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Veröffentlicht am 12.03.2023

Die größte Enttäuschung - selbst ein Stern ist zu viel!

Gute Tage - Wie du die Regel geregelt kriegst
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Inhalt:
Dieser Ratgeber verspricht spannende Fakten und hilfreiche Tipps zum Thema Menstruation. „Die erste Periode kann ziemlich überwältigend, verwirrend und peinlich sein – und darüber zu reden oder ...

Inhalt:
Dieser Ratgeber verspricht spannende Fakten und hilfreiche Tipps zum Thema Menstruation. „Die erste Periode kann ziemlich überwältigend, verwirrend und peinlich sein – und darüber zu reden oder Fragen zu stellen, scheint manchmal einfach unmöglich. Aber so muss es nicht sein!“

Meinung:
Und genau der Meinung bin ich auch. Hätte ich allerdings Rat und Hilfe und Tipps benötigt, wäre ich mit diesem Buch völlig hilflos und verzweifelt und sogar verängstigt gewesen. Ich bin mir zu 100% sicher, dass dieses Buch von vielen wahrscheinlich sogar gefeiert und zelebriert werden wird, weil gleich auf den ersten Blick erkennbar ist, dass man hier sehr großen Wert auf Diversität und Vielfältigkeit setzt. Meiner Meinung nach ist das Autorenduo aber komplett am Thema vorbeigeschlittert, denn in diesem Ratgeber geht es weder um Hautfarbe, noch um Religion oder dergleichen – hier geht es einzig und allein um die Menstruation – und der Menstruation ist es schlichtweg egal, welche Hautfarbe die menstruierende Frau hat. Dementsprechend habe ich also versucht, diesen Menstruations-Ratgeber sachlich zu bewerten und habe daher auch die schrecklichen Illustrationen ausgeblendet. Ich verstehe nämlich noch immer nicht, was ein Mädchen mit Kopftuch oder ein Mädchen im Rollstuhl oder ein Mädchen mit einer Beinprothese mit der Menstruation zu tun haben. Es wurde peinlichst auf die Diversität und Vielfältigkeit der abgebildeten Mädchen geachtet, dass man dabei vergessen hat, um was es hier grundsätzlich geht. Aber fangen wir mal ganz am Anfang an. Da ich selbst mitten in der Pubertät bin, denke ich, kann ich all die Dinge, die hier angesprochen werden, am besten beurteilen. Auch wenn ich eigentlich schon (fast) alles über die Pubertät weiß, bin ich dennoch interessiert und habe dementsprechend nicht nur dieses Buch, sondern auch einige andere Bücher vorliegen, die ich euch bei Bedarf gerne noch vorstellen könnte. Bereits auf der ersten Seite ist die Rede von der „nächsten Generation Bluterinnen“ – wie geschmacklos ist das denn bitte? „Habt eine tolle Zeit und lasst euch die Laune nicht verderben!“ Hä?! Nun gut, „Los geht’s! … Willkommen zu deiner Periode!“ – fängt ja alles gut an, aber der Knaller kommt gleich noch. Kurz und knapp werden die Grundlagen auf einer Doppelseite abgehändelt, um dann den Mädchen, die tatsächlich vielleicht keine Ahnung von der Menstruation haben, pure Angst einzuflößen. Wer bis hierhin noch keine Angst davor hatte, die Menstruation zu bekommen, den packt die Angst spätestens jetzt. Denn hier wird der Leserin suggeriert, dass man Angst haben müsste. Da führt kein Weg daran vorbei! Also gibt es erst einmal einen Notfallplan mit Dingen, die man tun kann, um ja keine Angst zu bekommen, die man ja nicht gehabt hätte, hätte man nicht die Seite zuvor gelesen. Hier muss ich nochmals erwähnen, dass ich echt versuche, die grausamen Illustrationen auszublenden. Mag sein, dass man vielleicht der Meinung war, dass diese Einfachheit cool rüberkommt bei den jungen Mädchen heutzutage. Ich persönlich finde die Bilder aber einfach nur hässlich, vor allem, weil sich auf unzähligen Seiten blutige Binden und Tampons durchs Bild ziehen. Ätzend! Es reicht nicht, wenn man die eklige Schlacke einmal im Monat im eigenen Slip hat, jetzt werden die blutigen Binden und Tampons auch noch in einem Buch gefeiert. Hurra! Dann gibt es einige Themen, die eigentlich kaum erwähnenswert sind, denn welches Mädchen stellt sich die Frage, welche Unterwäsche die richtige wäre während der Periode? Wollt ihr das Ganze hier ins Lächerliche ziehen? Ernsthaft? Ich sortiere meine Unterwäsche doch nicht nach „für die Tage mit und für die Tage ohne Periode“. Ich muss schlichtweg davon ausgehen, dass das Autorenduo denkt, wir Mädchen leben tatsächlich hinterm Mond. Zumindest hier in Deutschland fängt der Aufklärungsunterricht bereits in der Grundschule an. Von Schule zu Schule und auch von Bundesland zu Bundesland gibt es sicherlich auch noch Unterschiede, aber ich hatte beispielsweise in der fünften Klasse einen „pro familia-Tag“. Mädchen und Jungs wurden dabei getrennt, damit man sich vor dem anderen Geschlecht nicht schämt und wirklich offen alles fragen kann, was einem so auf der Zunge liegt. Und uns wurde alles, aber wirklich alles erklärt. Zum Schluss gab es auch noch ein Tampon-und-Binden-Set und ganz viele Informationsbroschüren. Solch einen „pro familia-Tag“ sollte es eigentlich an allen Schulen geben, aber selbst wenn nicht, gibt es dann im Bio-Unterricht noch einmal weitere Informationen. Da wir uns aber in einem fortgeschrittenen Zeitalter befinden, wird es kaum ein Mädchen geben, das ab der fünften Klasse nicht die Möglichkeit hat, sich selbst zu informieren. Ob man sich nun im Internet informiert oder aber mit Freundinnen redet oder aber mit den Eltern oder… oder… oder. Aber bei diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass die Autorinnen tatsächlich davon ausgehen, dass wir Mädchen wirklich von nichts eine Ahnung haben und dann kommt einfach so und ganz plötzlich mit einem ganz großen PLOPP die rote Schlacke aus einem raus. Aber hey, dann ist die Menstruation eben da und was machen wir natürlich gleich? Natürlich! Eine Perioden-Party!!! Geht’s noch? Wollt ihr uns allen Ernstes hier veräppeln? „Willkommen im Club“ und „verkünde es zu Hause“ und „lächle dich selbst im Spiegel“ an. Natürlich wird dann eine ganze Doppelseite dem Thema gewidmet „Wie sag ich’s am besten“ der Welt da draußen, aber ihr erinnert euch, dass ich eben erwähnt habe, dass für die wichtigen Grundlagen genauso viele Seiten beansprucht wurden – da stimmt in meinen Augen die Verhältnismäßigkeit nicht. Als ich meine Menstruation bekam, hatte ich nicht das Gefühl, ich müsste es in die Welt hinausschreien. Aber vielleicht hätte ich in der Zeitung eine Annonce schalten sollen?! Hätte ich sicher gemacht, wenn ich diesen „ultimativen Ratgeber“ davor gelesen hätte. Dann kommt natürlich der Teil mit den Binden und den Tampons, wo ich mich wieder über diese Illustrationen mehr als wundern musste, denn die Illustrationen erwecken den Anschein, als hätten wir Frauen eine kleine Hauttasche seitlich am Oberschenkel, wo wir uns dann die Tampons einfach reinschieben. Dann gibt es noch Tipps zum Einführen von Tampons und den Rat, dass man dazu Gleitgel verwenden kann – lieben Dank für den Hinweis, dass es Gleitgel in jedem Drogeriemarkt zu kaufen gibt. Moment mal! Dieses Buch wird vom Verlag ab 10 Jahren empfohlen und wenn ich bedenke, dass meine fast 10-jährige Schwester nun zum nächsten Drogeriemarkt sprintet und dort eine Tube Gleitgel kauft, dann… dann hat sie definitiv einige Lacher auf ihrer Seite, wenn es ans Bezahlen geht. So schlecht ich das Buch auf der einen Seite auch finde, belustigt es mich dennoch irgendwie. Vor allem das Kapitel „Kacke“, in dem ich nun erfahre, dass in meinem Körper wohl irgendwo eine unsichtbare Hand ist, die einen Stressball knautscht und ich deshalb häufiger „groß aufs Klo“ muss. Herrlich! Das ist nun tatsächlich sogar unter dem Niveau einer Zehnjährigen. Nachdem wir dann noch lernen, was im schlimmsten Fall passieren könnte und wie wir uns dann zu verhalten haben – nämlich locker und lässig bleiben, selbst wenn ein roter Fleck die schicke, weiße Hose ziert, gibt es tatsächlich ein Thema, das ich interessant fand. Während ich die Meinung der Autorinnen teile und nicht verstehe, dass man sich während der Periode vom Schulsport befreien lassen muss, gibt es ganz viele Mädchen, die nicht nur den Schulsport ausfallen lassen, sondern den kompletten Unterricht. Tut mir leid, dass ist eine Einstellung, die ich nicht teilen kann. Es mag Tage während der Menstruation geben, an denen man sich nicht wohlfühlt, das stimmt. Aber grundsätzlich ist die Periode kein Freifahrtschein fürs Blaumachen! Beim Schwimmunterricht verstehe ich es, denn wenn man keine Tampons mag, könnte man natürlich die Variante der Autorinnen anwenden und Slips im Badeanzug tragen, aber meins ist das nicht. Über zig Seiten gibt es dann noch Tipps, über die ich hier herziehen und über die ich mich lustig machen könnte, aber ich denke, irgendwann ist auch mal gut. Allerdings muss ich noch einmal auf die Altersempfehlung eingehen, denn meiner Meinung nach ist dieses Buch definitiv nichts für Zehnjährige. Ein Buch, in dem ein Mädchen ihre Vagina im Spiegel betrachtet und ihren Körper erforscht, allerlei Verhütungsmittel durchdiskutiert werden und sich die Frage nach Sex während der Periode stellt, verwirrt eher, als dass es hilft. Meine Schwester hat natürlich gleich ein Kondom mit Gesicht entdeckt und gefragt, was das ist. Ich habe selbstverständlich geantwortet, um dann die Frage „Was ist denn ein Kondom?“ direkt an meine Mutter weiterzureichen. Sorry, aber wenn es tatsächlich Mädels da draußen gibt, die ernsthaft einen Rat suchen, dann gibt es nur einen: „Haltet euch fern von diesem Buch!“ Die Periode ist weder peinlich noch verwirrend. Ja, die Periode ist ganz normal, aber ich kann leider nicht zustimmen, dass dieser Ratgeber vollgepackt mit Wissen rund um die Tage ist und von altersgerecht brauchen wir hier auch nicht reden. Dass die Illustrationen divers sind stimmt, aber dass diese angenehm sind, ist Geschmackssache, denn die Nasen und Augenabstände der Mädchen wirken ziemlich verstörend.

Fazit:
Der Ratgeber „Gute Tage – Wie du die Regel geregelt kriegst“ von Yumi Stynes und Dr. Melissa Kang ist weder fröhlich, noch offen oder gar informativ – es ist vielmehr die größte Enttäuschung ever. Vor allem „Einsteigerinnen“ sollten ihre Finger von diesem „ultimativen Ratgeber“ lassen. Da die meisten Bewertungssysteme mindestens ein Sternchen abverlangen, vergebe ich 1 von 5 Sternchen. Aber selbst das ist zu viel.

Veröffentlicht am 01.03.2023

Die drei !!! Krimi, Krabben und ganz viel Nordsee

Die drei !!! Krimi, Krabben und ganz viel Nordsee
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Moin!

Inhalt:
Die drei !!! begleiten Maries Vater zu einem Dreh an die Nordseeküste, denn Helmut Grevenbroich soll in „Alarm im Watt – Die Nordseepolizei“ eine der Hauptrollen spielen. Und sogar Kim, ...

Moin!

Inhalt:
Die drei !!! begleiten Maries Vater zu einem Dreh an die Nordseeküste, denn Helmut Grevenbroich soll in „Alarm im Watt – Die Nordseepolizei“ eine der Hauptrollen spielen. Und sogar Kim, Franzi und Marie haben Rollen in dem Krimi-Mehrteiler! Doch plötzlich bekommt Gloria von Glitterbach, die weibliche Hauptdarstellerin, merkwürdige Nachrichten zugeschickt. Wer steckt bloß dahinter? Und warum?

Meinung:
Was habe ich mich auf diesen Fall gefreut, denn diesmal ermitteln meine Lieblingsdetektivinnen an der wunderschönen Nordseeküste. Spannend und mitreißend wird ein toller Krimi erzählt. Trotz der rasanten Verfolgungsjagd und den Ermittlungen bleibt aber dennoch sehr viel Zeit, näher auf die Landschaft einzugehen. Die Schriftgröße ist sehr gut lesbar. Auch der Schreibstil ist angenehm locker und sehr detailliert. Witzige Fun-Facts, Sightseeing-Tipps, eine Landkarte und ein nützlicher Sprachführer, der ins Plattdeutsch („Plattdütsch“), kurz auch „Platt“, einführt, sind die ideale Vorbereitung für einen Trip an die Nordsee und machen Lust auf einen Kurzurlaub.

Fazit:
„Die drei !!!: Krimi, Krabben und ganz viel Nordsee“ von Julie Bender empfehle ich Mädchen ab 10 Jahren, die gerne Krimis lesen, in denen Freundschaft und Girlpower groß geschrieben werden. Die Landkarte und der kleine Sprachführer sind ein tolles Extra und deshalb gibt es von mir 5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 01.03.2023

Die ideale Vorbereitung für einen Trip an die Nordsee

Die drei !!! Krimi, Krabben und ganz viel Nordsee (drei Ausrufezeichen)
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Moin!

Inhalt:
Die drei !!! begleiten Maries Vater zu einem Dreh an die Nordseeküste, denn Helmut Grevenbroich soll in „Alarm im Watt – Die Nordseepolizei“ eine der Hauptrollen spielen. Und sogar Kim, ...

Moin!

Inhalt:
Die drei !!! begleiten Maries Vater zu einem Dreh an die Nordseeküste, denn Helmut Grevenbroich soll in „Alarm im Watt – Die Nordseepolizei“ eine der Hauptrollen spielen. Und sogar Kim, Franzi und Marie haben Rollen in dem Krimi-Mehrteiler! Doch plötzlich bekommt Gloria von Glitterbach, die weibliche Hauptdarstellerin, merkwürdige Nachrichten zugeschickt. Wer steckt bloß dahinter? Und warum?

Meinung:
Was habe ich mich auf diesen Fall gefreut, denn diesmal ermitteln meine Lieblingsdetektivinnen an der wunderschönen Nordseeküste. Spannend und mitreißend wird ein toller Krimi erzählt. Trotz der rasanten Verfolgungsjagd und den Ermittlungen bleibt aber dennoch sehr viel Zeit, näher auf die Landschaft einzugehen. Die Schriftgröße ist sehr gut lesbar. Auch der Schreibstil ist angenehm locker und sehr detailliert. Witzige Fun-Facts, Sightseeing-Tipps, eine Landkarte und ein nützlicher Sprachführer, der ins Plattdeutsch („Plattdütsch“), kurz auch „Platt“, einführt, sind die ideale Vorbereitung für einen Trip an die Nordsee und machen Lust auf einen Kurzurlaub.

Fazit:
„Die drei !!!: Krimi, Krabben und ganz viel Nordsee“ von Julie Bender empfehle ich Mädchen ab 10 Jahren, die gerne Krimis lesen, in denen Freundschaft und Girlpower groß geschrieben werden. Die Landkarte und der kleine Sprachführer sind ein tolles Extra und deshalb gibt es von mir 5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Ein fantasievoller Auftakt

Die Seelenpferde von Ventusia, Band 1 - Windprinzessin
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Inhalt:
Fiona liebt das Reiten, allerdings können sich ihre Eltern kein Pferd leisten. Deshalb hilft Fiona in den Sommerferien auf dem Reiterhof aus, um Geld für ein eigenes Pferd zu sparen. Bei einem ...

Inhalt:
Fiona liebt das Reiten, allerdings können sich ihre Eltern kein Pferd leisten. Deshalb hilft Fiona in den Sommerferien auf dem Reiterhof aus, um Geld für ein eigenes Pferd zu sparen. Bei einem Ausritt begegnen ihr zwei wilde Hengste, die sich ziemlich sonderbar verhalten. Sie folgen ihr und es scheint gar so, als ob sie ihr was sagen wollen. Und dann taucht auch noch dieser fremde Junge auf, der behauptet, Fiona stamme aus dem magischen Reich Ventusia und müsse unbedingt dorthin zurückkehren, um ihr Seelenpferd zu finden. Ein magisches Abenteuer beginnt…

Meinung:
Für mich gab es genau zwei Punkte, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte: erstens liebe ich Pferde und zweitens mag ich den Schreibstil der Autorin. Dieser ist leicht lesbar, dabei aber dennoch mitreißend. Das Setting wechselt zwischen der realen Welt in Irland und einer Fantasywelt, dem magischen Reich Ventusia. Die Charaktere sind gut entwickelt und die Handlung überrascht immer wieder mit unvorhergesehenen Wendungen und macht neugierig auf die Fortsetzung.

Fazit:
„Windprinzessin“ ist der Auftakt der neuen Reihe „Die Seelenpferde von Ventusia“ aus der Feder von Jennifer Benkau. Diese Geschichte über zwei Mädchen aus zwei unterschiedlichen Welten empfehle ich Kindern ab 10 Jahren, die fantasievolle Abenteuer mit Pferden lieben. Von mir gibt es 5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Eine äußerst einfühlsame Geschichte

1000 gute Gründe
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Inhalt:
Milou hat es in ihrem Leben nicht leicht, denn sie wird in der Schule gemobbt. Auch sonst ist sie fast immer allein, weil ihre Eltern sehr viel arbeiten. Der einzige Lichtblick, den Milou in ihrem ...

Inhalt:
Milou hat es in ihrem Leben nicht leicht, denn sie wird in der Schule gemobbt. Auch sonst ist sie fast immer allein, weil ihre Eltern sehr viel arbeiten. Der einzige Lichtblick, den Milou in ihrem Leben hat, ist ihre Oma Anni. Doch dann stirbt ihre Oma plötzlich und Milou möchte nicht mehr in die Schule gehen oder gar ihr Zimmer verlassen. Ohne ihre Oma und die Glückskekse, die sie ihr jeden Tag gebacken hat, macht das Leben keinen Sinn mehr. Eines Tages findet Milou aber einen Glückskeks auf der Fußmatte, einen von Oma Annis Glückskeksen – und es bleibt nicht der einzige. Milou gibt sich einen Ruck und geht tatsächlich wieder vor die Tür, denn ihre Oma scheint ihr Botschaften zu schicken, um sie wieder zurück ins Leben zu führen. Mithilfe von Oma Annis Glückskekszettelchen merkt Milou, dass es auch viele Lichtblicke und Glücksmomente im Leben gibt…

Meinung:
Ich habe bereits die „Schwesterherzen“-Reihe von Lucy Astner sehr gern gelesen und ich bin auch bei diesem Buch wieder hellauf vom wundervollen Schreibstil der Autorin begeistert, denn dieser lässt sich nach wie vor leicht und flüssig lesen. Diese ganz besondere Geschichte rund um Milou hat mir so viele schöne aber auch traurige Lesemomente bereitet, sodass ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Buch zurückblicke. Das Cover sieht auf jeden Fall relativ fröhlich aus – das war zeitweise aber bei der Story gar nicht der Fall. In der Tat musste ich einige Tränchen verdrücken. Ich mochte das Buch aber dennoch sehr, denn mir war Milou von Anfang an sympathisch, außerdem konnte ich sie und ihr Handeln sehr gut verstehen. Die Botschaft, dass man, egal, was einem passiert, trotzdem immer mindestens 1000 gute Gründe findet, nach vorn zu schauen, finde ich besonders wichtig und wertvoll. Kinder, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie Milou, könnten aus dieser Geschichte ein wenig Mut und Kraft schöpfen.

Fazit:
„1000 gute Gründe – Oder: wie ein Glückskeks mein Leben veränderte“ von Lucy Astner ist eine äußerst einfühlsame Geschichte. Dieses Buch, das uns zeigt, wie man Trauer verarbeiten kann und dann wieder zurück ins Leben findet, empfehle ich Kindern ab 11 Jahren. Ich bin entzückt und vergebe liebend gerne 4,5 von 5 Sternchen.