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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.11.2025

Eine Insel fürs Leben

Zwischen den Zeilen passiert das Leben
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Emma und Jonathan lernen sich in ihrer Kindheit auf Borkum kennen und als er sie auf ein Eis einlädt,beginnt eine Freundschaft,die ein Leben lang halten soll.Als ihre Wege sich trennen, halten Sie durch ...

Emma und Jonathan lernen sich in ihrer Kindheit auf Borkum kennen und als er sie auf ein Eis einlädt,beginnt eine Freundschaft,die ein Leben lang halten soll.Als ihre Wege sich trennen, halten Sie durch Briefe den Kontakt, und immer wieder ist es die wunderschönen Nordseeinsel, wo sie sich wieder treffen. Als Jonathan an Krebs erkrankt, bricht für Emma eine Welt zusammen,sie gerät in eine tiefe Krise und erst durch die Rückkehr nach Borkum ,beginnt ihre Seele wieder zu heilen.



Auf eine sehr berührende Weise erzählt die Autorin eine Geschichte,die sie in ähnlicher Weise selbst erlebt hat.Die beiden Protagonisten,denen das Leben so übel mitgespielt hat,werden so authentisch dargestellt,dass ich klare Bilder vor Augen hatte.Da mich mit Borkum wunderschöne Kindheitserinnerungen verbinden ,war das Setting etwas ganz Besonderes für mich.Neben den Protagonisten waren auch die anderen Personen in ihrem Umfeld besonders liebevoll gezeichnet und eine „ Oma Beeke“ wünscht sich wohl jeder.

Ein tolles Buch ,was mich tiefbewegt zurücklässt.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Zu jung für eine Oma

Evil Grandma
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Mona ist 65 Jahre,geschieden und arbeitet in Vollzeit,ihre beiden Söhne sind aus dem Haus. Als ihr ältester, Sohn und seine Freundin verkünden, dass sie Nachwuchs erwarten, ist Mona alles andere als erfreut. ...

Mona ist 65 Jahre,geschieden und arbeitet in Vollzeit,ihre beiden Söhne sind aus dem Haus. Als ihr ältester, Sohn und seine Freundin verkünden, dass sie Nachwuchs erwarten, ist Mona alles andere als erfreut. Sie fühlt sich zu jung für die Omapflichten, die zweifellos auf Sie zukommen werden,möchte selbst noch etwas erleben. Als dann noch die Wohnung der jungen Leute durch einen Wasserschaden auf Zeit unbewohnbar wird,bietet sie den Beiden eine Unterkunft in in ihrer kleinen Wohnung.Fortan wäscht,kocht , putzt sie und beseitigt das Chaos was Alma und Thomas hinterlassen,währenddessen die Beiden nur mit ihrem Handy beschäftigt sind. Mona geht die Situation mehr und mehr auf die Nerven und bei einem Wochenende zusammen mit ihrer Freundin und deren Tochter auf dem Land, entsteht an einem weinseligen Abend, die Idee für einen Instagram Account, den sie Evil Grandma 65 nennt.Zuerst hält sich die Anzahl ihrer Follower in Grenzen doch nach einer Baby Shower Party, platzt ihr der Kragen und die Sache eskaliert…..

Gekonnt,mit einigen Wahrheiten und viel ,teilweise etwas schrägem Humor ,blickt die Autorin auf zeitgemäße Themen.Der Generationenkonflikt,der mediale ,teils sehr skurrile Wahnsinn und einiges mehr wird ohne erhobenen Zeigefinger,aber deutlich in den Fokus gerückt. Die Protagonistin Mona war mir von Anfang an sehr sympathisch, auch wenn ihre Handlungen teilweise überzogen waren, hatte ich viel Verständnis für sie und konnte ihre Meinung nachvollziehen.
Die einzelnen Personen waren gut herausgearbeitet und wirkten realistisch,wenn auch etwas satirisch auf die Spitze getrieben.
Das Buch wurde von Silke Buchholz vorgelesen und hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Ein wichtiges Thema

Da, wo ich dich sehen kann
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Für die neunjährige Maja bricht von einem Tag auf den anderen, ihre Welt zusammen. Ihr Vater hat ihre Mutter Emma getötet, und Maja lebt nun bei Per und Brigitte den Großeltern mütterlicherseits.Auch ...

Für die neunjährige Maja bricht von einem Tag auf den anderen, ihre Welt zusammen. Ihr Vater hat ihre Mutter Emma getötet, und Maja lebt nun bei Per und Brigitte den Großeltern mütterlicherseits.Auch ihre geliebte Patentante Liv ,ist vorübergehend wieder dort eingezogen.Alle sind in ihrer Trauer gefangen ,jeder geht auf seine Weise damit um,Maja und Brigitte gehen zur Therapie.Alle versuchen für Maja dazusein und in ein halbwegs normales Leben zurückzufinden.Ihre Schuldgefühle und die Frage, ob sie die Tat hätten verhindern können, schwebt wie ein Damoklesschwert über Ihnen.

Während in den meisten Romanen der Fokus auf den Täter,die Täterin gerichtet ist, hat die Autorin hier bewusst einen anderen Weg gewählt und stellt die Hinterbliebenen in den Mittelpunkt des Romans. In kurzen Kapitel kommt jeweils eine Person zu Wort, wodurch man eine enge Beziehung zu den Beteiligten entwickelt. Unterbrochen wird das durch Gerichtsprotokolle, Zeitungsartikel und manchmal auch durch kindliche Zeichnungen.
Obwohl die Autorin, sehr sensibel, mit diesem schwierigen Thema umgegangen ist, bleibt die Tatsache, dass es sich bei diesem Roman um schwere Kost handelt.mit der manche Leser/ Leserinnen vielleicht überfordert sind.
Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt,begegnet uns das Thema in der Realität sehr häufig,was durch entsprechende Statistiken belegt ist.
Mir hat das Buch gut gefallen, ich vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Mayas persönlichster Fall

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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Eigentlich war Maya Topelius für einen Kurzurlaub in ihre Heimat gereist. Sie wollte ihre Eltern besuchen und ihnen ihren neuen Freund vorstellen.Ein Leichenfund in der Schlossruine von Bornholm ,macht ...

Eigentlich war Maya Topelius für einen Kurzurlaub in ihre Heimat gereist. Sie wollte ihre Eltern besuchen und ihnen ihren neuen Freund vorstellen.Ein Leichenfund in der Schlossruine von Bornholm ,macht ihre Pläne zunichte und so ist sie bald darauf, gemeinsam mit ihrem Kollegen Pär,mitten in den Mordermittlungen.Als ein weiterer Mord geschieht und es eine Verbindung zu einem Fall aus der jüngsten Vergangenheit gibt,nehmen die Ermittlungen richtig Fahrt auf.
Voller Schrecken muss Maya erkennen, dass es Verbindungen in ihre Vergangenheit und zu einem unbewältigten Trauma gibt, wodurch die Geschichte eine größere Brisanz erhält und die Ermittlerin an ihre psychischen Grenzen gerät.

Meine Meinung:

Ich kenne schon andere Fälle mit diesem sympathischen Ermittler Duo und habe mich auf das neueste Buch sehr gefreut. Geschick versteht es die Autorin erneut, den Kriminalfall und die persönliche Vergangenheit der Protagonistin miteinander zu verknüpfen.
Außerdem werden politisch ganz aktuelle Themen,wie etwa der Rechtsextremismus in die Handlung eingebunden und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.
Das Buch war durchgehend spannend dabei aktuell und tiefgründig ,eine sehr gelungene Mischung.
Ich vergebe fünf Sterne und hoffe auf weitere Fälle.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Rückkehr zum inneren Kind

Drei Tage im Schnee
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Hannah ist ausgebrannt und am Ende ihrer Kräfte,sie braucht dringend eine Auszeit. Kurzentschlossen bucht sie eine kleine Holzhütte am See, die völlig abgelegen ist. Kurz nach ihrer Ankunft beobachtet ...

Hannah ist ausgebrannt und am Ende ihrer Kräfte,sie braucht dringend eine Auszeit. Kurzentschlossen bucht sie eine kleine Holzhütte am See, die völlig abgelegen ist. Kurz nach ihrer Ankunft beobachtet sie vom Fenster aus ein kleines Mädchen, was konzentriert einen Schneeengel gestaltet.Sie kommt mit ihr ins Gespräch und gemeinsam bauen sie ein Schneinhorn und einen Iglu. Zwischendurch wärmen Sie sich am Kaminfeuer in ihrer Hütte auf, trinken weiße Schokolade und führen viele Gespräche. Durch die kleine Sophie lernt Hannah, die Welt wieder aus Kinderaugen zu sehen und erinnert sich an viele Dinge aus ihrer eigenen Kindheit, die sie lange vergessen hatte. Ihr wird bewusst, dass sich in ihrem Leben etwas ändern muss, und sie beschließt, sofort nach ihrer Rückkehr damit zu beginnen. Mehr auf das innere Kind in sich hören und nicht immer so sein, wollen, wie die Gesellschaft es von einem erwartet.
Die Geschichte hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. Als Erwachsener verlernt man oft den Fokus auf die kleinen Dinge zu legen, da können wir von Kindern viel lernen.
Die Autorin hat in dem kleinen Büchlein viele Lebensweisheiten,die eigentlich gar nicht neu sind ,auf liebevolle Weise verpackt und jeder kann für sich etwas passendes daraus auswählen.
Von mir vier Sterne und eine Leseempfehlung.

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