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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2024

Tee mit einer bemerkenswerten, alten Dame

Tee auf Windsor Castle
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Das Cover des Buchs hat eine ganz besondere Haptik. Kein Einband würde wohl besser zu diesem Büchlein und diesem Roman passen.
Die Geschichte ist wie das Cover ebenso besonders.
Kate, die mit den Royals ...

Das Cover des Buchs hat eine ganz besondere Haptik. Kein Einband würde wohl besser zu diesem Büchlein und diesem Roman passen.
Die Geschichte ist wie das Cover ebenso besonders.
Kate, die mit den Royals gar nichts am Hut hat, besucht einer Freundin zuliebe mit ihr das Schloss Windsor Castle. Als sie während der Führung ein sehr dringendes menschliches Bedürfnis verspürt, sucht sie auf eigene Faust eine Toilette und landet prompt in den Räumlichkeiten des Dienstpersonals, die ihr wie ein Labyrinth vorkommen.
Eine alte Dame, die sich als Betty vorstellt, lädt sie sogleich zu einer Tasse Tee ein und schon nimmt der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft seinen Lauf.
Kate und Betty tauschen eine ganze Nacht lang bis zur Mittagszeit des folgenden Tags viele Weisheiten aus, wobei ihre beiden Leben unterschiedlicher nicht sein könnten, da Kate in ärmlichen Verhältnissen in Glasgow aufgewachsen ist.
Witzig und liebenswert wird diese Geschichte erzählt, wobei mir der Corgi Henri, der ein sehr aufmerksamer, aber auch verwöhnter Hund ist, auch besonders ans Herz gewachsen ist.
Das Ende finde ich gut, obwohl es etwas unkonventionell ist.
Ich habe dieses kurze Buch mit den kurzen Kapiteln (was ich übrigens sehr mag) im Nu gelesen und habe mich köstlich amüsiert – unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Eine außergewöhnliche Heldin

Die außergewöhnlichen Abenteuer der Alice Tonks
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Das Cover des Buchs finde ich sehr nett und ansprechend, hier wird schon klar, dass Tiere mit im Spiel sind und um wen sich die Geschichte dreht.
Alice Tonks, ein autistisches Mädchen, dem Veränderungen ...

Das Cover des Buchs finde ich sehr nett und ansprechend, hier wird schon klar, dass Tiere mit im Spiel sind und um wen sich die Geschichte dreht.
Alice Tonks, ein autistisches Mädchen, dem Veränderungen schwerfallen, soll in eine neue Schule gehen, noch dazu ein Internat.
Gleich am ersten Tag merkt das feinfühlige Mädchen, dass hier einiges seltsam ist. Vor allem, als eine sprechende Möwe auftaucht, die sie ausdrücklich davor warnt, irgendjemandem in der Schule zu vertrauen.
Sind damit auch ihre neuen Freunde Tim und Otti gemeint?
Die sprechende Möwe stellt sich als Agent T vor und bittet Alice um Hilfe, da in letzter Zeit immer wieder Tiere spurlos verschwinden. Auf Alice wartet ein gefährliches Abenteuer.
Dieses Buch bietet eine spannende Unterhaltung für Kinder ab 10 Jahren, wobei die Geschichte schon von Beginn an fesselnd ist, die kurzen Kapitel sind dabei sehr hilfreich.
Die Message des Buchs ist wohl mitunter auch, dass jemand, der anders ist, nicht unbedingt weniger wertvoll sein muss. Anderssein kann, wie bei Alice auch positiv gesehen werden und eine Besonderheit darstellen.
Kann dieses Buch nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Chaos – nicht nur im Jenseits

Wolke Sieben ganz nah
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Das Buch „Wolke sieben ganz nah“ von Kirsty Greenwood war für mich ein Lesehighlight – es verbindet sowohl romantische und fantastische mit wirklich witzigen Elementen.
Delphi führt ein sehr zurückgezogenes ...

Das Buch „Wolke sieben ganz nah“ von Kirsty Greenwood war für mich ein Lesehighlight – es verbindet sowohl romantische und fantastische mit wirklich witzigen Elementen.
Delphi führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Sie erstickt plötzlich an einem Burger und gelangt dabei ins Jenseits, sie ist schockiert über ihren grauen Alltag, als sie ihr Leben nochmal an ihr vorbeiziehen sieht. Ihre Jenseits-Therapeutin Merrit mit Hang zu romantischen Geschichten soll ihr bei der Eingewöhnung behilflich sein.
Ein Traumtyp namens Jonah wird irrtümlich ins Jenseits befördert, zwischen Delphi und Jonah funkt es augenblicklich – er ist ihr Seelenverwandter, nur blöd, dass sie ihn erst nach ihrem Tod kennenlernt.
Nachdem der Fehler bekannt wird, wird Jonah wieder auf die Erde zurück geschickt und Delphi handelt mit Merrit einen Deal aus: falls sie es schafft, dass Jonah sie innerhalb von 10 Tagen freiwillig küsst, darf sie auf der Erde bleiben.
Das Dumme ist nur, sie kennt nur den Anfangsbuchstaben seines Nachnamens und er hat keine Erinnerung mehr an sie.
Zum Glück ist da ihr Nachbar, den sie zwar absolut nicht ausstehen kann, der sich aber als irrsinnig gut im Recherchieren erweist. Nach dem Motto quid pro quo hilft er Delphi und verlangt aber immer auch eine Gegenleistung. Wird es Delphi gelingen, am Leben zu bleiben?
Das Buch ist wirklich extrem lustig geschrieben, es gefällt mir auch die Entwicklung von Delphi, die angesichts der kurzen Zeit, die ihr womöglich noch zum Leben bleibt, sehr an ihrer Einstellung arbeitet und offener gegenüber Menschen wird.
Trotz des grundsätzlich witzigen Tenors werden in der Geschichte auch Themen angegriffen, die sehr zum Nachdenken anregen. Mitunter geht es um Mobbing, die Obsorge für einen pflegebedürftigen, alten Nachbarn, um die sich Delphi kümmern muss, da sie die Hauptansprechperson für den alten Mann ist.
Obwohl schon bald eine Richtung absehbar war, haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder überraschende Wendungen ergeben, die mir wirklich gut gefallen haben.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne wieder einmal herzhaft lachen möchte – es ist echt lesenswert!!!

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Veröffentlicht am 14.09.2024

Emotionale, berührende Geschichte

Und morgen wieder schön
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Das Buch „Und morgen wieder schön“ von Marie Sand kann ich nur wärmstens empfehlen.
Hier wird die Geschichte der Friseurin Amanda erzählt, die es, obwohl sie noch nicht volljährig ist, nach Paris verschlägt, ...

Das Buch „Und morgen wieder schön“ von Marie Sand kann ich nur wärmstens empfehlen.
Hier wird die Geschichte der Friseurin Amanda erzählt, die es, obwohl sie noch nicht volljährig ist, nach Paris verschlägt, sie entflieht der Enge ihres Heimatorts und der Obrigkeit ihrer Mutter, um ihren Traum zu verfolgen, für Karl Lagerfelds Models die Frisuren zu designen.
Leider ist dies nicht so einfach wie erhofft, aber mit Hilfe von Cathrine, die ihrerseits den Traum verfolgt, Tänzerin im berüchtigten Moulin Rouge zu werden, schafft sie es, eine Lehre beim berühmten Friseurmeister René trotz aller Widrigkeiten zu absolvieren.
Catherine ist mittlerweile Model bei Chloe und Amanda hat in Berlin ihren eigenen Friseursalon eröffnet. Vier Jahre sehen sich die Freundinnen nicht, als plötzlich Catherine in Amandas Geschäft auftaucht und ihr erzählt, dass sie an Brustkrebs erkrankt wäre.
Amanda beschließt der Freundin zu helfen und ihr wird bewusst, was die Diagnose Krebs mit einer Frau macht. Die Angst, nicht mehr schön zu sein, ist mindestens so groß, wie die Angst vor dem großen Ungewissen.
Am Buch hat mich am meisten der zweite Teil der Geschichte fasziniert. Amanda, die Frauen mit der unheilvollen Diagnose Krebs hilft, trotzdem voller Lebensmut und hoch erhobenen Hauptes durch diese schwere Zeit zu gehen. Sie umarmt die Frauen und begleitet sie teilweise sogar zur Chemotherapie.
Das Buch hallt trotz des schweren Themas sehr positiv nach, es macht Mut!
Wunderschön finde ich, dass die Autorin der Friseurin Elisa Leimbach hiermit ein Denkmal setzt, die sie zu diesem Buch inspiriert hat.

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Verkuppelungswanderung

Zwei in einem Leben
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Das Buch „Zwei In Einem Leben“ von David Nicholls ist mein erstes Buch von diesem Autor, wird aber bestimmt nicht das Letzte sein.
Die 38jährige Marnie, eine Lektorin, die nach einer frühen, gescheiterten ...

Das Buch „Zwei In Einem Leben“ von David Nicholls ist mein erstes Buch von diesem Autor, wird aber bestimmt nicht das Letzte sein.
Die 38jährige Marnie, eine Lektorin, die nach einer frühen, gescheiterten Ehe schon ewig alleine lebt wird von ihrer Freundin Cleo zu einer Wanderung überredet. Ebenso ergeht es Michael, dem Erdkundelehrer, der seit der Trennung von seiner Frau versucht, sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Michael lässt sich auch nur schwer überreden, da er zwar gerne wandert, jedoch am liebsten allein.
Als einziger Wanderprofi der Truppe übernimmt Michael den Part des Guides der Gruppe und checkt die Route.
Gleich zu Beginn sagen 2 Teilnehmer des Trails ab und als das Wetter umschlägt, verabschiedet sich auch Conrad, dem Marnie anfangs sehr zugetan war. Als auch Cleo und ihr Sohn Anthony aufgrund des schlechten Wetters aufgeben, bleiben schließlich nur noch Marnie und Michael übrig. Die beiden haben beim Wandern viel Zeit um sich zu beschimpfen, aber auch um sich näher zu kommen.
Die Erzählung ist sehr witzig und fesselnd, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, dazu waren die Kapitel angenehm kurz und hatten treffende Überschriften. Zu Beginn jedes Reisetags gab es eine Übersicht über die Wanderroute, die ich dann auch im Internet nachschlagen musste. Man bekommt hier wirklich Lust darauf, eine Wanderung zu unternehmen. Die Hochs- und Tiefs des Wanderns wurden gut beschrieben sowie die Landschaft und die Herausforderungen, die das Wetter mich sich brachte.
Mir hat die Geschichte und der Schreibstil wirklich gut gefallen und ich empfehle dieses Buch gerne an alle weiter, die eine nette Unterhaltung suchen, die ohne Action und Spannung auskommt.

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