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Laurel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2025

Die Tiefe fehlt

Rückkehr nach Budapest
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Márta hat die Schule beendet, sich von ihrem Freund getrennt und ihren Vater zuhause am Balaton sitzengelassen, um den Sommer 1986 in Ost-Berlin bei ihrer Cousine Teresa zu verbringen. Es fiel ihr schwer, ...

Márta hat die Schule beendet, sich von ihrem Freund getrennt und ihren Vater zuhause am Balaton sitzengelassen, um den Sommer 1986 in Ost-Berlin bei ihrer Cousine Teresa zu verbringen. Es fiel ihr schwer, ihren alkoholkranken und nicht mehr zur Selbstständigkeit fähigen Vater zurückzulassen, aber sie ist jung und muss ihre eigenen, freien Wege gehen.
In Berlin trifft sie gleich am ersten Abend den Dichter Konstantin Berger. Aus dem Prolog weiß der Leser bereits, dass sich eine Dreiecksbeziehung zwischen ihm, Márta und Teresa entwickeln wird. Wieso die beiden diesen Mann mögen, wird mir als Leser nicht klar, in meinen Augen ist er unsympathisch. Ich fiebere jedenfalls bei der Liebesgeschichte nicht mit. Diese Beziehung wird auch viele Jahre später, nach dem Tod von Teresa, noch nicht ausgesprochen sein.
Im Buch werden tiefgründige und philosophische Themen besprochen, jedoch leider nur angerissen und nicht tiefergehend behandelt. Dabei lebte die Autorin selbst im Berlin der DDR und hätte tiefere Einblicke und Ansichten zu diesen Themen aus der Gesellschaft des damaligen Systems zeigen können. Das wäre interessant für mich gewesen. So handelt es sich bei Rückkehr nach Budapest jedoch für mich nur um einen kurzweiligen Roman, den man schnell gelesen und aber auch schnell vergessen hat.

Veröffentlicht am 16.02.2025

Herausforderungen des Erwachsenwerdens

Klapper
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Kurt Prödel war für mich immer eine Twitter-Ikone. Als ich sah, dass er nun auch ein Buch geschrieben hat, wollte ich es sofort lesen. Und er hat mich wirklich nicht enttäuscht!

Das Buch erzählt von Klapper ...

Kurt Prödel war für mich immer eine Twitter-Ikone. Als ich sah, dass er nun auch ein Buch geschrieben hat, wollte ich es sofort lesen. Und er hat mich wirklich nicht enttäuscht!

Das Buch erzählt von Klapper zu zwei verschiedenen Zeitpunkten in seinem Leben. 2011, Klapper ist 15 und hat die üblichen Teenager-Probleme eines "Außenseiters". Mit seinen Mitschülern verbindet ihn scheinbar nichts, er hat keine Lust auf soziale Interaktionen. Er zockt gerne Counterstrike und verbringt auch seine restliche Freizeit am PC. Seine Familie ist etwas unbeständig, seine Mutter hat psychische Probleme und sein Vater wird als unempathischer, teilweise auch cholerscher Mann dargestellt. Eigentlich verbindet die drei nur das tägliche gemeinsame Abendessen.
Doch Klappers Leben soll auf den Kopf gestellt werden, als nach den Sommerferien 2011 eine neue Mitschülerin, Bär, in die Klasse kommt. Sie setzt sich neben Klapper und hat den gleichen Heimweg wir er. So entwickelt sich zaghaft eine Freundschaft zweier besonderer und etwas anderer Jugendlicher mit schwierigem familiären Hintergrund.

Der zweite Handlungsstrang spielt 2025, Klapper ist 30 und hat ein eintöniges Leben als IT-Sicherheitsberater. Er stößt zu diesem Zeitpunkt auf Bärs altes Counterstrike-Profil und durchlebt den gemeinsamen Herbst 2011 noch einmal.

Die Geschichte berührt mich. Ich konnte mich gut mit den beiden identifizieren und mich in ihre Probleme einfühlen, da das Buch in einer authentischen Art geschrieben wurde.

Veröffentlicht am 13.02.2025

So berührend, so fesselnd

Das Leben fing im Sommer an
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Christoph Kramer kann auch Bücher schreiben! Was für ein gelungener Debütroman. Mit einer berührenden Art nimmt er uns mit in eine Geschichte, die sich teilweise mit seiner Jugend deckt.

Der 15-jährige ...

Christoph Kramer kann auch Bücher schreiben! Was für ein gelungener Debütroman. Mit einer berührenden Art nimmt er uns mit in eine Geschichte, die sich teilweise mit seiner Jugend deckt.

Der 15-jährige Christoph erlebt in den ersten drei Tagen seiner Sommerferien 2006 viele erste Male. Zusammen mit seinen besten Freunden geht er auf Partys, hat aufregende Treffen mit Mädchen und macht verbotene Dinge.

Das Buch hat mich wie eine Welle total mitgerissen. Christoph Kramer schafft eine positiv melancholische Stimmung, eine Erinnerung an die unbeschwerte Zeit der Sommerferien in der Jugend und eine Verbindung zu seinem jungen Ich. Mit seiner einfühlsamen Art des Erzählens beschreibt er die Gedanken und Probleme von Jugendlichen dieses Alters in authentischer Weise. Am Ende des Buchs war ich total ergriffen von diesem ehrlichen und gefühlvollen Werk. Ich bin begeistert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2025

WUNDERSCHÖN

Über allen Bergen
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In diesem Buch wird die Liebe zur Natur und zu den Farben poetisch zelebriert.

Vadim Pavlovitch muss 1943 seine Familie in Paris wegen seines Asthmas und der näher rückenden Bedrohung durch die Nazis ...

In diesem Buch wird die Liebe zur Natur und zu den Farben poetisch zelebriert.

Vadim Pavlovitch muss 1943 seine Familie in Paris wegen seines Asthmas und der näher rückenden Bedrohung durch die Nazis zurücklassen und allein in das kleine Bergdorf Vallorcine ziehen. Vadim wird zu Vincent, einem Sohn der Familie, bei der er unterkommt. Er erlebt den Wandel der Natur im Hochgebirge vom tiefsten Winter über den Frühling bis in den Hochsommer und lernt ein bisher fremdes Leben kennen. Er sieht eine neue Welt und lernt neue Dinge.

Auf eine beeindruckende Weise schaffen es Autorin und Übersetzerin die Natur durch die Augen des beeindruckten und verzauberten Jungen mitsamt den Farben und Formen zu zeichnen. Durch diese Beschreibungen wird dem Leser das Wunder der Natur bewusst und wunderschöne Naturbilder werden im Kopf hervorgerufen.

Dieses Buch ist ein Buch zum Langsamlesen und Genießen. Es begleitet einen durch graue Tage und bringt Licht in den Winter.

Veröffentlicht am 13.02.2025

Düstere Geheimnisse

Die blaue Stunde
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„Die blaue Stunde“ ist ein spannender Roman, der in der Zeit nach der Corona-Pandemie spielt. Die Geschichte dreht sich um Becker, der aus persönlichen Gründen die Künstlerin Vanessa Chapman verehrt. Er ...

„Die blaue Stunde“ ist ein spannender Roman, der in der Zeit nach der Corona-Pandemie spielt. Die Geschichte dreht sich um Becker, der aus persönlichen Gründen die Künstlerin Vanessa Chapman verehrt. Er arbeitet bei der Stiftung, die durch persönliche Verstrickungen des ehemaligen Stiftungsleiters die Werke von Chapman erbte. Als bei deren Ausstellung ein renommierter Anthropologe einen Knoche als menschlich identifiziert, kontaktiert die Stiftung erneut die Erbschaftsverwalterin Grace, eine gute Freundin von Chapman. So kommt es, dass Becker die erst sehr misstrauische Grace, auf der Insel besucht und die Orte der Kunstwerke seiner verehrten Künstlerin kennenlernt. Auf der Suche nach der Lösung des Rätsels um den Knochen lernt Becker die Geschichte von Vanessa Chapman durch Erzählungen von Grace und Tagebücher kennen und stößt auf viele düstere Geheimnisse…

Die Autorin schafft es, eine gute Geschichte mit viel Spannung zu erzählen. Durch Rückblicke in verschiedene Situationen im Leben der Hauptfiguren lernt man die Personen, auch die nicht mehr lebenden, ihre Ängste und Motivationen sehr gut kennen. Die verschiedene Erzählmittel, wie Tagebucheinträge und Zeitungsartikel, machen das Buch kurzweilig.