Platzhalter für Profilbild

LindaRabbit

Lesejury Star
offline

LindaRabbit ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LindaRabbit über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2026

keine einfache Geschichte

Verborgene Muster/Das zweite Zeichen
0


Ian Rankin, Verborgene Muster
Inspector Rebus, Polizei Edinburgh: Eine etwas undurchsichtige Person, Frau weggerannt, gelegentlich sieht er seine Teenager Tochter. Er raucht wie ein Schlot, sein bester ...


Ian Rankin, Verborgene Muster
Inspector Rebus, Polizei Edinburgh: Eine etwas undurchsichtige Person, Frau weggerannt, gelegentlich sieht er seine Teenager Tochter. Er raucht wie ein Schlot, sein bester Freund und Kollege raucht ebenfalls übel. Beide sind dem Alkohol zugeneigt, dem schottischen Whisky natürlich.
Und dann tritt ein Serienmörder auf, der kleine Mädchen zwischen elf und vierzehn tötet. Immer erwürgt. Und sie irgendwo in Edinburgh ablegt. Die Stadt steht Kopf, die Polizei arbeitet wie verrükt. Und Rebus mit seiner vertracksten Vergangenheit, Alpträume, seiner gescheiterten Ehe, seinem Alkoholismus mitten drin.
Aber eigentlich gar nicht so mitten drin, denn er erhält seltsame Briefe. Schlecht geschrieben, unheimliche Sätze (auf die Rebus sich keinen Reim machen kann) und dazu legt der Schreiber immer ein Stück Schnur mit einem Knoten oder ein Kreuz aus Streichhölzern. Rebus’ Bruder, ein Hyponotiseur, kommt ins Spiel, die Brüder sind sich nicht sehr nahe. Schließlich hat Michael, der Bruder, ein Geheimnis zu verdecken. Und dann die Frauen, Gill, die Kollegin. Und diese Fremde.
Während Rebus sich in seinem Selbstmitleid wälzt, nimmt der Roman an Fahrt auf. Jetzt wird es spannend. Weitere Morde, weitere Drahtzieher. Ein ehrgeiziger Journalist (ehrlich, woher bekommt so ein Journalist Infos zu Drogengeschäften?).
Und wenn erstmals ein Knoten gelöst wird (Mr. Knott), dann ergibt sich das eine oder andere und die Lösung bis zum dramatischen Finale fast von selbst.

Das ist der erste der Insepector Rebus Krimis, und angeblich sind sie alle Bestseller und mit Preisen bedacht.
Also für ein verregnetes Wochenende ganz nett!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2026

Israel, Naher Osten

Breaking News
0


Breaking News, Frank Schätzing
Dem Vielschreiber Schätzing ist ein weiteres voluminöses Werk zum Nahostkonflikt zu verdanken: 962 Seiten bis zur Danksagung, die auch ziemlich lang geworden ist und natürlich ...


Breaking News, Frank Schätzing
Dem Vielschreiber Schätzing ist ein weiteres voluminöses Werk zum Nahostkonflikt zu verdanken: 962 Seiten bis zur Danksagung, die auch ziemlich lang geworden ist und natürlich mit interessanten Gesprächspartner:innen. Ein Glossar mit den wichtigsten im Buch erwähnten Begriffen. Und eben ein spannender Stoff, der in Afghanistan beginnt und sich nach Nordafrika bis dann rüber in die Levante zieht.

Wer Schätzing kennt, weiß dass er gut recherchiert und spannend schreibt. Ein Naturtalent wie es scheint, auch einer der nicht nur schreiben liebt, sondern auch ein guter Entertainer ist. Interviews mit ihm sind ein Genuss. Es scheint, dass der Mensch mit allem verwöhnt wurde was das Universum zu bieten hat, eine sich langsam aufbauende aber gekonnte Karriere, großer Erfolg, Bestbestseller mit Millionenauflagen, Verfilmung… und dazu kommt auch noch der private Erfolg, eine ihn liebende Frau und ein blendendes Aussehen. Er schreibt so wie es sein Publikum will. Doch nicht jedes Buch von ihm gefällt mir. Manche ja, nicht alle. Bleiben wir aber bei BREAKING NEWS:

Tom Hagen, ein Kriegs- und Krisengebietsreporter, der sich etwas zuviel traut, der gerne den Pulitzer preis gewinnen möchte und anscheinend ein rechter Haudegen ist (ehrlich gesagt, es ist ein Roman, denn im wahren Leben sind diese Reporter gemäßigter, sonst würden sie nicht lange in dem Metier überleben, sagt eine, die dort arbeitete und einige davon kennt).
In Afghanistan, mit seinen Informanten, seinen Ortskenntnissen und auch seinem Ideenreichtum, versucht er sich an einer Geiselbefreiung. Sein Fehler, dass er eine junge und unerfahrene Möchtegern - Journalistin (mit der er auch noch eine Bettgeschichte am Laufen hat) mitnimmt, die dann alles vermasselt durch ihre Ungeschicklichkeit (Drama, Drama, damit es spannend ist). Hagen ist damit draußen aus dem Geschäft, nicht mehr der gefeierte Topjournalist, sondern eben ein Loser, der das Geschäft vermasselte. Auf diesem Hintergrund versucht er sein Comeback. Und es wird nicht einfach für ihn. Zuerst in Libyen, er will dabei sein, wenn Gaddafi festgenagelt wird, damit er wieder der Top – Junge wird. Pech, dass ihm beim Bombenhagel etwas auf den Kopf fällt. Also versucht er sich zu erholen. In eretz Israel, wo ihm die nächste Geschichte so quasi in den Schuh geschoben wird. doch es wäre nicht Hagen, wenn nicht auch diese Geschichte aus dem Ruder läuft. Und so sind wir bei spannenden Irrfahrten, Kidnapping und ein paar Sexgeschichten. Da auch noch Bet Schin, der israelische Inlandsgeheimdienst, seine Finger im Spiel hat, der natürlich erstklassige Agent:innen aufzubieten hat, die eigenartig sind und manchmal etwas überkandidelt (aber um wieder aus der Praxis zu plaudern, dieser Teil ist sehr stimmig, denn so sind sie!) wird es rasant.
Dazwischen wird die Geschichte Israels anhand einer Großfamilie mit ihren unterschiedlichen Schicksalen erläutert. Dieser Teil wird teilweise zu langatmig. Zu viele Informationen. Doch Schätzing versteht wirklich aus banalen Abläufen etwas Spannendes zu zaubern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2026

mutig und gut lesbar

Als Frau allein mit dem Fahrrad um die Welt
0


Dorothee Fleck, als Frau alleine mit dem Fahrrad um die Welt, Traveldiary Verlag
Dorothee beschließt eines Tages ihren Job als Managerin hinzuschmeißen und stattdessen um die Welt zu fahren, mit dem Radel, ...


Dorothee Fleck, als Frau alleine mit dem Fahrrad um die Welt, Traveldiary Verlag
Dorothee beschließt eines Tages ihren Job als Managerin hinzuschmeißen und stattdessen um die Welt zu fahren, mit dem Radel, denn Fahrradfahren liebte sie schon als Kind.

Auf knapp 300 Seiten kann der lesende Mensch die Reise von Dorothee nachverfolgen.

Leicht lesbar, schlichte und einfache Sprache, nicht aufregend! Erlebnisse unterwegs wie sie heute jeder aufmerksame Mensch erleben kann. Dazu noch das sportliche Ereignis, Berge zu überwinden, Regenschauer zu überleben und von Autos nicht in den Abgrund gestoßen zu werden. Schön für mich ist, dass ich einige gegenden kenne, wo siie unterwegs war und das eine oder andere nachvollziiehen konnte.

Der Verlag hat einige Radbücher. Mit dem Rad um die Welt, mit dem Auto oder mit dem ÖPNV ist mittlerweile machbar und wird gerade von Jüngeren viel genutzt.
Kann auch dazu dienen, seine eigene Reise dorthin, in die, von ihr, befahrenen Ländern, vorzubereiten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.11.2025

Fast schon ein Nachschlagewerk!

Lautlos
0

Frank Schätzing, geschätzter Autor des 'Schwarms', hat sich wieder an einer absurden Geschichte vergriffen. Aber, was ich bei Schätzing so schätze, es hat einen verdammt realistischen Hintergrund und ist ...

Frank Schätzing, geschätzter Autor des 'Schwarms', hat sich wieder an einer absurden Geschichte vergriffen. Aber, was ich bei Schätzing so schätze, es hat einen verdammt realistischen Hintergrund und ist gewürzt mit politisch einschlägigen Hinweisen.

Ich las ein Buch von 2006, vierte Auflage: Und trotz dass das Buch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat - bleibt das Thema relevanter denn je.

Besonders hervorgehoben wurde, dass die USA eine Geschichte von Präsidentenmorde hat und Anschläge auf politische Gegner üblich sind (jaja, die Waffennarren).

Also worum geht es in diesem doch recht spannend beschriebenen Roman? Um einen möglichen Präsidentenmord. Es war zu Clintons Zeiten (und wie wir wissen hat der smarte Frauenheld Bill Clinton alle möglichen Attentate überlebt, selbst die von solchen zynischen Typen wie Ken Starr). Doch dieses Mal ist die Angelegenheit heikler und spielt zudem in Deutschland, genauer in Köln. Hinter dem tatsächlich mal stattgefunden Gipfeltreffen mächtiger Leute in Köln (ausgerechnet Köln - wer kam bloß auf diese Idee? Wie kann in dieser Stadt Sicherheitsdenken postuliert werden?) versteckt sich eine unglaublich rasante, aber ebenso wirre Geschichte, die uns aber auf politische 'tracks' führt und tatsächlich ein Szenario entwirft, das nicht unrealistisch wäre, wenn man - wie im Buch - mit viel Geld um sich werfen könnte.

Es erinnert an JFK, von dessen Ermordung wir ja alle wissen, dass dieser charmante junge Präsident eine neue Richtung in der US amerikanischen Politik beschritten hat, die Gegner, gar Feinde, aufs Feld gerufen hat. Und beim Lesen ist man mehr oder weniger doch immer wieder daran erinnert, tja, könnten denn da die gleichen 'players' wie damals im Roman... oder umgekehrt ... könnten...
Der Roman lässt die Fantasie aufblühen. Auf jeden Fall intelligente Unterhaltung und weil so proppevoll mit wissenschaftlichen Erklärungen fast wie ein Nachschlagewerkt. Ich habe es nicht bei dem einmaligen Lesen belassen, vor allem las ich immer wieder die wissenschaftlichen Erklärungen durch. Und diese finde ich sehr bereichernd, mein Wissen und meine Kenntnisse.

Ein Lesegenuss!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.11.2025

...und wieder grauselt es einem im Schwarzwald

Hochmoorleichen
0

Im Hochmoor von Hinterzarten (bekannt für das Skispringen und weltläufig anerkannten Skiläufern), einem touristisch gern besuchten Ort im Hochschwarzwald, finden sich drei Leichen an. Kauzige Schwarzwälder ...

Im Hochmoor von Hinterzarten (bekannt für das Skispringen und weltläufig anerkannten Skiläufern), einem touristisch gern besuchten Ort im Hochschwarzwald, finden sich drei Leichen an. Kauzige Schwarzwälder kreuzen den Weg und lassen Dunkles erahnen.

Ein Regionalkrimi, modisch geworden und jeder, der ein paar Worte gerade aus schreiben kann, will sich also an seiner Region verlustieren:

Dieses Mal geistert ein journalistischer Ermittler durch ein Hochmoor (bei Hinterzarten). Ist es seit Agathe Christie so oder noch früher, dass Krimiautoren möglichst kauzige, verkarzte, versoffene oder schlichtweg unmögliche Ermittler aufs Papier bringen?
Hier also spielt ein gewisser Alfred die Hauptrolle, ein Figur, der man besser nicht begegnet, nicht in der Nacht oder auch nicht am Tage. Ein ewiger Student in Freiburg, einer, der nichts auf die Beine kriegt, weder sein Studium noch einen Brotjob noch die Gründng einer Beziehung. Der mehr oder weniger im kriminellen Milieu steckt und sich durchs Leben schnorrt, sich dort mal 20 Euro leiht, da mal Antiquitäten klaut und wenn er Geld hat, dass dann stande pede versäuft.

Bei diesen Sauftouren hat er das Glück, dass er dann auf Fälle stößt. Haarsträubend erzählt der Autor, wie dann Alfred sich etwas zurecht schustert. Und Fälle löst.

Wenn echte Kripoleute so vorgehen würden, dann wäre die Region Freiburg nicht eine, in der in der Tat schlimme Verbrechen gelöst werden.
Doch das Lokalkolorit hält wohl eine Reihe mit Ermittler Alfred am Leben. Vermutlich gibt es wohl an die 3000 Lesende, die sich an so einem Buch gütlich tun,.und so den Verlag nötigen einen nächsten Band herauszugeben.

Ich denke ich bleibe bei dem einen. Trotz ein paar witzigen Gags ist der Schreibstil doch etwas plump. und der Autor hängt sich an den üblichen Stammtischgags über Frauen auf (flach wie ein Waschbrett, kurvig trotz ihres Alters...).

Kann man lesen - muss man aber nicht! Ich versuche es mal mit einem der Sachbücher des Autors zum Schwarzwald, vielleicht bringt mir das mehr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere