Cover-Bild Hundert Stunden Nacht
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9,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 22.03.2019
  • ISBN: 9783551318039
Anna Woltz

Hundert Stunden Nacht

Andrea Kluitmann (Übersetzer)

Eine spannende Coming-of-Age-Geschichte vor der einmaligen Kulisse von New York.

Emilia hat sich die Kreditkarte ihres Vaters geschnappt und einen Flug nach New York gebucht. Sie will einfach nur weg. Aber das Apartment, das sie übers Internet gemietet hat, gibt es gar nicht und zu allem Überfluss kündigt sich Wirbelsturm Sandy an. Zum Glück lernt sie Seth, Abby und den ziemlich verrückten Jim kennen. Zusammen kommen sie in der Wohnung von Seth und Abby in SoHo unter. Inzwischen hat der Sturm die Stadt fest im Griff: das Haus beginnt zu wackeln, dann fällt der Strom aus. Die vier müssen immer enger zusammenrücken, ob sie wollen oder nicht.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

New York, New York während 'Sandy'

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Eine Vierzehnjährige fliegt alleine nach New York (ist das wirklich so möglich? So viel ich weiß gibt es doch dieses Rotkäppchensystem für Minderjährige, die werden besonders betreut).
Aber was soll es, ...

Eine Vierzehnjährige fliegt alleine nach New York (ist das wirklich so möglich? So viel ich weiß gibt es doch dieses Rotkäppchensystem für Minderjährige, die werden besonders betreut).
Aber was soll es, in der Literatur gibt es auch literarische Möglichkeiten etwas möglich zu machen, was vielleicht (?) in der Realität so nicht machbar wäre... Also, Emilia Dezember de Wit fliegt alleine nach New York, nachdem sie ihren Eltern eine Kreditkarte gestohlen hatte. Sie hat alles gut vorbereitet, meint sie. Gebucht, online, die wichtigsten Dinge auf Papier ausgedruckt (ist das nicht eher erwachsenenmäßig? So viel ich weiß drucken Teenies kaum noch...), nur an ihre Phobie hat sie nicht gedacht (aber das kommt erst später) und auch nicht an den über die gesamte Region, Karibik, Nordamerika hereinbrechenden Sturm 'Sandy'. (Das man echt solchen Stürmen so nette Namen gibt, hat damit zu tun, dass jemand die kauft, also nicht die Stürme, sondern die Namen... und dann trägt eine Katastrophe für immer den Namen Sandy und jeder Mensch, der die Sandy heißt, bekommt für immer gesagt, ah Sandy, so wie der schlimme Sturm; ist genauso wie der Name Lucy, ah Lucy, australopithecus afrarensis, das erste menschenähnliche Wesen, was gefunden wurde).
Emilia legt 'rote Heringe aus', also falsche Spuren, um ihre 'Erzeuger' zu verwirren. Sie ist klug, die 14jährige Emilia.
Nur das erste Problem ist, dass die online gebuchte Unterkunft nicht existiert, aber Emilia hat 'Glück im Unglück' (oder es ist Karma or whatever) – sie trifft auf eine Teenagergruppe. Seth, Abby und Jim. Zusammen ziehen sie durch New York City... trotzen dem Sturm und der harschen Umwelt. Coming of Age in NYC.

Wunderschön ist das Umschlagsbild: Die Brooklyn Bridge by night, in hellblau vor einem sehr dunklen Sternenhimmel. Auch auf der ersten Innenumschlagsseite – der Stadtplan von Manhattan, knallewichtig, wenn man selbst eine Reise dorthin plant, was ja nach Lesen des Buches unausbleiblich ist. Oder?
Lustiger Text mit ernsten Hintergründen. Aber solche Sprüche 'zur Mutter ausgebildet, reicht ihr eine Tüte als sie hyperventiliert', machen das Büchlein zu einem kleinen Schatz.

256 Seiten, Carlsen Verlag, ab einem Lesealter von 14 Jahren (so wie halt das Alter von Emilia)
geschrieben von Anna Woltz, einer versierten und preisgekrönten Kinder- und Jugendbuchautorin, die selbst in einem zarten Alter angefangen hat zu schreiben und sich anscheinend noch den Einblick in ein jugendliches Alter erhalten hat …

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Veröffentlicht am 02.06.2020

Tolles Freundschaftsbuch

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Als Leser steigt man in das Buch direkt bei Emilias Entschluss ein, ihre Reise nach New York durchzuziehen. Irgendwas in ihrer Familie ist so extrem schief gelaufen, das die 14 Jährige keinen anderen Ausweg ...

Als Leser steigt man in das Buch direkt bei Emilias Entschluss ein, ihre Reise nach New York durchzuziehen. Irgendwas in ihrer Familie ist so extrem schief gelaufen, das die 14 Jährige keinen anderen Ausweg sieht, als wegzulaufen und ein paar Wochen aus dem schrecklichem Alltag zu fliehen. Alleine schon bei diesem mutigen Entschluss hatte sie meinen vollsten Respekt. Sie ist natürlich nicht planlos von den Niederlanden nach New York geflogen. Vorher hat sie sich über das Internet eine Unterkunft gebucht und die Kreditkarte ihres Vaters eingesteckt.

Während ihrer Reise erfährt der Leser nur Bruchstücke ihrer Gründe, was die Spannung und den Raum für Spekulationen offen hält. Das dumme ist nur, das sie hereingelegt wurde und es diese Unterkunft zwar gibt, diese allerdings bewohnt ist und die Bewohner keine Ahnung von einer Vermietung haben. Emilia ist also in New York gestrandet und das kurz bevor Orkan Sandy antreffen soll.

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Emilia ist ein 14 Jähriges Mädchen mit einer Menge Ängsten. Ihre größte Angst ist wohl die vor Bakterien, was ihre Reise sehr anstrengend macht. Immer wieder wird sie vor kniffelige Situationen gestellt, in denen sie über sich hinauswachsen muss. Trotz ihrer manchmal ausweglos erscheinenden Situation, wirkt sie sehr reif und handelt nie unüberlegt. Auf ihrer Reise lernt sie dann auch noch 3 weitere interessante und sehr unterschiedliche Charaktere kennen, die aus ihrer Flucht ein aufregendes Abenteuer machen.

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Die Situationen sowie die Umgebungen werden gut beschrieben und auch Emotionen kommen gut beim Leser an. Die Geschichte von Emilia beschreibt eine menge Mut und gibt Hoffnung, das auch schreckliche und oft unüberwindbar scheinende Situationen, ein gutes Ende finden können. Die Eltern von Emilia waren für meinen Geschmack aber etwas wenig greifbar und wirkten sehr unreif, fast schon kindlich, was mir ein bisschen sauer aufgestoßen ist. Ansonsten aber ein wirklich lesenswerter Roman für jüngere und ältere Leseratten.

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