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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2026

Schon jetzt ein Jahreshighlight

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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Eigentlich möchte Velvet nichts lieber als eine Hexe werden. Doch dann ändert ein Abend alles und statt zu einer Hexe ausgebildet zu werden, wird sie zu einer Dämonenreiterin. Dabei nimmt ein so starker ...

Eigentlich möchte Velvet nichts lieber als eine Hexe werden. Doch dann ändert ein Abend alles und statt zu einer Hexe ausgebildet zu werden, wird sie zu einer Dämonenreiterin. Dabei nimmt ein so starker Dämon sie in Besitz, dass sie auch Visionen sieht. Und in letzter Zeit überfällt sie immer wieder die Vision eines Virus, das die Götter auslöscht. Um das zu verhindern, muss sie das Blut aller sieben Göttersöhne vereinen. Hierbei helfen kann ihr nur ihr Ex Kash, einer der Göttersöhne, mit dem sie aber seit ihrer Trennung vor 5 Jahren nichts mehr zu tun hatte und das am liebsten auch so beibehalten würde. Denn er wühlt alte Gefühle in ihr auf, die sie nach einer schmerzhaften Vergangenheit nicht mehr fühlen will…

Dieses Buch hatte alles, was ich an Romantasy Geschichten liebe: einen faszinierenden Weltenaufbau, eine unglaublich berührende Liebesgeschichte, die deutlich tiefer geht, als es auf den ersten Blick scheint und eine spannende Handlung, die mich immer wieder in den Bann gezogen hat. Dadurch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es letztlich in einer Nacht durchgelesen.

Auch wenn Velvet eine harte Vergangenheit hatte, hat sie sich dadurch nicht unterkriegen lassen, sondern ist zu einer super toughen und mutigen Frau geworden, die gleichzeitig einen tollen Humor hat. Dadurch hat es richtig Spaß gemacht sie im Umgang mit schwierigen Situationen zu erleben. Hier hat mir auch richtig gut gefallen, wie die Geschichte durch ihren etwas naiven Lehrling Eddie und den wirklich unterhaltsamen Dämonenzeh aufgelockert worden ist. Aber auch die Liebesgeschichte konnte mich emotional richtig mitreißen und begeistern. Die Spannung zwischen Velvet und Kash ist von Anfang an greifbar und wird nur umso besser, je mehr Zeit sie miteinander verbringen müssen. Gleichzeitig steht von Anfang etwas zwischen ihnen, aber wir wissen sehr lange nicht, was genau. Die Auflösung war emotional wirklich berührend und konnte mich total überraschen, sodass ich mir noch mehr ein Happy End für die beiden gewünscht habe. Von mir eine absolute Leseempfehlung für alle Romantasy-Fans, die nach einer besonderen Geschichte suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.01.2026

Spannend mit Schwachstellen im Mittelteil

Lügennebel
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Für die Studenten Olivia, Fanny, Wille, Pontus, Amir und Emil steht eine Woche Ferien im Norden Schwedens an. Doch dann liegt eines Morgens die Leiche von Fanny im Schnee. In der Nacht zuvor haben die ...

Für die Studenten Olivia, Fanny, Wille, Pontus, Amir und Emil steht eine Woche Ferien im Norden Schwedens an. Doch dann liegt eines Morgens die Leiche von Fanny im Schnee. In der Nacht zuvor haben die Studenten eine ausgelassene Party gefeiert, die etwas außer Rand und Band geraten ist. Deswegen stellt sich nun die Frage: war es ein Unfall oder warum musste Fanny sterben?

Viveca Sten erzählt die Geschichte in vielen kurzen Kapiteln und beginnt direkt mit skurrilen Ereignissen. Dadurch war bei mir die Spannung sofort geweckt. Leider hat sich das Buch im Mittelteil etwas gezogen, weil man mit der Ermittlung des Falls kaum weiterkam und nicht viel passiert ist, was mir etwas den Reiz am weiterlesen genommen hat. Hier hätte nach meiner Ansicht gekürzt werden können. Dafür wird die Geschichte zum Ende hin nochmals richtig spannend und findet dann ein unerwartetes Ende.

Positiv aufgefallen ist mir, wie detailliert die Personen ausgearbeitet waren. Dadurch hat es mir gut gefallen, die Dynamiken zwischen der Freundesgruppe mitzuerleben, denn hier gab es mit der Zeit immer mehr Konflikte, die spannend zu verfolgen waren. Auch die Ermittler Daniel, Hanna (und Anton) haben alle ein spannendes Privatleben. So ist Daniel Vater einer kleinen Tochter, und muss versuchen Familienleben und Arbeit zu verknüpfen, während Hanna mit einem reichen Mann zusammen ist, dessen Reichtum auch Probleme mit sich bringt. Insgesamt ein solider Krimi.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 19.05.2025

Wahnsinnig packend geschrieben

The Favourites
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Für Katharina Shaw steht seit sie klein ist, fest, dass sie Eistänzerin werden will. Doch sie will nicht nur das, sondern sie will es bis nach Olympia schaffen, um dort die Goldmedaille zu gewinnen. Davon, ...

Für Katharina Shaw steht seit sie klein ist, fest, dass sie Eistänzerin werden will. Doch sie will nicht nur das, sondern sie will es bis nach Olympia schaffen, um dort die Goldmedaille zu gewinnen. Davon, dass sie einen passenden Partner braucht, lässt sie sich nicht aufhalten. Schon in Kindheitstagen findet Kat in Heath Rocha den passenden Partner. Rocha wächst in einer Pflegefamilie auf, die ihm kaum Liebe schenkt, dementsprechend hängt er sich für Kat rein, um den Wissensrückschritt zu ihr aufzuholen und sie glücklich zu machen. Mit der Zeit wird aus den Partnern auf dem Eis, ein Liebespaar. Doch eine Nacht wird das Verhältnis zwischen den beiden für immer ändern…

„The Favourites“ hatte auf mich eine wahnsinnige Sogwirkung. Layne Fargo hat die Eistanzszene wirklich gut recherchiert, wodurch wir sehr tief in diese Welt voller Glamour, Intrigen und Skandalen einsteigen können. Was hinter verschlossenen Türen passiert ist so spannend, dass man einmal in die Geschichte reingezogen, immer mehr erfahren möchte. Dazu trägt auch der tolle Schreibstil bei. Die Geschichte wird nämlich zum einen aus der Sicht unserer Protagonisten geschrieben, zum anderen finden sich die damaligen Hauptakteure Jahre später zu einem Art Gespräch zueinander, um über die Vorkommnisse der damaligen Zeit zu reden und unbekannte Infos und Meinungen preiszugeben. „The Favourites“ ist eine große Empfehlung für alle die sich für Eissport interessieren oder einfach gerne über elitäre Welten, in denen ein Skandal den nächsten jagt, lesen.

Veröffentlicht am 09.04.2025

Tolle Erzählweise

Wackelkontakt
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Wolf Haas legt mit „Wackelkontakt“ einen richtig tollen Roman vor. Das liegt vor allem an dem ganz besonderen Schreibstil. Zunächst verfolgen wir Franz Escher, der in seiner Wohnung auf einen Elektriker ...

Wolf Haas legt mit „Wackelkontakt“ einen richtig tollen Roman vor. Das liegt vor allem an dem ganz besonderen Schreibstil. Zunächst verfolgen wir Franz Escher, der in seiner Wohnung auf einen Elektriker wartet. Daneben gibt es quasi in der Geschichte eine weitere Perspektive, denn während Franz Escher wartet, liest er ein Buch über den Mafia-Kronzeugen Elio Russio. Elio Russio hat eine wichtige Aussage für einen italienischen Richter geliefert, wodurch er ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde und nun darauf wartet, sein neues Leben zu beginnen. Während er wartet liest er ein Buch, das von Franz Escher handelt, bei dem aufgrund eines Wackelkontakts in seiner Steckdose ein Elektriker ums Leben gekommen ist. Diese Art der vermischten Perspektiven hat mir wahnsinnig Spaß gemacht, weil die Geschichte dadurch wahnsinnig abwechslungsreich war und so interessant erzählt worden ist. Die beiden Geschichten sind auch total spannend zu verfolgen, weil man die ganze Zeit mitfiebert, ob Elio in seiner neuen Identität nicht auffliegt und Franz Escher mit seiner Version davonkommt. Insgesamt empfehle ich die Geschichte vor allem wegen der ganz tollen Art, die Geschichten zu erzählen.

Veröffentlicht am 31.03.2025

Kindgerechte Kommunikation lernen

Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen
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Viele Themen erscheinen uns im ersten Moment schwierig, mit Kindern zu besprechen: sei es der Tod eines nahen Verwandten, sexuelle Aufklärung oder Diskriminierung. Bei anderem Themen wiederum meinen wir ...

Viele Themen erscheinen uns im ersten Moment schwierig, mit Kindern zu besprechen: sei es der Tod eines nahen Verwandten, sexuelle Aufklärung oder Diskriminierung. Bei anderem Themen wiederum meinen wir häufig ganz genau zu wissen, wie etwas funktioniert, z.B. wie wir Kinder Grenzen setzen. Nicola Schmidt erklärt in „Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen“ auf sehr emphatische Weise, wie diese Gespräche gelingen können. Schmidt untergliedert die einzelnen Ansätze immer auch an verschiedene Altersgruppen, da je nach Alter und entsprechender Kindesentwicklung ein anderer Ansatz gewählt werden sollte. Daneben ist es Buch vor allem durch die vielen Beispiele, an denen verdeutlicht wird, wie man es besser nicht machen sollte und was stattdessen der bessere Ansatz wäre, wirklich hilfreich. Der Leser wird gut an die Hand genommen, indem aufgezeigt wird, warum der beschriebene Ansatz besser ist als der in unserer Gesellschaft häufig anzutreffen. So zum Beispiel warum Grenzen nicht negativ aufgezeigt werden sollten, sondern wir stattdessen positiv formulieren sollten, was wir von unserem Kind erwarten und warum. Auch wenn das Buch kurz gehalten ist, findet sich wahnsinnig viele hilfreiche Infos und Beispiele in dem Buch. Somit ein tolles Buch, um zu lernen wie Kommunikation mit Kindern besser gelingen kann.