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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

Liebenswerter Tierkrimi mit viel Herz und Abenteuer

Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung
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Ich habe „Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung“ von Carola Becker meinen Kindern (3 und 5 Jahre) an zwei Abenden vorgelesen – und wir waren alle begeistert. Die Geschichte rund um Mäc Mief, der ...

Ich habe „Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung“ von Carola Becker meinen Kindern (3 und 5 Jahre) an zwei Abenden vorgelesen – und wir waren alle begeistert. Die Geschichte rund um Mäc Mief, der sich in das Schafmädchen Malvina verliebt und sich gemeinsam mit der Hütehündin Bonnie auf die Suche nach ihr macht, ist spannend und liebevoll erzählt.

Besonders gut gefallen haben uns die kurzen Kapitel, die sich perfekt zum Vorlesen eignen. So bleibt die Aufmerksamkeit der Kinder erhalten und man kann wunderbar kleine Pausen einlegen. Meine Kinder haben die ganze Zeit über gespannt zugehört und richtig mitgefiebert.

Ein großes Highlight sind die farbigen Illustrationen von Ina Krabbe. Sie sind wunderschön gestaltet und begleiten die Geschichte auf jeder Doppelseite. Gerade für meinen jüngeren Kids ist das sehr wichtig, da die Bilder das Verständnis unterstützen und zusätzlich zum Anschauen einladen.

Mäc Mief und Bonnie sind ein absolut liebenswertes Duo, das man schnell ins Herz schließt. Gemeinsam rätselt man mit, was mit Malvina passiert sein könnte, und wird auf eine kleine, abenteuerliche Reise mitgenommen.

Auch das Cover ist sehr gelungen: Der rasante Ritt auf dem Kohlewagen macht direkt neugierig und verspricht Spannung. Besonders schön finde ich auch das kleine Bild von Mäc Mief und Bonnie auf dem Buchrücken – so können Kinder, die noch nicht lesen können, das Buch im Regal leicht wiedererkennen.

Insgesamt ein rundum gelungenes Kinderbuch, das wir sehr gerne gelesen haben und definitiv weiterempfehlen können.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Ein warmherziges Bilderbuch über Anderssein und Zugehörigkeit

Tom Tauber – Ratte der Lüfte
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„Tom Tauber“ von Hannah Schenk und Anne Hofmann ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch mit einer berührenden und zugleich wichtigen Botschaft. Die Geschichte rund um das kleine Taubenküken Tom, das bei ...

„Tom Tauber“ von Hannah Schenk und Anne Hofmann ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch mit einer berührenden und zugleich wichtigen Botschaft. Die Geschichte rund um das kleine Taubenküken Tom, das bei Ratten aufwächst und sich mit dem Anderssein auseinandersetzt, ist einfühlsam erzählt und bietet viele Anknüpfungspunkte für Gespräche mit Kindern über Identität, Zugehörigkeit und Toleranz.

Besonders gelungen ist die kindgerechte Sprache: Die Texte sind angenehm kurz, leicht verständlich und eignen sich hervorragend zum Vorlesen – auch schon für jüngere Kinder. Die Illustrationen sind detailreich, warm und mit viel Liebe gestaltet, sodass man beim gemeinsamen Anschauen immer wieder Neues entdecken kann. Auch die matte Haptik des Buches ist ein schönes Detail, das das Leseerlebnis zusätzlich aufwertet und das Buch gut in der Hand liegen lässt.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist der nachhaltige Ansatz des Verlags: 25 % der Erlöse gehen an den Tierschutz, was das Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch gesellschaftlich besonders wertvoll macht. Die zusätzliche Doppelseite am Ende mit spannenden Informationen über Stadttauben rundet das Buch gelungen ab und vermittelt Wissen auf eine kindgerechte Weise. Gerade dieser Aspekt hat mir persönlich die Augen geöffnet, da Tauben oft ein negatives Image haben, obwohl man eigentlich viel zu wenig über sie weiß.

Meine Kinder (3 und 5 Jahre) haben der Geschichte zwar aufmerksam zugehört, wollten sie jedoch nicht direkt noch einmal lesen – aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, und ich kann es aufgrund seiner liebevollen Gestaltung, der wichtigen Botschaft und des nachhaltigen Gedankens auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Zwischen Erinnerung, Freundschaft und der Kraft des Meeres

Unter Wasser
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„Unter Wasser“ von Tara Menon ist ein stiller, eindringlicher Roman, der lange nachhallt. Die Geschichte bewegt sich zwischen zwei Zeitebenen und Orten: Marissas Leben in New York City im Oktober 2012 ...

„Unter Wasser“ von Tara Menon ist ein stiller, eindringlicher Roman, der lange nachhallt. Die Geschichte bewegt sich zwischen zwei Zeitebenen und Orten: Marissas Leben in New York City im Oktober 2012 und ihren Erinnerungen an das Jahr 2004 in Thailand, wo sie mit ihrer Freundin Arielle den verheerenden Tsunami erlebt hat. Vergangenheit und Gegenwart verweben sich dabei zu einer sensiblen Erzählung über Freundschaft, Verlust und das Weiterleben nach einer Katastrophe.

Schon das Cover ist ein echter Hingucker: Die Lichtreflexe im Wasser wirken faszinierend und die glänzende, metallische Schrift verleiht dem Buch eine besondere Tiefe. Auch inhaltlich überzeugt der Roman durch seine ruhige, atmosphärische Erzählweise. Mit seinen 200 Seiten hat er eine angenehme, genau richtige Länge und liest sich dank des flüssigen Stils sehr schnell.

Besonders beeindruckend ist die bildhafte Sprache. Fauna und Flora werden so detailliert beschrieben, dass die Landschaften und Tiere beim Lesen lebendig werden. Marissas Albträume sind zudem klar durch eine andere Schriftart gekennzeichnet, was die Orientierung in der Geschichte erleichtert und einen spannenden Kontrast zur Realität schafft.

„Unter Wasser“ ist ein leiser, sensibel erzählter Roman, der weniger durch große dramatische Wendungen als durch Atmosphäre, Emotionen und starke Bilder überzeugt – ein Buch, das man ruhig und aufmerksam liest und das dabei eine besondere Wirkung entfaltet.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Ironisch, treffend und sehr lesenswert

Einatmen. Ausatmen.
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In dem Roman Einatmen Ausatmen von Maxim Leo geht es um die erfolgreiche, aber emotional distanzierte Karrierefrau Marlene, die sich – eher widerwillig – auf ein Coaching einlässt. Ziel ist es, ihre zwischenmenschlichen ...

In dem Roman Einatmen Ausatmen von Maxim Leo geht es um die erfolgreiche, aber emotional distanzierte Karrierefrau Marlene, die sich – eher widerwillig – auf ein Coaching einlässt. Ziel ist es, ihre zwischenmenschlichen Defizite zu überwinden und „menschlicher“ zu werden. Doch kann ein Coaching wirklich Empathie lehren, oder bleibt alles nur Fassade?

Dieser Roman hat mich rundum begeistert! „Einatmen Ausatmen“ ist eine wunderbar unterhaltsame, kluge und zugleich humorvolle Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist-Thema Selbstoptimierung und Coaching. Maxim Leo schafft es, mit feiner Ironie und satirischem Blick die Absurditäten dieser Welt offenzulegen, ohne dabei je belehrend zu wirken.

Besonders überzeugt hat mich der leichte, pointierte Schreibstil – das Buch liest sich flüssig und ist gleichzeitig voller treffender Beobachtungen menschlicher Schwächen. Die Figuren sind hervorragend gezeichnet und wirken durchweg glaubhaft. Vor allem Marlene ist eine spannende Protagonistin: Trotz ihrer Empathielosigkeit konnte ich mich gut in sie hineinversetzen, und sie bleibt überraschend sympathisch. Man verfolgt ihren Weg mit großem Interesse und einer gewissen Neugier, ob echte Veränderung überhaupt möglich ist.

Für mich war dieser Roman perfektes Lesefutter zum Abschalten – unterhaltsam, intelligent und mit genau der richtigen Portion Tiefgang. Ich werde mir definitiv weitere Bücher von Maxim Leo anschauen. Klare 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Ein warmherziges Geschenk für alle Mamas

Felsenfest
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Das Buch „Felsenfest“ hat mich als Mutter von zwei Kleinkindern tief berührt. Es zeigt auf eine unglaublich liebevolle und warmherzige Weise, was eine gesunde Beziehung zwischen Eltern und Kindern ausmacht ...

Das Buch „Felsenfest“ hat mich als Mutter von zwei Kleinkindern tief berührt. Es zeigt auf eine unglaublich liebevolle und warmherzige Weise, was eine gesunde Beziehung zwischen Eltern und Kindern ausmacht und wie wichtig Vertrauen, Nähe und Verständnis im Familienalltag sind. Die kurzen, einfühlsamen Texte treffen mitten ins Herz und bringen viele Gedanken auf den Punkt, die man als Mama oft fühlt, aber nicht immer in Worte fassen kann.

Besonders wunderschön sind die Illustrationen, die die Texte perfekt begleiten. Die warmen Farben schaffen eine ganz besondere Atmosphäre – beim Lesen beginnt man fast automatisch zu träumen, in Erinnerungen zu schwelgen und einen Moment innezuhalten. Auch die Gestaltung hat mir sehr gefallen: Die einzelnen Textpassagen in Handschrift wirken persönlich und verleihen dem Buch eine noch intimere, liebevolle Note.

Ein echtes Highlight ist für mich das Gedicht „Was bleibt“ am Ende des Buches. Es bildet einen wunderbaren, sehr berührenden Abschluss und fasst die Botschaft des Buches noch einmal auf eine besonders schöne Weise zusammen.

Für mich ist dieses Buch berührend, wertschätzend und voller Wärme. Es erinnert daran, wie bedeutsam die kleinen Momente mit unseren Kindern sind und wie viel Liebe in ihnen steckt.


Ich finde, es ist ein wundervolles Geschenk für Mamas – zur Taufe, zur Geburt oder einfach als kleine Aufmerksamkeit zwischendurch. Ein Buch, das man gerne immer wieder zur Hand nimmt.

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