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Veröffentlicht am 09.08.2020

Erschreckend ehrlich

Meat Market – Schöner Schein
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Juno Dawson gibt ihrer 16 Jährigen Protagonistin einen Job, den sich wohl viele junge Mädchen wünschen. Sie wird Model.

Wohl niemals hätte Jana damit gerechnet, in einem Freizeitpark von einem Scouter ...

Juno Dawson gibt ihrer 16 Jährigen Protagonistin einen Job, den sich wohl viele junge Mädchen wünschen. Sie wird Model.

Wohl niemals hätte Jana damit gerechnet, in einem Freizeitpark von einem Scouter ausgesucht zu werden. Sie ist zwar sehr groß aber als hübsch hätte sie sich nie bezeichnet. In der Schule wird sie auch eher aufgezogen als bewundert.

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Dennoch versucht sie sich in dieser neuen Welt mal etwas umzusehen. Schneller als ihr lieb ist wird sie komplett in der Modewelt eingesogen und erfährt in einem Jahr als aufsteigendes Model nicht nur die guten Seiten. Schnell erkennt Jana, das neben der schönen Moder auch andere Aspekte sehr groß geschrieben werden. Drogen und Tablettenmissbrauch wird eher klein geredet, schließlich hilft diese Tablette bei Schlaflosigkeit und Angstzuständen, das hat ja "nichts" mit Drogen zu tun...Im Modelbusiness steht man ständig nackt herum und wird von anderen bewertet und auch angefasst, das ist ja völlig "Normal".... all das redet sich auch Jana eine Zeit lang ein, bis es ihr schließlich zu bunt wird.

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Juno Dawson hat in ihrem Buch "Meat Market" eine nachvollziehbare Geschichte aufgeschrieben, wie es im Modelbusiness zugehen kann. Vieles wird einfach klein geredet. Doch nicht nur in diesem Job wird zum Beispiel der Sexuelle Übergriff als "das ist eben sein Ding" bezeichnet, sondern generell in unserer Gesellschaft. Als ich ein paar Szenen dazu gelesen hatte, ist mir einiges eingefallen, das auch ich selbst schon erlebt habe. Ob im Job oder Bekanntenkreis... Oft wird ein Übergriff klein geredet und Frau nimmt es einfach hin. Jana hingegen, setzt sich nach ihrem Erlebnis für ihr Recht ein und gibt nicht nur sich selbst endlich eine Stimme, sondern spricht auch für alle anderen, die ähnliches erdulden mussten.

In "Meat Market" wird also offen über Dinge gesprochen, die im Real Life einfach runtergespielt oder beschönigt werden. Der Plot ist wirklich gut und regt zum nachdenken an. Der Schreibstil ist dabei etwas gewöhnungsbedürftig. Alle Handelnden Personen, egal welche Altersklasse, scheinen dauern zu fluchen und vulgär zu sprechen. Teilweise konnte man da wirklich vergessen, das man in der glamourösen Modewelt steht und nicht etwa in der Gosse. Ob es da vielleicht an der Übersetzung gehangen hat oder ob es von der Autorin so gewollt war?!

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Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Ich könnte mir vorstellen, das es einigen Mädchen näher bringt, das nicht alles in diesem Business gold ist und das auch Models nicht nur die schönen Seiten zu sehen bekommen. Den vergleich mit einem Fleischmarkt finde ich hier serh passend.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2020

Ganz unterhaltsam

Truly
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"......manchmal hat man Angst oder fühlt sich unwohl. Sich dann helfen zu lassen ist keine Schwäche. Sich Hilfe zu wünschen, genauso wenig."

Im ersten Band der Serie gehen wir zusammen mit Andie auf ihre ...

"......manchmal hat man Angst oder fühlt sich unwohl. Sich dann helfen zu lassen ist keine Schwäche. Sich Hilfe zu wünschen, genauso wenig."

Im ersten Band der Serie gehen wir zusammen mit Andie auf ihre Reise in ihre Selbstständigkeit. Andie hat bereits einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und desahlb fällt es ihr besonders schwer sich nun auf ihr Leben an der Uni einzufinden. Weiterhin hat sie das Problem, das sie kein Zimmer im Studentenwohnheim bekommen hat oder einen Job, geschweige denn das nötige Kleingeld um sich den Unterhalt zu finanzieren. Der Plan war, das Andie vorerst bei ihrer Freundin June wohnen sollte, doch deren Mitbewohnerin macht stunk. Schnell wird klar, das es Andie nicht so leicht gemacht wird ihren Platz im Leben zu finden.

Neben dem Wohnproblem hat Andie auch noch einen Tick. Sie muss für Dinge ihren gewissen Platz finden und gerade wenn sie aufgeregt ist, versucht sie zwanghaft etwas zu ordnen. Auf andere wirkt das natürlich etwas seltsam.

"Schließlich kann es jedem mal zu viel werden. Jeder kann sich ab und an in verrückte und verwirrende Situationen hineinmanövrieren."

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Ava behält auch in ihrem neuem Buch "Truly" ihren angenehmen Schreibstil bei. Auch der Stil ihrer Geschichte ist in etwa dem ihrer letzten Werke treu. Sie beschäftigt sich mit Personen, die "anders" sind. Mal hat die Protagonistin Angstzustände oder sie spricht nicht. Andie hat dieses mal eben einen fanatischen Ordnungswahn. Aber gerade diese kleinen "Andersheiten" machen die Protagonisten sehr sympathisch. Ich konnte mich teilweise sehr gut in sie hineinversetzen, da man selbst immer das Gefühl hat, das bei anderen einfach alles viel besser Läuft als bei einem selbst und Andie ist dann eben man selbst. Ihre Schusselige liebenswürdige manchmal schüchterne Art hat mir sehr gefallen und auch Cooper hat Andie schnell in sein Herz geschlossen.

"Am Ende muss alles ein System haben und in meinem Kopf Sinn ergeben, es muss simpel und dennoch effektiv sein."

Was mir aber ein bisschen gefehlt hat, war die Liebesgeschichte zwischen den beiden. Das ganze Buch baut ja quasi darauf auf, doch mir fehlte das große Gefühl. Ich hatte nie wirklich Herzklopfen oder Schmetterlinge im Bauch. Es waren nicht diese starken Gefühle zwischen den beiden spürbar, die es braucht um den Leser aufseufzen zu lassen. Dafür das sie sich erst sehr viel aus dem Weg gehen, waren sie dann ziemlich stark verliebt, das habe ich nicht so richtig nachvollziehen können.

Anders sieht es da bei Andies Freundin June aus. Erstens hat es zwischen ihr und Mason direkt geknistert, wenn auch eher spielerisch aber immerhin wusste ich gleich was da kommt und zweitens ist June eine wahnsinnig gute und liebenswürdige Freundin, so eine wünscht sich jede Frau.

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Im großen und ganzen hat mich "Truly" ganz gut unterhalten, die großen Gefühle blieben bei mir allerdings aus. Die nachfolgenden Bände beschäftigen sich dann nicht mehr vordergründig mit Andie und Cooper sondern mit anderen handelnden Personen aus diesem Band, aber ob ich diese lesen werde weiß ich noch nicht genau. Band 2 beschäftigt sich mit June und Mason, dass könnte vielleicht noch mal richtig knistern, also wer weiß

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2020

Eher schwacher 2ter Band

Ashes and Souls - Flügel aus Feuer und Finsternis
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Nach dem spannenden ersten Band habe ich mir direkt den zweiten Band gekauft. Ich war super euphorisch und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und ob die Liebe zwischen Asher und Mila überhaupt ...

Nach dem spannenden ersten Band habe ich mir direkt den zweiten Band gekauft. Ich war super euphorisch und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und ob die Liebe zwischen Asher und Mila überhaupt eine Chance hat.

Zu Beginn des zweiten Bandes war es auch noch sehr spannend und dramatisch, doch im Laufe der Handlung verlor sich das leider in Wiederholungen. Asher, Mila und deren Freunde versuchen Mila vor dem Schicksal der Auslöschung zu bewahren und stellen sich so über die Gesetze des Gleichgewichts. Auf ihrem Weg kreuzen sie einigen Feinden und Mila muss mehr über den Umstand herausbekommen, wie sie ihre Fähigkeiten überhaupt bekommen hat.

Ich bin der Meinung, das sich der Mittelteil des Buchs sehr in die Länge zieht. Das war auch der Punkt, weshalb ich das Buch sehr oft aus der Hand gelegt habe. Insgesamt habe ich zwei weitere Bücher beendet während ich "Ashes and Souls" gelesen habe.

Das Ende hat mir dann aber wieder gut gefallen, es war sehr schlüssig und interessant ausgearbeitet. Trotzdem hat mir der zweite Band leider nicht so sehr gefallen wie Band 1. Zu den Protagonisten konnte ich diesmal keine Bindung aufbauen und somit hat das Gefühl bei mir völlig gefehlt. Ich habe das Problem bei Avas Büchern öfters schon erlebt, das ich mir beim lesen eben nur wie ein Zuschauer vorkam stat mitten drin zu sein. Das behindert den Lesefluss immer sehr. Ich finde auch, das Tariel eine viel zu kleine Rolle bekommen hat. Während er im ersten Band noch mittendrin war hat man kaum etwas von ihm im zweiten Band mitbekommen. Er ist halt da und das wars irgendwie...fand ich etwas schade.

Trotzdem kann ich den Zweiteiler denen empfehlen, die gerne in Fantastische Zwischenwelten eintauchen und sich einer zarten Liebe hingeben wollen.

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Veröffentlicht am 03.07.2020

Spannend lernen

Wieso? Weshalb? Warum? Alles über Bäume
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Die Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" kennt mit Sicherheit jeder, der Kinder hat. Wir haben selbst noch einige ältere Bücher im Regal und waren sehr gespannt auf den Titel "Alles über Bäume". Das Buch kommt ...

Die Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?" kennt mit Sicherheit jeder, der Kinder hat. Wir haben selbst noch einige ältere Bücher im Regal und waren sehr gespannt auf den Titel "Alles über Bäume". Das Buch kommt in einer angenehmen Größe daher und besticht mit einer guten Qualität der Pappseiten. Auf jeder Seite gibt es etwas neues zu entdecken.

Ich denke, das sich die Zielgruppe von 4-7 Jahren sehr gut angesprochen fühlt, da das Buch mit zusätzlichen Klappen versehen ist, die das erforschen gleich noch ein bisschen spannender machen. Der Aufbau des Buches ist gut strukturiert. Vom Wachstum der verschiedenen Bäume bis zur Vermehrung und deren Lebensraum sowie dem Nutzen für Mensch, Tier und Umwelt, wird auf alles wichtige eingegangen. Die Kinder werden aber nicht mit Fakten überrollt. Es wird Kindgerecht erzählt und mit passenden Illustrationen von Guido Wandrey untermalt.

Besonder interessant sind natürlich die Bäume, die es bei uns nicht gibt. Auf den begleitenden Seiten dazu haben wir uns etwas länger aufgehalten und dabei ergab sich auch eine Menge Gesprächsstoff und allerhand Fragen. Zum Beispiel, warum die Bienen so wichtig für unsere leckeren Äpfel sind. Und wo haben manche Bäume ihre Samen? Wie kommen die denn aus ihrer Harten Schale und gibt es eigentlich auch giftige Bäume?

Fasziniert hat natürlich auch der Fakt, wie alt so ein Baum eigentlich werden kann und was man alles mit seinem Holz anstellt. Wie man also sieht, geibt es auf den 16 Seiten so allerhand tolles zu entdecken. Die Bilder sind sehr schön und einladend gezeichnet. Selbst beim zweiten oder dritten mal schauen entdeckt man doch wieder eine neue Kleinigkeit, die vorher übersehen wurde. So schnell wird es also nicht langweilig werden.

Fynn hat übrigens entschieden, das sein Lieblingsbaum die Mangrove ist, denn seine Wurzeln sind wirklich witzig. Ich finde ja die Würgefeige faszinierend. Welcher ist dein Lieblingsbaum? Finde es doch heraus :)

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Veröffentlicht am 03.07.2020

Hammerharte Protagonistin

Game of Gold
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Dieses Buch kam eher zufällig zu mir und ich hatte mir nicht ganz so viel davon versprochen, da ich bei Fantasy immer etwas vorsichtig bin, aber hier wurde ich positiv überrascht. Es ist mal eine ganz ...

Dieses Buch kam eher zufällig zu mir und ich hatte mir nicht ganz so viel davon versprochen, da ich bei Fantasy immer etwas vorsichtig bin, aber hier wurde ich positiv überrascht. Es ist mal eine ganz andere Geschichte als diese Stereotypen. Eine Hexe, die von ihrem Zirkel für ein Opferritual gesucht wird, kommt durch Zufall dazu, das sie einen Hexenjäger heiraten muss.

Das ganze drumherum ist total witzig geschrieben. Lou hat ein sehr freches und Schlagfertiges Mundwerk, das in dieser Zeit nicht so gern gesehen und gehört wurde. Die Männer, die sich ihrer annehmen müssen, kommen das ein oder andere mal ins Schwitzen, wenn sie wieder eines ihrer unanständigen Lieder trällert, um zu bekommen was sie will.

Doch es geht nicht nur lustig zu, sondern auch sehr ernst. Um ihr Versteckspiel aufrechtzuerhalten muss Lou sich auch gegen andere Hexen stellen und das ist gar nicht so einfach, denn auch wenn diese ihr nach dem Leben trachten, so kann Lou nicht ohne Schuldgefühle gegen sie kämpfen. Auch gegenüber ihres Ehemannes geraten ihre Gefühle auf Abwege.

Er ist ein Hexenjäger und sie eine Hexe, das kann und darf nicht gut gehen oder etwa doch? Zwischen all dem Hin und Her, den Kämpfen und der Angst entdeckt zu werden, schleicht sich dann tatsächlich völlig unerwartet noch eine kleine Erotische Szene ein.

Eine echt schöne Geschichte zwischen Lug und Trug, Hass und echten Gefühlen. Hier passt einfach alles zusammen. Die Seiten fliegen an einem vorbei und dann ist es auch schon Zuende. Und hier hatte ich ein Problem, denn das Ende hat mir absolut nicht gefallen, es war total abgehackt und einfach blöd, dafür muss ich einen Punkt abziehen.

Trotzdem kann ich hier nur sagen, dass ihr dieses Buch lesen müsst, Lou ist eine der tollsten Protagonistinnen, die ich je kennen lernen durfte und ihre Sprüche sind einfach der Hammer.

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