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Veröffentlicht am 18.12.2022

Rotkehlchen als Wegweiser

Weihnachten
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Die Mutter des 11jährigen Jonas verschwindet kurz vor Weihnachten. Dr. Wilkinson findet ihn und nimmt ihn mit nach Hause. Tobias hilft beiden, herauszufinden, wo seine Mutter ist. Da die Freundin von Tobias ...

Die Mutter des 11jährigen Jonas verschwindet kurz vor Weihnachten. Dr. Wilkinson findet ihn und nimmt ihn mit nach Hause. Tobias hilft beiden, herauszufinden, wo seine Mutter ist. Da die Freundin von Tobias bei der Polizei ist, gestaltet es sich als schwierig, weil sie das nicht wissen darf.

Insgesamt finde ich die Idee sehr gut. Von den Rotkehlchen, die die Kinder auf Sachen aufmerksam machen und so den Kindern helfen. Auch der Krimi – an für sich – ist sehr gut.

Ich fand die Namensgebung sehr seltsam in diesem Buch und verwirrend, daher hätte ich mir eine Liste am Anfang des Buches gewünscht oder „einfachere“ Namen. Auch kam ich nicht so schnell in die Geschichte, wie ich mir das vorgestellt hatte. Der mittlere Teil war am Besten. Aber vielleicht ist das, weil es eigentlich ein „Kinderbuch“ ist und keins für Erwachsene.

Der Schluss war schön, ging allerdings zu schnell, für meinen Geschmack. Mit den Charakteren wurde ich nicht so gut warm. Und einige hab ich immer verwechselt. Ich weiß immer noch nicht, wer jetzt die Tante von Jonas ist.

Am Coolsten und gruseligsten war der Besuch, bei der Frau im Wald. Sehr bemerkenswert.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Die Umsetzung könnte noch besser sein. Aber alles in allem Empfehlenswert mit 4,5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.12.2022

Mildred und Bruno

Gone Cat - Die stumme Zeugin
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Die Mutter von Brunos Freund Dean wird umgebracht. Gleichzeitig verschwindet Mildred, Brunos Katze. Jim Glew ist Privatdetektiv und musste seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, aber er und ...

Die Mutter von Brunos Freund Dean wird umgebracht. Gleichzeitig verschwindet Mildred, Brunos Katze. Jim Glew ist Privatdetektiv und musste seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, aber er und sein Sohn (der mit 11 schon eine Ausbildung bei seinem Vater hinter sich hat) ermitteln, getrennt. Sehr zum Ärger von Inspector Skinner.

Vater und Sohn könnten ein Dream Team sein, wenn sie nicht getrennt ermitteln würden. Teilweise ist es absolut amüsant, meistens jedoch sehr spannend. Im Prinzip spielt sich alles in der Nachbarschaft ab, außer, wenn sie zur Polizei müssen. Die Charaktere konnte ich mir gut vorstellen. Es waren auch nicht so viele. Da mich die Nebenschauplätze sehr in Anspruch genommen hatten, war mir auch zu keiner Zeit langweilig. Mildred als Katze wurde gut porträtiert und die Kamerafilme konnte ich mir auch gut vorstellen.

Bruno schaute sich mit seinem Vater auch immer Detektivfilme an:
Inspector Stiesel ermittelt im Mord eines Postangestellten
Lawler ein schottischer Polizist

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein humorvoller Krimi mit Katze und 11jährigem Ermittler. Sehr empfehlenswert. 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2022

Schnell ausgelesen

Süßer der Punsch nie tötet
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Auf 187 Seiten, wobei einige leer sind und irgendjemand was zusammenfasst, auf einer fast leeren Seite, wird ein Weihnachtskrimi beschrieben. Es gibt so gar – hinten – ein Personeninhaltsverzeichnis, was ...

Auf 187 Seiten, wobei einige leer sind und irgendjemand was zusammenfasst, auf einer fast leeren Seite, wird ein Weihnachtskrimi beschrieben. Es gibt so gar – hinten – ein Personeninhaltsverzeichnis, was ich gut finde.

Bei Starköchin Caro Trentions Kochkursen stirbt immer eine Teilnehmerin. Privatdetektivin Katinka Palfy und ihr Freund, der Kommissar ermitteln.

Merkwürdig ist, dass Katinka in alle Ermittlungsergebnisse eingeweiht wird. Den Mörder hatte ich auch schnell, denn wer konnte es anders sein? Lokalkolorit gibt’s durch das viele „rumgereise“ in der Gegend. Kein Ausflug zum Nürnberger Weihnachtsmarkt. Wenn man den Krimi auf ein Mal liest, kommt man nicht so viel zum Nachdenken und dann ist es ein angenehmes Geplätscher für einen trüben Nachmittag. Am nächsten Tag wusste ich schon fast nix mehr vom Krimi, das spricht dafür, dass der Krimi belanglos ist und einen von den Alltagssorgen entführt.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein Buch, von einem meiner Lieblingsverlage, das ich in meinem Insta Adventskalender vorgestellt habe. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.12.2022

Ohne Bücher kann ich nicht leben...

Ein Himmel voller Bücher
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Amy Meyerson Ein Himmel voller Bücher Harper Collins 2018


Miranda Brooks ist Lehrerin im westlichen Philadelphia und erbt den Buchladen ihres Onkels. Er hat eine „letzte“ Schnitzeljagd für sie vorbereitet. ...

Amy Meyerson Ein Himmel voller Bücher Harper Collins 2018


Miranda Brooks ist Lehrerin im westlichen Philadelphia und erbt den Buchladen ihres Onkels. Er hat eine „letzte“ Schnitzeljagd für sie vorbereitet. Da geht es um ihre Familiengeschichte. Da sie gerade Ferien hat, zieht sie kurzfristig wieder zu ihren Eltern um bei Prospero Books in Los Angeles zu arbeiten. Dann zieht sie in die geerbte Wohnung und entfremdet sich immer mehr von ihrem Freund, der nicht verstehen kann, warum sie dort bleibt.

Zuerst habe ich es nicht für möglich gehalten 447 Seiten zu lesen. Aber innerhalb einer Woche hab ich es dann doch geschafft. Wobei die ersten zwei Tage zäh waren. Dann bin ich in das Buch eingetaucht.

Seite 410 Erst Miranda, dann Pep, dann Sylvia, aber es ist nur Miranda geworden.
Auf Seite 427 habe ich gelernt, wer alles Adoptivkinder sind.
Seite 330: Er rannte bis er ins Stolpern kam, aber er rannte weiter und fürchtete sich davor, was passieren würde, wenn er stehen blieb. (Brücke nach Therabithia)
Seite 254: „Laufbandschreibtisch“ Hemingway schrieb im Stehen.
Seite 232: „Ohne Bücher kann ich nicht leben“ Thomas Jefferson
Seite 226: Wo Bücher mehr gelten als Herzogtümer.
Seite 208: Was immer passierte, ich wusste, ich würde überleben.
Seite 165: Ich würde überleben. Es war nicht einfach. Die Alternative war der Tod.

Die meisten Charaktere blieben mir seltsam fremd, farblos und eher vorhersehbar, langweilig. Malcom als Geschäftsführer würde ich kündigen! Er muss doch merken, dass der Buchladen nicht genug einbringt. Das war einfach nicht plausibel für mich. Die Schnitzeljagd mit den Büchern und den Buchzitaten gefielen mir. Der Schreibstil war erst mal gewöhnungsbedürftig, bis ich ins Buch einziehen durfte. Durch die Schnitzeljagd war es auch ein durcheinander an Vergangenheit und Gegenwart. Das Cover ist irgendwie nicht halbes und nichts ganzes. Es passt nicht zum Buch ist aber schön, aber ich hätte nie dazu gegriffen und dazu der Buchtitel, langweiliger geht es nicht. Da ist das Buch schon interessanter

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Wie bewertet man ein Buch, das man am liebsten umschreiben würde? Die Idee ist toll. Die Schnitzeljagd auch. Die Familiendragödie wird heruntergespielt. Aber die Reihenfolge der Erzählungen und auch die blassen und unglaubwürdigen Charaktere, mit denen ich nicht warum wurde, störte mich. 3 Sterne und Gehirn ausschalten, damit man einige schöne Lesestunden erfährt, dann geht das.

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Veröffentlicht am 14.12.2022

Heilung? Ärzte lieben ihre Patienten???

Depression - viel mehr als Traurigkeit
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Also erst mal finde ich es super, dass es Bücher gibt, die das Thema Depression behandeln. Je mehr, desto besser! Deshalb habe ich mich auch für dieses Buch beworben. Ich kenne einige Leute, die unter ...


Also erst mal finde ich es super, dass es Bücher gibt, die das Thema Depression behandeln. Je mehr, desto besser! Deshalb habe ich mich auch für dieses Buch beworben. Ich kenne einige Leute, die unter Depressionen leiden. Leider auch sehr viele nahe Angehörige. Früher wurde das ja nicht diagnostiziert. Oftmals wurde man als „launisch“ mit „Stimmungsschwankungen“ „eingestuft“. Nichts schlimmes, „nur“ eine Charakterschwäche?!!

Allerdings glaube ich nicht immer, dass sie heilbar ist und schon gar nicht, von heute auf morgen. Vor allem wenn sie schon lange da ist und niemand was wirksames dagegen tun konnte.

In diesem Buch werden einige Therapien vorgestellt, die auch mir neu sind. Was mich auch sehr erstaunt hat, wie viele Musiker an Depressionen erkrankt sind. Ich finde das Buch sehr informativ. Allerdings muss ich sagen, für Menschen, die Depressionen haben, ist es sehr schwierig zu lesen. Dazu ist es „zu sehr“ Fachbuch und Sachbuch. Klar, ist es das. Aber es gibt nicht auflockerndes. Klar, Depressionen sind nicht lustig!

Seite 9: Ärzte lieben ihre Patienten, … (NEIN, aber man kann Patienten melken wie eine Kuh.)
Seite 17: Alzheimer-Demenz ist nach Angaben des Psychiaters subjektiv. Auch ist es ein energetischer Mangelzustand.
Seite 24: Ich fand, da fehlte Angst- und Panikattaken. Oder gibt es depressive, die das nicht haben?
Seite 41: Einschlafphobie. Oh ja!!!
Seite 69: Eine depressive Episode dauert im Durchschnitt 6 Monate, kann aber sehr selten auch lebenslang bestehen bleiben. 10 bis 20 Prozent aller Depressionen sind nicht mehr heilbar, eine Besserung kann aber auch dann meist noch bewirkt werden. (Letzteres würde mich freuen)
Seite 64: Der Alkoholismus, der an zweiter Stelle steht, kostet die Menschen ungefähr halb so viele gesunde Lebensjahre wie die Depression. Dieser Satz und dieses „Schaubild“ haben mich enorm gestresst!
Seite 167 bis Seite 170: Tagesstruktur
Seite 171: Marie Kondo: Sachgerechtes wegwerfen. Wir haben zu viel! Ein europäischer Haushalt hat im Durchschnitt 10.000 Gegenstände. Amerikanische 30.000. Schockierende Zahlen. Ich mag Marie Kondo nicht. Vor allem, weil sie „brauchbares wegwerfen beibringt“, statt Sozialkaufhäuser oder wie in Holland „Kringloop“ (Kreislauf) damit bestückt. Denn alles was man wegwirft schafft noch mehr Abfall und den gibt es schon genug. Das ist – meiner Meinung nach – nicht umweltfreundlich. Ich mag Karen Kingston mehr. Ihr Aufräumbuch hat mich von einem ganzen Karton Post-ist befreit, zudem zu xx-Kleidungssäcken, die das Sozialkaufhaus sehr gerne angenommen hat und zu vielem anderen mehr. Ok, jeder Mensch ist anders. Aber als Mensch mit Depressionen hat mir Karen Kingston sehr geholfen. Vor allem auch ihr Darmkapitel fand ich sehr wichtig.
Seite 174: Manche beginnen als Leihgärtner die Gärten anderer Leute zu pflegen, die keine Zeit dafür haben.
Seite 186: Lichttherapie soll genauso wirksam sein, wie Antidepressivum. In Skandinavien sind die Büros der öffentlichen Dienste mit True-Light ausgestattet, um die monatelangen Krankheiten wegen Winterdepris zu vermeiden.
Seite 192: Es gab kaum Forschungen, wenn man 3 Medikamente auf ein Mal nimmt. Man kann nur hoffen, dass es gut geht…
Seite 194/195: Flumazenil gilt als sicheres Medikament.

Ich hab sehr viele Punkte herausgeschrieben, die mir erwähnenswert sind und die ich sehr informativ finde. Einiges wurde mir beim Lesen klar. Das hat mich teilweise total geschockt. Ich habe sehr vieles gelernt. Ob es für mich hilfreich ist, weiß ich noch nicht. Allerdings finde ich, sollten noch viele Menschen dieses Buch lesen. Ich denke auch „sogenannte Gutachter“, die zum Wohl der Rentenanstalt ihre Gutachten machen, könnten noch einiges daraus lernen!

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Es sollte noch mehr Bücher geben, die über Depressionen geschrieben werden, vor allem von Leuten, die sich auskennen. Und ich denke, der Autor kennt sich aus. Was man nicht von allen studierten sagen kann. 5 Feensterne und eine deutliche Empfehlung von mir!

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