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Veröffentlicht am 07.09.2018

Etwas zu amerikanisch, aber sonst spannend und gut geschrieben

Das letzte Kind
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Fee erzählt von der Geschichte

Vor einem Jahr ist die 12-jährige Alyssa verschwunden. Johnny, ihr Zwillingsbruder, sucht sie weiter. Detective Hunt hat auch noch nicht aufgegeben und so ist seine Ehe ...

Fee erzählt von der Geschichte

Vor einem Jahr ist die 12-jährige Alyssa verschwunden. Johnny, ihr Zwillingsbruder, sucht sie weiter. Detective Hunt hat auch noch nicht aufgegeben und so ist seine Ehe gescheitert und mit seinem Sohn hat er enorme Probleme. Da verschwindet wieder ein Mädchen und Johnny ist zufällig am richtigen Ort, damit er eine Information von einem sterbenden bekommt.


Fee meint zum Krimi

Der Krimi hat mich von Anfang an gefesselt. Er war total spannend und sehr deprimierend. Viele Familien sind schon zerbrochen und zerrüttet, dadurch, dass vor einem Jahr Alyssa verschwunden ist. Es war fast wie bei Stephen King. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil es so spannend war. Mit Johnny, aus dessen Sicht der Krimi geschrieben ist, habe ich total mitgelitten. Genauso wie mit seiner Mama.

Um Johnny hatte ich echt eine Riesenangst, weil ich nicht wusste, ob er das Ende des Buches überlebt oder nicht.

Die Charaktere sind absolut interessant, teilweise sympathisch und faszinierend.

Besonders tragisch war es halt, weil so viele „Kinder“ bzw. „Jugendliche“ involviert waren. Es gab sehr viele zerrüttete Familien, so dass ich sehr viel Mitleid hatte.

Es war wirklich keine „leichte Lektüre“. Pädophilie, Süchtige, Irre, Verrückte und natürlich die, die so besessen waren, den „Fall“ aufzuklären, um endlich Ruhe zu bekommen. Natürlich gab es auch einige Klischees. Schlimm fand ich, dass sich Johnny mit Totem, Magie und Vögel bzw. Federn beschäftig hat. Eine Zeit lang hatte ich Angst, er würde in die Psychiatrie eingeliefert, weil er plötzlich einen auf Indianer machte. Allerdings war eigentlich das Schlimmste, dass Johnny praktisch den Fall aufgeklärt hat und die Polizei „dumm“ bzw. „extrem dumm“ da steht.

Die verzweifelnde Hoffnung von Johnny war wirklich schrecklich. Aber auch der Detective hat nie aufgegeben.

Genial fand ich, wie die Spannung zusätzlich erzeugt wurde, denn der Autor hat sehr bildlich geschrieben und die Personen waren teilweise absolut faszinierend. Die Polizisten waren allesamt blass, während Detective Hunt ein Polizist mit menschlichen Zügen dargestellt wurde. Er hat zig Visitenkarten an Johnny und seine Mutter verteilt. Somit gab es auch noch eine Liebesgeschichte in „light“-Format.

Unterhaltsam war der Roman ohne Zweifel, trotzdem war er mittendrin etwas zäh und ausschweifend. Auch war der Krimi ziemlich grausam und nichts für zartbesaitete. Aus den 446 Seiten hätte man auch locker 399 Seiten machen können. Insgesamt war mir der Krimi ein bisschen zu amerikanisch.

Ein paar mal wurde ich an Huckleberry Finn erinnert. Johnny hat in seiner Verzweiflung „einige Streiche“ gegen Ken Holloway inszeniert. Auch war er ähnlich clever wie der Held aus Mark Twains Roman.

Im Prinzip war der ganz einfach. Die Auflösung hat mich dann doch echt verblüfft.

Fees Fazit

Da der Krimi an einigen Stellen doch etwas zu ausschweifend, zäh und zu amerikanisch war, ziehe ich einen Stern ab. Da ich aber gleich fasziniert von der Geschichte war und den Krimi ansonsten spannend fand, wenn auch nicht für zarte Gemüter geeignet vergebe ich 4 Sterne und insgesamt eine Leseempfehlung für Leser von „etwas härteren“ Krimis.


Veröffentlicht am 22.08.2018

Spannend mit Katze

Frau Maier wirbelt Staub auf
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Fee zum Inhalt

Frau Maier hat bald Geburtstag und weil sie nun einige Leute in diesem Dorf kennt, soll sie ihn feiern. Da sie das nicht möchte, ist sie ziemlich unfreundlich zu ihrer Freundin Elfriede. ...

Fee zum Inhalt

Frau Maier hat bald Geburtstag und weil sie nun einige Leute in diesem Dorf kennt, soll sie ihn feiern. Da sie das nicht möchte, ist sie ziemlich unfreundlich zu ihrer Freundin Elfriede. Dafür lernt sie einen Mann kennen und stolpert über einen Toten.


Fee`s Meinung

Schon der 4. Band der Serie und ich hab Frau Maier erst jetzt kennen gelernt. Um es vorweg zu nehmen, ich muss unbedingt die anderen Teile lesen. Allerdings sind alle Bände in sich abgeschlossen, so dass man einsteigen kann, wann immer man möchte.

Frau Maiers Charakter ist nachvollziehbar und sympathisch. Sie lebt mit ihrem Kater etwas außerhalb eines Dorfes. Sie hat bisher eine nette Freundin, Elfriede. Kommissar Brandter mag Frau Maier nicht. Ständig findet sie Leichen und ermittelt dann selbst. Ich finde, er passt gut dazu, taut aber in dieser Folge etwas auf. Und dazu scheint etwas Schwung in ihr Liebesleben zu kommen. Das lässt sie gleich jünger und spritziger erscheinen.

Der Krimi ist etwas hintergründig, denn man erfährt manches erst zum Schluss. Man kann es sich allerdings denken. Das ganze ist spannend und gut, aus Sicht von Frau Maier, geschrieben. So kurzweilig, dass die 314 Seiten schnell ausgelesen sind. Ich finde, die Serie hat somit gerade die richtige Länge um einen Schlechtwetternachmittag schön zu gestalten.

Das einzige, was eventuell negativ ist, wofür ich jetzt allerdings keinen Stern abziehe ist, dass die Katze sehr selten auftaucht. Da wünschte ich mir noch mehr Sätze dazu.

Es gibt Auszüge aus Zeitungsberichten über den Mord und dazu noch Teile eines Tagebuchs dazwischen, die die Spannung erhöhen.


Das Cover

Hat mich wegen der schwarzen Katze angezogen. Ich liebe ja Katzenserien und irgendwie kenne ich zu wenig oder es gibt viel zu wenig. Das Cover ist schlicht und irgendwie treffend und es gefällt mir auch. Der halbe Katzenkopf verspricht Spannung. Mir gefällt auch, dass nicht zuviel versprochen wird im Klappentext. Note 1.


Fees Fazit

Ein rundum gelungener Krimi mit einer Katze als Nebenfigur. Gefällt mir sehr gut. Schön geschrieben, nicht zu viele Seiten, tolles Cover. Die Autorin hat einen neuen Fan bekommen. Ich empfehle den Krimi mit der vollen Punktzahl.

Veröffentlicht am 22.08.2018

Etwas schwerer und weniger lustig, als sonst

Die Putzfraueninsel
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Fee erzählt vom Buchinhalt

Irma ist eigentlich Psychologin, verdient sich aber ihr Geld mit Putzen. Sie hat mehrere Haushalte und schon etwas Geld gespart. Sie kennt sich aus, bei den Leuten bei denen ...

Fee erzählt vom Buchinhalt

Irma ist eigentlich Psychologin, verdient sich aber ihr Geld mit Putzen. Sie hat mehrere Haushalte und schon etwas Geld gespart. Sie kennt sich aus, bei den Leuten bei denen sie putzt und kennt ihre Leichen im Keller. Familie Schwarz hat ihre Großmutter eingesperrt. Irma ist sauer und rettet sie.


Fee zur Geschichte

Also wäre Milena Moser nicht eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen, ich hätte mehrfach das Handtuch geworfen, bzw. das Buch in die Ecke gelegt und nicht weiter gelesen. Erwartet hab ich einen sommerleichten Roman, bekommen hab ich einen voller schwarzer Sozialkritik.

Teilweise war das ganze sogar amüsant. Manches war nicht mal vorhersehbar. Es gibt sehr viele Probleme, die sie anspricht, warum sie Irma einen Lover unterjubelt, der noch nicht volljährig ist, das versteh ich beim besten Willen nicht.

Manchmal war es ganz schön zäh zu lesen. Auf der anderen Seite, wenn man sich mal durchgewurstelt hat, dann kannte man sich aus in den Haushalten, wo Irma putzt.

Das ganze wird aus Irmas Perspektive erzählt, aber nicht in Ich-Form.


Das Cover

Ist schön und impliziert sommerleichte Lektüre. Eigentlich stimmt sogar der Rückentext, wer aber glaubt, auf Mallorca geht es richtig los, der irrt sich, denn damit endet das Buch. Es gibt auch ab und zu eine Vorschau. 2+. Denn das Cover ist so richtig treffend und wirklich gut gewählt!


Fees Fazit

Oh ja, das Buch kann man durchaus lesen, muss man aber nicht. Wer Milena Mosers Bücher kennt, wird ein wenig enttäuscht sein, weil es weder sommerleichte Lektüre ist, noch viel zu Lachen gibt. Zum Schluss wird alles irgendwie gerecht und eigentlich schön. Von daher 3 Sterne.

Veröffentlicht am 19.08.2018

Sommerleichter vergnüglicher Roman mit Highlight!

Verliebt in Paris
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Kate Klise
Verliebt in Paris
Piper 2013

Fee zur Geschichte

Daisy und Andrew lernen sich im Flug nach Paris auf denkbar schlechteste Art und Weise kennen. Ihre Kinder Webb und Coco haben ihre Reisetasche ...

Kate Klise
Verliebt in Paris
Piper 2013

Fee zur Geschichte

Daisy und Andrew lernen sich im Flug nach Paris auf denkbar schlechteste Art und Weise kennen. Ihre Kinder Webb und Coco haben ihre Reisetasche vertauscht und lernen sich daher per Mail kennen. Da Solange, die Freundin von Daisy in Spanien ein Problem hat, muss Daisy, die Spitzenköchin aushelfen. Da Andrew auch gerade an dieser Ausstellung arbeitet werden sie dort wieder aufeinanderstoßen.


Fee`s Meinung

Ein lustig leichter Sommerroman, bei dem es viele Missverständnisse gibt. Unnötige Missverständnisse und Klischees ohne Ende. Teilweise ist es auch lustig. Zumindest ist es nicht langweilig. Die einzelnen Kapitel sind immer aus der Sicht von Daisy, Andrew, Coco und Webb geschrieben. Es wird auch beschrieben, warum die Kinder diese Namen haben. Es gibt viel Emailverkehr von Coco und Webb, da die beiden kein Smartphone dabei haben. Webb hat’s im Schulfach vergessen und Coco wurde es verboten mitzunehmen.

Mir gefällt die Geschichte gut und ich finde es irgendwie lustig. Vor allem ist es wirklich gut und leicht geschrieben. Man liebt die 5 Charaktere (auch Solange) und versteht sie und kann sich wunderbar in sie reinversetzen. Der Roman dauert nur eine Woche, ausgelesen ist er in Stunden.

Dass die Ausstellung vom Inhalt her auch noch so passend ist, finde ich irgendwie klasse.

Den Schluss, da dachte ich schon, ich lese einen Krimi. Einfach toll und genial! Leider alles viel zu kurz!


Das Cover

Ist schön, aber nicht wirklich passend zum Buch. Verliebt in Paris? Na ja, Coco und Daisy sind ja da, sind aber auch teilweise in Spanien. Und Webb und Andrew sind ja meist in Spanien. Allerdings treffen sich Coco und Webb in Paris. Also teilweise ist es schon ok. Und klar, Paris und Eiffelturm verkaufen sich halt besser, daher kann ich das schon verstehen. Dass hier ein GELBER Koffer auf dem Titelbild ist, ist irgendwie falsch und kitschig, aber ok. Kann man gelten lassen. Also in diesem Fall kann man sogar eine 2 für das Cover und die Außenbeschreibungen geben.


Fees Fazit

Ein sommerleichter Roman, der schnell ausgelesen ist und generationsübergreifend zum Lesen geeignet ist. 4 Sterne. Ich werde mir die Autorin vormerken und schauen, was ich weiteres von ihr lesen kann!

Veröffentlicht am 19.08.2018

Ein super Roman!

Die Champagnerkönigin
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Petra Durst Benning
Die Champagnerkönigin:
Roman (Die Jahrhundertwind-Trilogie, Band 2)
2015 Ullstein

Fee erzählt von der Geschichte

1898. Isabelle ist in Berlin behütet und reich aufgezogen worden. ...

Petra Durst Benning
Die Champagnerkönigin:
Roman (Die Jahrhundertwind-Trilogie, Band 2)
2015 Ullstein

Fee erzählt von der Geschichte

1898. Isabelle ist in Berlin behütet und reich aufgezogen worden. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratet sie Leon und geht mit ihm in die Pfalz. Dort ist leider Armut und Langeweile angesagt und Isabelle verzweifelt. Dann erbt Leon ein Weingut in der Champagne in Frankreich. Isabelle verliebt sich in das Weingut und die Gegend und ist total begeistert. Leider will Leon immer wieder als Radprofi bei Rennen mitmachen.


Fee`s Meinung

Ich mag (eigentlich) keine historischen Romane. Aber ich hab im Urlaub nach einem alten Badewannenbuch im Bücherschrank geguckt. Und Bingo. Es war schon von Anfang an spannend und kurzweilig erzählt. Man leidet mit Isabelle mit und möchte mit ihr glücklich sein und sie trösten, wenn sie traurig ist. Isabelle ist eine starke Frau, die „nur“ kurzzeitig einen Einbruch erlebt. Aber dank dem Besuch ihrer Berliner Freundinnen kommt sie wieder auf die Beine.

Ob historisch alles richtig ist? Ich hab keine Ahnung, aber einige Sachen sind wohl wirklich so. Über die Champagnerherstellung hab ich auch einiges gelernt. Falls ich jemals noch mal zu einem Glas Champagner komme, werde ich es mit Respekt trinken.

Ich fand das Buch einfühlsam beschrieben. Mir gefiel das Miteinander der Nachbarn und ihrer Freundin in der Champagne. Es war etwas vorhersehbar, für mich deutete sich der Roman schon so an, wie er dann war. Trotzdem fand ich ihn spannend und wirklich toll geschrieben. Super entspannend für den Urlaub.

Ich wusste nicht, dass es eine Trilogie ist, falls ich je zu den anderen 2 Teilen komme, bin ich nicht abgeneigt, sie zu lesen. Allerdings frage ich mich, wie sollen die anderen beiden werden. Wobei, wenn es um Clara und Josefine geht, dann würde ich Clara einen anderen Mann wünschen. Josefine ist ja glücklich, soweit ich gelesen habe.

Seltsam fand ich es nur, dass Isabelle in Frankreich so gut zu recht kam, sprachlich gesehen. Denn dort wird ja auch „eine Art“ Dialekt gesprochen. Aber ok, ist sicher besser für den Buchverlauf.

Das Cover ist eigentlich wunderschön. Aber es deutet – für mich – nicht wirklich auf 1898 hin. Dazu hat Isabelle rote Haare und die Frau auf dem Cover dunkle Haare. Dazu würde man ein Weingut und Berge erwarten, aber leider sind da Wiesen und ein Fluss und Bäume und sie sieht darauf hinab. Also wunderschön, aber leider nicht wirklich passend zum Buch. Den Titel fand ich auch nicht gut gewählt, denn sie hat ein „kleines“ Weingut und tollen Champagner, der noch aus alten Beständen ist und der neue ist ja noch nicht fertig „gereift“, wie ich das verstanden habe, von daher ist sie nicht Königin, eher Prinzessin. Dafür gebe ich aber keinen Punktabzug, den das Cover gefiel mir und der Roman war wirklich toll!


Fees Meinung

Da ich positiv überrascht war über dieses Buch und es relativ zügig ausgelesen hatte, finde ich es sehr empfehlenswert. Wenn ein LiRo vorhersehbar ist, ist das nicht so schlimm, denn es wurde so charmant, schön und flüssig alles beschrieben. Gerne werde ich weitere Bücher der Autorin lesen.