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Veröffentlicht am 30.05.2023

So ein tolles Buch...

Urlaub mit Papa
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Ich habe das Buch damals total genossen und war megabegeistert. Also bitte das Buch lesen und keinesfalls den Film!!

Dann hab ich den Film angeguckt und war total entsetzt. Weil da alles anders war. Das ...

Ich habe das Buch damals total genossen und war megabegeistert. Also bitte das Buch lesen und keinesfalls den Film!!

Dann hab ich den Film angeguckt und war total entsetzt. Weil da alles anders war. Das ist jetzt die Filmrezi, die ich mal bei Ciao eingestellt hatte, aber mit vielen Vergleichen zum Buch, das mir total gefallen hat. Daher nicht wundern, das Buch hat seine 5 Sterne wirklich verdient!!!

Story:
Christine möchte nach ihrer Scheidung von ihrem Mann mit ihrer Freundin Dorothea Urlaub auf Norderney machen. Außerdem sollen sie Marleen, der Pensionswirtin, beim Umbau helfen. Da Christines Mama ins Krankenhaus kommt, muss sie wohl oder übel ihren Vater mitnehmen, da dieser nicht alleine zurecht kommt. Da er aber denkt, sie kommt nicht zurecht, versucht er sich in ihr Leben einzumischen. Sogar seinen Freund spannt er damit ein. Christine lernt Johann kennen und ihr Vater lädt ihren Ex-Mann ein. Marleen möchte heiraten, daher ist es ihr wichtig, dass die Pension bzw. die Bar rechtzeitig umgebaut wird und ist natürlich sauer, dass ihre Pläne und Wünsche ignoriert werden.
Meine Meinung:

Durchgefallen!!!
Wer die Bücher von Dora Heldt kennt, der wird total enttäuscht sein, so wie ich auch. Da kann ich auch keine Milde walten lassen und Sterne zuschustern, wo es keine gibt. Ich kann gar nicht alles aufzählen was alles nicht glaubwürdig war oder vom Buch abweicht.
1. Die Filmemacher haben immer noch nicht kapiert, dass Christine über 40 ist. Da können sie doch die Hauptrolle nicht mit einem „blonden-Pilcher-Model“ mit geschätzten 29 Jahren besetzen. Es wirkt einfach nicht glaubwürdig und der Witz entfällt.
2. Die Geschichte ist total wirr und hat mit dem Buch irgendwie nicht mehr so viel zu tun. Das Buch behält seine Spannung, während im Film wird alles total wirr.
3. Im Buch spielt die Geschichte in Norderney, gedreht wurde auf Sylt. Es war wenig Urlaubs- oder Strandfeeling zu sehen, dazu war der Film zu kurz, aber dann hätte ja jeder bemerkt, dass das Norderney ist, so konnte man vielleicht manchem was vorgaukeln.
4. Das Buch ist total lustig, aber der Film wird trotz „Opa Addi von der Lindenstraße“ bierernst und ist nicht mehr lustig. Der Witz geht total verloren. Opa Addi darf auch nicht viel sagen, da sein bayrischer Dialekt unüberhörbar ist.
5. Wenn ich Rosamunde Pilcher ansehen möchte, dann seh ich mir das an, da ich diese Filme nicht mag, mag ich auch diesen Film nicht. Ich dachte echt, das wäre der falsche Film mit einer ähnlichen Story, denn das hat mich total an Rosamunde Pilcher erinnert.
Dass Christines Vater Heinz und sein Freund alles auf der Baustelle durcheinander bringen, wirkt nicht so charmant wie in Dora Heldts Büchern, nein, es ähnelt eher einem Familiendrama.
Es wird auch ziemlich viel weggelassen, was natürlich nicht gut für die Geschichte ist und es ist teilweise total verwirrend und man kommt manches Mal nicht gut mit.
Ich glaube, bei Christine stellt sich jeder eine Frau vor, die ein wenig mollig ist und keine Modelmaße hat. Die Christine im Film – Julia Stinshof – ist eine glatte Fehlbesetzung.
Bei ihrem Vater – gespielt von Lambert Hamel musste ich immer an Lou Grant von der Los Angeles Tribune denken. Irgendwie hat er mich in diesem Film total irritiert, schließlich sagte ich zu meinem Mann, der hat schwäbische Züge und passt gar nicht nach Norddeutschland, also auch die klassische Fehlbesetzung. Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass er ein sehr guter Schauspieler ist, nur das, was da von ihm verlangt wurde, das hat einfach nicht gepasst. Vielleicht merkte er das selbst?
Das ganze ist eine absolut seichte Nichtunterhaltung. Es fehlte jede Glaubwürdigkeit. Die Leichtigkeit des Buches versteckte sich hinter steif agierenden Schauspielern (Opa Addi). Johann war auch plötzlich nicht mehr Johann, sondern hatte einen anderen Namen. So gegen Ende des Films. Das Ende war sowieso noch verwirrender und das ganze total durchschaubar.
Nein, also bei mir ist der Film total durchgefallen und ich bin wahnsinnig enttäuscht. Ich liebe das deutsche Meer wahnsinnig, die Dünen, der Strand, das Meer, das Ambiente, das Feeling, alles hat in diesem Film gefehlt. Es war absolut lieblos zusammengeschustert. Wahrscheinlich hatte ich, da ich schon einige Bücher der Autorin kenne und mich sehr amüsiert habe, was mit lauten Lachattaken fast jeder mitbekam, einfach zu hohe Erwartungen gehabt.
Die Extras reißen das ganze auch nicht raus. Der Film hat zu sehr enttäuscht, so dass man dem nix mehr abgewinnen kann.
Sorry, also so lang die Macher (es wundert keinen, dass das ZDF dahintersteckt) einfach nicht auf die Bedürfnisse des älter werdenden Hauptteils der Bevölkerung eingehen, wird das nix mit dem deutschen Film. Wir sind alt genug und wissen, dass kaum einer in unserem Alter Modelmaße hat und haben es im Alltag schwer genug, so muss man uns nicht vorführen, was wir verloren haben. Wir haben dafür Altersweisheit und sind klüger als mit unter 30. Wir akzeptieren einige Pfunde zu viel und können auch mal schlemmen, ohne dass wir Gewissensbisse haben. Wir sind nicht unmüdig, nein, wir sind volljährig und wissen das!
Fazit:

Wer Dora Heldt nicht kennt und Rosamunde Pilcher liebt, der wird vielleicht begeistert sein, aber alle anderen: Hände weg von diesem Film.

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Veröffentlicht am 30.05.2023

~~~ Moorleichen, Schwule, Verflossene und alte Schinken ~~~

Das Moor des Vergessens
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Alte Ciao Rezi von 2011

Heute möchte ich euch von meinem Thriller berichten, den ich vor kurzem gelesen habe.
Inhalt

Im Moor wird eine Leiche gefunden. Ist es der berühmte Christian Fletcher von der ...

Alte Ciao Rezi von 2011

Heute möchte ich euch von meinem Thriller berichten, den ich vor kurzem gelesen habe.
Inhalt

Im Moor wird eine Leiche gefunden. Ist es der berühmte Christian Fletcher von der Meuterei auf der Bounty?
Jane Gresham vermutet dies und lässt sich freistellen, um die vermissten Wordsworth Papiere zu finden. Es gab Hinweise, aber keiner glaubt so recht daran, dass diese noch existieren. Jane macht sich eine Liste von den Nachkommen des Dienstmädchens von Wordsworth und besucht sie alle. Doch nach ihrem Besuch sterben sie alle. Sterben sie, weil sie alt sind oder werden sie umgebracht? Jane ist das nicht so ganz geheuer.
Und da ist dann noch Tenille, die sich bei ihr versteckt, weil sie angeblich den Freund ihrer Tante umgebracht hat. Dan hat eine Affäre mit Jimmy und betrügt seinen Freund, statt Jane die ganze Zeit zu helfen. Nun taucht auch noch Janes Ex-Freund auf, der nun für Caroline arbeitet und mit ihr ins Bett geht. Jane weiß gar nicht mehr, wem sie glauben und vertrauen soll. Doch dann hat sie – zumindest teilweise – die richtige Spürnase. Trotzdem lässt die Polizei sie vorführen und verhaftet die arme Tenille. Aber immerhin kommt sie lebendig aus dem brennenden Haus heraus, wenn auch jemand darin stirbt.
In kursiver Schrift kommt immer so etwas wie ein altes Tagebuch des Meuterers auf der Bounty.
Meine Meinung

Das ganze hört sich nun verworren an, sorgt aber für Megaspannung und ein überraschendes Ende. Es ist wie immer ein Happy-End, aber nicht so perfekt, wie es sein könnte. Für mich kam das sehr überraschend und ich hab fast mit Jane mitgefühlt und hätte sie am liebsten getröstet.
Das Buch war so spannend, das gibt’s nicht oft. Manchmal wollte ich es gar nicht mehr weglegen, doch irgendwann war ich dann so müde, dass mir die Buchstaben vor den Augen verschwammen.
Der Spiegel meint, dass das Buch einen gehörigen Gruselanteil hat, was ich nicht bestätigen kann. Ich fand das Buch überhaupt nicht gruselig, nur wegen so einer uralten Moorleiche.
Ich fand, die Autorin, die ich zuerst für einen Mann gehalten hatte, hat die Fäden sehr geschickt zusammen gesponnen und nie hätte ich vermutet, wer der Mörder ist, erst so nach und nach ahnte ich einiges und dann war's doch ein wenig anders. Dieses Mal war der Gärtner total unschuldig .
Das ganze Thema fand ich sehr interessant und so war ich total fasziniert von dem ganzen Buch.
Die Autorin schreibt einfach, aber genial und so habe ich das Buch nur so verschlungen. Man kann sich sofort mit dem Schreibstil der Autorin anfreunden und mit ihren Figuren, man sieht sie fast vor Augen. Man leidet mit ihnen mit oder freut sich mit ihnen.
Das Buch geht ein wenig traurig aus, was ich einerseits schade fand, aber ich mag ja auch keine Liebesromane und nur immer Friede-Freude-Sonnenschein, daher finde ich das Buch toll.
Also es ist keine Liebesgeschichte, es gibt nur ein halbes Happy-End, manchmal denkt man, es ist total verworren, doch es ergibt alles einen Sinn. Sie schreibt einfach anders, als andere. Anders als skandinavische Autoren oder alte Klassiker wie Agatha Christie, teilweise finde ich schreibt sie viel besser, spannender, moderner. Das faszinierende daran ist, es könnte tatsächlich Wirklichkeit sein. Es ist ein super toller Thriller, den ich nur empfehlen kann.
Das einzige, was mir nicht so gut gefiel war das in kursiv geschriebene Tagebuch des Meuterers auf der Bounty. Damit konnte ich nicht viel anfangen und die Spannung war so groß, dass ich dann das nicht mehr so gern gelesen habe, aber ich hab's dann auch geschafft.
WICHTIG

Ich muss noch etwas dazu fügen. Die Rezensionen von Amazon.de habe ich gelesen und die stimmen teilweise gar nicht. Erst mal, Jane hat mit einigen Leuten geredet und dann ERST wurden sie umgebracht.
Dann finde ich es doof, dass man zum Buch – Hörbuchreszensionen dazu genommen hat. Wenn das Hörbuch wirklich schlecht ist, kann die Autorin nichts dafür, finde ich. Ein Hörbuch und ein Buch sind Unterschiede, da liegen Welten dazwischen. Manche mögen auch den Vorleser nicht oder seinen Stil oder seine Stimme. Ich höre seit dem Sommer auch öfter mal Hörbücher, aber lesen finde ich noch immer viel besser.
Was mir nun auch wieder auffiel ist folgendes: Ich mag Leute nicht, die ein Buch nur teilweise lesen oder ein Hörbuch nur teilweise hören und dann schreiben, es ist „sch****“. Also das kann's echt nicht sein! Manche Bücher finde ich so langatmig und dann gegen Mitte/Ende werden sie doch noch spannend und toll.
Mir kommt das vor wie bei Ciao. Jemand kauft einen Joghurt, weil die Verpackung toll aussieht, dann macht er ihn auf und oh, was für eine Schande, der sieht nicht schön aus, also probiere ich ihn erst gar nicht. Der Joghurt hat keine Chance und wird schon verdammt.
Wie kann jemand einen Bericht über ein Produkt schreiben, das er gar nicht kennt? Also ich wundere mich immer wieder. Ich ahnte es ja schon lange, aber nun weiß ich es sicher: Amazon-Rezensionen kann man auch nicht glauben.
Neulich kam ein Bericht im Fernsehen, dass es Menschen gibt, die Hauptberuflich „Werbe-Spam“ schreiben, bei Meinungsforen, bei Online-Shops. Genauso wie es gekaufte Testsiegel gibt.
Daher sollte man sich immer gut und bei mehreren Quellen informieren! Menschen, denen man vertraut, sollte man zum Beispiel glauben können.
Neulich wurde drauf hingewiesen, wenn man irgendwo was kaufen will oder so, sollte man erst mal mindestens 3 Internetseiten zu Rate ziehen und dann schauen, was ist für mich glaubwürdig. Seid KRITISCHER und lest genau, was euch vorgesetzt wird!!! Je teurer das Produkt, desto kritischer solltet ihr Berichte darüber unter die Lupe nehmen.
Der Autor

ist eine Autorin. Val McDermid hat eine eigene Homepage unter ihrem Namen und ist eine bekannte Thriller-Autorin. Ihre Bücher werden in 20 Sprachen übersetzt. Sie wuchs in einer kleinen schottischen Stadt auf und lebt nun abwechselnd in Manchester und einem kleinen Dorf an der englischen Nordseeküste. Sie ist eine Autorin, die man sich merken sollte. Ein Tipp von Lesezeichenfee.
Fazit

5 Sterne und eine sofortige Kaufempfehlung. Wer dieses Buch nicht liest, hat einfach was verpasst.

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Veröffentlicht am 30.05.2023

Gar ned so schlecht

Flucht im Neckartal
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Alte Ciao Rezi von 2011 oder 2012

Inhalt

Luka Blum ist ein Tübinger Journalist. Er macht in Irland Urlaub mit seiner dort gebürtigen Freundin Nelly. Sie hatten einen schönen Urlaubsanfang, bis er da ...

Alte Ciao Rezi von 2011 oder 2012

Inhalt

Luka Blum ist ein Tübinger Journalist. Er macht in Irland Urlaub mit seiner dort gebürtigen Freundin Nelly. Sie hatten einen schönen Urlaubsanfang, bis er da sie abends oft zu lange und zu viel gezecht haben zur Bank muss, um in Clifden, Geld zu holen. Da der Geldautomat out of order ist, muss er in die Bank. Kaum ist er an der Reihe, befindet er sich mitten im Überfall. Ein Mann, der zufällig in die Bank kommt, wird erschossen. Da Blum sieht, dass seine Freundin Nelly in die Bank kommt, greift er einen Täter an. Ein Schuss geht los, der eine Täter ist verletzt. Der andere Täter erschießt ihn und flieht.
Das alles wäre nicht so schlimm, dumm nur, dass der Erschossene einer IRA-Splittergruppe angehört und die will Rache, zumal die behaupten Blum hätte ihn umgebracht.
Die Polizei verhört Blum und seine Freundin. Da Nelly mit den Terroristen aufgewachsen ist, bleibt sie in Irland und Blum flieht nach Deutschland, wobei er aber einen Abstecher im Maisfeld macht, denn die Terroristen sind ihm schon auf der Spur.
Während Nelly in Irland untertaucht und mit ihrem Freund McCann redet und ihm erklärt, dass ihr Freund Blum unschuldig ist, gerät Blum in Pliezhausen in einen erneuten Mordfall. Er sollte einem anderen Freund von Nelly einen Umschlag mitbringen. Der Kommissar, ein alter Feind von ihm, verhaftet ihn sofort und mit Genuss. Doch auf dem Weg ins Kommissariat geschieht ein Unfall, die Polizisten werden verletzt und Blum kann fliehen.
Da Blum für einen Freund die Blumen gießt, beschlagnahmt er dessen Wohnung und geht nur nachts raus. In der Zeitung liest er aber nicht, dass er gesucht wird. Seinen Freund trifft er nachts, dieser ist in eine dumme Sache verwickelt und somit muss er die Wohnung räumen. Nelly, die inzwischen wieder in Deutschland ist, „verrät“ Blum an die Polizei. Mit Kommissar Hemmerle tüfteln sie an dem Fall. Hemmerle weiß, dass Blum unschuldig ist, daher wird Blum – unter Vollbewachung – als Lokvogel eingesetzt. Dem Kommissar wurde nur nicht die ganze Wahrheit gesagt, als Irland endlich mit der halben Wahrheit rausrückt, dass in der Kripo in Deutschland eine undichte Stelle ist, geraten Blum und seine Freundin Nelly in große Gefahr.
Meine Meinung

Ich habe mit Absicht so viel erzählt, denn vielleicht ahnt ihr schon, wie spannend oder langweilig der Krimi ist? Jedenfalls entfällt so auch eine Leseprobe, denn die ist nun nicht mehr nötig, vor allem nicht, nach meiner Stil-Beschreibung.
Der Krimi ist aufregend, denn der Spannungsbogen fällt zusammen, man holt Luft und schon trifft einen der nächste Schlag.
In diesem Buch gibt es mehr Lokalkolorit als in den Krimis von Gabbert (Odenburg und Insel-Krimis). Natürlich kommt die Tübinger Neckarfront, das Stocherkahnfahren, das Nonnenhaus und die Mühlstraße nicht zu kurz. Auch in Pliezhausen, dem Kirchentellingsfurter Baggersee (wo er ein Schwulenpaar mitten in der Nacht, während seiner Flucht erschreckt), dem Schönbuch mit ein paar historischen Streitereien, einer Hochzeit mit einem seltsamen Betrunkenen und eigentlich überall wo er auftaucht entsteht ein Bild vor Augen. Man kann die Flucht und vor allem die Orte nachfühlen und es entstehen Bilder vor Augen.
Sprachlich hätte ich einiges auszusetzen. Denn so überflüssig höflich und gehoben diese Gabbert-Insel-Krimis sind, so „billig“ erscheint dieser Krimi. Es ist normale Umgangssprache, Slang, allerdings weniger schwäbisch oder mit der schwäbischen Sprache, das wird dann doch eher nur gestreift. Also nicht mit dem charmanten Flair des Tatort-Kommissar – Bienzle. Nein, es ist mehr in Richtung Matula, Malet, und Jerry Cotton Krimi. Wer dies mag, der ist hier perfekt aufgehoben. Da ich diese Krimis auch oft sehe bzw. lese möchte ich dafür auch nicht unbedingt Sterne abziehen. Allerdings ein wenig seicht ist der Krimi schon.
Das Buch ist zwar zeitweise sehr spannend, doch mir gelingt es, auch aufgrund dessen, dass die Buchstaben relativ klein geschrieben sind, nicht, das Buch in ein bzw. zwei Abenden auszulesen.
Der Krimi ist ok, was schon sagt, der Krimi bekommt nicht die volle Punktzahl. Es macht nichts, das Buch immer wieder wegzulegen und Lesepause zu machen. Bis zum Schluss, da wollte ich dann doch die letzten Seiten vollends lesen und nicht bis zum nächsten Abend warten.
An den Namen habe ich fast nix auszusetzen, außer man merkt, dass der Autor Pfälzer ist, wie könnte er sonst seine Hauptperson Luka Blum nennen.
Aber er hat nicht so viele Kriminalbeamte. Es sind nicht so viele Mitwirkende. Die Übersicht bleibt sehr gut erhalten.
Mir gefällt das Buch. Natürlich hat er nicht die Spannung oder die Sprache einer Agatha Christie und er hat auch keine psychisch diffizilen Geschichten, die so ausgefeilt sind, wie von Andreas Eschbach oder Stephen King. Von daher möchte ich sagen, er ist ein guter und netter Autor. Ein bisschen mehr Biss würde ihm nicht schaden.
Teilweise ist das ganze auch sehr konstruiert und aneinander gereit. Man hat den Eindruck, im großen ganzen weiß er dann schon, wie die Geschichte läuft – nicht wie sie ausgeht – und dann reiht er einfach ein Ereignis nach dem anderen so zusammen, dass es ein Buch gibt. Sagen wir so, er ist ausbaufähig und nicht schlecht.
Preislich möchte ich sagen, dass ich keine 10 Euro für solch ein Buch ausgeben würde. Schließlich bekomme ich von meinen Lieblingsautoren schon Paperback-Bücher für 7 bis 9 Euro. Na ja, ok, die werden ja auch zuerst mit Hardcover Ausgaben verlegt und dann erst mit einem Paperback-Buch.
Ich tu mich ein bisschen schwer jetzt mit der Einstufung und mit den Sternen. Schließlich habe ich schon Autorinnen wie Hilary Norman 3 Sterne gegeben. Trotzdem. Ich kann mich nicht durchringen, diesem Buch nur 2 Sterne geben, denn so schlecht ist es dann doch nicht. Wenn ich es mit den Oldenburg-Krimis vergleiche, aus denen man viel mehr machen hätte können, dann ist es natürlich besser.
Wer also so „kleine“ Krimis mag, wie Leo Malet, Edgar Wallace, Jerry Cotton, der ist hier sehr gut aufgehoben.
Ob ich die anderen Bücher der Serie lese, kommt drauf an, ob ich sie mir ertauschen oder leihen kann. Kaufen würde ich sie nicht. Aber die drei oben genannten habe ich ja auch ertauscht, von daher passt das schon.
Wer die Gegend rund um Tübingen kennt oder einen kleinen Vorgeschmack haben möchte, der kann diese Bücher durchaus lesen, denn da stehen wichtige Sehenswürdigkeiten von Tübingen drin und zwar anschaulich beschildert. Da verwundert es nicht, dass der Autor schon über Gaststätten und Baggerseen in und um Tübingen/Reutlingen geschrieben hat. Als Reiseführer kann aber so ein Buch nicht dienen. Na ja, sagen wir mal so: Bei der schwedischen Kommissar Wallander-Serie haben die Fans die Bücher ja auch als Reiseführer benutzt, warum also nicht. Wer Spaß am Wandern und bummeln hat, kann das gerne versuchen.
Fazit

Ich vergebe 3 Sterne und eine Kaufempfehlung, für Menschen, die dieses Genre lieben.

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Veröffentlicht am 30.05.2023

fishing for compliments

Zwei Einzelzimmer, bitte!
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Eine alte Ciao-Bewertung von 2012

Inhalt

Also um was geht’s denn bitte schön in dem Buch? Um Klufti oder die Autoren? Na ja, das ist ein wenig schwer zu beantworten, denn hier wollen drei Personen die ...

Eine alte Ciao-Bewertung von 2012

Inhalt

Also um was geht’s denn bitte schön in dem Buch? Um Klufti oder die Autoren? Na ja, das ist ein wenig schwer zu beantworten, denn hier wollen drei Personen die Hauptrolle haben und das istn bissl schwierig so. Also. Na ja, eben halt. Jeder der Autoren darf ein bissl selber was schreiben, samt seinem Namen, dabei versucht er sich doch immerselber hervorzuheben und den anderen ein bissl niederzudrücken. Der Klufti wird interviewt (ach bitte, kann ich das live sehen und es gibt auch Klufti Kurzkrimi(auszüge) und natürlich einen Kurzkrimi mit viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Lokalkolorit mit den Autoren als Hauptpersonen. Das würde für Gabbert für 10 Bücher reichen, was da auf 9 bis 11 Seiten (die Bilder nicht zu vergessen!) steht. It´s to much. Aber das soll ja so. Vielleicht hat ihnen ja jemand vorgeworfen, es wäre zu wenig Lokalkolorit oder sie haben meine beiden Gabbert-Kritiken gelesen. Gabbert war der Lehrer mit den versemmelten Inselkrimis (meine Meinung).
Also in dem Buch wird satirisch erzählt, also aufgebauscht, wie es den Autoren so geht, so mit Klufti und seit Klufti und überhaupts wird das ganze noch in Bildern (schwarz-weiß mäh) unterstrichen.
Fees Meinung

Also eigentlich könnt ich ja jetzt schon den Bericht schließen, weil eigentlich weiß der geneigte Leser aber nicht jeder Ciaoi, um was es da jetzt geht. Aber ich will's doch gerne nochmal ausführlich ausbreiten.
Hab ichs eigentlich scho erzählt? Ich mag Lehrer- und ich mag keine Lehrer-Autoren. Gabbert und Co können mich doch mal Kreuzweise, so wie die Lehrerhaft schreiben, auch das komische Experiment, da mit dem Professor und seinen Studenten ist ja gruselig, aus den Themen könnte man viel mehr machen. Aber ich vergesse immer, welcher Autor hier der Lehrer ist, ich glaub scho der Blonde. Daher ist es in diesem Buch nicht so schlimm und ich hab jede Menge Hochachtung vor Leuten, die zu zweit hingehen und ein Buch schreiben. (Ein Buch und ff-Bücher) Die letzten, die ich so genial fand, waren Sjöwall und Wahlöö. Deren Bücher sind absolut genial und BEHALTIS. Seit es welche gibt, die von anderen übersetzt werden, finde ich die noch viel besser, denn manche neue Übersetzung lohnt sich, weil doch viel daneben und verloren geht. Das ist wie ein Glas, wo man beim Einschenken daneben gießt. Sorry, für meine süddeutsche Ausdrucksweise, aber das sei mir heute vergönnt, wegen des Lokalkolorits.
Also was ich eigentlich zum Buch sagen will, es ist wunderbar kurzweilig, gut aufzuteilen, da es ja so viele Kurzgeschichten darin gibt. Die Bilder lockern auch wundervoll auf und untermalen das ganze. Man kann sich das so richtig vorstellen. Die „Zugreisen“ habe ich genossen, denn meine Erfahrungen sind ähnlich, aber ich bin froh, dass ich noch nie in der ersten Klasse gefahren bin, denn das ist abgehoben. Gruselig, schauderhaft und man kann sichs vorstellen, wie es in Deutschland so zugeht. Wir sind ja keine Mitarbeiter, sondern Sachartikel. Wenn uns das Buch nicht gefällt, werfen wirs raus oder halt den Mitarbeiter. Macht jo nix.....
Meine Internetrecherchen sind auch gut, aber ich hab die getippten Fußballergebnisse auch nicht gefunden. Schade eigentlich, denn die hätten mich doch schon interessiert. Aber da sieht man mal wieder, dass die beiden keine Promis sind. Wie sie ja selber schreiben. Manchmal könnte man es tatsächlich denken und sie erfahren das ja sicher oft genug selber. Na ja, aber im Allgäu, da werden sie prominent genug sein, denn schließlich durften sie ja auch beim „Filmdreh“ dabei sein.
Das Buch enthält mega viel Satire und ich finds absolut genial äh ne priml find ichs. Locker, leicht und flockig geschrieben, so toll möchte ich gerne meine Satiren auch schreiben. Also da sind die beiden mir haushoch überlegen und absolute „Lehrer“ für mich. Wenn Volker Klüpfel über Ausnahmefehler beim PC schreibt, könnte ich mich kringeln vor Lachen, denn das habe ich auch schon so oft erlebt. Aber ich werde mich nun nicht mehr aufregen, denn ich weiß ja, anderen geht’s genauso wie mir.
Der Schrei, das Bild von Evard Munch ist auch genial priml. Denn das ist wirklich gut nachgemacht, aber das mit dem Rindviech steht da ganz sicher nicht nach. Die Bilder sind total lustig und kurzweilig und haben irgendwie was von Uli Stein. Es gibt auch einige Bilder mit merkwürdiger Rechtschreibung, wie ich auch schon mal Allgäu-Urlaubsbilder hier beschrieben habe.
Ich habe das Buch mal wieder genossen und war froh, dass ich es mir ertauscht habe. Denn die Bücher dieser Autoren gibt’s bei meinen Buchtauschbörsen nicht so oft. Ach ja, und eigentlich will ichs auch nicht vertauschen, daher hab ich es ganz teuer gemacht, dass es niemand ertauscht.
Leider geht das mit dem Doppelzimmer ein wenig unter oder ich habs scho wieder vergessn, denn es gab gnug anderes.
Bei Amazon gibt es 4 Rezensionen, dabei 4 mal 1 Stern, je 2 mal 5, 4 und 3 Sterne. Was mich doch sehr überrascht hat. Aber dann hab i oifach denkt, des waret Ciao-“Leser“, dia hen des so bewerdet. I glaub oifach, dia Sadira hot neahmor vorstanda. Oder koiner mog Sadira?
Also ich hatte einfach den Eindruck, beim Lesen dieser Bewertungen bei Amazon, dass die Leute einfach nichts verstanden haben. Ich fand es jedenfalls schön, in Satire, was neues über die Autoren und Klufti und nicht zu vergessen den enormen Lokalkolorit zu erfahren. Natürlich ist der total übertrieben und überladen und sowieso, also klar, und das am Schluss des Buches, wo die anderen doch schon vorher aufgegeben haben. Jo mei, hätts denn des net anders sortieren können?
Jedenfalls das fishing for compliments war mir dann auch etwas zuviel, warum es auch den Stern Abzug gibt. Die satirischen Autoren haben es einfach übertrieben mit: Keine Sau kennt uns. Wir werden im Fernsehen rausgeschnitten. Wie macht man sich auf dem roten Teppich bemerkbar? Da hätte es doch spritziger und ideenreicher sein können. So kommt einfach „Mitleid“ auf, und das ist dann etwas zu viel Satire, wobei man bedenken muss, dass es die meisten nicht verstanden haben. Die glauben wahrscheinlich Wort für Wort und das ist wohl das Problem des Buches. Es ist satirisch (übertreibend) amüsant geschrieben, während die Kluftinger Krimis einen „feinen Humor“ haben mit der „richtigen“ Prise Lokalkolorit. Das ist auch mein Problem mit dem Buch, weil es doch manchmal „umständlich“ geschrieben ist und das ist so „schwierig“, das kann sich ja keiner merken.
Wer bis zum Ende durchgehalten hat, der wird mit Klufti Krimis und dem übertriebenen Lokalkolorit-Krimi belohnt.
Ich denke einfach, es hat die Autoren viel „Sympathie“ gekostet, denn die Satiren sind nicht für jeder Mann/Frau verständlich und zu sehr übertrieben. Das macht das ganze etwas langweilig, für Leute, die das nicht verstehen. Anders als andere finde ich das Buch doch recht tiefgründig und „keine“ einfache Lektüre. Farbige Bilder wären auch besser gewesen, aber wenn dieses schwarz-weiß bebilderte Buch schon knapp 10 Euro kostet, wie viel hätte dann ein farbiges gekostet? Ich habe einige Bücher über den Pilgerweg gelesen und da waren farbige Bilder dabei, das untermalt das ganze besser, denn so wirkt das Buch „negativ“. Nicht lustig und fröhlich (von Klufti-Geschichten und Lokalkolorit-Geschichte mal abgesehen), sondern eher etwas traurig und „mitleiderheischend“. Klar ist manches witzig, aber man kann es auch übertreiben, so dass es dann doch nicht mehr so witzig ist.
Vielleicht ist es auch so, dass Süddeutsche diese Satire besser erkennen und verstehen als Norddeutsche? Ja, dass das Publikum sehr begeistert ist, kommt absolut nicht raus. Denn wenn man so bei YouTube reinschaut, bei den Lesungen ist das Publikum doch absolut begeistert. So ist es sicher so, dass das der Grund der negativen Bewertungen ist. Die Leser sehen das als Kritik an sich selber und sobald jemand denkt, er wird kritisiert, vergeht der ganze Humor und der Ofen ist aus! Ergo: Das Buch ist schlecht, die Autoren sind abgehoben und unverschämt und sie sollen nicht mehr schreiben!
Mir geht das ganze jedoch zu weit und ich finde solche Kritiken schon beleidigend. Ich fand das Buch gut. Also bei Ciao würde man sagen: Sehr hilfreich. Für ein besonders hilfreich reicht es aber bei weitem nicht, denn dann sollte man einige Geschichten austauschen und mit positiven Lesererlebnissen bestücken und farbigen Bildern.
Zum meinem eigenen Vergnügen (denn ich will noch viel mehr von den beiden Autoren lesen!) wünsche ich mir nun ein Buch mit positiven und lustigen Geschichten von den Leserreisen und bitte nochmal solche Klufti-Krimis, Interview und Lokalkolorit-Geschichten. Und wenn es geht farbige frohe Bilder. Es passt zwar zu diesem Buch, aber ich glaube, wenn das Titelbild schwarz-weiß gewesen wäre, hätten es weniger gekauft und dadurch auch weniger Kritik gehagelt.
Und wenn ich an Bärbel Mohrs Bücher denke: Ich wünsche mir noch etwas : Das Autorenduo soll bitteschön auch mal in meiner Stadt eine Lesung halten und am liebsten hätte ich noch Freikarten dazu. Ich bin sicher, dass wäre dann mehr als 5 Sterne würdig und ich hätte viel Spaß dabei.
So, damit möchte ich nun meine Buchkritik schließen, die demnächst auch auf meiner Homepage erscheint und vielleicht bei Dooyoo und Yopi. Bei Anmerkungen, Fragen oder so, darf mich der Außenleser gerne kontaktieren unter: Lesezeichenfee (at) gmx.de.
Fees Fazit

Dieses Buch ist durchaus zu empfehlen, was ich hiermit mit 4 Sternen mache. Und wer das Buch nicht so mag, der sollte nicht aufgeben oder gleich die Klufti-Krimis und den Lokalkolorit-Krimi ganz hinten lesen, denn dafür lohnt sich das Buch schon alleine und natürlich das Klufti-Interview. Aber wer sich für das „Dahinter“ hinter den Klufti-Krimis interessiert, ist mit diesem Buch auch gut bedient.
PS: Dass sich die Autoren wünschen, man möge ihre Namen richtig schreiben (ich hoffe, das hab ich), kann ich sehr gut verstehen, denn darauf reagiere ich auch meist allergisch. Außer bei Ciao.
Danke fürs Lesen, bewerten, kommentieren und überhaupts.
2025 Worte...
PS: Mein Mann möchte nicht, dass ich dieses Buch vertausche. Er meint, dass dies der beste Bericht seit langem ist, denn ich geschrieben habe. So lebendig hätte ich schon lange nicht mehr geschrieben. Er meint, wenn ich jetzt jedesmal vor dem Berichte schreiben noch mal eine Geschichte daraus lese, würde ich nur noch Top-Berichte schreiben. Will ich das? Das war nur mal eine Anmerkung am Rande, weil meine "früheren" Vertrauten meinten, dass ich nicht mehr so tolle Berichte schreiben würde, wie früher. Find ich aber gar nicht. Und wenn ich hier nur noch Top Berichte schreibe, dann wage ich mich lieber wieder an mein Buch, meine Homepage, meinen Block, meine Satiren etc.....

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Veröffentlicht am 30.05.2023

mir saget gar nix

Das dunkle Schweigen
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Fees Meinung

Bewusst habe ich den Klappentext kopiert, denn das ganze ist doch ein wenig chaotisch und am Anfang denkt man, dass dies alles irgendwie nicht zusammengehört. Das macht das ganze etwas langatmig ...

Fees Meinung

Bewusst habe ich den Klappentext kopiert, denn das ganze ist doch ein wenig chaotisch und am Anfang denkt man, dass dies alles irgendwie nicht zusammengehört. Das macht das ganze etwas langatmig und manchmal auch etwas langweilig.
Trotzdem ist die Ausarbeitung mit den Blues-Songtexten als Untermalung sehr schön. Auch die Reise nach Chicago ist sehr liebevoll ausgearbeitet. Für nicht-Blues-Fans ist das ganze dann doch etwas langweilig. Auch wirkt der „Zufall“ doch ziemlich konstruiert und unglaubwürdig.
Das Buch besteht aus 3 Teilen, mit insgesamt 78 kleinen „Geschichten“ die sich zu einem Buch vereinen. Es gibt einen Prolog und einen Epilog. Dazu kommt am Schluss noch das Kapitel finden und erfinden. Teile sind nämlich wahr und zu einer Geschichte zusammengefügt. Warum wir immer in unserer Vergangenheit stöbern müssen, das weiß ich nicht und finde ich irgendwie schade. Der Roman vereint Vergangenheit und Gegenwart. Die 78 Überschriften geben schon einen interessanten Aufschluss über das Buch. Man findet so leichter Sachen, die man sonst über Seiten suchen müsste. Ich hab einfach nicht genügend Lesezeichen, um die Stellen, die ich im Bericht erwähnen möchte, zu „markieren“, aber dank der Überschriften findet sich so manches wieder.
Natürlich gibt’s das Happy End, das man bei diesem Buch bzw. Thema erwartet, also keine Überraschung und sehr traurig. Wie genau beschreibe ich jetzt nicht, sonst würdet ihr das Buch ja nicht mehr lesen.
Es wird sehr viel Regionales beschrieben, wie das Essen und die Eigenheiten. Was mir sehr gut gefällt, in der Rubrik Lokalkolorit. Nicht zu viel und nicht zu wenig.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man fühlt mit ihnen und kann sich in sie hineinversetzen. Die derzeitigen Schlosshotelbesitzer kann man wirklich verstehen, wenn sie fragen: “Warum lassen Sie uns nicht in Ruhe?“ Man versteht sie und es ist schrecklich, dass immer wieder alte Geschichten und alte Kriegsbeispiele aufgewärmt werden und die Nachkommen darunter büßen müssen. Die Beteiligten, insgesamt 3 Familien, leben zwar unbehelligt weiter, aber sie haben die Angelegenheit nur verdrängt und leiden weiterhin darunter.
Man taucht in die Geschichte ein und fühlt sich – wie dabei. Ich hab das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn ich das Thema nicht mag, und gerade deshalb bekommt das Buch NUR 3 Sterne. Ich hasse das Thema. Man erlebt den Krieg und alles, wieder und wieder, obwohl man nicht selber dabei war. Trotzdem ist das Buch bzw. der Krimi von Wolfgang Schorlau empfehlenswert. Das ist keine Frage.
Ich habe bei Amazon Rezensionen mit 1 Stern gelesen und da frage ich mich auch, was für ein Buch haben sie gelesen. Ich halte diese Bewertungen für „getürkt“. Denn das Buch hat dies nicht verdient. Klar, kritisiert der Autor Politik, so ähnlich, wie die Autorin von Mrs. Murphy. Aber das heißt nicht, dass angelsächsische Autoren besser sind. Viele von diesen „tollen“ „hochgelobten“ Autoren werden von mir nicht beschrieben, weil ich die Bücher so grottenschlecht finde, dass ich sie gar nicht auslese. Von daher kann jeder Autor glücklich sein, wenn ich das Buch zu Ende lese und dazu noch einen Bericht schreibe.
Am Anfang des Buches dachte ich zuerst, das leg ich zur Seite und vertausche es. Es war doch recht langweilig, ein erfolgloser Privatdetektiv, der sich mit allerlei fragwürdiger und langweiliger Fälle über Wasser hält und dazu noch Teile vom vorhergehenden Buch. Aber das ist auch Grund für die 2 Sterne Abzug. Auch die etwas merkwürdigen amourösen Liebes- und Ex-Liebesbeziehungen sind etwas, was ich an diesem Buch nicht mag. Herr Schorlau, das ist ein Krimi und wenn wir so was haben wollen, dann so, wie beim Tatort-Kommissar Bienzle. Seine Hannelore gespielt von Frau Rita Russek gefällt mir sehr gut. Aber nicht so ein hin und her und was weiß ich. Das kann ich nicht leiden. Dann kann ich gleich einen Jerry Cotton lesen.
Fazit

Auf jeden Fall ist – vor allem durch den Lokalkolorit – das Buch empfehlenswert, für alle die Stuttgart und das Ländle lieben und vor allem, für die, die unter „schwäbischen Boden Entzugs“ leiden. Das soll heißen, alle Schwaben, die wo anders als in Süddeutschland leben, sollten diesen Krimi lesen. Natürlich auch alle, die süddeutsche mögen. Und überhaupt ist es zu empfehlen, wenn man deutsche Regionalkrimis mag. 3 Sterne und eine Empfehlung von der Fee.


Das ist eine alte Ciao-Bewertung von 2013.

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