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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2023

Spannend

Belmonte
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Antonia Riepp Belmonte Piper 2020

Simona erbt das Elternhaus von ihrer Großmutter Franca in Italien. Bisher hatte sie – von ihrer Mutter mal abgesehen, die das Haus im Allgäu erbt – eine behütete Kindheit ...

Antonia Riepp Belmonte Piper 2020

Simona erbt das Elternhaus von ihrer Großmutter Franca in Italien. Bisher hatte sie – von ihrer Mutter mal abgesehen, die das Haus im Allgäu erbt – eine behütete Kindheit im Allgäu gehabt.

Natürlich möchte ich immer wissen, wer hinter den Pseudonymen steckt. Antonia Riepp ist das Pseudonym von Autorin Susanne Mischke. Ihr Name ist mir ein Begriff. Vielleicht hätte ich doch mal einen Hannover Krimi von ihr lesen sollen? Ich hatte sie schon und hab sie wieder weiter gegeben. Ein Fehler??

Also ich mag nicht gerne Bücher, die fast 500 Seiten umfassen und gar noch Fortsetzungen beinhalten. Trotzdem war ich total in Bann von diesem Buch, das ich in einem öffentlichen Bücherschrank gefunden hatte. Dort sind ab und an „alte (was in dem Fall nicht so ganz stimmt) Schätzchen“, die man unbedingt lesen sollte. Manchmal fange ich so dicke Bücher an zu lesen, in der Hoffnung, mich dann wieder von ihnen trennen zu können. Aber ich habe mich geirrt. Diese deutsch-italienische Familiensaga hat mich von Anfang an in Bann gezogen. In relativ kurzer Zeit hatte ich das Buch ausgelesen. Ich fand es spannend. Wie es immer wieder in die Vergangenheit zu Franca ging und dann in die Gegenwart zu Simona. Wie dann die ganze Vergangenheit herauskam, war so spannend wie ein Krimi oder wie ein Tennisduell von Steffi.

Der Schreibstil, die Geschichte, die Charaktere fand ich einfach genial. Das Cover gefiel mir auch. Den Familienstammbaum entdeckte ich dann zum Schluss. Ein sehr liebevoll gestaltetes Buch.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
8 Feensternchen für das Buch. Und jetzt hoffe ich, dass Band 2 und 3 auch schnell den Weg zu mir finden.

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Veröffentlicht am 11.07.2023

Von Bad Buchau nach Fehmarn

Sommerküsse auf Fehmarn
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Sandra Grauer Sommerküsse auf Fehmarn Bastei Lübbe 2020


Evie gewinnt die Million in der Quizshow von Günter Jauch, äh nein, Detlev Straub. Bad Buchau ist völlig aus dem Häuschen und jeder pumpt sie ...

Sandra Grauer Sommerküsse auf Fehmarn Bastei Lübbe 2020


Evie gewinnt die Million in der Quizshow von Günter Jauch, äh nein, Detlev Straub. Bad Buchau ist völlig aus dem Häuschen und jeder pumpt sie an. Ihr Freund macht ihr auch Vorschläge und findet ihren Traum vom eigenen Café nicht gut. Da reicht es Evie und sie flieht 900 km weit nach Fehmarn.

Lokalkolorit: Zunächst fängt alles verheißungsvoll an, die Fehmarnsundbrücke wird toll in Szene gesetzt. Dann wird nicht darauf hingewiesen, klar von einer Autorin aus dem Ruhrgebiet (die in Heidelberg studiert hat), dass der Kartoffelsalat auf Fehmarn mit Mayo angemacht wird, im Ruhrgebiet ja auch. Aber nicht in Bad Buchau! Das müsste man auf jeden Fall erwähnen, da das für einen Schwaben ein Schlag ins Gesicht ist! Dann geht es weiter mit Meerflair und eigentlich dreht sich alles nur noch um Liebe, Freundschaft und die Sorgen ums Café. Das ist mir – für einen Fehmarnkrimi – deutlich zu wenig Lokalkolorit. Denn Fehmarn wird mir zu wenig in Szene gesetzt.

Charaktere: Die waren durchaus alle gut gezeichnet und agierten meist völlig normal, wie man es von allen erwarten würde. Ich konnte sie mir gut vorstellen. Schade fand ich, dass Melanie ihre Ferien NICHT auf Fehmarn verbracht hat, auch wenn sie kurz vor der Hochzeit steht. Aber bei 6 Wochen würde doch wenigstens 1 Woche gehen. Schließlich ist Evie Melanies beste Freundin und Cousine.

Schreibstil: Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Er hat mich mitgenommen und natürlich sprang das Kopfkino an.

Die Liebesgeschichte: Fand ich auch ok. Vielleicht etwas zu viele „erotische“ Beschreibungen, daher lese ich LiRos selten.

Der Roman, klang plausibel (bis auf Melanies nicht Urlaub auf Fehmarn) und war gut zu lesen. Ich dachte nicht nach, ob es plausibel war oder nicht. Ich wurde mitgenommen bzw. konnte eintauchen, in eine flüssige, humorvolle Geschichte.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein schöner, fast plausibler, gut zu lesender, humorvoller, etwas spannender Liebesroman, mit normalen Höhen und Tiefen. Mehr Lokalkolorit und er wäre perfekt. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Argentinien, Grönland, Dänemark und Helgoland

Rache auf Helgoland
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Hauke Burmann Rache auf Helgoland Emons 2023


Zwei Forscher werden vermisst, nachdem sie spektakuläre Umweltsünden entdeckt haben. Die Polizei von mehreren Ländern ist in den Fall involviert und sie ...

Hauke Burmann Rache auf Helgoland Emons 2023


Zwei Forscher werden vermisst, nachdem sie spektakuläre Umweltsünden entdeckt haben. Die Polizei von mehreren Ländern ist in den Fall involviert und sie versuchen die Lösung zu finden. Doch, sind sie schnell genug?

Mir gefiel zwar der Schreibstil, aber es dauerte mir echt zu lang, bis das Buch Fahrt aufnahm und dann so spannend war, dass ich es kaum zur Seite legen konnte. Das kam so knapp 150 Seiten vor Schluss. Es gab auch zu viele Charaktere, so dass ich mir ein Personenverzeichnis gewünscht hätte. Ich weiß immer noch nicht, welche Polizeimitarbeiter aus Kopenhagen kamen, welche Personen aus Helgoland und welche vom Festland. Vielleicht wäre es gut gewesen, die ersten Teile der Serie zuerst zu lesen.

Sonst fand ich die Geschichte sehr brisant, als ich mal dahinterkam, was alles dahintersteckte. Die argentinische Geschichte ist ja noch schlimmer, als ich dachte. Und auch in Sachen Umwelt fand ich schrecklich, dass es auf Grönland spielte (da wo die Umwelt scheinbar noch in Ordnung ist) und ich war erleichtert, als ich die Schlussbemerkungen las. Ich finde es gut, dass die Autorin diese Themen ins Buch mitverarbeitet hat, denn Mord bleibt Mord und bei den Themen Umweltverschmutzung/-zerstörungen sollte man sensibel bleiben. Es sollte aber nicht in Klimakleber ausarten.

Einige Charaktere mochte ich, Romy Schneider und die beiden Toten. Ich fand echt schade, dass die Forscher tot waren. Wobei das Eine hätte ja eine Straftat sein können, das wäre natürlich doof. Schade fand ich, dass auf der Insel wohl keiner überlebt hat. Die beste und spannendste Figur war Leif Daalgard. Auch wenn der Charakter ja der „negativste“ überhaupt war, aber er brachte die totale Spannung in die Geschichte.

Nach dem ich das Buches gelesen hatte fragte ich, war hier genug Lokalkolorit drin? Also an die Insel kann ich mich gut erinnern und an das „Innere“ von Helgoland auch an die Verfolgung im Freistaat Christiania in Kopenhagen. Also finde ich, es gibt genügend Lokalkolorit.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Eine unterhaltsame, aufschlussreiche, zum Schluss noch spannende Geschichte mit super Charakteren und genügend Lokalkolorit. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.07.2023

Kopfkinourlaub auf dem Traumschiff

Traummann an Bord
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Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki Traummann an Bord Montlake Amazon 2023

Kopfkinourlaub auf dem Traumschiff

Anneke und Tilda dürfen die Kreuzfahrt ihrer Mütter antreten, da eine von ihnen krank geworden ...

Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki Traummann an Bord Montlake Amazon 2023

Kopfkinourlaub auf dem Traumschiff

Anneke und Tilda dürfen die Kreuzfahrt ihrer Mütter antreten, da eine von ihnen krank geworden ist. Tilda möchte sofort einen Mann fürs Leben angeln. Anneke eher nicht, denn sie hat vor Eröffnung ihrer Apotheke eher Entspannung im Sinn. Es gibt viele Flirts, doch welcher ist der Richtige?

Ich mag den Schreibstil der beiden Autoren total. Sie entführen mich in eine Welt, in der ich nicht nachfrage, ob das jetzt plausibel ist oder nicht. Wobei die meisten Sachen so stattfinden könnten. Mein Kopfkino sprang an, ich weilte im Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff und habe an Freud und Leid von Tilda und Anneke teilgenommen. Das ganze war witzig erzählt, ging dann noch plausibel und spannend an Land weiter. Die Charaktere fand ich sehr gut gezeichnet. Anneke und Tilda fand ich beide sofort sympathisch.

Irgendwie gefiel mir auch die Berufswahl der Beiden. Endlich mal Charaktere, die stinknormal auf dem Boden der Tatsachen weilen! Das wünsche ich mir mal im realen Leben. Vor allem, wie sich der „alte“ Arzt – dank Tilda – doch für den „Richtigen“ entschieden hat. Davon könnte man im realen Leben lernen. Das war – für mich - eine der besten Szenen im Buch.

Auf Seite 167 habe ich eine neue Apfelsorte entdeckt. Der Wallant. Ich liebe „alte“ Sorten und hasse Supermarktäpfel.

Natürlich gab es auch das eine oder andere Klischee (Benehmen des Bordarztes), aber diese passten wunderbar in die Geschichte. Zudem gab es viele Gelegenheiten, die den ganzen Roman wieder spannend machten, auch wenn man oft ahnte, wie es ausgeht. Zum Beispiel die Szene, dass Anneke meint, vor der Apotheke jemand gesehen zu haben, den sie nicht mehr mag.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:

Ein spritzig, humorvoller Roman, der mich mitgenommen hat, auf eine Kreuzfahrt und der immer wieder etwas spannend war und der dann doch das gewünschte Happy End hat. 10 Feensternchen.

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Nichtssagend, aber gut zum abends einschlafen

Alpsommer
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Etwa 109 Seiten hab ich geschafft, dann hab ich aufgegeben. Ich hab mich gefragt, wie kann man so ein Buch so langweilig machen? Man kann auf jeden Fall gut schlafen, wenn man das Buch gelesen hat.

Liegt ...

Etwa 109 Seiten hab ich geschafft, dann hab ich aufgegeben. Ich hab mich gefragt, wie kann man so ein Buch so langweilig machen? Man kann auf jeden Fall gut schlafen, wenn man das Buch gelesen hat.

Liegt es am Schreibstil der Autorin? Wahrscheinlich auch, aber er kann nicht so schlecht sein, denn immerhin hab ich fast 109 Seiten geschafft. Aber es ist das ewig gleiche und irgendwie so unzufrieden/sachlich vorgetragen. Keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll.

Es ist auf jeden Fall mühsam trocken zu lesen. Nicht nur, dass es immer gleich ist, aber es fehlt das erfrischende, das humorvolle, was in diesem Buch völlig fehlt. Das ist irgendwie mehr ein Sachbuch-Tagebuch, als eine Erzählung.

Ich hab schon viele solche Bücher gesehen, klar, ist die Arbeit gleich, aber es kommt drauf an, wie man es erzählt. Und das ist so erzählt, mit weniger Herz, sondern sachlich. Also nach der Lektüre würde ich das keinesfalls machen wollen. Die Autorin hat mich auch nicht mitgerissen. Es ist so richtig schade, weil das Thema mehr hergeben würde. Die Bilder waren interessant. Das einzige, was ich toll fand, war die Badewanne.

Jetzt weiß ich es. Das Buch ist wie tot, es war nicht lebendig. Das Almleben ist nicht vor meinen Augen auferstanden, das Kopfkino ist nicht angegangen. Und ca. 1 Monat nach dem Lesen, weiß ich tatsächlich fast NICHTS mehr von dem Buch. Es ist also nichtssagend. Schade. Aber man kann gut danach einschlafen, wenn man es abends liest!

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