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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Sollte in keinem Haushalt fehlen!

Essbare Heilkräuter und Wildpflanzen. Kompakt-Ratgeber
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Der kompakte Ratgeber „Essbare Heilkräuter und Wildpflanzen“ von Philip Kunisch vermittelt Wissenswertes über 68 Pflanzen aus unseren Wiesen und Wäldern.
Das Buch ist übersichtlich und gut strukturiert ...

Der kompakte Ratgeber „Essbare Heilkräuter und Wildpflanzen“ von Philip Kunisch vermittelt Wissenswertes über 68 Pflanzen aus unseren Wiesen und Wäldern.
Das Buch ist übersichtlich und gut strukturiert aufgebaut. Zu Beginn findet sich eine alphabetisch geordnete Pflanzenübersicht, die das gezielte Nachschlagen besonders einfach macht. Es folgen informative Details zu Pflanzenstoffen, Pflanzenfamilien sowie hilfreiche Hinweise zum richtigen Sammeln der Wildpflanzen.
Auch die Weiterverarbeitung der Kräuter wird kurz thematisiert – ein spannender Bereich, der allerdings Stoff für ein eigenes Buch bieten würde.
Besonders gut gefallen mir die informativen Steckbriefe zu jeder Pflanze. Sie bieten eine prägnante Einführung mit den wichtigsten Fakten, bevor es in die ausführlichere Beschreibung geht. So erhält man schnell einen Überblick und kann bei Bedarf tiefer einsteigen.
Ein weiterer Pluspunkt ist das handliche Format. Dadurch eignet sich das Buch ideal als Begleiter für unterwegs, etwa bei der Kräutersuche in der Natur.
Im Anhang rundet ein Register zu verschiedenen Beschwerden das Werk ab. Hier findet man auf einen Blick passende Pflanzen – inklusive Seitenangaben zum schnellen Nachschlagen.
Ich bin rundum begeistert von diesem gelungenen Handbuch. Es hat mir einige neue Kräuter nähergebracht, deren Heilkraft mir bislang nicht bekannt war. Für mich ist es eine klare Empfehlung für jeden Haushalt – denn nicht immer muss es gleich die „chemische Keule“ sein. Viele Beschwerden lassen sich auf natürliche Weise mit bewährten Heilpflanzen lindern.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2026

Tief berührend und vielschichtig – Eine klare Leseempfehlung

Niemands Töchter
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Judith Hoersch hat mit ihrem Roman Niemands Töchter ein Werk geschaffen, das Leserinnen und Leser nicht so schnell wieder loslässt, zumindest ging es mir so.
Im Mittelpunkt stehen vier Frauenschicksale, ...

Judith Hoersch hat mit ihrem Roman Niemands Töchter ein Werk geschaffen, das Leserinnen und Leser nicht so schnell wieder loslässt, zumindest ging es mir so.
Im Mittelpunkt stehen vier Frauenschicksale, die durch ein Geheimnis miteinander verknüpft sind. Das zentrale Bindeglied ist Marie. Nachdem sie vom neuen Freund ihrer Mutter vergewaltigt wird, zieht sie in eine eigene Wohnung und versucht, ihr Leben selbstbestimmt neu zu ordnen. Erst spät bemerkt sie, dass sie schwanger ist, ausgerechnet in dem Moment, als sich zwischen ihr und Leonard eine große Liebe entwickelt. Aus Angst und Überforderung bricht sie den Kontakt zu ihm ab und bringt ihr Kind allein zur Welt.
Auch Gabriele trägt schwer an ihrem Schicksal. Nach mehreren Fehlgeburten bringt sie endlich ein Kind zur Welt, das jedoch kurz nach der Geburt an einem Herzfehler stirbt. Als wenig später auf der Säuglingsstation, auf der sie arbeitet, ein Neugeborenes abgegeben wird, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Sie nimmt das Kind an sich, bricht ihre Zelte in Berlin ab und zieht zurück zu ihren Eltern. Dort zieht sie das Mädchen, das sie Alma nennt, als ihr eigenes groß.
Auf verschiedenen Zeitebenen entfaltet sich eine ebenso emotionale wie spannungsgeladene Geschichte. Abwechselnd stehen Gabriele, Marie, Alma und Isabell im Fokus der Handlung. Stück für Stück kommen verborgene Wahrheiten ans Licht, genau jene Enthüllungen, denen man beim Lesen erwartungsvoll entgegenfiebert.
Die Frauenfiguren sind vielschichtig, charakterstark und eindrucksvoll gezeichnet. Mich hat dieser Roman von der ersten Seite an tief berührt, ich habe mit den Protagonistinnen gelitten, gehofft und mitgefühlt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diese zutiefst bewegende Geschichte, die auch vor schwierigen und sensiblen Themen nicht zurückschreckt.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Humorvoll, spannend, liebenswert – die Grauses mischen die Schule auf

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
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Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn ist der dritte Band der beliebten Kinderbuchreihe von Sabine Bohlmann. Schon das Cover macht Lust aufs Lesen: Es ist witzig gestaltet und lässt erahnen, ...

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn ist der dritte Band der beliebten Kinderbuchreihe von Sabine Bohlmann. Schon das Cover macht Lust aufs Lesen: Es ist witzig gestaltet und lässt erahnen, dass auch der Humor in der Geschichte nicht zu kurz kommt.
Die Grauses haben vom Institut für andersartige Wesen den Auftrag bekommen, sich möglichst normal zu verhalten und sich als Familie zu integrieren. Deshalb sollen Muh und Wolfi nun eine „ganz normale“ Schule besuchen. Die beiden Kinder freuen sich riesig, denn sie landen in derselben Klasse wie ihre Freundin Ottilie. Doch leider sind auch Mona, Lisa und Mona-Lisa in dieser Klasse, drei Mädchen, die ihnen bei jeder Gelegenheit böse Streiche spielen oder sie bloßstellen wollen.
Wolfi kann zum Beispiel nicht widerstehen, als die Mädchen ihm Dr. Rabanus, den Schulgoldfisch, besonders schmackhaft machen, gerade noch rechtzeitig kann er im letzten Moment gerettet werden. Solche Zwischenfälle sind für die Grauses alles andere als hilfreich, denn sie versuchen, möglichst fehlerfrei zu bleiben, weil sonst droht der Abtransport „nach wo der Pfeffer wächst“ oder an einen ebenso unliebsamen Ort.
Besonders schön ist zu sehen, wie die Grauses als Familie immer enger zusammenwachsen und füreinander einstehen. Denn sie sind eine kunterbunte Mischung aus Schrat, Felfe, Flaschengeist, Dilldapp, Werwölfchen und Gespenst.
Die Geschichte ist spannend, humorvoll und gleichzeitig berührend. Sie erzählt von Freundschaft, Diversität und davon, worauf es im Leben wirklich ankommt. Sabine Bohlmann zeichnet ihre liebevoll schrägen Figuren mit großer Detailverliebtheit, sodass sie einem sofort ans Herz wachsen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich hoffe sehr, dass bald ein weiterer Band dieser fantastischen Reihe erscheint!

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Ein düsteres Puzzle aus Schuld, Lügen und Vergeltung

Warum sie sterben musste
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Der Kriminalroman „Warum sie sterben musste“ von Linn Lornsen ist ein vielschichtiger, atmosphärisch dichter Thriller, der unter die Haut geht und noch lange nachhallt.
Während einer verheerenden Jahrhundertflut ...

Der Kriminalroman „Warum sie sterben musste“ von Linn Lornsen ist ein vielschichtiger, atmosphärisch dichter Thriller, der unter die Haut geht und noch lange nachhallt.
Während einer verheerenden Jahrhundertflut wird die Abiturientin Carolin Hau erhängt an einem Brückenpfeiler aufgefunden. Schnell gerät ihr Stalker Henrik ins Visier der Ermittler. Doch kurz vor seiner Festnahme wird er durch einen anonymen Anruf gewarnt und kann entkommen.
Fünfzehn Jahre später nimmt der Fall eine erschütternde Wendung. Ausgerechnet Henrik, der inzwischen mit verändertem Aussehen und unter falscher Identität auf einem Reiterhof arbeitet, jenem Ort, an dem auch Carolin viel Zeit verbrachte, kommt auf nahezu identische Weise ums Leben wie einst sein mutmaßliches Opfer.
Mit den neuen Ermittlungen werden der ehemalige Rechtsmediziner Dr. Ivo Beddenbrook, inzwischen Kommissar, und seine Kollegin Cinzia Rix betraut. Bereits früh zeigt sich, dass es in den damaligen Untersuchungen Unstimmigkeiten gab. Zudem sind Vernehmungsprotokolle aus der Ermittlungsakte verschwunden, ein Detail, das den Fall in ein noch düstereres Licht rückt.
Die in vier große Abschnitte gegliederte Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Durch die wechselnden Zeitebenen bleibt die Spannung konstant hoch. Nach und nach werden dem Leser Puzzleteile präsentiert, die sich schließlich zu einem ebenso überraschenden wie schlüssigen Gesamtbild zusammenfügen.
Auch die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet. Einblicke in das Privatleben der Ermittler verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe und lassen, besonders im Epilog, auf eine Fortsetzung hoffen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung – allerdings ist dieser Kriminalroman nichts für allzu zart besaitete Gemüter.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Niemand ist gerne allein

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte
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Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte ist ein warmherziges Bilderbuch aus der Feder von Gareth Ryans.
Das kleine Gespenst ist ganz anders, als man es erwarten würde: Statt andere zu erschrecken, ist ...

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte ist ein warmherziges Bilderbuch aus der Feder von Gareth Ryans.
Das kleine Gespenst ist ganz anders, als man es erwarten würde: Statt andere zu erschrecken, ist es selbst eher ängstlich – und vor allem sehr einsam. Es wünscht sich nichts sehnlicher, als nicht mehr allein zu sein. Deshalb lädt es seine Freunde zu einer Übernachtungsparty ein. Doch die Tiere haben alle ihre Gründe abzusagen: Sie sind beschäftigt, und der Frosch kann beispielsweise nicht so lange ohne Wasser bleiben. So scheint es, als müsse das kleine Gespenst seine Nacht doch alleine verbringen.
Traurig sitzt es am Teich und blickt in den Himmel. Da strahlt ihm der Mond entgegen und spricht ihm Mut zu. Und plötzlich entdeckt das kleine Gespenst ein anderes Gespenst, das liebend gern zur Übernachtungsparty kommen möchte – und sogar noch jemand findet Zeit vorbeizuschauen …
Das Buch ist wunderschön gestaltet. Die Illustrationen sind kindgerecht und die Farbgestaltung passt stimmungsvoll zur Geschichte. In den Bildern verbergen sich immer wieder kleine Details, die dazu einladen, sie gemeinsam mit Kindern zu entdecken.
Ich empfehle diese herzerwärmende Geschichte zum Thema Freundschaft von Herzen.

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