Atmosphärischer französischer Krimi
Dunkle Nächte auf MontmartreBroschiert: 304 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe (24. April 2018)
ISBN-13: 978-3455000801
Originaltitel: Le Narcisse
Übersetzung: Yvonne Eglinger und Maja Ueberle-Pfaff
Preis: 16,00€
auch als E-Book erhältlich
Atmosphärischer ...
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe (24. April 2018)
ISBN-13: 978-3455000801
Originaltitel: Le Narcisse
Übersetzung: Yvonne Eglinger und Maja Ueberle-Pfaff
Preis: 16,00€
auch als E-Book erhältlich
Atmosphärischer französischer Krimi
Inhalt:
Paris im August 2003. Es ist unerträglich heiß. Da wird im Keller des Cabarets Le Narcisse auf Montmartre eine Leiche gefunden. Die Frau wurde offensichtlich in der Nacht ermordet. Der Besitzer, Marcel Moulin, bittet seinen Freund Quentin Belbasse, sich im Viertel umzuhören, um den Mord aufzuklären, denn natürlich ist Moulin selbst höchstverdächtig. Doch auch die Travestie-Künstler, die Moulin beschäftigt, haben anscheinend alle etwas zu verbergen. Quentin steht vor einer Mauer aus Lügen und Eifersucht.
Meine Meinung:
Hinter dem Autorennamen P.B. Vauvillé verbergen sich Bertina Henrichs und Philippe Vauvillé. Bertina Henrichs dürfte einigen Lesern unter anderem durch ihren Debütroman „Die Schachspielerin“ bekannt sein, für den sie den Corine-Buchpreis bekam. Die Zusammenarbeit der beiden Autoren bei „Dunkle Nächte auf Montmartre“ hat offenbar gut funktioniert, denn es kam ein unterhaltsamer Krimi dabei heraus, der einen gedanklich mitten nach Paris versetzt und wie aus einem Guss wirkt.
Durch die stimmungsvollen Beschreibungen der Personen und der Schauplätze konnte ich mir alles gut vorstellen. Es ist ein recht gemütlicher Krimi, ein bisschen im Stil von Miss Marple mit einem eher gemütlichen Ermittler, der sich trotzdem hartnäckig in den Fall verbeißt. Allerdings fand ich es sehr befremdlich, dass die Polizei Quentin, der eigentlich Musiker ist, etliche Informationen zukommen und ihm bei seinen Ermittlungen sehr viel Freiraum lässt. Das wirkt doch sehr unrealistisch.
Mir gefiel in diesem Roman vor allem auch die bunt zusammengewürfelte Schar der verschiedensten Charaktere, allen voran Quentins Mutter Rosa, die schon ein bisschen schrill ist und damit der Kontrapunkt zu dem doch eher ruhigen Quentin. Aber auch die Künstlertruppe und die Nachbarn haben einiges an Charakter zu bieten. Es hat mir viel Spaß gemacht, nach und nach hinter die Fassaden zu sehen.
Fazit:
„Dunkle Nächte auf Montmartre“ ist ein atmosphärischer Krimi mit viel Charme, der für ein paar vergnügliche Lesestunden sorgt. Absolute Hochspannung darf man allerdings nicht erwarten.
★★★★☆