Profilbild von LeseEule35

LeseEule35

Lesejury Star
offline

LeseEule35 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LeseEule35 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2024

Heftiges Laubknistern...

Knistern im Herbstlaub
0

“Knistern im Herbstlaub" aus der Herbststaffel "Liebe auf Schwedisch" entführt dich in eine herzerwärmende Liebeskomödie, die dich in die idyllische schwedische Kleinstadt Lillaström entführt. Tauche ein ...

“Knistern im Herbstlaub" aus der Herbststaffel "Liebe auf Schwedisch" entführt dich in eine herzerwärmende Liebeskomödie, die dich in die idyllische schwedische Kleinstadt Lillaström entführt. Tauche ein in die Geschichte von Inger und Mats und lass dich von der Magie Schwedens verzaubern!

Direkt geht es in die Handlung hinein zu Inger und ihrer Freundin Agi, die sich große Sorgen um die Gesundheit ihrer besten Freundin macht. Diese ist vor lauter Stress und Arbeit zusammengebrochen und braucht dringend Erholung. Da gibt es nichts besseres als einen Aufenthalt im Ferienhaus der Bergmans im lieblichen Lillaström. Doch die Ruhe wehrt nicht lange, denn dort trifft Inger auf das schlimmste Date ihres Lebens Mats. Beide bekommen sich sofort wieder in die Haare und beharren auf ihr Recht, alleine in dem Haus zu bleiben. Doch die Geschwister Bergmann besinnen beide darauf sich zu arrangieren und wohl oder über müssen sie dem nachgeben. Jedoch nicht kampflos und mit jeder Menge Streiche. Letztendlich schert Waffenstillstand und beide fangen an sich näher kennenzulernen, sich ihren Kummer anzuvertrauen und den jeweils anderen im ganz neuen Licht zu betrachten. Gebe es da nur nicht störende Einwirkungen, könnten es so schön harmonisch sein.

Inger Sadlow, lebt in Stockholm, ist Single, und gibt alles für ihre Arbeit, in der Hoffnung die langersehnte Beförderung zu bekommen. Doch ihr Arbeitgeber macht ihr wieder einen Strich durch die Rechnung und ihre Abmühungen haben nur einen gesundheitlichen Wahnschuss zur Folge. Sie muss sich darüber klar werden, was ihr für die Zukunft wirklich wichtig ist und am Herzen liegt. Durch die Kabbeleien mit Mats kommt sie auf andere Gedanken und vergisst sogar ihren Hass auf ihn und erlebt einen ganz anderen Mann, als bei ihrem damaligen schlimmsten Date aller Zeiten.

Mats Thornberg, hat die 4. Trennung seiner On-Off-Beziehung hinter sich und muss diese Frau endlich aus seinem kopf bekommen, die ihn doch nur immer wieder verletzt. Auch er lebt in Stockholm und ist mit Mika Bergmann befreundet. Damals sollte eer mit Inger verkuppelt werden, was sich als Flaute entpuppte. Doch diese Frau schafft es , dass er seine Ex endlich vergisst und sich nur auf ihren Schlagabtausch konzentriert. Er ist ein guter Zuhörer, verwirklicht kleine Träume und besinnt sich endlich auf sein Innersten und zu dem wahren Mats zurückzufinden.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, flüssig, leicht und spritzig. Es ist neckend, es knistert, es geht romantisch zu, hat die nötige Tiefe und es gibt ein Wiedersehen mit einigen bereits bekannten Charakteren aus den Vorgängergeschichten. Die ungefähr gleichbleibenden Kapitellängen fliegen durch ihre Leichtigkeit nur so dahin. Die Dialoge und Erzählungen sind sehr unterhaltsam, erfrischend, aber auch herzerwärmend. Die Handlung wird in der wechselnden Ich-Perspektive von Inger und Mats wiedergegeben.
Das Buchcover ist herbstlich und sehr passend zum Inhalt gestaltet.

„Jeder Tag mit dir gleicht einem Knallbonbon, Pippilotta. Man weiß nie, was einen erwartet.“

Mein Fazit: Es knistert nicht nur das Herbstlaub, inmitten von Apfelduft, lustigen Streichen und herzlichen Charakteren. Die Erlebnisse rund um Lillaström sind immer wieder eine Lesegenuss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2024

Eindrucksvolle Kulisse...

Die Farbe der Alpen
0

Mit „Die Farbe der Alpen“ geht es regional nach München, in die Kunstszene und auch ins bayrische Umland, mit einer traumhaften bergigen Kulisse.

Es geht direkt in die Geschichte hinein zu Valerie Gschwendt, ...

Mit „Die Farbe der Alpen“ geht es regional nach München, in die Kunstszene und auch ins bayrische Umland, mit einer traumhaften bergigen Kulisse.

Es geht direkt in die Geschichte hinein zu Valerie Gschwendt, die ihre Mutter während ihres Krankenhaus- und Rehaaufenthaltes in ihrer Kunstagentur vertreten darf. Auch wenn ihre Mutter augenscheinlich ihr kein eigenes Handeln wirklich zutraut, freut sich Valerie auf ihre neue Aufgabe. Bei der Durchsicht der Kundendatei stößt sie auf den Künstler Konstantin Brauer, der schon seit längerem kein Kunstwerk abgegeben hat. Kraft ihres Aktionismus sucht sie ihn auf und findet in schließlich auf seiner kleinen Almhütte mit Hündin Fee. Doch ihr erstes Aufeinandertreffen verläuft nicht ganz so glücklich. Valerie ist überambitioniert und Brauer fühlt sich bedrängt, seine Muse wiederzuentdecken. Doch Valerie gibt nicht auf und bringt sich bei Brauer so ins Gedächtnis, dass dieser eine neue Schaffensreihe für sich entdeckt. Dabei kommen sich beide auch langsam näher, doch Ängste auf beiden Seiten hemmen den Überspring.

Die Beschreibungen und Ausflüge in der Stand sowie auf dem Land mit ihren bergigen Zügen und ihren besonderen Nebencharakteren sind lebhaft, atemberaubend und einladend. Die Handlung ruht sich nicht lange auf Nebensächlichkeiten aus, schreitet schnell voran und ist doch ganz für sich in seiner eigenen Welt. Die Gefühlswelt geht wirre Wege und überrumpelt neben ganz süßen Augenblicken. Die Probleme, die sich in den Weg stellen, werden unspektakulär aus dem Weg gegangen und nicht großartig thematisiert. Gerne hätte ich mir hier mehr Tiefe und mehr Gefühl gewünscht. Dafür kann der Roman mit einem guten Humor in seinen Anfangszeilen punkten.

Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden, alle Beschreibungen und Handlungen hatte man direkt vor Augen. Die aktiven Charaktere der Story wurden gut verkörpert und es wird sich auf das nötigste konzentriert. Die Kapitellängen haben eine gleichbleibende kurze Leselänge. In der Erzähl-Perspektive wird alleinig aus der Sicht von Valerie durch die Geschichte geführt.
Das Buchcover ist sehr schön und findet sich in Wort und Schrift wieder, so auch der Buchtitel, den man nur deuten kann, wenn man den Inhalt kennt.

Mein Fazit: Ein sehr schöner Roman, der sich mit regionalen und kunstvollen Eindrücken schmückt und amüsant bis gefühlvoll fortsetzt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2024

Gefangen im Netz der Spinne...

Spinne und Glühwürmchen: Romantische und zerreißende Dystopie
0

„Spinne und Glühwürmchen: Gefangen“ ist der erste Teil einer romantischen, zerreißenden, dystopischen Tragödie. Es ist meine erste Leseerfahrung mit der Autorin Jana Stehr und seit langem mal wieder eine ...

„Spinne und Glühwürmchen: Gefangen“ ist der erste Teil einer romantischen, zerreißenden, dystopischen Tragödie. Es ist meine erste Leseerfahrung mit der Autorin Jana Stehr und seit langem mal wieder eine Dystopie für mich. Sie ist sehr eindrucksvoll, verwirrend und es muss unbedingt Teil 2 her.

Es beginnt mit einem Prolog. Dieser erfasst dich sogleich einnehmend, verwirrend und neugierig machend auf mehr. Juriana ist seit längerer Zeit ganz alleine in ihrer Welt auf Nu-Era, eine Traumwelt. Zwischen Wahnsinn und Realität ist es für Juri nicht so leicht zu unterscheiden und für den Leser sogar noch weniger. Was ist wahr, was echt, was falsch? Immer tiefer gerät man in den geheimnisvollen Strudel mit hinein. Mit jeder weiteren Zeile erfährt man immer mehr von dem was einmal war und was gerade passiert. Doch wer hier wirklich die Wahrheit spricht und wer sich was erhofft, bleibt sehr verworren. Was ist Illusion, was ist Realität, was wirklich da und was doch nur eine Lüge und ein einzig ein großes Experiment? Das gilt es herauszufinden. Die Menschen hingegen befinden sich in Alt-Era. Doch welche Welt ist die bessere von beiden... Es endet noch verwirrender als es begonnen hat.

Juriana Lakovic ist die Tochter des weltbekannten Professors Henric Lakovic. Er hat die Traumwelt erschaffen und lässt denken, dass die alte Welt untergegangen ist. Juriana ist eine aufgeweckte Person, jedoch zerrissen in ihrer eigenen Gedanken- und Gefühlswelt. War sie schon zu lange allein? Sie lässt sich blenden von den verschiedenen Aussagen. Ihr fällt es schwer zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Alleine mit ihren Emotionen kann sie alles zu Einsturz bringen. Ist sie selbst ein Fluch oder ein Segen?

Aleksej, hat eine Zeit lang mit Juriana verbracht und beide standen sich sehr nah, bis zu dem Zeitpunkt als er die Traumwelt verlassen musste. In der alten Welt dient er der Spinne Professor Javonus. Besser ist es hier gewiss auch nicht. Ziel ist es zu fliehen, in einen besseren Teil der Welt und natürlich zusammen mit Juri, jetzt wo sie wieder bei ihm ist.

Professor Javonus, die Spinne, experimentiert an Traumgeborenen in der alten Welt genauso herum. Er gibt vor die Welt retten zu wollen. Was jedoch wirklich seine Ziele sind, bleibt irritierend vermutend. Er ist manipulativ, gerissen, ein Spielmacher, hält die Fäden in der Hand und plant alles voraus. Was genau sein Ziel ist, bleibt verborgen.

Der Schreibstil ist Besonders und ganz anders, als alles was ich je gelesen habe. Die liebe zum Wort, zur Wortakrobatik und zum mitreißen des Lesenden ist eine Kunst und diese Kunst beherrscht die Autorin wahrlich. Mit gestrichenen Gedanken und Sätzen werden die Gedanken zusätzlich gefordert. Es ist schnelllebig, knackig und oft kurz geschrieben. Aber ich mochte es sehr, es hat mich sofort eingenommen und die Handlung bringt die Gedanken zum wirbeln, zum Nachdenken und zum Zerreißen an den Geduldsfaden. Es hat mich sehr gefesselt und einfach auch nur fasziniert. Die Handlung selbst ist sehr spannungsgeladen, mysteriös, verwirrend und auch mit zarten Gefühlen besetzt.
Die Kapitellängen haben unterschiedliche Leselängen. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive, alleinig aus der Sicht von Juri.
Das Buchcover ist genauso eindrucksvoll wie seine inneren Zeilen. Das was hier zu entdecken ist, findet man genauso auch wieder und passt einfach mehr als zutreffend. Und die kleinen Grafiken sind einfach zauberhaft.

Mein Fazit: Ein sehr beeindruckender Trilogiebeginn, der nach mehr schreit. Vor allem nach mehr Aufklärung. Es lässt mich mit nachhaltigen und ratlosen Gedanken zurück. Es liegt noch soviel im Verborgenen, schürt neue Rätsel und macht unheimlich Lust auf mehr davon. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.09.2024

Es liegt in den Sternen...

Sternzeichen Esel
0

„Sternzeichen Esel“ ist ein bezaubernder Roman über die Macht der Liebe und ein Geheimnis, das in den Sternen steht. Es ist mein erstes Buch der Autorin und gewiss nicht mein letztes.

Es geht direkt in ...

„Sternzeichen Esel“ ist ein bezaubernder Roman über die Macht der Liebe und ein Geheimnis, das in den Sternen steht. Es ist mein erstes Buch der Autorin und gewiss nicht mein letztes.

Es geht direkt in die Handlung hinein zu Lillith, nach Teneriffa, und ihrer etwas anstrengenden und engagierten Mutter. Lillith kennt nur das Leben auf der Insel, das oft der von Hippies ähnelt und ihre Mutter bevorzugt Freiheit und entfaltende Meinungsäußerung. Als es mal wieder zum Eklat in der Öffentlichkeit kommt, findet Lillith etwas von ihrer Familie und sie macht sich kurzentschlossen auf den Weg nach Deutschland ins Sauerland zu ihrer Halbschwester und Oma. Sie ist dabei so kopflos aufgebrochen, dass sie vom milden Spanien ins winterreiche Deutschland geschlittert ist und auch dort ein paar Wochen bleiben wird. Denn Projekt Haussanierung und Geburtstagsfeier steht nun auf dem Plan. Es endet in einem Epilog.

Die Handlung ist chaotisch, witzig, mit viel Situationskomik gespickt und es wirken so einige Charaktere, darunter auch recht skurrile, mit sowie auch ein paar Tiere, die es faustdick hinter den Ohren haben. In dem Moment als Lillith das erste Mal auf Silas trifft, ist mein Kopfkino sehr oft zu Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory abgedriftet und ich habe einige Situation wirklich gefeiert. Man kann sehr oft schmunzeln, wirklich auch Lachen, aber auch ernste, sensible und romantische Momente erleben. Dazu gibt es einige Rätsel, es geht um die Sterne und jede Menge Probleme oder Barrieren sind zu lösen.

Lillith (26), ist eine sympathische und selbstbewusste junge Frau, die zwar unter anderen Umständen aufgewachsen ist, wie man es als normal bezeichnen würde, aber sie ist ihren Weg gegangen und weiß ganz genau, was sie auch erreichen möchte oder was sie sich vom Leben wünscht. Sie ist empathisch, bringt neue Ideen mit, stellt sich jeder Lebenslage und kann auch viel Gefühl zeigen. Sie lebt zwar auch für den Moment, ist sich aber bewusst über die Konsequenzen. Sie hat ein Faible für die Sternenkonstellationen und deutet unter anderem Horoskope und arbeitet auch als Restauratorin.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, flüssig, humorvoll und mit einer herrlichen quirligen Komik versehen. Die Handlung zieht sich über ein paar Wochen und hält sich nicht an Nebensächlichkeiten auf. Die wenigen Kapitel haben eine unterschiedliche, auch mal längere Leselänge. Die Dialoge und Erzählungen sind sehr unterhaltsam, erfrischend und lebendig. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive von Lillith wiedergegeben.
Das Buchcover ist ein Träumchen, einfach witzig, auffallend, mit wichtigen Themeninhalten und ich mag auch sehr die Farbgestaltung. Auch im Inneren findet man kleine Highlights, so dass es ein gelungenes Gesamtwerk ist.

Mein Fazit: Ein herrlicher kurzweiliger Liebesroman mit viel Situationskomik, echten und skurrilen Charakteren und einer super Zeit zum Abschalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2024

Immer wieder in Amsterdam...

The Lies We Hide (Brouwen Dynasty 1)
0

Ein dunkles Verbrechen. Ein überraschendes Erbe. Und jede Menge unterdrückte Leidenschaft. »The Lies We Hide« ist eine Second Chance Romance mit einer gehörigen Portion Spice. Alle drei Bände der New Adult ...

Ein dunkles Verbrechen. Ein überraschendes Erbe. Und jede Menge unterdrückte Leidenschaft. »The Lies We Hide« ist eine Second Chance Romance mit einer gehörigen Portion Spice. Alle drei Bände der New Adult Romance »Brouwen Dynasty« sind keine Standalones und bauen aufeinander auf.

Es beginnt mit einem rätselhaften Vorwort und startet dann mit einer Art rückblickenden Prolog, denn es gibt keine klassischen Kapitelbezeichnungen, vielmehr startet es mit einem Cocktailnamen, einer kurzen Zutatenfolge, einem passenden Bildchen und einer Ortsangabe. Ebenso erfährt man immer, wer einem gerade etwas erzählt. Absolut originell und das Gesamtbild mit Aufmachung der Klappbroschur ist einfach wunderschön geworden.
Danach geht es direkt in die Gegenwart. Tja und wieso gerade Cocktails? Na Nika arbeitet als Barkeeperin, kreiert gerne neue Geschmacksexplosionen, egal ob mit Alkohol oder ohne und sie zeigt alles darum auf Social Media. Und Leen stammt aus einer Familie, die sich mit Gin einen großen Namen gemacht hat.
Beide haben sich als Kinder kennengelernt, waren unzertrennlich, doch Gefühle und persönliche Probleme führten zum Bruch. Ein Familienunglück zwingt Leen in die Niederlande zurück und so trifft er auch unweigerlich wieder auf Nika. Momentan sind sie wie Feuer und Wasser, sie ziehen sich an, aber stoßen sich auch immer wieder voneinander ab. Zuviel ungesagtes liegt dazwischen. Wird es einen Weg geben, vielleicht wieder Freunde zu sein? Und auch der Gin bringt beide unweigerlich wieder näher zusammen. Der erste Band dreht sich zwar um die Beziehung zu Leen und Nika, aber es gibt Geheimnisse und Rätsel im Nebenverlauf, die innerhalb eines Bandes nicht gelöst werden können. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Autorin uns etwas quält und ein fieses Ende einbaut und so noch mehr Fragezeichen hinterlässt. Band zwei lässt leider noch etwas auf sich warten.

Nika de Long, ist Teil eines Zwillings und lebt in ihrer Heimat den Niederlanden. Sie ist eine absolut sympathische, empathische und natürliche Person. Sie mag es nicht im Rampenlicht zu stehen, bewahrt sich ihre Privatsphäre und ist ein sehr kreativer und geselliger Mensch. Manchmal muss man sie in die richtige Richtung zu ihrem eigenen Glück schubsen, aber sie ist eine Frau der Taten.

Leenard Bouwer, ist der jüngste unter seinen Geschwistern und eher das schwarze Schaf der Familie. Zumindest unter wenigen Augen. Seine Wünsche und Träume gingen immer in eine andere Richtung, doch sein Vater wollte ihn in eine gewisse Richtung zwingen. Frühe Verluste ließen ihn tief fallen und er redet nicht gerne über Gefühle. Diese hat er jedoch und er muss über seinen Schatten springen und diese zulassen. In ihm steckt eine gebrochene Seele, aber mit ganz viel Herz und einem guten Kern. Ab und an steht er einfach nur sich selbst im Weg.

Auch einige interessante und chaotische Nebencharaktere wirken mit, so auch die Bewohner aus der Pastelstraat und dem umliegenden Viertel, Leens Familie und sein bester Freund.

Der Schreibstil ist locker, flüssig, liegt zwischen emotionaler Schwermut und leichter Spritzigkeit. Es ist wie gewohnt sehr angenehm, mit Humor sowie neckischen und emotionaler Dialoge besetzt. Die Kapitellängen sind unterschiedlich lang. Die Inszenierung sind wunderbar bildgewandt. Auch die sinnliche Seite bekommt ihre Augenblicke und es liegt ein knistern in der Luft.
Im Mittelteil zieht es sich kurz etwas und man wartet auf eine weitere Begegnung zwischen den Protagonisten. Daneben wird es sehr spannend, besonders zum Ende hin, es ist rätselhaft und auch leicht verwirrend, da man noch nicht hinter die geschichtliche Fassade blicken kann. Ein ganz klein wenig typischen Kate Charme hätte ich mir noch mehr gewünscht, denn sie macht ihre Storys immer zu etwas Besonderem.
Leen und Nika erzählen ihre Geschichte im stetigen Wechsel in der Ich-Perspektive und das letzte Kapitel steht im Fokus für den zweiten Band.
Das Buchcover ist ein Träumchen, in schwarz gehalten, mit einem farbintensiven Hingucker, goldener Schrift und einem pinken Farbschnitt. Das Gesamtwerk ist einfach nur Detailliebe.

Mein Fazit: Dieser Reihenauftakt macht Lust auf mehr, lässt einen neugierig und wartend zurück, macht durstig auf Cocktails und hat ein absolut fieses Ende.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere