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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2024

Bezauberndes Kinderbuch, über eine wahren Begebenheit

Das Pferd der Winde
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„Das Pferd der Winde“ von Tanja Kinkel ist nicht nur für Pferdemenschen eine bewegende Lektüre. Auch wenn mir eine genaue Altersempfehlung schwer fällt, kann ich auf jeden Fall sagen, dass der Roman auch ...

„Das Pferd der Winde“ von Tanja Kinkel ist nicht nur für Pferdemenschen eine bewegende Lektüre. Auch wenn mir eine genaue Altersempfehlung schwer fällt, kann ich auf jeden Fall sagen, dass der Roman auch Erwachsene problemlos fesselt. Inhaltlich ist die Geschichte oft dramatisch, wobei auch gefährliche Situationen kindgerecht erzählt werden. Trotzdem durchquert Pferd Mori mehrere Kriegsgebiete, weswegen das Thema einfach sehr präsent ist. Es handelt sich also auf keinen Fall um eins der üblichen Heile-Welt-Pferdebücher. Die Geschichte ist definitiv tiefgründig und auch durch ihre Erzählweise etwas ganz besonderes. Die beschwerliche Reise zurück in die mongolische Steppe, wird nämlich aus Sicht von Hengst Mori berichtet. Auch wenn noch andere Tiere zu Wort kommen ist er ganz klar der Held der Geschichte! Großartig fand ich auch welche Werte vermittelt werden. Hilfsbereitschaft, Offenheit, Freundschaft und Mut sind nur 4 davon. Und trotz Kriegsgeschehen und Angriffen ergibt sich letztendlich ein vielschichtiges und doch positives Bild auf das Wesen von Mensch und Tier. Allgemein verbirgt sich in diesem Buch soviel, womit ich gar nicht gerechnet habe. Gekrönt wird das Werk dann noch von zauberhaften Illustrationen, welche die Geschichte bildhaft begleiten und noch lebendiger werden lassen. Da ich von Aufmachung und Umsetzung einfach nur begeistert, vergebe ich natürlich 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Enttäuschend langatmig

Das Wesen des Lebens
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Selten war ich so froh ein Buch endlich beendet zu haben. Mehrmals war ich kurz davor „Das Wesen des Lebens“ von Iida Turpeinen abzubrechen. Da mich das Werk inhaltlich aber durchaus interessierte hielt ...

Selten war ich so froh ein Buch endlich beendet zu haben. Mehrmals war ich kurz davor „Das Wesen des Lebens“ von Iida Turpeinen abzubrechen. Da mich das Werk inhaltlich aber durchaus interessierte hielt ich letztendlich doch bis zum Schluss durch. Was also gibt es über den Roman zu sagen, außer das ich froh bin die Lektüre geschafft zu haben? Zunächst einmal erstreckt sich Handlung über einen unglaublich langen Zeitraum. Dabei wechseln die erzählenden Protagonisten immer wieder, was einerseits irritierte, anderseits aber auch gut war, denn Manche der (männlichen) Erzähler hätte ich definitv kein ganzes Buch lang ertragen. Als positiv empfand ich hingegen die wenigen weiblichen Stimmen, welche zum Glück auch eine Rolle in der Geschichte der Seekuh spielten. Trotzdem blieb die Stimmung durchgehend gedrückt, teils war ich fassungslos ob der menschlichen Grausamkeiten den faszinierenden Tieren gegenüber, teils von häufig langatmigen Passagen einfach nur gelangweilt. Ausgestorbene Tierarten und ihre Geschichte verdienen auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit, auch durch die heutige Aktualität des Themas. Die Beschäftigung damit lohnt allemal, nur kann ich „Das Wesen des Lebens“ dafür leider nicht empfehlen. Anstatt zu fesseln ließ die Lektüre mich deprimiert zurück. Natürlich ist meine Bewertung höchst subjektiv, ich persönlich kann aber nicht mehr als 2 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Unterhaltsame Geschichte voller Rätsel

Das größte Rätsel aller Zeiten
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„Das größte Rätsel aller Zeiten“ ist es wohl vor allem für Protagonist Clayton, welcher im Buch das Geheimnis seiner Herkunft lösen muss. Regelmäßige Krimileser:innen, können aber schon früh erkennen worauf ...

„Das größte Rätsel aller Zeiten“ ist es wohl vor allem für Protagonist Clayton, welcher im Buch das Geheimnis seiner Herkunft lösen muss. Regelmäßige Krimileser:innen, können aber schon früh erkennen worauf Autor Samuel Burr hinaus will. Und so waren einige Twists auch für mich nur wenig überraschend. Dennoch ist der Roman durchaus unterhaltsam und läd durch unterschiedliche Aufgaben, wie etwa dem eingebauten Kreuzworträtsel, zum aktiven Mitmachen ein. Die zahlreichen sympathischen, wie auch authentischen Figuren, sorgen darüber hinaus für eine tolle Atmosphäre. Auch deshalb versank ich gerne in der Geschichte und ließ mich in die Gemeinschaft der Rätselmachenden entführen. Der Schreibstil ist passend unaufgeregt und doch auch bildhaft, was zu einem angenehmen Lesefluss führte. Erzählt wird aus zwei Perspektiven und Zeitebenen, wobei am Ende ein runder Bogen entsteht. Alles in allem gefiel mir der Roman richtig gut, so dass ich ihn gerne weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Mitten aus dem Leben - Wunderbar passender Titel

Furchen und Dellen
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In ihrem Roman „Furchen und Dellen“ widmet sich Autorin Ela Meyer gleich mehreren gewichtigen Themen. Für mich waren aber vorallem die Generationsunterschiede, sowie die Frage nach dem Kinderwunsch im ...

In ihrem Roman „Furchen und Dellen“ widmet sich Autorin Ela Meyer gleich mehreren gewichtigen Themen. Für mich waren aber vorallem die Generationsunterschiede, sowie die Frage nach dem Kinderwunsch im Fokus. Und obwohl Protagonistin Chris denkbar weit von meiner eigenen Lebenssituation entfernt ist, konnte ich mich doch gut in sie hineinversetzen. Besonders spannend war dabei für mich, ihre Entwicklung im Handlungsverlauf. Zunehmend reflektiert nahm sie uns mit auf eine sehr persönliche Erkenntnisreise. Emotional und facettenreich, aber auch nicht vollständig auserzählt, da am Ende doch Einiges offen bleibt, ist diese Geschichte nicht für Jede:n etwas. Der feinfühlige und pointierte Schreibstil spricht allerdings sehr für das Buch und alle die tiefgründige, aber doch auch ruhige Erzählungen, voller gesellschaftlich relevanter Nuancen mögen, werden sich hier verstanden fühlen. Alles in allem gefiel mir die Umsetzung soweit gut. Da mir gerade am Ende aber einige Auflösungen fehlten, gibt es letztlich einen Stern Abzug.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Schwer in Worte zu fassen

Love Letters to a Serial Killer
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Nachdem ich „Love Letters to a Serial Killer“ von Tasha Coryell in nur zwei Tagen regelrecht durchgesuchtet habe, weiß ich trotzdem nicht so recht wie ich das Buch beschreiben soll. Der Roman bietet auf ...

Nachdem ich „Love Letters to a Serial Killer“ von Tasha Coryell in nur zwei Tagen regelrecht durchgesuchtet habe, weiß ich trotzdem nicht so recht wie ich das Buch beschreiben soll. Der Roman bietet auf jeden Fall ein einzigartiges Leseerlebnis und bewegt sich inhaltlich irgendwo zwischen total abgedreht, etwas To-Much, ist aber auch getrieben von einer großen Spannung. Hannah ist wohl nicht die erste Frau welche von einem mutmaßlichen Mörder fasziniert ist und die Autorin greift dieses Phänomen wirklich gelungen in ihrem Werk auf. Schnell entwickelt ihre Protagonistin eine regelrechte Obsession und begibt sich dabei immer mehr in Gefahr. Die Briefe und auch die Prozessbeobachtung bzw. Hannahs Wünsche und Gedanken dahinter waren für mich noch halbwegs nachvollziehbar. Im dritten Teil des Buchs wurde es dann aber richtig verrückt so dass ich oft einfach nur dachte "what the ....". Manchmal auch im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit expliziten Szenen spart die Autorin nicht. Der Schreibstil liest sich durchgehend wahnsinnig gut und sorgte ebenfalls dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Und auch wenn ich einen wichtigen Twist schon früh erahnte, war ich doch bis zuletzt gefesselt. Wer sich also auf ein völlig abgedrehte Leseerlebnis, voller moralischer Grauzonen, einlassen möchte dem sei „Love Letters to a Serial Killer“ wärmstens empfohlen. Genremässig lässt sich das Buch zwar schwer einordnen, Spannungsfans kommen hier aber auf jeden Fall auf ihre Kosten!

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