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Veröffentlicht am 27.09.2018

Wunderschöner Roman mit Krimitouch

Brennende Cevennen
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Fee erzählt von der Geschichte



Tori Godon lebt in den Cevennen. Seit ihr Mann gestorben ist, ist sie eigentlich alleine, aber sie hat ja July ihren Pitbull. Es brennt in den Cevennen. Dann verbrennen ...

Fee erzählt von der Geschichte



Tori Godon lebt in den Cevennen. Seit ihr Mann gestorben ist, ist sie eigentlich alleine, aber sie hat ja July ihren Pitbull. Es brennt in den Cevennen. Dann verbrennen 2 Kinder und 2 Hunde sind auch tot.



Fees Meinung



Erst wollte ich ja, Teil 1, in tiefen Schluchten zuerst lesen, aber dann dachte ich, ich probiere es mal. Die gute Nachricht: Man muss nicht Teil 1 kennen, bevor man Teil 2 liest. Die schlechte Nachricht: Hat man Teil 2 gelesen möchte man gerne Teil 1 lesen. Und auch ich werde den ersten Band auf jeden Fall noch lesen. Ob man danach noch einen Band 3 benötigt? Lest meine Rezi.



Natürlich war ich neugierig, denn die Autorin, die hier unter einem Pseudonym schreibt, war mir schon mit Filou und Caruso singt nicht mehr aufgefallen. Positiv aufgefallen, sonst hätte ich mir nicht in tiefen Schluchten zugelegt und hab mich dann noch total gefreut, als ich Brennende Cevennen gewonnen habe.



Lokalkolorit

Ich liebe Frankreich und die Provence und so war ich erstaunt, dass die Cevennen direkt daneben sind und ich weiß, wir sind von Lyon über Valence nach Aix gefahren. Also kann ich mir vorstellen, wie es dort aussieht. Die schönen Schilderungen über die Gegend haben mein Kopfkino angeschaltet und ich hatte einen sehr schönen Tag und Abend dort. Und auch der geschichtliche Teil gefiel mir sehr gut und hat mich gut unterhalten. Obwohl ich ja Geschichte in der Schule nicht mochte. Aber wie schon bei Römermaske von Simone Dorra, kann ich nur sagen, wer es unterhaltsam erklärend beschreibt, da finde ich es toll.



Charaktere

Tori, July, Jan, Nico und all die anderen konnte ich mir gut vorstellen. Es waren tolle Charaktere dabei und auch geheimnisvolle. Allerdings blieben sie teilweise etwas blass.



Schreibstil

Der Schreibstil ist wunderschön, blumig und man kann sich alles vorstellen. Das Kopfkino funktioniert wunderbar. Man ist gleich in der Geschichte drin und auch sofort in einem Kurzurlaub in den Cevennen.



Liebe

In letzter Zeit habe ich den Eindruck, dass immer irgendeine Liason in Regionalkrimis sein muss. Finde ich auch ok, wenn es nicht zu ausufernd wird. Wobei mir jetzt egal ist, ob sich Tori für Nico oder Jan entscheidet. ;) Das fand ich auch schön und hat gut zur Geschichte gepasst. Es war jetzt aber nur eine light Liebesromanze. Also eigentlich nur am Rande.



Tiere

Es kamen sehr viele Hunde in der Geschichte vor. Und teilweise kam ich dann auch total durcheinander, welcher Hund wem gehört. (Bei den „menschlichen Charakteren“ kam ich nie durcheinander.)Aber das war ok. Für ein Highlight hat der Papagei gesorgt. Fand ich wirklich schön und toll. Ich hab mich so gefreut. Allerdings war July genial und warmherzig beschrieben, sie hat man sich in 3-D vorstellen können.



Cover

Dazu möchte ich nur sagen, es ist wunderschön. Das Buch mit den Karten im Innenteil ist toll gestaltet. Als Schulnote würde ich eine 1 geben.



Krimi

Es gibt zwar einen oder zwei Ermittler. Ich glaube, Nico ist im Ruhestand (er war wohl bei der deutschen Polizei im Drogendezernat) und dazu den einheimischen Serge Masson. Er versucht sich immer an das Gesetz zu halten, bei den Ermittlungen und so, geht er die Wege, wo er denkt, dass es gut für den Ort ist. Tori (ursprünglich auch aus Deutschland) hat natürlich versucht Sachen herauszufinden.



Also ich gehe jetzt davon aus, dass es ein Krimi ist, allerdings bin ich mir nicht so ganz sicher. Denn spannend war es in der Mitte, dann ging es so allmählich aus. So dass ich mich gaaaaaaaaaaanz langsam von den Cevennen verabschieden konnte. Einerseits fand ich das total toll, als Roman wunderbar, aber als Krimi? Es gab zu wenig Spannung, fand ich jedenfalls, es blieb einiges offen und dazu gab es nicht wirklich ein richtiges Krimi-Highlight. Es gab zwar ein paar Szenen, aber es war jetzt nicht wirklich was „Großes“.



Lustig, Humor

Wenn der „Krimi“ jetzt wenigstens Humor beinhaltet hätte, dann wäre es ok gewesen. Nur der Papagei hat da für eine (!) lustige Szene hergehalten. Ich fand, das war die beste Szene im ganzen Buch!



Teilfazit



Und jetzt ist bei mir die große Frage, da ich Sterne vergeben muss, wie viele Sterne vergibt man jetzt da? Nicht, dass das Buch schlecht gewesen wäre, mitnichten!!! Es gibt sehr viele Autoren, die so mies schreiben, dass ich das Buch nicht mehr auslese und hier war ich schnell fertig mit Lesen. Aber es gibt wirklich bessere, spannendere Krimis mit Highlights und Showdown, die so grandios sind, dass ich hier leider keine 5 Sterne geben kann.



Als Roman hätte ich hier sofort und bedenkenlos 5 Sterne gegeben! Denn die Qualität, die hier abgeliefert wurde, ist sehr gut. Es gab viele schöne Szenen. Leider wurde jetzt irgendwie der Welpen von July eigentlich nur noch ein kleiner „Epilog“ und Nachsatz gewidmet. Ok, es ist ein Krimi, aber nachdem sonst sooooo viel erzählt wurde, ohne dass Spannung erzeugt wurde, wären doch so ein paar Szenen, 2 bis 3 Seiten dazu schön gewesen. Es fällt mir ehrlich schwer, hier zu bewerten. Als Krimi würde ich höchstens 1 Stern geben. Aber so das Rundumpaket sonst war echt wunderschön. Wahrscheinlich werde ich auch – sollte es einen weiteren Band geben – gleich hier rufen. ICH weiß ja jetzt, was mich – wahrscheinlich – erwartet.



Aber schon mein Mann fand es seltsam, als ich sagte, der Krimi ist eigentlich soweit zu Ende, aber es gibt noch 50 Seiten. Die waren zwar sehr unterhaltsam, aber es kam jetzt nicht zu einem weiteren Highlight, und auch nicht wirklich viel wurde gelöst. Ich wusste einiges schon vor der Auflösung, war ja auch nicht zu schwer. Und dann wurde nicht mal alles aufgelöst.



(Sorry, für die megalange Rezi, aber ich wollte doch erklären, warum der Roman 5 Sterne mäßig ist und ich beim Krimi Sterne abziehen muss.)



Fees Fazit



Wer einen Cevennenurlaub mit Krimitouch erleben möchte, ist hier richtig, denn das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben. Wer einen spannenden Krimi erleben möchte, ist hier leider falsch. Lustig ist der „Krimi“ auch nicht. Wenn jemand Romane mag und mit Krimis wenig am Hut hat, wird diesen Krimi lieben. Da man mich zu einer Sternevergabe zwingt (ohne diese kann ich die Rezi nicht einstellen) vergebe ich mit einem weinenden Auge 3 Sterne.

Veröffentlicht am 23.09.2018

Mach mir`sch Tigerle

Tod in Schmargendorf
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Fee erzählt von der Geschichte

Miriam betreibt eine Krimibuchhandlung. Ihre einzige Angestellte ist zugleich ihre Freundin Wanda. Miriam schickt Wanda morgens zum Geldwechseln zur Bank, da erfahren sie, ...

Fee erzählt von der Geschichte

Miriam betreibt eine Krimibuchhandlung. Ihre einzige Angestellte ist zugleich ihre Freundin Wanda. Miriam schickt Wanda morgens zum Geldwechseln zur Bank, da erfahren sie, dass ein Mord geschehen ist. Auch in Miriams Haus, wo sie ihre Buchhandlung betreibt ist einiges im Argen, denn eine Frau beschwert sich ständig über den Krach und dann auch über den Wasserfleck. Und Suse, der Hund, benimmt sich auch seltsam. Kommissar Yunos Kamat ermittelt.

Fee meint zum Buch

Schreibstil
Das Buch ist wirklich schön geschrieben, sehr unterhaltsam.

Cover
Das Cover ist auch schön und irgendwie passt es sehr gut, mit der Hecke und dem Zaun. Man kann nicht so richtig durchgucken, aber Wanda findet ihren Weg.

Lokalkolorit
Also Lokalkolorit ist massig vorhanden. Auch die Orte und Lokalitäten sind sehr gut beschrieben. Mir gefällt es sehr gut, dass sich auch Nichtberliner gut zurecht finden.

Charaktere
Die Protagonisten sind gut beschrieben, manche kann man sich sehr gut vorstellen. Bei Wanda dauerte es ein wenig, während ihre Chefin Miriam konnte ich mir sehr gut vorstellen. Justus und seine Tante waren meine Lieblingscharaktere. Ich fand sie toll dargestellt. Allerdings gab es viele interessante Charaktere.

Humor
Tja, das mit dem Humor war so eine Sache. Am Anfang fand ich nicht so viel lustig, das steigerte sich dann so nach und nach und im letzten Drittel war der Krimi am lustigsten.

Krimi
Auch wenn ganz am Anfang ein Mord passiert ist, es war zuerst nicht wirklich spannend. Trotzdem konnte ich nicht alles voraussehen. Wegen des Wasserschadens hatte ich schon eine richtige Vermutung. Und im letzten Drittel hat sich dann alles überschlagen, wurde spannend und witzig und dann war es zu Ende! Menno. Da hätte ich dann gerne weiter gelesen.

Liebe
Genau darum braucht es auch eine Fortsetzung. Wie geht es wohl mit Miriam und Mamo und Wanda und dem Kommissar weiter? Denn es gab ja wohl Wiederauffrischungen (Miriam und ihrem geschiedenen Mann) und zarte Bande (Wanda und dem Kommissar). Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Wanda „Marple“ dem Kommissar weiter bei seinen Fällen helfen könnte.

Sonstiges
Friederikes Geschenk an Wanda war interessant, diese hässlichen Schuhe, die total weich und warm sind. Was mich aber gestört hat, war der Satz: „Mach mir`sch Tigerle“. Für eine Schwäbin unerträglich, das ganze 2. Drittel grübelte ich darüber. Bei Whatsapp hab ich meine Schwabenfamilie gefragt. Da kamen viele Vorschläge für diesen Satz, aber so wie der Satz im Buch stand, waren sich alle einig:“Des goht net! Uf gar koin Fall!“

Fees Fazit
Also mir gefiel der Krimi sehr gut und ich würde mir davon eine Fortsetzung wünschen. Allerdings war er so am Anfang etwas langwierig und es dauerte dann doch, bis es zur Sache ging. Dazu noch der Humor, der erst schleppend kam. Das hatte ich mir doch witziger vorgestellt. Trotz aller Kritik möchte ich dem Buch 4 Sterne geben und erhoffe mir eine Fortsetzung.

Veröffentlicht am 21.09.2018

Heimweh nach dem Allgäu

Abschied am Alpsee
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Fee erzählt vom Buchinhalt

Carina ist mit ihrer Familie ins Allgäu gefahren. Ihre Kinder und ihr Mann wollten nicht dahin, sie hatten sich bis zuletzt gewehrt. Prompt bekommen sie gleich am ersten Tag ...

Fee erzählt vom Buchinhalt

Carina ist mit ihrer Familie ins Allgäu gefahren. Ihre Kinder und ihr Mann wollten nicht dahin, sie hatten sich bis zuletzt gewehrt. Prompt bekommen sie gleich am ersten Tag Streit und Carina fühlt sich sofort wie Zuhause, in Immenstadt. Frank ihr Mann – selbstständiger Architekt – möchte hier einen Auftrag ergattern, wovon Carina nichts weiß. Da Carina sauer ist und sie die Möglichkeit hat in einem Blumengeschäft auszuhelfen, nutzt sie die Chance. Dort begegnet sie Daniel, ihrem alter Schulfreund.

Fees Meinung

Das Cover
Ist schon so schön und entführt mich schon wieder gedanklich ins Allgäu. Auch der Klappentext ist so, wie das Buch dann in Wirklichkeit ist. Einfach schön.

Charaktere
Also Carina und die ganzen Allgäuer mochte ich sofort. Und leider auch Daniel. Frank fand ich total doof und die Kinder verzogen. Ein toll beschriebenes Bild der Charaktere, so dass man sich alle gut vorstellen konnte.

Die Landschaft oder der Lokalkolorit
Na ja, auch wenn die Autorin eigentlich auf den Dialekt verzichtet stehen da doch einige Sachen drin, die aufs Allgäu hindeuten, weil man das nirgendwo anders sagen würde. Jedenfalls hat sicher keiner Probleme, der dieses Buch liest, denn es ist einfach alles zu verstehen. Und erst die Landschaft. Nirgendwo im Urlaub laufen und wandern wir so viel wie dort und auch die Charaktere tun dies. Es passt also alles. Ich fühlte mich so richtig heimelig. Auch das mit dem sanften Tourismus gefiel mir sehr gut. Also noch ein Schloss braucht das Allgäu nicht und vor allem nicht diese Seite des Allgäus.

Die Geschichte
Mit ihren Strängen ist echt toll, wie sich alles verknüpft und wie sich dort alle kennen. Das gefiel mir sehr gut. Ach, wenn doch das reale Leben auch so ein Happy End hätte, das wäre sehr schön.

Fees Fazit
Das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich am liebsten weiterlesen würde. Die nächste Geschichte aus dem Allgäu von dieser tollen Autorin. Tolle Charaktere, wunderbare Landschaft, schöne einzelne Stränge, einfach perfekt. Total warmherzig und mit viel Liebe zum Allgäu beschrieben.

Veröffentlicht am 13.09.2018

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen

Mit der Waschmaschine durch Deutschland
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Fee erzählt vom Buchinhalt

Ludger Bücker wandert mit seiner Waschmaschine von Allensbach den Rhein runter nach NRW und von dort am Lippe Kanal entlang nach Lippetal-Herzfeld.



Fee´s Meinung

Also mir ...

Fee erzählt vom Buchinhalt

Ludger Bücker wandert mit seiner Waschmaschine von Allensbach den Rhein runter nach NRW und von dort am Lippe Kanal entlang nach Lippetal-Herzfeld.



Fee´s Meinung

Also mir gefallen ja seit Hape Kerkeling solche Wanderungen. Verrückte Wanderungen lernte ich ja durch Mit dem Kühlschrank durch Irland von Tony Hawks kennen. Seither hatte ich fast alle Bücher von Tony Hawks gelesen. Seine Wetten sind ja hammerhart und total amüsant. Daher hatte ich auch wohl eine große Erwartungshaltung zu diesem Buch.



Es waren recht kurze Kapitel zu jedem Ort wo Ludger Bücker war. Leider hat er fast alle Namen und Unterkünfte verändert, so dass man leider fast nichts im Internet wieder findet. Wo bekommt man so große leckere Koteletts oder welche Bruchbude verbirgt hinter dem Grandhotel? Warum ich das wissen möchte? Ich möchte meinen Jakobsweg auch in Deutschland wandern. Und da wären preiswerte und vor allem saubere Unterkünfte mit Badewanne toll. Wobei für mich die faszinierendste Unterkunft in Düsseldorf war. Leider hat man nur zwischen den Zeilen erfahren was in Rhens mit seiner Zimmerwirtin passiert ist. Blöde fand ich es einfach, dass das, warum ich das Buch lese und es mich interessiert, dass ich genau das nicht gefunden habe, bzw. das wurde mir nicht beantwortet. Das ist wie wenn man einem Hund ein Schnitzel hinhält und ihm dann wieder wegnimmt. Das ist doch auch nicht ok!



Ich verstehe zwar, dass man nicht alle und alles mit Namen betiteln kann, weil der Chef vom Grandhotel hätte Ludger sicher verklagt. Aber wegen der 2 abgelaufenen Biere, hätte ich schon alleine eine Internetbewertung gemacht, die man auch gefunden hätte im Netz! Gerade dort fand ich es extrem schlimm. Zuerst hat sich Ludger den Berg hochgequält mit Mikaela und dann findet er so was vor. Dann gibt es oben auf dem Berg nicht mal was zu Essen und zu trinken. Nee, also das wäre nichts für mich.



Ich habe mich auch oft gefragt, warum nimmt er solche dreckigen, unfertigen oder unfreundliche Unterkünfte an? Warum tut man so was? Warum tun Deutsche das? Denn es ist ja so, wenn man beim Bäcker betrogen wird, geht man zu einem anderen Bäcker. Ist man nicht zufrieden mit dem dänischen Bettenlager oder Matratzen Concord, dann kauft man eben woanders ein. In Deutschland sollte man sich öfters beschweren und wenn man nur an Firmen schreibt. Abhilfe gibt es höchstens, wenn die Menge sich beschwert, sonst wird da nichts verändert.



Es ist auch nicht gerade schön, wenn man als Leser praktisch in so einer muffeligen Bude bzw. Bettzeug schlafen muss. Oder wenn man praktisch Nächte durchmacht. Ich finde, auf Wanderungen sollte man auch schlafen können. Ich bin sicher, viele andere machen genau die selben Erfahrungen nach Ludger Bücker. Und ER hätte die Chance gehabt, Abhilfe zu schaffen. Wozu gibt’s Smartphones mit denen man Bilder machen kann?



Jedenfalls war das Buch recht kurzweilig zu lesen und ich hätte gerne weitere Teile von weiteren Wanderungen bekommen. Und wie ging es jetzt mit Nicole weiter? Und wie hat er seine jetzige Lebenspartnerin gefunden? Immer wenn es spannend wird, dann findet man bei Facebook oder im Internet recht wenig dazu. Immerhin scheint er ja jetzt auch wieder einen Hund zu haben.



Das Cover

Passt natürlich perfekt und man kann sich so alles besser vorstellen. Auch der Rückentext und die Softcoverbilder sind toll dazu und passen super. Daher eine 1.



Fees Fazit

Als Unterhaltung vor dem Einschlafen ist das Buch bestens geeignet, da es kurze Kapitel hat. Klingt wie ein Märchenbuch, da die Namen fast alle verändert wurden. Es kommt darauf an, warum man das Buch liest. Wenn man selber solche Wanderungen unternehmen möchte, dann ist das Buch wenig hilfreich. Will man sich hingegen nur unterhalten lassen, dann ist es sehr interessant. Ich gebe dem Buch 3 Sterne.

Veröffentlicht am 11.09.2018

Überschattende Ereignisse in der Provence

Träume der Provence
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Fee zum Buchinhalt

Marie ist alleinerziehende Mutter ihres kranken Sohns Robin. Um ihm einen Arzt in Amerika (Philadelphia) leisten zu können, muss sie in die Provence (Saint-Paul-de-Vence) reisen und ...

Fee zum Buchinhalt

Marie ist alleinerziehende Mutter ihres kranken Sohns Robin. Um ihm einen Arzt in Amerika (Philadelphia) leisten zu können, muss sie in die Provence (Saint-Paul-de-Vence) reisen und ein Bild suchen. Sie nimmt ihren besten Freund Bennet und ihren Sohn mit. In der Provence erfährt sie die Geschichte ihrer Mutter Anne.

Fees Meinung

Insgesamt erzählt das Buch von Maries Mutter in Rückblenden, wie ihr Aufenthalt in der Provence war. Marie bringt die Dorfbewohner – so nach und nach dazu, ihr zu erzählen, wie der Aufenthalt von Anne, ihrer Mutter verlief. Es wird jeweils aus Sicht von Marie und Anne erzählt. Es gibt Rückblenden, mit Jahres- und Ortsangaben.

2018 (Marie)
Die Zeit die in der Provence verbracht wurde, ist etwas kurz. Aber schön erzählt, teilweise richtig warmherzig, man spürt fast die Sonne auf der Haut. Ja, und da dachte ich auch noch an einen etwas anderen Ausgang der Geschichte. Eigentlich erhoffte ich mir das. Doch irgendwie blieben mir die Charaktere etwas fremd und waren etwas blass.

1966 (Anne)
Es ist eine etwas tragische Geschichte um Anne und ihre Liebe zu einem Maler. Anne und die Menschen zu dieser Zeit werden viel besser gezeichnet bzw. beschrieben. Man erlebt das ganze fast mit. Ich hatte viel Verständnis für Anne und hab sie nie verurteilt. Für mich ist sie nicht die Schuldige, aber die, die wirklich leiden musste, ihr restliches Leben lang. Und dann der arme Maler. Und seine Frau.

Die Geschichte ist eigentlich gut geschrieben. Es war nie langweilig, der Schreibstil meist blumig und bildlich und doch fehlte etwas. Es war irgendwie wenig Tiefgang in der Geschichte. Das Herz fehlte bei Annes/Robins Geschichte. Aufgrund der Tragik der Geschichten plätscherte es auch nicht einfach so dahin. Irgendwie ein Mittelding. Ich hoffte dann auf den Epilog. Doch der war auch recht kurz und enttäuschend.

Ja, wie soll ich das sagen? Ich war nur ein weit entfernter Zuschauer. Leider durfte ich nicht wirklich in die Provence mitreisen. (Wobei ich bei Anne fast hautnah dabei war, aber nur fast. Hingegen Marie hätte auch sonst wo im Sommer sein können.) Der Stoff an sich hätte Platz für mehr Buchseiten benötigt. Maries Suche nach dem Bild war so stakatomässig. Sie war da und dort und da hat sie ihren Sohn getroffen. (Ihr Sohn ist in der Provence aufgeblüht, aber erlebt habe ich es als Leserin nicht wirklich.) Es gab keinen Platz für Ausflüge in die schöne Landschaft. Ich war gar nicht richtig da, da war ich schon in Philadelphia und dann plötzlich wieder in Berlin.

Die Geschichte war wirklich nicht schlecht und man merkt, dass die Autorin schreiben kann, aber mir fehlte der Funke, der ist leider nicht wirklich übergesprungen. Es fehlt mir irgendwie etwas Herz in der Geschichte. Wobei Annes Geschichte – die Vergangenheit – für mich mehr Raum einnahm und völlig nachvollziehbar ist. Wenn es auch total schade war – für sie – und alle Beteiligten/Geschädigten. Ich war Anne viel näher als Marie. Das fand ich so schade. Mit ihr litt ich auch mehr. Mir Robin und Bennett wurde ich leider so gar nicht warm.

Allerdings fand ich die pubertierenden Gefühle Robins und die Gefühle zu seiner Krankheit gut gezeichnet.

Gut fand ich die Aussage in diesem Roman, dass es nie wieder passieren dürfe. Damit meine ich vor allem: Den Hass, der die Liebe verdrängt. Vor allem, da man selber viel später geboren wurde und nichts mehr mit dem Krieg zu tun hat, außer, dass man als Deutsche geboren wurde. Zumal weder Anne noch Marie während des Krieges gelebt haben, mussten aber mehrfach voll den Hass erleben, der älteren Generation.

Interessant fand ich, die beiden Väter a) des Malers und b) des Cafebesitzers. Diese Parallelen. Ohne jetzt mehr verraten zu wollen.

Außerdem fand ich, das Malen hat Marie und Anne vereint. Beide haben es gerne gemacht und aufgegeben bzw. vermisst. Doch Marie kann das jetzt ändern.

Schön fand ich die Rezepte zum Schluss. Sie bieten dann doch noch einen versöhnlicheren Abschluss.

Das Cover
Ist wunderschön und bestechend in seiner Schönheit. Es spiegelt irgendwie die Pracht der Provence rüber und passt wunderbar zum Buch bzw. zur Region. Da hätte ich mir ein Taschenbuch gewünscht, statt eines Ebooks, denn in meinem Ebook kann ich das Cover nicht sehen. Ich habs mir dafür mehrfach bei Amazon angesehen. Es ist so liebevoll gestaltet. Eine 1.


Fees Fazit

Also insgesamt gesehen, habe ich es nicht bereut, den Roman gelesen zu haben. Allerdings kam das Ende zu abrupt und im Epilog hätte ich mir dann echt gewünscht zu hören, wie es weiter geht. Es war einfach zu wenig und zu schnell zu Ende. Man hätte mehr draus machen können. Aber es war gut zu lesen und insgesamt nicht langweilig, von daher 4 Sterne.