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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Packender Thriller mit viel Spannung bis zum Schluss!

Die Seziererin
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Ein 14-jähriges, recht unscheinbares Mädchen ist unsterblich in den gleichaltrigen Christian verliebt. Sie himmelt ihn regelrecht an, doch er merkt davon nichts. Als eine Mitschülerin ihre heimliche Schwärmerei ...

Ein 14-jähriges, recht unscheinbares Mädchen ist unsterblich in den gleichaltrigen Christian verliebt. Sie himmelt ihn regelrecht an, doch er merkt davon nichts. Als eine Mitschülerin ihre heimliche Schwärmerei zu entlarven droht, bringt sie diese eiskalt um. Für die anderen scheint es ein Unfall gewesen zu sein, doch die Mitschülerin soll nicht ihr einziges Opfer bleiben. Ab diesem Zeitpunkt nimmt das Mädchen die ehemaligen Geliebten von Christian gefangen und fragt sie aus, „seziert“ sozusagen deren Charakter, um ihre besten Eigenschaften kopieren zu können. Dann tötet sie die Frauen. Das Mädchen möchte am Ende genau zu der perfekten Frau werden, in die Christian sich unsterblich verlieben wird…
14 Jahre später arbeiten die drei ehemaligen Klassenkameraden Christian, Ole und seine Frau Jana zusammen in einer Filmproduktionsfirma. Doch dann wird ihre Kollegin Valeska, mit der Christian immer mal wieder eine Nacht verbracht hat, auf grausame Art und Weise getötet…
Annika Sylvia Weber ist mit „Die Seziererin“ ein packender und absolut spannender Thriller gelungen, der unter die Haut geht. Nicht nur aufgrund der durchgeführten Morde, sondern vor allem wegen des psychologischen Aspekts des Buches. Immer wieder gibt es Sequenzen, die aus der Sicht der unbekannten Täterin erzählt werden. In diesen erhält der Leser dunkle Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Mörderin und erfährt auch immer wieder etwas über die nicht sehr schöne Kindheit der Protagonistin. Bis zum Ende ist unklar, wer die Täterin ist, so dass der Leser die ganze Zeit miträtseln kann. Doch die Autorin baut immer wieder gekonnte Irrungen und Wendungen ein, so dass die Spannung die ganze Zeit konstant sehr hoch gehalten wird.
Ein wirklich absolut gelungenes Thriller-Debüt, das einen nicht mehr los lässt!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Packende Spannung in idyllischer Natur!

Crossroads - Ohne Gnade
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Warren Harper ist ehemaliger Marine und nach einer schweren Verletzung aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Nun erholt er sich langsam aber sicher von seinen Verletzungen und möglich gleichzeitig die ...

Warren Harper ist ehemaliger Marine und nach einer schweren Verletzung aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Nun erholt er sich langsam aber sicher von seinen Verletzungen und möglich gleichzeitig die Beziehung zu seiner 7jährigen Tochter Emma wieder aufbauen. Da er viele Jahre meist immer bei Einsätzen im Ausland war, hat sich seine Frau von ihm getrennt und Emma sich von ihm entfremdet. Daher fährt Warren mit Emma zu einem Campingausflug, um seiner Tochter in der freien Natur wieder näher zu kommen. Doch schon in der ersten Nacht verschwindet das kleine Mädchen spurlos! Warren ist verrückt vor Sorge und kontaktiert die Rangers. Diese sind jedoch gerade alle mit einem anderen Fall beschäftigt: Zwei Sträflinge konnten bei einer Überführungsfahrt in ein anderes Gefängnis aus ihrem Transporter fliehen, als dieser in einen Unfall verwickelt wird … Somit bleibt Warren nur eine Chance: Die Hundeführerin Angel Burns und ihre Personensuchhündin Moonlight. Zunächst nur widerwillig stimmt Angel dann doch zu, Emma mit Moonlight und Warren zu suchen. Beide ahnen nicht, was wirklich hinter dem Verschwinden des kleinen Mädchens steckt und in welcher Gefahr Emma und auch Angel und Warren tatsächlich schweben…
Die Story wird sehr bildhaft und überzeugend erzählt. Das Spannungslevel ist von Beginn an sehr hoch und bleibt bis ganz zum Schluss konstant auf diesem Level! Sehr interessant sind die anschaulichen Erklärungen zum Thema „Manhunting“ bzw. der Spurensuche mit Hilfe des Geruchssinns eines Hundes. Die Charaktere, sowohl die Sträflinge als auch die Verfolger, sind tiefgründig und keineswegs platt dargestellt, so dass das Interesse an den Figuren geweckt wird. Das Thema Liebe kommt auch ein wenig hinzu, jedoch nicht übertrieben viel, so dass der Fokus des Buches klar auf der Spannung bleibt.
Ein sehr gelungener Plott, mit viel Spannung und auch Action, der einen bis zur letzten Seite nicht mehr los lässt!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Packender Thriller, spannende Verschwörungstheorien und unerwartete Wendungen

Die achte Offenbarung
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In den USA: In einem Labor gibt es einige Ungereimtheiten bezüglich einiger Proben eines tödlichen Virus. Der Ermittler Wheeler versucht, die Zusammenhänge zu entschlüsseln…
In Deutschland: Paulus Brenner ...


In den USA: In einem Labor gibt es einige Ungereimtheiten bezüglich einiger Proben eines tödlichen Virus. Der Ermittler Wheeler versucht, die Zusammenhänge zu entschlüsseln…
In Deutschland: Paulus Brenner ist Historiker und führt ein beschauliches Leben an einem Lehrstuhl, als der Amerikaner Liebermann ihn überraschend kontaktiert: Er übergibt Paulus ein altes, verschlüsseltes Manuskript. Dieses soll angeblich im 2. Weltkrieg von Paulus‘ Großmutter an Liebermanns‘ Großvater übergeben worden sein, um es vor den Nazis zu schützen. Nun soll Paulus das verschlüsselte Geheimnis des Buches lüften. Doch dies ist gar nicht so leicht, denn der Autor hat verschiedene Verschlüsselungsmethoden verwendet, die man nur durch Hinweise im Text lösen kann. So beginnt eine Odyssee durch halb Deutschland, bei der Paulus auf die Studentin Mele trifft, die ihn vor einigen Verfolgern rettet, denn das Geheimnis des Manuskript birgt große Gefahren…
„Die achte Offenbarung“ ist ein packender Thriller kombiniert mit Verschwörungstheorien. Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, birgt überraschende Wendungen und bleibt so bis zum Schluss spannend. Die verschiedenen Entschlüsselungstheorien sind anschaulich erklärt, so dass der Leser sozusagen an der Entschlüsselung des Textes beteiligt ist und miträtseln kann. Die Charaktere sind interessant, jedoch nehmen zwischenmenschliche Themen z.T. etwas zu viel Raum ein, da man als Leser lieber wissen würde, wie die Schnitzeljagd weitergeht.
Alles in allem jedoch ein gelungener Thriller mit viel Abwechslung und Spannung.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Tödlciher Frost

Tödlicher Frost
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Im Jahre 1949 findet in Norwegen ein geheimes, strategisches Treffen statt, an dem norwegische, schwedische und auch deutsche Militärs teilnehmen. Es sollen Strategien ausgearbeitet werden, mit denen ...




Im Jahre 1949 findet in Norwegen ein geheimes, strategisches Treffen statt, an dem norwegische, schwedische und auch deutsche Militärs teilnehmen. Es sollen Strategien ausgearbeitet werden, mit denen man den Norden Norwegens vor einem Angriff der Sowjetunion schützen will. Alles liegt unter strengster Geheimhaltung…
60 Jahre später wird in der Polarnacht in der Nähe von Tromsø ein Mann grausam gefoltert und ermordet. Der ehemalige Soldat Alexander Winther macht gerade ein Praktikum bei der Zeitung Nordlys, um beruflich neu Fuß zu fassen. Zusammen mit einer Photographin wird er mit dem Fall beauftragt und macht sich an die Recherchen, die unerwartete Verbindungen in die Vergangenheit aufdecken...
„Tödlicher Frost“ ist ein Krimi der etwas anderen Art. Denn neben dem aktuellen Mord werden vor allem die geschichtlichen Geschehnisse in Skandinavien im und nach dem 2. Weltkrieg thematisiert. Über weite Strecken stehen die geschichtlichen Ereignisse deutlich im Vordergrund, wodurch der gegenwärtige Fall kurzzeitig in Vergessenheit gerät. Jedoch werden alle Erzählstränge durchgängig und abschließend betrachtet. Die Charaktere sind interessant, z.B. werden Alexander Winthers Privatleben und seine Panikattacken wegen eines Kriegstraumas ebenfalls beleuchtet.
Das Buch ist besonders für Krimifans geeignet, die sich auch für geschichtliche Themen interessieren. Ihnen wird in „Tödlicher Frost eine unterhaltsame Story mit viel geschichtlichem und interessantem Hintergrund geboten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Roman über eine Familie in den Südstaaten der 70er Jahre

Das Haus am Mississippi River
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1964: Liberty Bell, von allen nur Ibby genannt, ist gerade 12 Jahre alt, als ihr geliebter Vater tödlich verunglückt. Ihre Mutter bringt sie daraufhin zu ihrer Großmutter Fannie, von der Ibby bisher noch ...

1964: Liberty Bell, von allen nur Ibby genannt, ist gerade 12 Jahre alt, als ihr geliebter Vater tödlich verunglückt. Ihre Mutter bringt sie daraufhin zu ihrer Großmutter Fannie, von der Ibby bisher noch gar nichts wusste. Fannie und ihr Sohn hatten all die Jahre keinen Kontakt mehr. Zunächst ist Ibby überwältigt von all den neuen Eindrücken in New Orleans: Von dem Herrschaftshaus, von ihrer exzentrischen und etwas schroffen Großmutter sowie von den beiden farbigen Hausangestellten Queenie und Dollbaby, genannt Doll. Doch bald freundet sie sich mit den beiden herzlichen Frauen an und auch ihre Großmutter taut allmählich auf, so dass Ibby glückliche Jahre dort verbringt. Aber trotz allem behält Fannie ihre Eigenheiten und ihre geheimnisvolle Aura. Denn nicht alles ist so, wie es zu sein scheint…
Laura Lane McNeal hat einen Roman geschrieben, der sich mit der Rassenthematik in den USA der 70er Jahre und der Zeit des Civil Rights Acts befasst. Darüber hinaus beinhaltet es die Familiengeschichte der Familie Bell in New Orleans, die nach und nach immer mehr aufgedeckt wird. Die Charaktere sind interessant, da sie nicht auf den ersten Blick zu durchschauen sind. Dadurch versteht man erst im Laufe der Geschichte immer mehr Zusammenhänge, was das Buch natürlich interessanter macht.
Ein angenehm zu lesender Roman für Zwischendurch, der gut unterhält.