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Veröffentlicht am 11.04.2023

Fesselnde Dystopie

Wir Verlorenen
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Der Roman „Wir Verlorenen“ von Jana Taysen ist eine fesselnde Dystopie, die den Leser in eine postapokalyptische Welt entführt. In dieser Welt hat ein tödliches Virus die Gesellschaft ausradiert, wie wir ...

Der Roman „Wir Verlorenen“ von Jana Taysen ist eine fesselnde Dystopie, die den Leser in eine postapokalyptische Welt entführt. In dieser Welt hat ein tödliches Virus die Gesellschaft ausradiert, wie wir sie heute kennen und Überlebende zurückgelassen, die um knappe Ressourcen konkurrieren.

Die Protagonistin Smilla versteckt sich zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Jera und einer kleinen Gruppe Überlebender in der Eifel. Täglich muss die Gruppe um ihre Existenz bangen, weil Nahrung und Vorräte knapp sind und Gefahren von anderen Überlebenden ausgehen. Durch Zufall trifft Smilla auf den ehemaligen Nachbarsjungen Falk aus ihrer Kölner Heimat und muss entscheiden, ob sie ihm trauen kann.

Die Autorin schafft es, die Auswirkungen des Virus auf eindringliche Weise darzustellen, was dem Leser das Gefühl gibt, selbst Teil der Geschichte zu sein. Besonders gut hat mir die Ausarbeitung der Charaktere gefallen. Insbesondere Smillas innere Konflikte und Entscheidungen haben moralische Fragestellungen aufgegriffen und zum Nachdenken angeregt.

Zentrale Themen der Dystopie sind das Vertrauen in Andere und die Frage, ob Moral und Ethik auch in dystopischen Gesellschaften den gleichen Stellenwert haben wie heute:

Kann und darf man das eigene Überleben über das Wohl anderer stellen?

Insgesamt ist „Wir Verlorenen“ ein packender Roman, den ich allen Fans von dystopischen Geschichten weiterempfehlen kann. Ich kann es kaum erwarten, Teil 2 zu lesen!

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