Bei einer Tauschanforderung bekam ich dieses Buch zum Lesen mitgeschickt und ich freute mich sehr. Da mein SUB riesig ist, hat es ein wenig gedauert, bis ich es lesen konnte. Es ist ...
Ciao Rezi von 2012
Bei einer Tauschanforderung bekam ich dieses Buch zum Lesen mitgeschickt und ich freute mich sehr. Da mein SUB riesig ist, hat es ein wenig gedauert, bis ich es lesen konnte. Es ist ein bookcrossing Buch, das heißt, wer es haben möchte, dem schicke ich es und der darf es lesen und wieder weitergeben. Bookcrossing ist eigentlich so, dass man die Bücher irgendwo „aussetzt“ und der Finder dann im Internet dokumentiert und sie dann lesen darf und wieder weitergibt. So kann man jederzeit sehen, wo das Buch abgeblieben ist. Ich fand die Idee mit dem verschicken ganz toll und daher möchte ich es auch weiterschicken, damit das Buch es warm und trocken hat. Bitte meldet euch, wer das Buch zugeschickt haben möchte.
Produktdetails:
Die Tote vom Nordstrand
Preis: 5,90 Euro
Verlag: Bastei Lübbe
4. Auflage Dezember 2002
Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.19580
Deutsch
187 Seiten
Abmessung: 180mm x 114mm x 14mm
Gewicht: 153g
ISBN-13: 9783404195800
ISBN-10: 340419580
Autor
Der Autor heißt Theodor J. Reisdorf. Er schreibt Friesenkrimis. Also Nordseekrimis mit Lokalkolorit. Zuerst denkt man, das ist ein malerischer Urlaubskrimi und schon ist man mitten drin im Mord. Meist spielt er auf einer friesischen Insel und auf dem Festland.
Inhalt
Kriminalrat Achtendorf will sich einmal richtig erholen. Dazu sucht er sich die Insel Norderney aus. Als Kurort ideal und dazu das exklusive Sanatorium Theresienhöhe. Zuerst fühlt er sich dort doch recht einsam und es ist im langweilig. Als er dann abends spazieren geht, beobachtet er einen Überfall auf ein Juweliergeschäft. Er ist der einzige Zeuge und kommt dann gleich mit der Inselpolizei zusammen. Dann passiert ein Mord in seinem Sanatorium, der sehr merkwürdig ist, danach wird noch jemand umgebracht. Es erübrigt sich wohl zu sagen, dass er sehr eng mit der hiesigen Polizei zusammenarbeitet.
Fees Meinung
Also eins vorweg, da ist mehr Lokalkolorit drin, wie bei den Karl W. Gabbert-Krimis. Hier spürt man die raue See, die Insel, die Überfahrten, das Festland, das Schmuddelwetter, die Erholung, ja einfach alles.
Zuerst ist das Buch so richtig schön spannend und man ist mittendrin. Irgendwann flaut es ab und man weiß wer der schuldige ist und warum. Die Aufklärung ist dann keineswegs spannend. Das ist das einzige Manko, das dieses Buch hat.
Trotzdem gefiel es mir recht gut, denn ich spürte den Nordseewind und den Regen auf meiner Haut. Die frische Briese, die ich einatmete, gefiel mir so, dass ich das Buch an zwei Abenden ausgelesen habe.
Der Autor schreibt nicht lehrerhaft, er hat mehr den Agatha-Christie-Edgar-Wallace-Stil. Ein wenig altmodisch, aber schön. Das ganze Buch ist nicht langweilig, auch wenn zum Schluss keine Spannung mehr vorhanden ist.
Die adligen Damen an seinem Tisch sind so gut beschrieben, dass man sie fast vor sich sieht. Das Tempo im Buch ist fast atemberaubend, denn erst sind sie auf der Insel, dann auf dem Festland, dann in Paris, dann auf der Insel, auf dem Festland..... Der Ort ist immer wieder wo anders, aber der Hauptteil spielt dann doch auf Norderney. Es ist doch ein wenig zu viel, was sich Reisdorf da ausgedacht hat, es bringt ein wenig Unruhe in den Krimi. Als Film wäre das wahrscheinlich genial und würde 2 Stunden locker füllen.
Die Lektüre ist angenehm leicht. Keine schwierige Lektüre, sie ist am besten für den Urlaub oder für ein freies Wochenende gedacht, wobei, wenn man Freitag abends anfängt, auch schon Samstag morgens fertig sein kann.
Was auch ein wenig schade ist und den friesischen Charme ein wenig eindämmt, ist, dass die meisten Akteure von außerhalb kommen, (die Ermordeten, die Mörder, die Kurgäste, der Kommissar, der seinen Urlaub dort verbringen möchte) das könnte noch ein wenig anders sein. Dazu gibt’s in nächster Zeit eine Rezension, wo der Lokalkolorit total überdreht und überzogen ist. Hier jedenfalls ist er ok.
Reisdorf hat mehrere solcher Krimis geschrieben und so hat man oft ein Wiedersehen mit bekannten Personen. Leider ist er nicht sehr bekannt und so habe ich mich besonders gefreut, dass ich dieses Buch bekam.
Fees Fazit
Das Buch ist sehr schön zu lesen. Locker und leicht und am Anfang sehr spannend. Es hat genügend Lokalkolorit, so dass ich dieses Buch empfehlen kann.
Wer also dieses Buch als Bookcrossing Buch haben möchte oder von Albert Camus Licht und Schatten, der möge sich bei mir melden.
Fee erzählt vom Inhalt
Die Autoren bringen einem das Basiswissen des Feng Shuis nach westlicher Art nahe. Damit man sich in seiner Wohnung wohler fühlt und dort auch entspannen ...
Alte Ciao Rezi von 2014
Fee erzählt vom Inhalt
Die Autoren bringen einem das Basiswissen des Feng Shuis nach westlicher Art nahe. Damit man sich in seiner Wohnung wohler fühlt und dort auch entspannen kann. Thomas Fröhling und Katrin Martin, Leiter des Deutschen Feng Shui-Instituts und inzwischen verheiratet, stellen uns verschiedene Variationen der Lehre vor und man bekommt gezeigt, wie man das in die Praxis umsetzen kann. Es gibt Fragebögen, Checklisten und natürlich auch die Übersicht über Glücks- und Schutzsymbole.
Fees Meinung
Ich habe das Buch gerne gelesen, was mir nicht so gefiel war, dass noch Fragen offen waren und ich gerne mal gehabt hätte, dass die Autoren meine Wohnung besuchen und sich dort mal „ausleben“, d. h. die Umsetzung von ihrem Feng Shui in unserer Wohnung. Es ist nicht so, dass ich daran glaube, aber ich habe festgestellt, dass man sich wohler fühlt, wenn man die Wohnung so oder so eingeräumt hat. Dabei verstehe ich das mit dem Bagua wohl nie. Ja, das war eigentlich das einzig negative, dass ich mir einen Besuch in unserer Wohnung wünschte. Die Autoren würden sicher kommen, wenn ich das alles bezahle, aber daran hapert es, denn das kann ich mir nicht leisten und die meisten der Leser sicher auch nicht, warum sollten wir uns sonst das Buch kaufen?
Positiv zu vermerken ist bei den beiden Autoren, dass sie einem nicht das ursprüngliche Feng Shui auf die Nase drücken wollen, sondern eine abgewandelte Form in westlich gekleidet. Das bedeutet, ein westliches Feng Shui, so wie es bei uns einfach besser passend ist.
Das Buch ist sehr gut geschrieben. Es ist leicht verständlich und vieles ist auch so nachvollziehbar und kann nicht mal ich in Frage stellen. Die meisten Autoren von Feng Shui Büchern kann ich nicht leiden, weil ich es einfach nicht nachvollziehen kann, nicht begreife und auch nicht einsehe. Hier finde ich, dass einiges sehr brauchbar und umsetzbar ist. Auch einige Beispiele gibt es und es ist für mich klar, dass sich diese Leute nun viel wohler in ihrer Wohnung fühlen. Aber eins ist klar, hier, wie auch bei Karen Kingston, die Wohnung sollte aufgeräumt sein, also es sollte genügend Platz geben, sauber sein und wenn man sich irgendwo nicht wohlfühlt, sollte man umstellen oder einfach schauen, an was es liegen könnte. Es gibt auch viele Tipps.
Erstaunlich finde ich, dass das Buch für Laien und für Experten ist. Denn es ist „einfach“ geschrieben und doch sehr mit Fachwissen gespickt. Zu den Autoren kann ich auch noch sagen, dass sie sich mit Freiburg eine der schönsten Ecken Deutschlands ausgesucht haben. Denn dort gibt es die meisten Sonnenstunden, so wie auch auf Fehmarn, durch das Klima des Rheins ist dort früher Frühling (was ich selbst auch schon bemerkt habe) und es ist dort angenehm und nicht zu feucht. Also passend zu ihrem Feng Shui Thema.
Fees Fazit
Wer sich wirklich umfassend informieren möchte, ist bei den Büchern dieser Autoren sehr gut aufgehoben. Hier wird einem nichts „aufgeschwätzt“ wie es auf schwäbisch heißt, sondern nur einfach erklärt, warum manche Sachen einfach besser sein können. Man muss nichts tun, man kann was tun. Das ganze ist verständlich erklärt und so beschrieben, dass man es versteht. Daher kann ich hier eine Kaufempfehlung geben und alle 5 Sterne.
Nach Hape Kerkelings Buch stieß ich auf dieses Buch von Tim Moore und fand, das muss ich auch mal lesen. Andere Leser empfehlen Tony Hawks' Mit dem Kühlschrank durch Irland, ...
Eine alte Ciao Rezi von 2012
Nach Hape Kerkelings Buch stieß ich auf dieses Buch von Tim Moore und fand, das muss ich auch mal lesen. Andere Leser empfehlen Tony Hawks' Mit dem Kühlschrank durch Irland, aber das gefiel mir ebensowenig, wie My dear Krauts von Roger Boyes. Vielleicht habe ich einfach Probleme mit dem englischen Humor dachte ich und gab dem Buch von Tim Moore eine Chance.
Die Meinung von zwei Zeitungen
»›Zwei Esel auf dem Jakobsweg‹ ist nicht nur schreiend komisch, sondern bietet einen nüchternen, von jeder esoterischen Peinlichkeit befreiten Blick auf das Geschehen.« Die Presse »Diese tragikomische Verbindung von Mensch und Tier hat höchsten Unterhaltungswert.« Nürnberger Zeitung
Klappentext
Was passiert, wenn ein Engländer, ausgestattet mit einer großen Portion britischen Humors, sein Herz und die Zügel in die Hand nimmt und sich mit einem französischen Esel auf heiliges spanisches Terrain begibt? Genau, der Esel ist störrisch, der Weg nach Santiago de Compostela lang, und Tim Moore findet in seinem Pilgerführer aus dem 12. Jahrhundert auch nicht immer die passenden Tipps. Dafür findet er etwas anderes: den Weg in sein eigenes Herz.
Der Autor
Tim Moore wurde 1964 in Chipping Norton geboren. 1998 schiffte er auf eine Seereise in die Arktis ein. Aus dem Zufall wurde ein Reisebuch, dass die Kritiker liebten: "Frost on my Moustache". Das Buch wies eine Menge Humor auf. Danach wandelte Tim Moore in "Continentel Drifter" auf den Spuren der ersten britischen Touristen. Das Buch "French Revolutions" bescherte ihm zahlreiche neue Fans und Preise. Seinen Ruf als Thor Heyerdahl der humorigen Reiseliteratur hat Tim Moore mit weiteren Büchern bestätigt. Der Autor lebt lebt mit seiner Familie im Westen von London.
Fees Inhaltsangabe
Der Kauf eines Esels war nicht gerade einfach, aber er fand dann doch einen, der ihn auf dem Jakobsweg begleiten sollte. Shinto ist ein störrischer Esel und Tim Moore hat alle Hände voll zu tun. Ab und zu haut Shinto auch mal ab. Tim Moore ist sehr bekannt unter den anderen Pilgern, denn Shinto erobert die Herzen im Sturm. Er begegnet sehr vielen anderen Pilgern und es gibt sehr viele Begegnungen in diesem Buch. Mit seinem Pilgerführer wandert er den Weg und sucht sich seine Herbergen. Gegen Schluss der Reise wandert er Stückweise mit seiner Familie.
Fees Meinung
Tim Moores Buch hat mich im Sturm erobert und ich bin ein Fan von Shinto geworden. Es war absolut lustig und ich konnte es gar nicht mehr abwarten, abends das Buch weiterzulesen. Es waren lange Lesenächte und es gab nur wenig Schlaf. Es war so kurzweilig beschrieben, einfach schön.
Ich fand die Begegnungen mit den anderen Pilgern so einfühlsam und schon beschrieben. Sie gefielen mir und man hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass man mitgewandert ist. Er beobachtete die anderen Pilger und beschrieb sie so, dass man sie praktisch vor sich sah.
Die historischen Zusammenhänge wurden so bildlich beschrieben, dass ich sie plötzlich ganz spannend fand. Diese Geschichte hatte Humor und diese Geschichte war ganz und gar nicht trocken. Tim Moore hat sie dermaßen humorvoll erzählt, dass ich diese Sachen gern gelesen habe und sie haben im Buch nicht gestört.
Zuerst dachte ich, seine Familie würde stören, als sie den letzten Rest mit ihm mitwanderte. Es gab auch plötzlich eine Distanz zum Autor und zur Geschichte, aber es gehörte irgendwie dazu und ohne das würde etwas fehlen.
Die detaillierte Beschreibung der Landschaft war wunderschön und man wäre gerne mitgepilgert. Allerdings ist der Jakobsweg so überlaufen und auch bei Tim Moore waren schon so viele Leute unterwegs, dass es nicht mehr so schön ist. 200.000 Pilger sollen es sein. Es gab auch bei Hape Kerkeling und Tim Moore ab und zu Probleme eine Unterkunft zu finden und auch Carmen Rohrbach hat darüber berichtet.
Das Buch ist auch nicht zu christlich angehaucht und ist sehr schön und unterhaltsam beschrieben. Der Schreibstil des Autor ist gut zu lesen oder zumindest die Übersetzung. Man hat aber bemerkt, dass der Autor Engländer ist und kein Deutscher. Es gab da viele Kleinigkeiten. Auch wie er manche deutschen Pilger beschrieben hat, manchmal fand ich Deutsche schon beschämend. Trotzdem es war flockig leicht zu lesen und ich musste öfters lachen. Also kein Buch für die Öffentlichkeit.
Shinto fand ich total lustig und es war sehr interessant, wie störrisch er ab und zu war. Die Verzweiflung des Autors war zwischen den Zeilen zu spüren, als Shinto nicht mehr weiterlaufen wollte. Doch irgendwie ging es dann immer weiter. Aber manchmal mussten sie doch weite Umwege in Kauf nehmen, denn Shinto geht nicht über jede Brücke. Schon alleine die Idee, einen Esel zu kaufen und keine Ahnung zu haben, wie man mit ihm umgeht ist völlig verrückt. Tim Moore meistert alles nachvollziehbar, erfolgreich und manchmal auch ungewöhnlich. Allerdings kommt dadurch Spannung auf, denn es ist nicht sicher, dass beide unbeschadet ankommen. Der Esel Shinto ist einfach unberechenbar. Man erfährt so vieles über die Schwierigkeiten des Abenteuers.
Es gibt viele Querverweise zu anderen Büchern. Leider gibt es hinten im Buch kein Extra-Verzeichnis dafür. Als Reiseführer ist dieses Buch auch total ungeeignet. Es ist einfach nur zum Lesen und amüsieren.
Der Autor ist durchaus realistisch in seinen Einschätzungen, des Ergebnisses, den der Weg auf den Autor macht. Die Erkenntnis, dass jeder Einzelne mit anderen Motiven losmarschiert ist und andere Ergebnisse erzielt, sind jetzt nicht sehr überraschend, aber gut beschrieben und herausgearbeitet. Es ist auch gut, dass man erfährt, dass wenn man solch einen schwierigen Weg pilgert, was Tim Moore dem Leser nicht unterschlägt, viel Optimismus, Durchhaltevermögen und Vorbereitung erfordert.
Fees Fazit
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, so dass ich ihm gerne 5 Sterne gebe. Ich werde auch noch weitere Bücher des Autors lesen. Es könnte auch sein, dass ich mir dieses Buch irgendwann mal wieder ertausche, denn dieses Buch kann man auch ein zweites Mal lesen. Das von Hape Kerkeling war gut, aber einmal Lesen reicht.
Irgendwann habe ich mir das Buch: Die scheußlichsten Länder der Welt ertauscht. Ich hatte im Vorfeld schon einiges gelesen und wollte wissen, inwieweit das mit den Vorurteilen ...
Eine Rezi zum Büfrü von Ciao 2012
Irgendwann habe ich mir das Buch: Die scheußlichsten Länder der Welt ertauscht. Ich hatte im Vorfeld schon einiges gelesen und wollte wissen, inwieweit das mit den Vorurteilen stimmt.
Die Autorin
Favell Lee Mortimer wurde 1802 in London geboren und starb 1878. Sie wurde als Quäkerin geboren. Als sie 25 Jahre alt war begann sie mit Henry Manning die Bibel zu studieren. Sie war in ihn verliebt, doch er hatte andere Interessen und wurde Kardinal. Er forderte irgendwann seine Korrespondenz an sie zurück, verweigerte ihr aber ihre für ihn. Sie konvertierte zum evangelischen Glauben und fand alles andere schlecht . Sie hasste vor allem Katholiken und Moslems. 1841 heiratet sie Reverend Thomas Mortimer. Sie führte keine glückliche Ehe und es hieß, dass er ein grausamer Ehemann war. Irgendwann zog sie zu ihrem Bruder, um sich vor ihrem Gatten zu schützen. Mrs. Mortimer war Buchautorin und schrieb bevorzugt Kinderbücher (Auszug mitsamt meiner Meinung folgt) Als Witwe kümmerte sie sich um Waisenkinder und Arme. Sie lebte ihre letzten 16 Jahre in Rivulet House und ihre Grabstätte befindet sich scheinbar in Sheringham. Ihre Nichten und Neffen mochten sie nicht.
Todd Pruzan
ist eigentlich Coautor des Buches. Er hat eine riesig lange Einleitung geschrieben, um sich die Zeit damals und Mrs. Mortimer vorstellen zu können. Als er auf ihr Buch stieß, musste er lange suchen, bis er feststellte, wer die Autorin ist. Das Problem war, dass sie viele Bücher schrieb und man auf die folgenden immer schrieb: Die Autorin von „The Peep of Day“. Dieses Buch wurde damals schon 1 Million mal verkauft und in viele Sprachen übersetzt. Todd Pruzan fiel also ein Buch von Mrs. Mortimer in die Hände und er und seine Kumpels lachten sich halb tot über die Vorurteile der Autorin, die nur einmal als Kind in Brüssel war und sonst nicht mal in England herumkam. Irgendwann fand er es schade, dass er ihre Bücher nur in Antiquariaten in Amerika fand. So wollte er der heutigen Welt nicht vorenthalten, was die Autorin 1855 über unsere Vorfahren schrieb. Die Autorin war sehr belesen und hat das was sie gelesen hat, zusammengefasst und über jedes Land ihre bissigen Kommentare abgelassen. Gelästert bis zum geht nicht mehr. Ob wir Todd Pruzan dankbar sein müssen, erfahrt ihr in meiner Meinung.
Mrs. LeeMortimer, ein Auszug aus einem Kinderbuch (Peep eine Bibel-Fibel für Vierjährige) von ihr:
„Gott hat deine Knochen mit Fleisch bedeckt. Dein Fleisch ist weich und warm. In deinem Fleisch fließt Blut. Gott hat Haut darum gelegt, und sie bedeckt dein Fleisch wie ein Mantel... Wie gütig von Gott, dir einen Körper zu geben! Ich hoffe, deinem Körper wird kein Leid geschehen.... Ob deine Knochen brechen werden? - O ja, das würden sie, solltest du von irgendwo hoch oben herabstürzen oder von einem Karren überrollt werden....
…..
Wenn er ins Feuer fiele, würde er verbrennen. Wenn er mit einem großen Messer durchbohrt würde, würde all das Blut auslaufen.........etc. etc..“
Fee meint: Danke Gebrüder Grimm, dass ich mit euren Märchen aufwachsen durfte!!! Solch ein sadistisches Kinderbuch muss den Kindern von damals (UNSEREN VORFAHREN), megamäßig Angst gemacht haben. Aber das nur mal, damit ihr einen Eindruck der Autorin bekommt. Denn dieses Buch ist so was wie ein Märchenbuch für Erwachsene. Vorurteile so weit man sieht.
Inhalt:
In diesem Buch gibt es eine Zusammenfassung über die wichtigsten Länder der Welt und die Länder, die Todd Pruzan am interessantesten fand.
Teil 1
Die tollpatschigsten Menschen in Europa
The Countries of Europa(e) described (1849)
England, Wales, Schottland, Irland, Frankreich, Spanien, Portugal, Russland, Italien, DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, Ungarn, PREUSSEN, Polen, Holland, Belgien, Schweiz, Dänemark, Island, Sizilien, Schweden, Norwegen, Türkei, Griechenland.
Teil 2
Die betrunkensten Arbeiter in Asien
Far off: Asia and Australia described (1852)
Das heilige Land, Arabien, Die Türkei in Asien, Persien, China, Hindustan, Tscherkessien, Georgien, Tatarei, Afghanistan, Burma, Siam, Malakka, Sibirien, Ceylon, Borneo, Japan, Australien.
Teil 3
Die gottloseste Stadt der Welt
Far off, Part II: Africa and America described (1854)
Afrika: Ägypten, Nubien, Abessinien, Südafrika, Guinea oder Land der Neger, Aschanti, Dahomey.
Amerika: Die vereinigten Staaten, Kalifornien, Grönland, die westindischen Inseln, Mexiko.
Zentralamerika.
Südamerika: Brasilien, Peru, La Plata oder die argentinische Republik.
Der große pazifische Ozean: Neuseeland.
Inhalt II
Am Anfang gibt’s eine kurze Einleitung über die Autorin, als Todd Pruzan auf ihren Spuren wandelte.
Zu jedem Kapitel gibt es eine geschichtliche Einleitung, die in einer anderen Schrift geschrieben ist, damit ihr euch ein wenig in die damalige Zeit des Landes einlesen könnt.
Zum Schluss gibt’s den tiefempfundenen Dank von Mr. Pruzan an die Autorin. Ein Haufen Quellen und zum Buch.
Leseprobe samt Fees Meinung dazu:
Ich dachte mir, dass ihr unbedingt wissen wollte, was sie über die Deutschen, Preußen und Österreicher sagte. Hier ein paar kleine, „nette“ Auszüge.
Deutschland:
Zuerst kommt ein wenig Länderbeschreibung und dann:“Wo sind die Kühe? Sie sind im Stall. Wie seltsam, die arme Kuh im Stall einzusperren! Ich bin sicher, wenn sie eine Kuh wären, würden sie viel lieber eine amerikanische sein, die sich an frischem Gras gütlich
tun kann, und nicht eine deutsche, die Bündel von Heu im Stall frisst.“
Ihr seht schon, der Leser wird miteinbezogen und nach seiner Meinung gefragt, die ja die Meinung von Mrs. Mortimer zu sein hat. Sie war nie da, weiß das aber ganz genau, dass ALLE unsere Kühe im Stall stehen. Unser Land wäre zwar nett, aber wir haben „nicht diese hübschen grünen Wiesen.... wie in England.“ Ach ja? Also ich war noch nie in England, aber WIR haben hübsche grüne Wiesen und darauf sah ich schon viele hübsche Kühe weiden, die frisches aromatisches Gras bekam.
„Im Erdgeschoss ist der Kuhstall, was an sich nichts schlechtes wäre, wäre das Zimmer im ersten Stock sauber;.....Weil die Frauen so viel draußen sind, halten sie ihre Häuser nicht sauber..... alles ist schmutzig und unbequem.“
„Die Frauen sind sehr fleißig, und sie nehmen ihr Strickzeug überallhin mit. Sie sind in ihre Stricknadeln vernarrt wie die Männer in ihre Pfeifen. Es würde Sie überraschen, wie viele Socken sie stricken....“
Das alles war mir sehr neu und ich würde nicht alle deutschen Häuser für dreckig halten, allerdings, da wir ja viel stricken, wo tun wir das denn? Außerdem verbringen wir viel Zeit weben, mit kochen und spinnen (Leinenwäsche). Zudem können und wir auch Klavier und Harfe spielen. Ach ja, und Tee können wir auch nicht kochen. Und wir haben alle blondes Haar und blaue Augen. Wir lesen auch keine nützlichen Bücher, nur Romane über Menschen, die gar nicht gelebt haben. Oh je, wie können wir nur. Was sind wir doch für Barbaren. Und dann noch unsere Weihnachtsbäume. Das ist ja schrecklich und böse Kinder bestrafen wir. DAS ist natürlich richtig, nach Mrs. Mortimer, die solche sadistischen Kinderbücher schrieb.
Österreich:
„Ein Teil Deutschlands heißt Österreich.“
Mit anderen Worten Österreich gehört zu Deutschland. Gehört uns dann auch ein Teil der Schweiz? Weil ein Teil dort redet ja auch deutsch. Ihr seht schon, die Länder waren früher ein wenig aufgeteilt. Leider gibt es dazu keine Karte, die fehlt noch in dem Buch. Denn Mrs. Mortimers Landkarte ist sicher irgendwie auch damals nicht aktuell gewesen. Denn manches ist nicht so ganz richtig und das hat ja auch Mr. Pruzan schon festgestellt.
„Niemand ist so versessen auf Gesellschaften wie die Bewohner Wiens.....essen sie für ihr Leben gern gute Sachen.... Kutschen, die mit großer Geschwindigkeit fahren, und es ist gar nicht leicht, ihnen auszuweichen, weil es keine Bürgersteige gibt. Wenn die Wagen um eine schmale Kurve biegen, retten sich die erschrockenen Leute manchmal mit einem Sprung auf die Kutsche, statt von ihr überfahren zu werden, so dass man häufig Equipagen sieht, an die sich vorn und hinten Menschen festklammern.....Die Straßen werden sehr sauber gehalten, doch mitten durch die Stadt fließt ein dunkler Strom, der ziemlich ekelerregend und ungesund ist. Eine große Zahl von Menschen in Wien hat Husten, weil ein kalter Ostwind weht.“
Das klingt alles noch ziemlich harmlos, allerdings, wenn man um den triefenden Sarkasmus von Mrs. Mortimer weiß, weiß man genau, was sie sagen möchte: Solche Barbaren, diese Kutscher, diese feiernden Wiener und dieser dreckige Fluss. Leider fehlt hier was zum Glauben, denn sicher hat sie da auch was gefunden. Wie in jedem Land, aber bedauerlicherweise ist Österreich nur sehr wenig gewidmet, zumindest in der Übersetzung von Mr. Pruzan, der ja nur einen Bruchteil davon im Buch unterbringen konnte und er nahm sich die Sachen heraus, die ER persönlich am ironischsten fand. Feiern und Vergnügen sind Sachen, die sie, als christliche Frau, überhaupt nicht leiden konnte, daher sind die Östereicher ja in ihren Augen Barbaren, das liest man aus jeder weiteren Zeile heraus, die sie schreibt. Aber den Kaiser, den mag sie, denn den findet sie gütig. Sie weiß nur eine einzige Sache über ihn und daher kommt sie zu diesem Schluss. Egal was er sonst tut, er ist gütig.
Preußen:
Preußen kommt gleich hinter Ungarn in diesem „Länderbeschreibenden Buch“.
„Preußen ist kein schönes Land. Es ist voll sandiger Ebenen, hässlicher Sümpfe und mickriger Tannen. Es ist auch kein gesundes Land. Der Ostwind weht schneidend kalt, und der Boden ist sehr feucht......“
Ja, wahrscheinlich ist Preußen gleich neben Wien, daher die Sache mit dem Ostwind. Also SIE denkt sicher so, denn sie schreibt so, dass es einfach ist, sie zu verstehen.
„In einem Punkt aber ist es ein gutes Land....“
Oha, sie hat was gutes gefunden. Was ist das wohl?
„...denn die herrschende Religion ist die protestantische.“
Das war ja nun mal wieder klar. So lange die Leute evangelisch sind, haben sie einen Pluspunkt, sonst können sie tun und lassen, was sie wollen, aber evangelisch ist immer gut.
„Schade, dass es so viele Soldaten gibt. Die Preußen sind nicht so versessen aufs Essen wie die Österreicher. Sie begnügen sich mit Butter und Brot.....aber sehr aufs Trinken. Sie behaupten, bei ihnen gibt es kein gutes Bier und keinen guten Wein. Das stimmt; aber könnten sie nicht etwas besseres finden als Branntwein, wovon ihre Gesichter fahl werden, der ihrer Gesundheit schadet und viel Streit erzeugt?“
Die Österreicher sind versessen aufs Essen und so etwas ist immer schlecht. Manchmal denke ich, sie ist neidisch, weil das Essen in England, ja erwiesener Weise nicht gut ist. Es gibt schließlich selten (ich kenne keins) englische Lokale, und Leute, die ich kenne und dort waren, haben total viel abgenommen. Trinken ist immer schlecht in ihren Augen und damit haben sichs die Preußen, trotz protestantisch sein, doch wieder verdorben. Wofür sie wohl viele Soldaten haben? Wenn sie doch so viel Streiten? Also ich denke schon, dass dies sehr nützlich war, wenn dies wirklich so war.
Nun wisst ihr also, was sie von unseren Vorfahren dachte.
Ach ja, eins fehlt noch: Berlin. Dort gibt es ein schönes Tor, mit einer der vornehmsten Straßen Europas. Linden und Kastanien gibt es da. Eine ganze Meile lang, mitsamt Königsschloss. Das muss sie sehr beeindruckt haben. Und natürlich gibt’s den Ku'damm und das Brandenburger Tor heute noch. ABER, dann kommt's wieder ganz dicke:
„Ob Ihnen Berlin gefallen würde? Ich habe Ihnen noch gar nicht von den Gossen oder Rinnsteinen erzählt, die es in jedem Stadtteil gibt, sogar in der Nähe des Königsschlosses, und die so schwarz und schmutzig sind, dass die ganze Stadt im Sommer sehr unerfreulich ist. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass der schwarze Fluss und die schwarzen Gossen sehr schädlich für die Gesundheit sind und in Berlin sehr viel mehr Menschen sterben als in London.“
„Soldaten..... Schnapsläden...obwohl Preußen ein protestantisches Land ist, den Sonntag nicht heiligen, sondern abends sogar noch ins Theater gehen....“
Genau, damit untermauert sie wieder: Deutsche sind dreckig, London ist viel sauberer und es gibt hier viele Soldaten die saufen. Aber das allerschlimmste ist, sie sind evangelisch und heiligen den Sonntag nicht, das geht ja gar nicht, das ist unmöglich. Berlin gefällt ihr also nun doch nicht und da möchte sie auch lieber gar nicht hin.
Einen habe ich noch, den Charakter der Deutschen!!! auf den Punkt gebracht, im Kapitel der Preußen, die ja doch irgendwie deutsche sind:
„Die Preußen sind wie die Deutschen; und in Wirklichkeit sind sie Deutsche, denn der größte Teil Preußens wird Deutschland genannt. Aber sie sind lebhafter und nicht so langsam oder bedächtig. Sie sind nicht so vernarrt in Geselligkeit und Schlemmereien wie die Österreicher. Jeder raucht, ….sogar die Jugnen beginnen schon sehr früh... Die Ladys und Gentlemen sind sehr höflich..... aber die Ladenbesitzer sind unhöflich.....“
Nun habt ihr den Schreibstil und die Aussagen von Mrs. Mortimer ansatzweise mitbekommen und ich bin sicher, ihr versteht nun, warum Todd Pruzan sehr begeistert von ihren Büchern war. Ihr Sarkasmus trieft nur so dahin und ihre böse Ironie ist sagenhaft.
Fees restliche Meinung:
Todd Pruzan hat sehr deutlich gemacht, warum ihm Mrs. Mortimers Zeilen amüsiert und zugleich fasziniert haben. Es ist auch wirklich sehr interessant, was sie so alles geschrieben hat. Der eigentliche Autor des Buches, oder der, der alles zusammengetragen und -gefasst hat, hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Erstmal ist er auf ihren Spuren gewandelt und hat ihren ganzen Lebenslauf nachgeforscht. Und war sehr enttäuscht, dass so wenig von der berühmten Autorin übrig blieb. Nicht mal die Nachfahren von dort wo sie wohnte, wussten, dass hier ihr Grab sein soll und das haben sie ja auch nicht gefunden. Eine Autorin, deren Bücher so oft verlegt wurden, wurde irgendwie vergessen. Mr. Pruzan fand das sehr schade und ich auch.
Ich habe dieses Buch wirklich mit Genuss gelesen und lachte über ihre Widersprüche. Es war wirklich schön. Denn sie hat doch ALLE, wirklich ALLE durch den Kakao gezogen, daher ist es doch gerecht. Finde ich jedenfalls. Natürlich ist das böseste Satire, aber es ist ihre Meinung, die sie hatte, nachdem sie sehr viel damalige Literatur gelesen hat. Das sollte man anerkennen, wenn sie auch nicht so ganz knäcke war, denn wer solche Kinderbücher schreibt (wie ein kleiner Auszug hier beigefügt), der kann nicht so ganz „normal“ gewesen sein. Ich bemitleide immer noch die armen Kinder, denen das vorgelesen wurde, oder die das dann später, als sie vielleicht selber lesen konnten, das gelesen haben. Wie sie das alles erklärt hat, das ist so schauderhaft, böse und gemein.
Trotzdem glaube ich nicht, dass sie so böse war. Es war auch eine ganz andere Zeit. Sie war einfach streng, christlich und total naiv. Wirklich naiv. Denn wer kommt schon auf die Idee und nimmt ihren Papagei mit zu sich ins Bett, damit er sich mal richtig ausstrecken kann? Der unglückliche Vogel starb dann, weil sie ihn mit Wasser und Seife wusch und vor dem Kaminfeuer trocknete. Ihr Lamm musste im Meer baden, damit sein durchnässtes Fell trocknete, wurde es in den Sand eingegraben. Man könnte sie Tierquälerin nennen, wenn man solche Sachen liest. Aber sie meinte das wirklich gut, das ist das Problem, daher eher naiv wie böse und wohl einen guten Teil an Verrücktheit. Ich finde das total makaber und wäre sehr böse gewesen, wenn ich diese Tierquälerei gesehen hätte, denn da könnte ich nicht lachen. Aber es entbehrt doch nicht eines gewissen Witzes. Früher nannte man das dann auch eher Exzentrisch.
Das Problem bei ihr wahr wohl auch, dass sie ein wirkliches Scheißleben geführt hat, anders kann man es nicht sagen. Als Quäkerin aufzuwachsen fand sie sicher nicht so toll. Dazu dann ihre unerwiderte Liebe und ein grausamer Ehemann, vor dem sie zu ihrem Bruder flüchtet. Sie arbeitet für die Kinder und Armen. Wobei ich ihr kein Kind anvertraut hätte, nach solch einem Buch, ich würde das keinem Kind antun. Ich find es einfach schrecklich. Aber sie ging mit ihren anvertrauten Kinder an den Strand und dort waren sie glücklich und sie tat da oft auch was gutes, wenn sie nicht gerade ihre irrsinnigen Gedanken hatte.
Gesundheitlich hatte sie auch kein tolles Leben, denn sie hatte Choleraanfälle, ein Gesicht, das von einem Karren zerschmettert wurde, Wundrose im Schienbein, die Schleppe ihres Morgenmantels fing Feuer, das hat sie dann auch nicht unbeschadet überlebt, dazu dann Influenza, Wasserkopf, einen Schlaganfall, Asthma, Scharlach, Gelbsucht, Rippenfellentzündung, Blind- und Taubheit, Bronchitis und Gehirnerweichung. Kein Wunder, dass sie froh war, dass sie mit 76 endlich starb. Es ist schon erstaunlich, dass sie überhaupt, damals, schon so alt wurde.
Daher wundert mich gar nichts mehr und bei so einem Hintergrund denke ich, ist es klar, wenn man so bissige, mies gelaunte Reiseführer schreibt, ohne jemals die Orte besucht zu haben.
Dass sie total naiv war, steht für mich fest, denn ihr Schreibstil ist zwar gut, aber irgendwie kindlich. Sie bezieht den Leser grundsätzlich mit ein, in dem sie diese fragt, ihnen aber gleichzeitig die Meinung abnimmt, denn es gilt ja nur ihre Meinung, zudem ist das ja auch viel besser, so wie sie denkt, dass alles schrecklich ist.
Diese Beschreibungen sind wirklich herrlich und man könnte sich wirklich vorstellen, dass das auch so war. Aber es ist einseitig, nur weil manche Leute so sind, sind gleich alle so. Übrigens ist jedes Land gleich schlecht und bekommt sein Fett weg, daher kann man über die Vorurteile eines jeden Landes lachen. Und früher war vielleicht einiges wirklich so. Aber es war wohl auch so, dass Engländer wohl ein Haus in Deutschland beschrieben hat und ausgerechnet das war dreckig, daher sind wir Deutschen eben dreckig. Aber bei so vielen Hobbies, zur normalen Arbeit und dem ausführlichen Kochen, da bleibt ja auch keine Zeit, dass wir da noch putzen könnten und beim Lesen von solch schrecklich-dümmlicher Romane, da kann man ja nicht mehr putzen. Irgendwie mussten ja auch die Kinder erzogen werden, da ist es doch verständlich nicht zu putzen. Aber das könnte sie ja nicht zugeben, denn dann, wäre sie ja nett. Und nett ist etwas, was sie auf gar keine Fall sein möchte. Wenn etwas schön ist, wie in Berlin zum Beispiel, wird es gleich wieder schlecht gemacht.
Und selbst wenn die Landesgrenzen damals anders waren, so hat Mrs. Mortimer trotzdem nicht so viel Ahnung gehabt, Landkarten von damals und ihre Beschreibungen sind total irreführend, daher man sollte das nicht für bare Münze nehmen. Geschichtliche und geografische Kenntnisse, sind bei aller Belesenheit wirklich nur sehr, sehr einseitig.
Denn sie schreibt ja selbst immer wieder: die Deutschen, die deutschen Frauen, die Österreicher, nicht einige oder so, es sind immer ALLE, die einfach so in einen Topf geworfen werden.
Trotzdem man kann sich dem hingeben und locker leicht lesen und sich amüsieren. Ich persönlich kann ihr auch nicht böse sein, dass sie so satirisch-übellaunig schreibt, bei so einem Scheiß leben das sie hatte. Da kommt mir das Leben hier und jetzt total harmlos vor. Ich frage mich trotzdem, wie hat sie das alles überlebt? Weil sie naiv war? Sie muss trotz allem Humor besessen haben, denn so einen Blödsinn zusammen zu schreiben, das ist schon sagenhaft. Aber wahrscheinlich war es bei ihr anders, sie hat ALLES wirklich ALLES, was sie gelesen hat für bare Münze genommen und geglaubt und auch gleich umgesetzt, auf die ganze Nation.
Wales war nur ein Steinwurf von ihr entfernt und sie hat es nicht bereist. Sie hatte sicher keine Lust, Leute kennen zu lernen, denen sie in ihrem von Vorurteilen belasteten Buch einiges zu Lasten legte, was nicht stimmte.
Wirf Mrs. Mortimer einen Brocken über einen Hund hin und ALLE Hunde werden so sein, nach ihr. Wenn ein Hund Kinder angreift, wird sie schreiben: Hunde sind gemeingefährlich und sie fressen und töten Kinder. Wahrscheinlich hat sie übertrieben oder das was sie gelesen hat, war übertrieben. Keine Ahnung, denn ich hatte nicht ihre Hintergrundwissen und kenne nicht die Bücher, die sie vorher gelesen hat. Wer könnte das auch heute noch nachvollziehen, wo doch schon ihre Werke kaum zu bekommen sind.
Daher gebührt mein großer Dank an Mr. Pruzan, der uns so eine herrliche Lektüre zukommen lies. Wer ein lustiges Lesevergnügen haben möchte, ist hier total richtig und sollte sich dieses Buch kaufen. Danke auch an Piper für das Buch und die Übersetzung, auch wenn es in der Originalsprache deutlich besser wäre und deutsche sicher einen etwas anderen Humor haben und daher sicher andere Eigenschaften lustig finden, die, nämlich die uns Mr. Pruzan unterschlagen hat, denn es gibt im Original seitenlange Verdammnis für uns deutschen, aber das konnte er in diesem Büchlein nicht unterbringen, denn dafür ist es zu klein. Aber vielleicht gibt es ja mal eine Fortsetzung oder so.....
Ich mag das Buch und bin begeistert, aber ich denke, man sollte diesem Buch keine 5 Sterne gewähren, weil Vorurteile sind nicht gut und alle Leute über einen Kamm scheren auch nicht. Übrigens ist der Durchschnitt bei Amazon auch bei 3 Sternen. Da kann ich ja nicht so falsch liegen.
Zum Schluss noch eins, es gibt tatsächlich Länder, die sie am schönsten findet, natürlich England, aber auch der Schweiz und Griechenland könnte man auch diesen Titel zubilligen.
Also wer eine leichte Lektüre mit kindisch-naivem Einschlag mag, der ist hier richtig. Man kann das Buch nicht auf einmal durchlesen. Europa habe ich auf einem Rutsch genossen. Afrika gleicht sich manchmal doch sehr, da wünschte ich mir dann doch, dass Mr. Pruzan das nicht so gnadenlos zusammengestrichen hätte, denn anders kann man sich das nicht erklären, dass manches total anders ist und manche Länder sich aufs Haar gleichen, also wer geschichtlich einigermaßen beschlagen ist, der weiß, das kann nicht sein. Aber wie schon gesagt, man kann dies alles nicht für bare Münze nehmen und sollte es schon mit Humor lesen, was da so über das eigene Land verzapft wird.
Fees Fazit:
Ich liebe das Buch und wie schon im Text beschrieben bekommt es 3 Sterne und eine unbedingte Kaufempfehlung.
Fee erzählt von der Geschichte
Xavier Kieffer ist durch seine Freundin beim großen Fest des Guide Gabin in Paris eingeladen. Eigentlich hat er die Sterneküche schon lange hinter sich gelassen ...
Alte Bewertung
Fee erzählt von der Geschichte
Xavier Kieffer ist durch seine Freundin beim großen Fest des Guide Gabin in Paris eingeladen. Eigentlich hat er die Sterneküche schon lange hinter sich gelassen und betreibt ein Restaurant in Luxemburg.
Seine Freundin ist allerdings die Chefin des Guide Gabin und Nachfahrin des legendären Begründers. Beim Fest, gerade als der Präsident redet, gibt es einen veganen Zwischenfall und der Strom fällt aus. Danach fehlt der Guide Bleu von 1939 und der Präsident und Xaviers Freundin bitten ihn, zu ermitteln.
Fees Meinung inklusive mehr vom Buchinhalt
Es war mein erster E-BookKrimi und es fiel mir echt super schwer diesen zu lesen. Denn das mit dem Zurückblättern, den Lesezeichen und so, fiel mir echt schwer und vor allem die Legende, wie jetzt die Luxemburger oder Französischen Gerichte auf Deutsch heißen, hab ich dann erst am Ende gesehen, als ich mir dann den Rest des Buches ansah. Leute, die das gewohnt sind, kommen garantiert besser mit so einem kulinarischen Krimi klar, wie ich. Ich hatte aber meine Probleme.
Der Krimi war sehr spannend und ich habe es geschafft, ihn in 4 Tagen auszulesen. Zum einen, besitze ich keinen Ebook-Reader und zum anderen ist mein Tablet doch ein bisschen schwer, so auf Dauer. Zum anderen sind die Tage vor Sylvester an der holländischen Grenze ziemlich laut und man ist im Dauerbeschuss, so dass man sich schwieriger auf Sachen konzentrieren kann, die anders sind. Ein Buch ist normal, ein Ebook ist Gewöhnungssache. Was beim Liebesroman-Ebook noch flott ging, war beim Krimi doch eher schwieriger und langwieriger. Aber ich vermute mal, der Krimi hatte mehr Seiten. Was aber schwierig ist, herauszufinden, da meine Schriftgröße größer ist und so hatte ich jede Seite 2 mal, d. h. jedes Mal beim Umblättern gab es z. B. die Seite 312 2 mal, bis dann 2 mal die 313 kam usw. Insgesamt waren es über 600 Seiten, die aber um einiges schneller gelesen sind, als eine Buchseite.
Der Krimi war sehr spannend und die kulinarischen Gerichte fand ich auch immer sehr interessant. Gerne hätte ich das Spiegelei nach gastronomischer Art ausprobiert, doch leider habe ich die Seite nicht wiedergefunden. Was am Ebook lag, den reale Lesezeichen habe ich genug.
Ich fand die Geschichte nicht sehr plausibel, vor allem, die Rolle des französischen Präsidenten. Man kann echt vieles nachvollziehen, aber vor allem das furiose Finale samt Feuerwerk fand ich dann doch etwas seltsam und es gefiel mir nicht. Da das Buch aber nicht da sein Ende hatte, fand ich es dann wieder um einiges besser, als der Milchkrimi der nicht in Bayern stattfand und kein Ende hatte.
Eigentlich liebe ich kulinarische Krimis, aber dieser Krimi hat sich als langwierig erwiesen. Er war zwar spannend, aber nicht immer. Das hin und her an verschiedenen Orten fand ich nicht so toll und etwas verwirrend. Der Koch war ständig irgendwo in Action und immer musste er wieder nach Luxemburg in sein Lokal, dann wieder seine Freundin in Paris besuchen. Dann war er bei dem zu Scherzen aufgelegten 3 Sternekoch, der total unplausibel war. Vor allem, der Koch, also die Hauptperson des Buches, Xavier Kieffer fällt voll auf die Scherze des 3-Sternekochs herein? Das ist total unplausibel. Das Menu, das er vorgesetzt bekam zum probieren, versalzen, total scharf, usw. das war nicht witzig beschrieben, das war eher ärgerlich und blöde.
Es fällt mir schwer, dieses Buch zu rezensieren. So wie man manche Bücher nicht auslesen möchte, mag man manche Bücher nicht rezensieren, denn ich kann nicht spontan sagen, das Buch hat so und so viele Sterne. Einerseits war es spannend und gut. Andererseits war es verwirrend, streckenweise aber langweilig und unplausibel. Teilweise gefiel mir das Buch, teilweise konnte ich mir alles vorstellen und teilweise war das Buch so unplausibel, das ich gerne wieder eine Lesepause eingelegt habe. Der Sprachstil ist nicht besonders anspruchsvoll und sehr nett, so dass ich vermute, dass er eine große Lesegemeinde anspricht. Das Cover ist auch nett ansprechend und passt sehr gut dazu.
Fees Fazit
Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen. Denn einerseits fand ich das Buch spannend und mit den kulinarischen Gerichten total interessant, dann wieder war es langweilig, unplausibel, so dass ich gerne eine Lesepause einlegte. Es gibt weitaus bessere Krimis und da ich meistens streng bin, beim bewerten muss ich hier 3 Sterne geben, aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung.