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Veröffentlicht am 12.02.2018

Beklemmend und fesselnd erzählt

Jenseits der blauen Grenze
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Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan (21. Juli 2014)
ISBN-13: 978-3734856020
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Preis: 16,95€
auch als Taschenbuch erhältlich

Beklemmend und fesselnd erzählt

Inhalt:
Hanna ...

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan (21. Juli 2014)
ISBN-13: 978-3734856020
empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Preis: 16,95€
auch als Taschenbuch erhältlich

Beklemmend und fesselnd erzählt

Inhalt:
Hanna und Andreas leben in Rostock. Die unterdrückenden Maßnahmen des DDR-Regimes werden für sie immer unerträglicher, sodass sie schließlich ihre Flucht in den Westen planen. Im August 1989 wollen sie über die Ostsee nach Fehmarn schwimmen, ein gefährliches Unterfangen …

Meine Meinung:
„Jenseits der blauen Grenze“ ist Dorit Linkes Debütroman und wirklich lesenswert. Der Roman ist nicht in Kapitel unterteilt; die einzelnen Szenen sind lediglich durch die Andeutung einer Wellenzeichnung voneinander abgetrennt. Dies ist erst mal gewöhnungsbedürftig, aber nicht unbedingt schlecht, denn es passt ganz gut zur Handlung.

Hanna erzählt in der Ich-Form. Sie beschreibt die Flucht fast minutiös, jeden Beinschwung, jeden Armzug, jedes Ein- und Ausatmen. Okay, nicht wirklich jedes Aber doch so viel, dass man genau fühlt, wie scheinbar unendlich lang die beiden schwimmen und dem kalten, salzigen Wasser ausgesetzt sind, wie ihre Muskeln schmerzen und erlahmen oder krampfen, wie viel Angst sie vor der Küstenwache haben oder davor, dass wegen ihrer Flucht ihre Angehörigen bestraft werden könnten.

Die aktuellen „Ereignisse“ sind zwar nicht besonders abwechslungsreich, aber trotzdem spannend erzählt. Sie werden immer wieder unterbrochen durch Rückblicke in die Vergangenheit, die Kindheit und Jugend von Hanna und Andreas und ihrem Freund Jens, genannt Sachsen-Jensi. In diesen Rückblicken wird klar, wie die drei Freunde immer wieder an ihre Grenzen stießen, warum sie in Konflikt mit dem Regime kamen - teilweise ganz ohne eigenes Verschulden. Dies war mir zum Teil etwas zu schwarz-weiß gemalt, aber doch sehr überzeugend dargestellt. Schön, dass es in den Rückblicken auch immer wieder ein paar witzige Szenen gibt, die diese beklemmende Geschichte ein wenig auflockern.

Ich kann nun gar nicht sagen, ob mich die Flucht oder die Vergangenheit, die zur Flucht geführt hat, mehr mitgenommen hat. Beides hat mich berührt und gefesselt und ergibt zusammen ein rundes Ganzes. Besonders gut gefiel mir auch der Schluss, den ich so nicht erwartet hätte.

★★★★☆

Veröffentlicht am 11.02.2018

Anders muss nicht schlecht sein :-)

Daniel is different
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Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan (18. Januar 2017)
ISBN-13: 978-3734847103
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 17,00€
auch als Taschenbuch und als Hörbuch erhältlich

Anders muss nicht ...

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan (18. Januar 2017)
ISBN-13: 978-3734847103
empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Preis: 17,00€
auch als Taschenbuch und als Hörbuch erhältlich

Anders muss nicht schlecht sein

Inhalt:
Vor einiger Zeit hat der dreizehnjährige Daniel bemerkt, dass er anders ist als seine Geschwister und seine Mitschüler. Er hat oft seltsame Gedanken und Ängste. Da hilft dann nur, einen Gegenstand zehn Mal hin und her zu schieben oder den Lichtschalter 124 Mal zu betätigen oder Ähnliches. Gar nicht so einfach, das vor den anderen zu verbergen. Und tatsächlich erkennt jemand seinen Zustand, denn Daniel findet in seinem Rucksack einen Zettel: „Ich brauche deine Hilfe. Ein anderes Sternenkind.“ Nun wird Daniels Leben ganz schön turbulent. Er findet sich zwischen erstem Verliebtsein, Football und einer geheimen Detektivermittlung wieder.

Meine Meinung:
Der Autor Wesley King leidet selbst unter Panikattacken und Zwangsstörung. Er weiß also, worüber er hier schreibt. Dadurch gelingt es ihm sehr gut, seinen Protagonisten Daniel authentisch wirken zu lassen.

Geschrieben ist dieser Roman aus Daniels Perspektive in der Ich-Form. Die Sprache ist dem Alter des Protagonisten entsprechend jugendlich und sehr gut zu lesen. Man kann tief in Daniels Gedanken und Gefühle eintauchen und sich mit diesem sympathischen Jungen identifizieren, auch wenn man selbst keinerlei psychische Probleme hat. Wer jedoch Probleme hat, wird hier sehen, dass er damit nicht allein dasteht, dass es anderen auch so geht und dass man sich deswegen nicht schämen und verstecken muss. Im Anhang wird auch eine Anlaufstelle für Betroffene angegeben, wo sie Hilfe bekommen können.

Obwohl der Hintergrund dieser Geschichte ernst ist, steckt auch eine ganz Menge Humor darin. So ist die Grundstimmung oft recht heiter. Dies ist unter anderem Daniels Sarkasmus zu verdanken, mit dem er sich durchs Leben laviert. Toll ist auch, dass Daniel seinen besten Freund Max hat, der - anders als Daniel - in der Schule sehr beliebt ist, aber trotzdem immer zu Daniel steht. Und dann ist da noch die Mitschülerin Raya, für die Daniel schwärmt und die ganz offensichtlich auch ein Auge auf Daniel geworfen hat, was dieser hinter seinen Minderwertigkeitsgefühlen nur leider nicht bemerkt. Auch dadurch kommt es immer wieder zu Situationen, die den Leser schmunzeln lassen.

Mir hätte das Buch hundertprozentig gefallen, wenn der Autor nicht noch diese Detektivgeschichte mit hineingepackt hätte. Sie hat mit dem eigentlichen Thema nichts oder nur sehr wenig zu tun und mit Daniel schon gar nichts. So empfand ich sie als etwas Überflüssiges.

Fazit:
Ein toller Jugendroman über einen Jungen mit Panikattacken, Angstgedanken und Zwangsstörung, der trotz ernstem Thema auch heitere Seiten zeigt und locker zu lesen ist. Betroffenen kann er Hoffnung und Hilfe geben und dabei noch gut unterhalten. Auch Freundschaft, erste Liebe und Familie spielen eine große Rolle.

★★★★☆

Veröffentlicht am 10.02.2018

Berndorf verzettelt sich zu sehr

Eifel-Sturm
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Taschenbuch: 284 Seiten
Verlag: Grafit (1. November 1999)
ISBN-13: 978-3894252274
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Berndorf verzettelt sich zu sehr

Inhalt:
Jakob Driesch, ein Politiker, ...

Taschenbuch: 284 Seiten
Verlag: Grafit (1. November 1999)
ISBN-13: 978-3894252274
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Berndorf verzettelt sich zu sehr

Inhalt:
Jakob Driesch, ein Politiker, der sich für Windkraft in der Eifel stark gemacht hat, wird erschossen. Kurz darauf erwischt es Annette von Hülsdonk, die vom Pferd geschossen wird. Und schließlich wird auch noch die Leiche einer weiteren Politikerin im Moor entdeckt. Alle drei arbeiteten an einem Windparkprojekt zusammen …

Meine Meinung:
Ich bin immer wieder über Berndorfs authentische Beschreibungen der Eifel begeistert. Und in der Regel sind diese gepaart mit einem spannenden Kriminalfall und ein wenig Privatgeplänkel. „Eifel-Sturm“ empfand ich bisher als den schwächsten Band der Siggi Baumeister-Reihe. Irgendwie hat sich Berndorf hier verzettelt. Der Polizei unterlaufen Fehler, wie sie nicht vorkommen dürfen, schon gar nicht in dieser Anzahl. Außerdem werden mehrere Handlungsfäden begonnen, die dann einfach nicht mehr erwähnt werden, sondern im Sand verlaufen. Die Auflösungen der Todesfälle erscheinen schließlich fast wie aus dem Hut gezaubert. Das ist recht unbefriedigend. Trotzdem ist das Buch einigermaßen unterhaltsam und für Fans der Reihe natürlich ein Muss.

Die Handlung ist in sich abgeschlossen. So kann dieser Kriminalroman problemlos auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Die Siggi Baumeister-Reihe:
1. Eifel-Blues
2. Requiem für einen Henker
(Bonn-Thriller: Der General und das Mädchen - Vorlage für das spätere Eifel-Feuer)
3. Der letzte Agent
4. Eine Reise nach Genf
5. Eifel-Gold
6. Eifel-Filz
7. Eifel-Schnee
8. Eifel-Feuer
9. Eifel-Rallye
10. Eifel-Jagd
11. Der Bär
12. Eifel-Sturm
13. Eifel-Müll
14. Eifel-Wasser
15. Eifel-Liebe
16. Eifel-Träume
17. Eifel-Kreuz
18. Mond über der Eifel
19. Die Nürburg-Papiere
20. Die Eifel-Connection
21. Eifel-Bullen
22. Eifel-Krieg

★★★☆☆

Veröffentlicht am 06.02.2018

Braucht einige Zeit, um in Schwung zu kommen

Menduria - Der Weg der Erinnerung
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Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Ueberreuter Verlag (19. September 2016)
ISBN-13: 978-3764170646
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,95€
auch als E-Book erhältlich

ACHTUNG: Dies ist der 3. ...

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Ueberreuter Verlag (19. September 2016)
ISBN-13: 978-3764170646
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 16,95€
auch als E-Book erhältlich

ACHTUNG: Dies ist der 3. Band einer Reihe. Meine Rezension enthält SPOILER zu den ersten beiden Bänden. Diese sollte man unbedingt vorher gelesen haben, um der Handlung folgen zu können.

Braucht einige Zeit, um in Schwung zu kommen

Inhalt:
Am Ende des 2. Bandes wurden Darian seine Erinnerungen genommen. Als Lina nun hochschwanger nach Menduria zurückkehrt, um bei Darian zu bleiben, hat er keine Ahnung von ihrer gemeinsamen Zeit und dass sie Gefährten sind. Er kann daher nicht glauben, dass das Kind von ihm ist, zumal sie sich ja nun auch in einer ganz anderen Zeit wiedersehen. Er fühlt sich veräppelt und betrogen und wendet sich erst mal von Lina ab.

Derweil wird Menduria von Lugathus und seinen Vampiren heimgesucht. Nirgendwo ist es mehr sicher. Zu allem Übel wurde Darian auch noch von den Dunkelelfen ausgestoßen, da sie ihn für einen Verräter halten.

Meine Meinung:
Die erste Hälfte des Buches zieht sich ein wenig. Mir ging das Hin und Her in der Liebesgeschichte zwischen Lina und Darian, ehrlich gesagt, auf die Nerven. Nur weil die zwei immer aneinander vorbei reden oder gar gleich die Flucht ergreifen, wenn sie sich begegnen, quälen sie sich alleine vor sich hin. Im 2. Band „Das Gefüge der Gezeiten“ war es ja eigentlich schon genauso, nur aus einem anderen Grund. Hier hätte sich die Autorin gerne etwas Neues einfallen lassen können.

Später wird die Handlung dann aber wieder einigermaßen spannend. Es gibt einige Momente, die den Adrenalinspiegel ansteigen lassen, weil ein lieb gewonnener Charakter in höchster Gefahr ist. Aber auch schöne Momente mit Magie und Drachenritten gibt es immer wieder. Und vor allem ist Aljana, Linas und Darians Tochter, ganz herzallerliebst. Die Kleine muss man einfach gernhaben.

Der Schreibstil von Ela Mang wirkt auf mich zuweilen ein klein wenig hölzern und in der Verwendung von Worten nicht immer konsequent. Zum Beispiel passt „jemanden für dumm verkaufen“ für mich absolut nicht nach Menduria.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, sodass ich nun sehr gespannt auf den 4. Band bin. Hier wird es wohl zum finalen Kampf um Menduria kommen.

Die Reihe:
1. Das Buch der Welten
2. Das Gefüge der Zeiten
3. Der Weg der Erinnerung
4. Der Wille der Gezeiten

★★★☆☆

Veröffentlicht am 05.02.2018

Ein spannender Kampf um Leben und Tod

Magisterium
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Inhalt:
Nachdem ein Freund durch Calls Schuld zu Tode gekommen ist und die Magische Gesellschaft ihn sowieso als Feind des Todes fürchtet, wandert der Junge erst mal ins Gefängnis. Doch Master Joseph versucht, ...

Inhalt:
Nachdem ein Freund durch Calls Schuld zu Tode gekommen ist und die Magische Gesellschaft ihn sowieso als Feind des Todes fürchtet, wandert der Junge erst mal ins Gefängnis. Doch Master Joseph versucht, ihn auf seine Seite zu ziehen und Constantine Maddens Werk fortzusetzen. Wird es Call gelingen, den Tod wirklich zu besiegen? Will er das überhaupt?

Meine Meinung:
Die ersten drei Bände dieser Reihe haben mir sehr gut gefallen, leider kann der 4. Band da nicht mithalten. Durch beiläufige Wiederholungen des bisher Geschehenen ist man schnell wieder in der Geschichte drin. Der einfache, kindgerechte Schreibstil lässt sich auch für Erwachsene gut lesen und wirkt absolut nicht öde.

Die Handlung ist sehr spannend und mit einigen Überraschungen gespickt. Manches hatte ich wirklich nicht erwartet bzw. nicht an dieser Stelle damit gerechnet. Vieles fand ich allerdings auch nicht ganz ordentlich ausgearbeitet, gerade in der Mitte des Buches konnte ich mich mit einigen Szenen nicht gut anfreunden. Call und seine Freunde verhalten sich zum Teil nicht nachvollziehbar und manchmal einfach nur dumm.

Immer wieder blitzt aber auch ein Funken Humor durch, der die düstere Atmosphäre auflockert. Entweder sorgt Call dafür, indem er mal wieder in ein Fettnäpfchen tritt, oder Jasper, der manchmal so einen Blödsinn verzapft, dass man einfach lachen muss.

Call und seine Freunde müssen einiges durchmachen, aber natürlich ist es Call, der die Hauptlast zu tragen hat. Seine Zerrissenheit und seine Zweifel kann man dabei förmlich spüren.

Zwar ist dieser Band bisher der kürzeste (ein paar Seiten mehr wären schön gewesen), aber er bringt die Handlung ein gutes Stück vorwärts. Das Ende ist an einem guten Punkt, sodass wir nun gelassen darauf warten können, was uns im 5. und letzten Band noch erwartet. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf und hoffe, dass er mich wieder mehr überzeugen kann.

Die Reihe:
1. Der Weg ins Labyrinth
2. Der kupferne Handschuh
3. Der Schlüssel aus Bronze
4. Die silberne Maske
5. ???

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