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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2024

Humorvoller und gemütlicher Krimi

Mord im Himmelreich
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Wer gerne Cosy Crime liest sollte unbedingt einen Blick auf „Mord im Himmelreich“ von Andreas Winkelmann werfen. So lernt man den bekannten Thriller-Autor gleich nochmal von einer ganz anderen Seite kennen. ...

Wer gerne Cosy Crime liest sollte unbedingt einen Blick auf „Mord im Himmelreich“ von Andreas Winkelmann werfen. So lernt man den bekannten Thriller-Autor gleich nochmal von einer ganz anderen Seite kennen. Der Fokus in seinem neusten Werk liegt eindeutig auf dem Humor (und ja, er ist richtig witzig) und den einzigartigen und mitunter etwas skurrilen Figuren. Zunächst einmal mochte ich Lebemann Kupernikus und Annabelle, Lehrerin im Ruhestand, total gerne. Die Beiden sind auf jeden Fall ein Duo welches ich mir gut in vielen weiteren Bänden vorstellen kann. Und auch das Setting ist einmalig. Dabei fühlt sich die Szenerie des Campingplatzes Himmelreich und der Umgebung vielleicht gerade deshalb so lebendig an da dieser in der Realität genauso existiert. Die herrlich leichte Sommerstimmung macht, bis auf den Mord natürlich, große Lust auf einen Urlaub in der Gegend. Und auch der Schreibstil machte mir großen Spaß, flüssig und kurzweilig flog ich nur so durch die Seiten. Leichte Abzüge gibt es von mir allerdings für die Krimiaspekte. Hier und da ergaben sich für mich nämlich kleinere Unstimmigkeiten und auch am Ende hatte ich mit der Moral der Geschichte so meine Probleme. Bedauerlich ist es darüber hinaus das wir Leser:innen keine Chance haben die Auflösung zu erraten. Dazu fehlen uns nämlich wichtige Informationen, welche Kupernikus hat und erst am Ende enthüllt. Wer damit aber leben kann und außerdem keine Hochspannung lesen will wird mit „Mord im Himmelreich“ eine leichte und amüsante Lektüre finden. Ich persönlich vergebe 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Zwischen Wüstensand und Schneegestöber - Fantasy vom Feinsten

We hunt the Flame
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In „We hunt the Flame“ entführt uns Autorin Hafsah Faizal in eine fantastische Welt mit orientalischem Einschlag. Für die Lektüre habe ich zwar ungewohnt lange gebraucht, mein langsames Lesetempo erklärt ...

In „We hunt the Flame“ entführt uns Autorin Hafsah Faizal in eine fantastische Welt mit orientalischem Einschlag. Für die Lektüre habe ich zwar ungewohnt lange gebraucht, mein langsames Lesetempo erklärt sich für mich aber durch die doch sehr dichte Erzählung und die ungewohnten sprachlichen Details. Es handelt sich bei „We hunt the Flame“ um einen ersten Band und auch deshalb nimmt das Worldbuilding denke ich eine so große Rolle ein. Nach und nach entfaltet sich auf über 500 Seiten eine magische und vor allem sehr gefährliche Fantasywelt. Dabei sollte man High Fantasy mögen und außerdem Lust haben auch kulturell in die orientalischen anmutende Welt abzutauchen. Besonders begeistern konnten mich die detailliert ausgearbeiteten Figuren, welche authentisch in ihr Inneres blicken lassen. Besonders der entstehende Teamgeist war toll zu beobachten. Spannungstechnisch ging es zwar nicht immer hoch her, aber auch die ruhigeren Passagen lesen sich interessant. Insgesamt gefiel mir dieses erste Abenteuer von Zafira, Nasir und dem Rest der Zumra richtig gut. Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt wie es nach diesem offenen Ende nun weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Gemütlicher Krimi, wenn auch eher realitätsfern

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bürgermeister
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Irgendwie sprang diesmal der Funke bei mir nicht so recht über. Bei „Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister“ handelt es sich ja bereits um den dritten Band in welchem uns Autor Robert Thorogood ...

Irgendwie sprang diesmal der Funke bei mir nicht so recht über. Bei „Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister“ handelt es sich ja bereits um den dritten Band in welchem uns Autor Robert Thorogood erneut in seine Heimat Marlow entführt. Zuletzt konnte mich die Reihe noch begeistern, in diesem Fall störte mich aber die doch sehr unrealistische Zusammenarbeit mit Polizistin Tanika. Diese macht Judith, Becks und Suzie einfach mal so zu zivilen Beraterinnen und sieht dann munter dabei zu wie die Drei sich an keinerlei Absprachen halten und es letztlich sogar selbst nicht so genau mit dem Gesetz nehmen. Klar muss Cosy Crime nicht unbedingt realistisch sein, aber in diesem Fall waren es mir einfach ein paar Abwegigkeiten zu viel. Zudem war der "Fall" auch noch ziemlich konstruiert und nicht so überraschend wie er vermutlich gedacht war. Der Schreibstil macht hingegen weiterhin Spaß und liest sich leichtgängig. Auch mit viel Humor punktet die Geschichte. Letztlich muss jede:r selbst entscheiden wie wichtig die oben genannten Punkte sind. Für mich persönlich war „Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister“ aber deutlich schwächer, als etwa noch der erste Band. In Relation dazu kann ich deshalb nur 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Nie war die Dunkelheit so lebens- und farbenfroh

Lucy und das Dunkel
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In diesem bezaubernden Bilderbuch geht es spielerisch und mit viel Feingefühl um die Angst im Dunkeln. Lucy ist nämlich zu Beginn der Geschichte gar nicht begeistert, auf ihr Nachtlicht verzichten zu müssen. ...

In diesem bezaubernden Bilderbuch geht es spielerisch und mit viel Feingefühl um die Angst im Dunkeln. Lucy ist nämlich zu Beginn der Geschichte gar nicht begeistert, auf ihr Nachtlicht verzichten zu müssen. Als sie dann aber das Dunkel kennenlernt ändert sich ihre Meinung. Die Beiden haben viel Spaß miteinander und erleben Abenteuerliches. Auf kindgerechte Weise klingt aber auch an wofür Dunkelheit wichtig ist, nämlich zum Beispiel guten Schlaf. Trotz des Themas sind die Illustrationen wunderbar farbenfroh, detailreich, aber nicht überladen. Auch sprachlich gefällt uns die Geschichte sehr gut. Der Text ist leicht verständlich und hat eine gelungene „Vorleselänge“. Kleine und große Leseratten ab drei Jahren haben am Buch lange ihre Freude und überwinden durch die Lektüre vielleicht ihre eigene Furcht vor der Dunkelheit. Uns hat der besondere Blick auf ein alltägliches Thema auf jeden Fall große Spaß gemacht und so empfehlen wir „Lucy und das Dunkel“ uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Wissenschaftlich fundierte Erklärungen und hilfreiche Impulse für Veränderung

Die Lösung für alle deine Probleme: Gibt’s nicht
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Wer, so wie ich, Verena Fiebiger bereits aus ihrem Podcast "Die Lösung" kennt und schätzt, für den ist „Die Lösung für alle deine Probleme: Gibt’s nicht“ ein absolutes Must-Read. Etwas verwirrend finde ...

Wer, so wie ich, Verena Fiebiger bereits aus ihrem Podcast "Die Lösung" kennt und schätzt, für den ist „Die Lösung für alle deine Probleme: Gibt’s nicht“ ein absolutes Must-Read. Etwas verwirrend finde ich es, dass auch Sina Haghiri als Co- Autor genannt wird, Hauptverfasserin war aber wohl Verena Fiebiger die auch immer wieder Persönliches erzählt. Hauptsächlich geht es im Buch aber um fundiertes psychologisches Wissen, wobei breit gestreut über unterschiedliche Therapieansätze und Methoden aus den Vollen geschöpft wird. Alles ist dabei wissenschaftlich fundiert und so hebt sich das Buch durch seine Expertise deutlich von anderen Ratgebern ab. Übertriebene und unrealistische Versprechen findet man hier nicht, Erklärungen und mögliche Ideen um sich selbst etwas Gutes zu tun hingegen schon. Nebenbei geht der Fokus auch immer wieder auf (unsere) Kinder und die Autorin vermittelt was bereits in frühester Kindheit wichtige Stellschrauben für eine gesunde Psyche sind. Diese eingeschobenen Erkenntnisse gefielen mir gut, wobei es primär aber um uns Erwachsene geht. Auch wenn der Ratgeber für mich keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse bereithielt, mochte ich Verena Fiebigers sympathische und gut lesbare Aufbereitung. Komplexe Zusammenhänge werden nachvollziehbar vermittelt und erreichen hoffentlich noch viele Interessierte, letztlich geht es schließlich um Themen die uns wirklich alle angehen.

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