Platzhalter für Profilbild

LindaRabbit

Lesejury Star
offline

LindaRabbit ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LindaRabbit über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2025

New York, New York während 'Sandy'

Hundert Stunden Nacht
0

Eine Vierzehnjährige fliegt alleine nach New York (ist das wirklich so möglich? So viel ich weiß gibt es doch dieses Rotkäppchensystem für Minderjährige, die werden besonders betreut).
Aber was soll es, ...

Eine Vierzehnjährige fliegt alleine nach New York (ist das wirklich so möglich? So viel ich weiß gibt es doch dieses Rotkäppchensystem für Minderjährige, die werden besonders betreut).
Aber was soll es, in der Literatur gibt es auch literarische Möglichkeiten etwas möglich zu machen, was vielleicht (?) in der Realität so nicht machbar wäre... Also, Emilia Dezember de Wit fliegt alleine nach New York, nachdem sie ihren Eltern eine Kreditkarte gestohlen hatte. Sie hat alles gut vorbereitet, meint sie. Gebucht, online, die wichtigsten Dinge auf Papier ausgedruckt (ist das nicht eher erwachsenenmäßig? So viel ich weiß drucken Teenies kaum noch...), nur an ihre Phobie hat sie nicht gedacht (aber das kommt erst später) und auch nicht an den über die gesamte Region, Karibik, Nordamerika hereinbrechenden Sturm 'Sandy'. (Das man echt solchen Stürmen so nette Namen gibt, hat damit zu tun, dass jemand die kauft, also nicht die Stürme, sondern die Namen... und dann trägt eine Katastrophe für immer den Namen Sandy und jeder Mensch, der die Sandy heißt, bekommt für immer gesagt, ah Sandy, so wie der schlimme Sturm; ist genauso wie der Name Lucy, ah Lucy, australopithecus afrarensis, das erste menschenähnliche Wesen, was gefunden wurde).
Emilia legt 'rote Heringe aus', also falsche Spuren, um ihre 'Erzeuger' zu verwirren. Sie ist klug, die 14jährige Emilia.
Nur das erste Problem ist, dass die online gebuchte Unterkunft nicht existiert, aber Emilia hat 'Glück im Unglück' (oder es ist Karma or whatever) – sie trifft auf eine Teenagergruppe. Seth, Abby und Jim. Zusammen ziehen sie durch New York City... trotzen dem Sturm und der harschen Umwelt. Coming of Age in NYC.

Wunderschön ist das Umschlagsbild: Die Brooklyn Bridge by night, in hellblau vor einem sehr dunklen Sternenhimmel. Auch auf der ersten Innenumschlagsseite – der Stadtplan von Manhattan, knallewichtig, wenn man selbst eine Reise dorthin plant, was ja nach Lesen des Buches unausbleiblich ist. Oder?
Lustiger Text mit ernsten Hintergründen. Aber solche Sprüche 'zur Mutter ausgebildet, reicht ihr eine Tüte als sie hyperventiliert', machen das Büchlein zu einem kleinen Schatz.

256 Seiten, Carlsen Verlag, ab einem Lesealter von 14 Jahren (so wie halt das Alter von Emilia)
geschrieben von Anna Woltz, einer versierten und preisgekrönten Kinder- und Jugendbuchautorin, die selbst in einem zarten Alter angefangen hat zu schreiben und sich anscheinend noch den Einblick in ein jugendliches Alter erhalten hat …

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2024

Mützen und Co

myboshi 4 Seasons
0

DIY ist im Trend, also auch Mützen selber stricken, häkeln, filzen...
Ja, warum nicht. Hier haben zwei junge Männer das Mützen selbst herstellen entdeckt und ein 'start up' mit Mützen angefangen. Jede ...

DIY ist im Trend, also auch Mützen selber stricken, häkeln, filzen...
Ja, warum nicht. Hier haben zwei junge Männer das Mützen selbst herstellen entdeckt und ein 'start up' mit Mützen angefangen. Jede Wiederentdeckung ist gut. Es entspannt und macht glücklich, guck mal, hab ich selbst gemacht.

Schöne Weihnachtsgeschenke, Mützen, Schals, für fortgeschrittene sogar Handschuhe und Socken (etwas komplizierter)
An Ostern mit Osterei - Wärmer
Für den Sommer Leibchen (oder T-shirt wie die Dinger heutzutage nur noch heißen)
Selbst die Badehose lässt sich stricken...

Ich erinnere mich, dass wir in einer Klasse, alle - also Mädels wie Jungs - da saßen, dem Lehrer oder der Lehrerin lauschten und strickten... die Lehrkräfte waren weniger irritiert als heute über die Jugend, die immer wieder ihr Mobiltelefon zückt...
Beim Stricken, Häkeln, etc. Sticken... lässt sich es sich wunder konzentrieren... das neue Yoga.

Also wirklich empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2024

'DIY' Selbermachen!

Hab ich selbst gemacht
0

Do it yourself, ein neuer Trend, der eigentlich nicht schlecht ist... nun, die Älteren sind gewöhnt viel selbst zu machen.

Die Autorin, eine gestandene Journalistin, wagt das Experiment vieles selbst ...

Do it yourself, ein neuer Trend, der eigentlich nicht schlecht ist... nun, die Älteren sind gewöhnt viel selbst zu machen.

Die Autorin, eine gestandene Journalistin, wagt das Experiment vieles selbst zu machen. 365 Tage, 66 Projekte und natürlich auch einiges an Versagen, geht halt auch manches 'in die Hose'... wortwörtlich...
Amüsant ist die Liste, die sie am ersten Tag macht... um sich schaut und auf eine Liste setzt, selbst machen... ja, die Ahnen haben selbst ihre Betten (Federbetten, Strohbetten...) selbst gemacht.
Ihr erster Versuch geht mächtig in die Bux, Brot backen, sieht grau aus, schmeckt aber trotzdem... keine Meisterin fällt vom Himmel, üben üben üben...

Selbst kochen
selbst Geräte anschließen
selbst Möbel bauen (nicht die von IKEA, sondern aus z.B. Sperrmüllsachen)
selbst anpflanzen, selbst Gemüseziehen (sogar aus Strünken...)
selbst nähen, stricken, häkeln, verzieren... selbst batiken...
Ach, es gibt so viel und es macht einfach Spaß mit den Händen was zu machen... töpfern, eigene Kosmetike herstellen (jaja, ich hab's gemacht..., weiß auch wie man Zahnpaste selbst herstellt), Ich mache sehr viel mit Wildkräuter, meinen eigenen Tee, Wildgemüse, Kimchi, Blütensirupe...

Ein amüsantes Buch über einen Selbstversuch, regt natürlich an, wieder mehr selbst zu machen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2024

Ein Fantasy - Roman, der im Norden spielt

Sisters in Blood - Der Schwur
0

Wer über den Norden schreibt, kommt nicht umhin mit der skandinavischen Mythologie, Götter, Trollen, Geister, Bösewichte, konfontiert zu sein. Doch in diesem Buch vermischen sich nordische Mythologie mit ...

Wer über den Norden schreibt, kommt nicht umhin mit der skandinavischen Mythologie, Götter, Trollen, Geister, Bösewichte, konfontiert zu sein. Doch in diesem Buch vermischen sich nordische Mythologie mit Fantasy Elemente. Hier spielen zwei Frauen die Hauptrolle, eine Neuerzählung einer alten Sage.

Sprachlich ist es gelungen, der Geschichte zu folgen ohne jetzt zuviel von nordischer Historie wissen zu müssen. Die Geschichte um Gunnhild und ihren Freundinnen... (im Besonderen Gunnhild und Oddny, die beide Fähigkeiten besitzen, die für ihre Gemeinschaft wichtig sind).
Als Mädchen haben die beiden so jeweils ihre eigene Geschichte, Gunnhild ist von ihrer Mutter Solveig eher abgestoßen, die ihr alles verbietet und sie nicht fördert, während Oddny aus einer ärmeren, aber sehr liebevollen Familie stammt. Ihrer beider Freundschaft ist ein wichtiger Bestandteil des Romans.

In Teil I spricht eine Seherin, eine Prophezeiung und ein Bluteid...Dieser Teil legt die Grundlagen... Teil II zwölf Jahre später... Gunnhild ist verschwunden (weiß ja keiner, dass sie in die Reisekiste der Seherin stieg) und ihre Freundinnen sind verflucht, gelten als schwer verheiratbar... Ein Sittenbild der damaligen Zeit...
Gut lesbar...

Zum Buch - Das ist ja mal ein schönes Umschlagbild. Wie ein herrliche Papiercollage, eher japanisch anmutend, soll aber auf den nordischen Inhalt hinweisen. Interessiert an internationalen Themen würde ich im Laden sowieso danach greifen.
Der Titel - englisch - macht mich zuerst nicht an, da ich eher an 'Young Adult' denke, Genre - Zuweisung. Doch der Klappentext reißt dann alles wieder raus.
Die Autorin Genevieve Gornichec ist ein Fantasy Schreiberling, die schon einiges in dem Bereich schrieb. Dieses Buch ist aus dem Amerikanischen Englisch übersetzt worden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2024

Intrigen und Romantik

A Dark and Drowning Tide
1

Der Klappentext weist auf eine verwirrende Geschichte hin - einerseits Konkurrentinnen auf höchstem Niveau, müssen die beiden zusammenarbeiten als das Böse sie einholt. Mord!
Der Titel in Englisch deutet ...

Der Klappentext weist auf eine verwirrende Geschichte hin - einerseits Konkurrentinnen auf höchstem Niveau, müssen die beiden zusammenarbeiten als das Böse sie einholt. Mord!
Der Titel in Englisch deutet auf einen Young Adult Roman hin, gewiss ist die Zielgruppe ein jüngeres Lesepublikum. Ein bezauberndes Umschlagbild, die beiden gegensätzlichen junge Frauen, Lorelei & Sylvia. Die eine dunkel, die andere hell. (Die eine böse und die andere gut, oder?).

Sprachlich ist der Roman mit vielen neuen Begriffen (aus dem Bereich der Fantasy) verwoben. Innerhalb weniger Seiten sehr verwirrend. Es braucht seine Zeit zum Verstehen.

Inhaltlich geht es um das böse Konkurrenzdenken von Lorelei (gemein, dem dunklen Wesen den Namen einer blonden Schönheit zu geben, die sirenenhaft singend die Fischer am Rhein ins Verderben lockt). Sie wirkt sehr unsympathisch auf den ersten Blick, während Sylvia alle Augen auf sich zieht und alle Gedanken zu einem formulieren lässt... die ist nett. Ist sie das?
Und ist Lorelei nur die neidische Scharfzüngige, die Schlange?

Schaffen die beiden Konkurrenten, die sich verabscheuen, den Mord um ihre Professorin Ziegler aufzuklären?
Die Namen von Ortschaften, von Flüssen, von Ländern sind zu allbekannt, aus der Realität, von anderen Fantasy Romanen. Mir fehlt ein wenig die Eigentümlichkeit...

Lesbar! Mit viel Geduld... Am Besten selbst lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere