempfehlung für dieses besondere Buch aus.

Veröffentlicht am 22.09.2022

Ein Leben für die Tiere

Dian Fossey - Die Forscherin
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Schon in frühester Kindheit hatte Dian Fossey den Wunsch mit Tieren zu arbeiten. Nachdem ihr Vater die Familie verließ,verläuft ihre Kindheit freudlos.Sehr früh verlässt sie ihr Elternhaus und sucht ihren ...

Schon in frühester Kindheit hatte Dian Fossey den Wunsch mit Tieren zu arbeiten. Nachdem ihr Vater die Familie verließ,verläuft ihre Kindheit freudlos.Sehr früh verlässt sie ihr Elternhaus und sucht ihren eigenen Weg.Über einige Umwege kommt sie ihrem Ziel langsam näher und als sich die Möglichkeit ergibt nach Afrika zu reisen, ist sie glücklich. Ihre erste Begegnung mit Gorillas, den sanften Riesen,ist entscheidend für ihre weitere Zukunft.Sie beginnt zu forschen und nimmt dabei unsägliche Strapazen auf sich.

In der Geschichte, die sehr spannend präsentiert wird, lernen wir eine starke Frau kennen, die ihre Ziele gegen alle Widerstände durchsetzt.Es wird deutlich gemacht mit welchem Engagement sie sich für die Forschung und die Natur einsetzt, dabei aber die Menschen oft aus den Augen verliert. Durch ihre dominante und kompromisslose Art ist sie für ihre Mitmenschen nicht immer leicht zu ertragen. Bis auf wenige gute Freunde lebt sie ein relativ zurückgezogenes und einsames Leben.

Ich habe die Geschichte mit großem Interesse verfolgt und empfehle sie gerne weiter.

Veröffentlicht am 20.09.2022

Hortus Eystettensis

Die Farben der Welt
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Ida ist zehn Jahre alt, als sie kurz nacheinander ihre Eltern verliert. Ihr Pate,der gut situierte Apotheker Basilius Besler,nimmt sie bei sich auf. Er sorgt dafür,dass sie eine gute Schule besucht, da ...

Ida ist zehn Jahre alt, als sie kurz nacheinander ihre Eltern verliert. Ihr Pate,der gut situierte Apotheker Basilius Besler,nimmt sie bei sich auf. Er sorgt dafür,dass sie eine gute Schule besucht, da er großen Wert auf Bildung legt. Die Kaufmannstochter Luisa Imhoff wird schon bald zu ihrer guten Freundin,durch deren Mutter wird die Liebe zur Malerei geweckt, welche fortan ihr Leben bestimmt. Mehrere Mitschülerinnen sind eifersüchtig auf Ida und machen ihr das Leben zur Hölle.Die Freunde Kaspar und Sebastian wetteifern um ihre Gunst,was erneut ihre Widersacherinnen auf den Plan ruft. Ida geht nach Florenz, um dort an der Kunstakademie zu studieren.Sie lernt die Malerin Artemisia Gentileschi,kennen, welche zu einer guten Freundin wird und ihr Zugang zu den höchsten Kreisen ermöglicht.Nach der Rückkehr nach Nürnberg erhält sie ,durch Vermittlung ihres Onkels, vom Fürstbischof von Eichstätt den Auftrag, den berühmten Prachtfolianten seines Gartens mitzugestalten. Doch Ihre Widersacherinnen ruhen nicht und so hat Ida noch einiges zu erleiden……

Ich bin großer Fan der historischen Romane dieser Autorin und so habe ich ihrem neusten Werk mit großer Spannung entgegengesehen.

Ihr Schreibstil, der in meinem Kopf die Personen zum Leben erweckte,ermöglicht es mir sofort tief in die Geschichte einzutauchen. Ich habe zusammen mit der Protagonistin gelacht, geweint, gelitten mich aber auch über ihre Erfolge gefreut.Geschickt hat sie auch dieses Mal historische und fiktive Personen miteinander vermischt, das vorangestellte und entsprechend gekennzeichnete Namensregister, war sehr hilfreich.durch die gute Recherche erhielt ich neben der fiktiven Geschichte, auch wieder neue Erkenntnisse über die damalige Zeit.
Ich lege das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Seite und empfehle es allen Fans historischer Romane. Selbstverständlich gibt es von mir wohlverdiente fünf Sterne .

Veröffentlicht am 18.09.2022

Medizin und Gift

Die versteckte Apotheke
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Eigentlich wollte Caroline ,gemeinsam mit ihrem Mann, den zehnten Hochzeitstag in London feiern. Doch kurz bevor die Reise starten soll, erfährt sie, dass ihr Mann sie betrogen hat. Kurz entschlossen trifft ...

Eigentlich wollte Caroline ,gemeinsam mit ihrem Mann, den zehnten Hochzeitstag in London feiern. Doch kurz bevor die Reise starten soll, erfährt sie, dass ihr Mann sie betrogen hat. Kurz entschlossen trifft sie die Reise alleine an. Am Themseufer trifft sie auf eine Gruppe Menschen die dort „Mudlarking“ betreiben und schließt sich Ihnen an. Als sie eine kleine Glasflasche im Schlamm findet, ist ihre Neugierde geweckt und sie begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit.
London 1791:
Die Apothekerin Nella ist ein Geheimtipp für Frauen,die Hilfe in verschiedenen Situationen benötigen. Als eines Tages die junge Eliza an sie herantritt und eine Bestellung, im Auftrag ihrer Herrin abholen soll,erfährt man ,dass Nella nicht nur Heilkräuter ,sondern auch Gift mischt.

Die Geschichte wechselt nun ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart und entwickelt ziemlich schnell einen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit wurde große Spannung aufgebaut und bis zum Schluss kann man nicht alle Geheimnisse entschlüsseln.
Es handelt sich um den Debütroman der Autorin,der zu großen Hoffnungen berechtigt. Ich habe die Geschichte mit atemloser Spannung gelesen, empfehle sie weiter und vergebe vier Sterne.

Veröffentlicht am 18.09.2022

Zu viele offene Fragen

Tödliches Allerlei
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An einem geschichtsträchtigen Ort in Leipzig wird eine Leiche gefunden und die Polizei erscheint vor Ort. Susanne Mayer, gerade erst wieder in ihrer Heimatstadt zurück, ist mit der Leitung der Mordkommission ...

An einem geschichtsträchtigen Ort in Leipzig wird eine Leiche gefunden und die Polizei erscheint vor Ort. Susanne Mayer, gerade erst wieder in ihrer Heimatstadt zurück, ist mit der Leitung der Mordkommission beauftragt und hat Probleme damit ,sich gegenüber ihren Kollegen zu behaupten. Es gibt einige Querelen, welche dem Teamgeist nicht sehr förderlich sind. Bevor die ersten Erkenntnisse vorliegen, gibt es weitere Morde,alle Opfer trugen Uniformen und die Todesursache ist identisch.

Das Buch ist nach Tagen gegliedert,es gibt Einschübe aus der Sicht des Täters.Außerdem sind dem Privatleben der Ermittler separate Abschnitte gewidmet,welche Fragen aufwerfen,die aber leider nicht beantwortet werden.Zwar wird der Täter am Ende ermittelt, ich hätte aber gerne mehr über seine Motivation und deren Hintergrund erfahren. Ich bin der Meinung, dem Buch hätten einige Seiten mehr gut getan, um die verschiedenen Ansätze zu vertiefen und zu erläutern. So bleibe ich als Leserin mit vielen offenen Fragen und einigermaßen unzufrieden zurück.