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LindaRabbit

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2024

Für Abenteuerlustige

Die geheimsten Orte der Welt
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… und die können zu Orten reisen, die höchst gefährlich sind: Zum Beispiel - die Schlangeninsel bei Brasilien, wo so viele Giftschlangen leben, dass es offiziell verboten ist sie zu betreten weil keine:r ...

… und die können zu Orten reisen, die höchst gefährlich sind: Zum Beispiel - die Schlangeninsel bei Brasilien, wo so viele Giftschlangen leben, dass es offiziell verboten ist sie zu betreten weil keine:r das überlebt (hab bereits früher Berichte und Fotos davon gelesen und gesehen, no way, kein Mensch würde mich dahin bringen!), … der Marinengraben – obwohl ich neugierig bin, aber soooweit runter möchte ich nicht tauchen, trotz der tollen Tiere die es da gibt... Giftgasgruben, ach ja, war selbst in so einer Region, wo ich darüber informiert wurde, aber erst nachdem ich in einem See herumschwamm, wo mir ständig hätte etwas passieren könnnen. Und noch viele weitere Orte...So etwas wie die Katakomben von Paris, ja, das wäre schon möglich.... verschwundene Orte wie das Bernsteinzimmer (ja, wo isses denn?).
Das Fortbewegungsmittel zu diesen geheimnisvollen Orten ist ein Fliegender Teppich und damit werden 19 geheime Orte angeflogen.

Umschlagsbild ist so etwas von toll gemacht, so etwas von Vintage, total toll, farblich nostalgisch. Aber die Farben sind Spitzenklasse. Auch das Inhaltsverzeichnis nimmt einem sofort mit. Und der Klappentext ist aufregend vorgestellt – auf, sofort los und die weniger gefährlichen Orte aufsuchen!
Illustriert ist das nicht sehr dicke Büchlein (80 Seiten) von Whooli Chen, einem Könner. Jedem Ort sind zwei Doppelseiten gewidmet, die erste Doppelseite für die Vorstellung des Ortes und im zweiten Bereich gibt es genügend gute Informationen. Die Texte stammen von Patrick Makin – großartig gemacht für Kinder, mit vielen Infos und total verständlich.

Sehr schön für Kinder, um den Forscherdrang zu wecken!

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Sie war nie weg... Die Unsterbliche

Tee auf Windsor Castle
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Alles nur ein großer Gag, damit endlich Charles Nachfolger wurde? Das mit viel britischem Humor versehene Büchlein erzählt charmant vom Zauber des Zufalls und den wahren Genüssen im Leben...

Inhalt - ...

Alles nur ein großer Gag, damit endlich Charles Nachfolger wurde? Das mit viel britischem Humor versehene Büchlein erzählt charmant vom Zauber des Zufalls und den wahren Genüssen im Leben...

Inhalt - Kate verläuft sich im Schloss Windsor Castle (eigentlich wollte sie gar nicht mit zur Schlossbesichtigung, denn sie hält nicht viel von den 'Royals'), doch eine Freundin erbat sich ihre Begleitung. Nun musste sie aber dringend und wo bitte ist denn eine Öffentliche Toilette in Windsor Castle.
Eine gewisse Betty hilft ihr, daraus folgt eine lustige Episode nach der anderen. Die Nacht über erzählt Betty davon, dass eben auch die Royals kein leichtes Leben haben (das sag' mal Kate, die nicht gerade auf Rosen gebettet ist). Die Royals haben viele Pflichten, wenn auch viele Vorteile, aber auf der anderen Seite verschaffen die Royals auch vielen Menschen durch ihre Existenz 'Brot und Milch'. Es geht um Teebeutel und royalem Geschirr. Es geht um das harte Leben in den Schlössern und im wahren Leben, Weisheiten und Lebenserfahrungen werden ausgetauscht. Der Einstieg ist köstlich: Doch 38 Pfund für eine Eintrittskarte in ein royales Schloss, dessen Bewohner sowieso vom Volk alimentiert werden... Und natürlich kein britisches Schloss ohne Corgi: Corgi Henri spielt auch seine Rolle.

Stil – Schräg und humorvoll geschrieben. Schnell lesbar, weil auch kurze Kapitel und überhaupt mit 160 Seiten gut für unterwegs...
Der Einband des Buches ist sehr stilistisch gehalten, bereits bei der Leseprobe fiel mir auf wie edel das Buch aussieht. Sehr königlich. Gut gewählt!
Der feste Papierumschlag ist mit einer lila Leinen Optik versehen.

Wer sich gerne mit den Royals beschäftigt – Empfehlung!

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Veröffentlicht am 24.10.2024

König Edward VIII und 'diese Frau'...

Wallis Simpson
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Lange kannte ich diese Geschichte nicht: Bis ich dann eines Tages über das glamouröse Paar und seine fatale Geschichte stolperte. Und von diesem Moment an begann mich ihr Lebenslauf zu interessieren. ...

Lange kannte ich diese Geschichte nicht: Bis ich dann eines Tages über das glamouröse Paar und seine fatale Geschichte stolperte. Und von diesem Moment an begann mich ihr Lebenslauf zu interessieren.

Im Buch wird über die Persönlichkeiten der beiden Akteur:innen klamüsert – Edward (David), der für seine große Liebe Wallis auf Thron und Privilegien verzichtete; und Wallis, die sich durch Ehen und Affären zur Möchtegern Königin von England mausern wollte. Eine wohl tragische Geschichte, die viel auf Bücherseiten und die Leinwand gebracht hat. Edward war eine recht undurchsichtige Person, ein Lebemann, der sich nicht unbedingt mit Verve auf sein zukünftiges Amt vorbereitete (ein Glück, dass er nicht König geblieben ist. Das eine Jahr hat gereicht, sonst hätte wohl UK heute keine Monarchie mehr, denn – trotz der hohen Kosten – ist die Monarchie auch ein Geldbringer für UK, alle wollen die Royals, ihr Umfeld und die Traditionen erleben.) Historisch natürlich ein Aufhänger, das Jahr 1936, in dem UK drei Könige hatte. (Vater Georg V, Edward VIII und dann sein Bruder Georg VI). Georg VI war auf jeden Fall die bessere Wahl und seine Tochter Elisabeth brillant für die britischen Royals.
Wallis fand ich zu keiner Zeit sympathisch, weder in früheren Büchern, die ich las, noch in Film – Dokumentation, und auch erst nicht durch das vorliegende Buch. Genauso wenig wie Miss Markle. Ich finde beide US-Amerikanerinnen nicht charismatisch, sondern reichlich berechnend. Beide haben sich hochgearbeitet – was zuerst einmal geschätzt wird, aber beide wollten reiche Männer (was ich nicht unbedingt schätze, denn auch als Frau ist es möglich sein eigenes Geld zu verdienen). Liebe?
Die Angelegenheit mit Nazi-Deutschland ist mehr als peinlich. Gerade weil die Royals mit Queen Elisabeth II und ihrem deutschstämmigen Mann später alles versuchten, um die Briten von ihrem Deutschenhass runterzubekommen. Es heißt, dass Edward so ziemlich unter dem Pantoffel von Wallis stand und sie ihn eigentlich nicht gut behandelte und er als naiver Liebhaber durch die Weltgeschichte bummelte.
Das Buch ist kein romantisches Buch über eine große Liebe. Eher eine tragische Liebesgeschichte mit mehr als einer Parallele zu dem jungen Windsor namens Henry. Hoffen wir, dass seine Geschichte nicht so tragisch endet. Aber hätten wir die britischen Royals und ihre Affären nicht, dann würde wohl etwas fehlen für die Literaturszene...

Das Buch ist gut lesbar und informativ. Doch für jemand mit Vorkenntnissen birgt es nichts Neues. Der Umschlag ist natürlich sehr auffällig gemacht: Die Person Wallis Simpson als Schwarzweiß Foto und das Ganze in rot gestaltet. Auffälliger geht nicht. Fotos aus dem Leben des Paares lockern den Text auf. Die Autorin ist bemerkenswert, weil sie sehr intensive Bücher schreibt! Für dieses Buch hat sie gut und umfangreich recherchiert. Erschienen im Molden Verlag, Österreich, mit nicht uninteressanten Büchern im Programm

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Mutmacherin Alice Tonks

Die außergewöhnlichen Abenteuer der Alice Tonks
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Was für ein Name für eine Titelheldin, der erste Gedanke. Das ist doch eher ein Name für eine ältere Tante statt für ein Schulmädchen. Doch auch ältere Namen sind wieder 'up to date', und eigentlich sehr ...

Was für ein Name für eine Titelheldin, der erste Gedanke. Das ist doch eher ein Name für eine ältere Tante statt für ein Schulmädchen. Doch auch ältere Namen sind wieder 'up to date', und eigentlich sehr schön. Und ja, der Name Alice passt zu dem Gör:

Der Einstieg in das Buch beginnt damit, dass eben diese Alice den schlimmsten Tag ihres Lebens erleben muss. Nun, da Alice noch nicht besonders viele Jahre auf dem Buckel hat, da würden noch einige Tage kommen, die durchaus nicht angenehm sein könnten. Jedoch, eine neue Schule und der erste Schultag muss am Strand sein. Alice hasste zwei Dinge, Schule und Strände. Das Mädel ist autistisch oder 'neurodivers' und möchte am Liebsten für sich sein, doch eine sprechende Möwe belästigt sie in ihrer Zurückgezogenheit. Agent T.

Damit beginnt für Alice ein abenteuerliches Leben in 'Pepples', wie sie die Schule nennen. Sie trifft auf Freunde und Freundinnen, obwohl sie eigentlich nicht eine ist, die leicht Kontakt zu anderen findet. Und dann ist da immer Agent T. und seine seltsamen Aufforderungen...

'...bis der Morgen seine ungeduldigen Finger durch die beigen Gardinen schob' (Es sind Sätze wie der zitierte, die das besondere Sprachgefühl der Autorin hervorheben. 'Ungeduldige Finger... durch die Gardinen schob... nein, nicht nur Gardinen, beige müssen sie sein, so wie sie oft in Hotels sind... hervorragend!). Sprachlich sehr gut und sehr eigen werden eben die besonderen Eigenheiten Alices dargestellt.
Ihre Sicht auf die Welt ermutigt im Büchlein zum Weiterlesen. Denn sie ist nicht die Einzige, die etwas anders ist in dieser Schule:
Die Illustrationen stammen von Flavia Sorrentino. Auch das Umschlagsbild passt. Die Autorin Emily Kennys ist selbst Autistin und kann daher aus eigenen Erfahrungen schöpfen

Für Jugendliche ab 10 Jahren, 336 Seiten, dtv – Verlag, übersetzt von Susanne Hornfeck (im Original "The Extraordinary Adventure of Alice Tonks")

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Veröffentlicht am 24.10.2024

Kiela mit den dunkelblauen Haaren

Spellshop
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Allein die Widmung nimmt einem schon für das Büchlein ein: Für Adam, mit Liebe und Himbeermarmelade

Eine sogenannte 'cosy Romantasy', also ein angenehmer Phantasie Roman: Darin spielt Kiela mit himmelblauer ...

Allein die Widmung nimmt einem schon für das Büchlein ein: Für Adam, mit Liebe und Himbeermarmelade

Eine sogenannte 'cosy Romantasy', also ein angenehmer Phantasie Roman: Darin spielt Kiela mit himmelblauer Haut und dunkelblauen Haare die tragende Rolle. Doch auch ihr Assistent, Chaz, ein sprechendes Spinnenkraut, regt die Phantasie an. Ein schreckliches Feuer zerstört die riesige Bibliothek im Mondsichelinselreich, in der Kiela und Chaz leben. Sie müssen aus Alyssium flüchten, denn Revolutionäre setzten die Bibliothek und die Stadt unter Feuer. Im letzten Moment gelingt es Kiela mit einigen Büchern und Chaz per Ruderboot zu entkommen. Eigentlich sind die Bücher Zauberbücher und dürfen auf keinen Fall, unter hoher Strafe, die Bibliothek verlassen. Doch Kiela ist ihre Rettung vor dem Feuer wichtiger.
Bei ihrer Flucht auf die Insel ihrer Jugend versucht sie im Haus der Familie ein Neuanfang. In dem Ort Caltrey besitzt ihre Familie ein 'cottage', überwuchert und vernachlässigt. Dort beginnt sich Kiela einzurichten und hofft von den Einwohnern des Ortes nicht bemerkt zu werden. Pusteblume, denn der Züchter von Seepferdchen, Nachbar Larran, ist bereits am ersten Tag nach ihrer Ankunft da, um nachzuschauen, wer sich in dem Häuschen eingenistet hat. Kiela, die jedoch nur mit ihren geretteten Zauberbüchern und dem Spinnenkraut in Ruhe ihre Lage überdenken will, fühlt sich vom ihm gestört. Vor allem, da niemand von den Zauberbüchern wissen darf.
Es kommt wie es kommen muss, Larran hilft Kiela und die beiden, auch Chaz, das Spinnenkraut, gewöhnen sich aneinander in einer liebevollen Weise. Und dann hilft Kiela mit ihrem Wissen aus den Zauberbüchern dem Dorf.

„Es war nicht so, dass sie Menschen nicht mochte. Sie mochte bloß Bücher lieber.“ Darin liegt die Philosophie des Romans, Kiela ist ein echter 'Bücherwurm' und verkriecht sich in ihren Büchern.
Das Schöne an dem Büchlein, neben der wunderschönen Sprache und phantasievollen Erlebnissen, ist das Vertrauen zueinander gewinnen. Bücher sind etwas Schönes, doch letztendlich gehören auch die lebenden Wesen dazu. Larran, der in erster Linie mit seinen Seepferden lebt , und Kiela, der Bücherwurm, öffnen sich zueinander.

Das Umschlagsbild dazu ist sehr passend und deutet auf den phantasievollen Inhalt hin. Eine sehr schöne und phantasievolle Schreibe rundet alles ab und das Buch liest sich angenehm.

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