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Veröffentlicht am 07.03.2019

Lächerlich perfekt!

Park Avenue Princess
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„Ich mag diese beiden Seiten an mir: das Partygirl Georgie und die Geogie, die Essen kocht und Filme anschaut. Ich habe immer gedacht, dass sich eines Tages einfach ein Schalter umlegen würde: Die eine ...

„Ich mag diese beiden Seiten an mir: das Partygirl Georgie und die Geogie, die Essen kocht und Filme anschaut. Ich habe immer gedacht, dass sich eines Tages einfach ein Schalter umlegen würde: Die eine Nacht treibe ich mich in den Klubs herum und trinke Champagner, die nächste bin ich verheiratet und habe Kinder.“

In „Park Avenue Princess“ geht es nicht tatsächlich um eine Prinzessin, sondern um die reiche Erbin Georgie Watkins. Sie verhält sich im übertragenen Sinne wie eine Prinzessin, da sie nicht arbeitet und beinahe täglich die Nächte durchfeiert. Das Highlight ihres Alltags ist jedoch das kurze Treffen mit ihrem Nachbarn und berühmte Scheidungsanwalt Andrew, wenn er zur Arbeit fährt und sie vom Feiern kommt. Können so unterschiedliche Menschen ein glückliches Paar werden?

Die verschiedenen Tagesabläufe kennzeichnen gut, wie gegensätzlich die beiden Hauptpersonen sind. Andrew ist sehr gewissenhaft, stark rational und ein Gewohnheitstier. Georgie ist sprunghaft, emotional und hat noch keinen Tag in ihrem Leben richtig gearbeitet. Das Zitat oben zeigt schon, dass es in ihren Augen einen vernünftigen Menschen ausmacht, wenn er mal Zuhause kocht. Insgesamt gehört sie damit zu einer relativ oberflächlichen Sorte Mensch.

Für mich war es zunächst vollkommen in Ordnung, dass Georgie so simpel gestrickt ist. Andrew vergleicht sie sogar mal mit der Vogelscheuche aus „der Zauberer von Oz“, also ohne Hirn. Die ganze Zeit habe ich hier eine Veränderung erwartet, dass sie doch mal merkt, dass das Leben aus noch mehr besteht als die Planung der nächsten Party. In Ansätzen gibt es auch eine Weiterentwicklung bei ihr und auch bei Andrew, aber mir war dies zu wenig.

Darüber hinaus kam mir die Handlung etwas zu einfach vor. Auch wenn die Geschichte aus der Sicht beider Hauptpersonen erzählt wird, gibt es nur einen linearen Handlungsstrang. Nach dem Lesen des Klappentextes hat man bereits eine grobe Vorstellung, in welche Richtung die Geschichte laufen wird, und in meinem Fall ist es auch alles so mehr oder weniger eingetroffen. Es war somit für mich alles vorhersehbar und offensichtlich. Lediglich eine kleine Überraschung gab es und diese hatte kaum einen Einfluss auf den weiteren Handlungsverlauf.

Zum Ende hin wird es richtig kitschig. Obwohl ich romantisch veranlagt bin, war es mir insgesamt zu rosarot und positiv. Von meiner guten Einstellung zu Beginn über die Ernüchterung hinsichtlich Georgies einfach gestrickten Charakter bis hin zu dem kitschigen Schluss ist für mich das Buch leider immer schlechter geworden. Es war nicht so, dass ich mich durch die letzten Seiten gequält habe – überhaupt nicht. Es konnte mich eben nur nicht besonders stark fesseln.

Andrew nennt Georgie immer wieder lächerlich perfekt. In gewisser Weise beschreibt es das Buch ziemlich gut. Die übertriebenen Gegensätze und die Darstellung der extremen Lebensweisen sind manchmal geradezu lächerlich und gleichzeitig ist der Verlauf der Geschichte zu perfekt, zu geradlinig. Es ist anschaulich geschrieben und es kann einen zeitweise auch gut unterhalten, aber man verpasst auch nichts wirklich, wenn man dieses Buch nicht gelesen hat.

Veröffentlicht am 27.02.2019

Monster, Monster, klein und groß, werden dich packen und lassen nicht los

Monsters of Verity (Band 1) - Dieses wilde, wilde Lied
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Als Neuling was die Bücher von Victoria Schwab angeht, war ich sehr gespannt auf die Geschichte. Ich hatte schon viel Gutes über die Autorin gehört und außerdem klang der Klappentext so spannend. Zunächst ...

Als Neuling was die Bücher von Victoria Schwab angeht, war ich sehr gespannt auf die Geschichte. Ich hatte schon viel Gutes über die Autorin gehört und außerdem klang der Klappentext so spannend. Zunächst war ich etwas über den Untertitel "Dieses wilde, wilde Lied" verwundert. Das Buch soll von Monstern handeln und gleichzeitig wird hier der Titel mit Musik assoziiert. Das passte zunächst nicht zusammen. Tatsächlich wird das musikalische Element auch bei dem Aufbau der Geschichte berücksichtigt. Statt einem Prolog gibt es hier ein Präludium und anschließen heißen die einzelnen Abschnitte Strophen. Es dauert ein bisschen aber Musik spielt in der Tat eine größere Rolle in dem Buch, sodass ich hier genial finde, wie dieses Thema auch in der Gestaltung aufgegriffen wurde.

Der Einstieg in die Handlung verlief zunächst ganz gut. Der Leser lernt die Hauptpersonen Kate und August kennen. Die einzelnen Kapitel sind jeweils abwechselnd aus ihrer Sicht geschrieben. Dabei sind sie sehr unterschiedlich. Zunächst war mir Kate überhaupt nicht sympathisch. Sie ist eigensinnig, skrupellos und ziemlich rebellisch. In meinen Augen ist sie niemand, den man auf den ersten Blick gern haben kann. Um nach Verity-City und damit zu ihrem Vater zurückzukehren, lässt sie sich von mehreren Schulen verweisen und ist dabei sogar bereit eine Kapelle anzuzünden. Kurz gesagt, sie ist ein wirklich schwieriger sowie anstrengender Teenager.

Obwohl mein Eindruck zu ihr am Anfang so negativ war, ist es schön mitzubekommen, wie sich das irgendwann ändert. Es gibt hier nicht ein Schlüsselereignis, sondern es ist ein stiller, schleichender Prozess. Ich hätte nicht gedacht, dass sie mir mal sympathisch wird, aber an späteren Stellen war sie teilweise sogar mein Lieblingscharakter.

August ist hier ganz anders. Er ist ruhiger und nachdenklicher. Da er immer von Zuhause aus unterrichtet wurde, ist er den Umgang mit anderen Menschen nicht unbedingt gewohnt. Außerdem ist er ein Sunai, also eine Art Monster, und wird von seiner Familie im Verborgenen gehalten. Er war mir mit seiner ruhigen Art zunächst deutlich sympathischer.

Nach den ersten Kapiteln sind einige Fragen aufgetaucht. Damit hatte ich kein Problem, weil das ja gerade eine Geschichte spannend macht. Es hat jedoch auch dazu geführt, dass ich zunächst das Gefühl hatte in der Luft zu hängen und keine Ahnung zu haben, in was für einer Welt ich mich gerade befinde, wer gut sowie wer böse ist und was eigentlich die Monster aus macht. Hier hätte mir eine Karte mit den einzelnen Stadtteilen den Einstieg erleichtert. Wenn ich so einen Eindruck in den ersten Kapiteln habe, dann ist das ok, dann genau dafür gibt es eben eine Einleitung. Aber hier hat der Zustand über die Hälfte des Buches angehalten. Nach der Hälfte waren immer noch so viele Fragen offen und ich hatte noch immer keinen Plan, worauf das alles hinauslaufen soll. Das hat mir hier eindeutig zu lange gedauert bis die Geschichte an Fahrt und damit an Spannung aufgenommen hat.

Das letzte Drittel war anschließen voller Wendungen, Überraschungen und Aktion. Hier spielt sich alles ab, worauf ich davor quasi 250 Seiten gewartet habe. Ab da hat mich die Geschichte komplett gepackt und ich wollte auch wissen, wie es weiter geht. Da tat es mir echt leid, dass es in den ganzen Kapiteln davon eindeutig anders war.

Was jedoch auch noch bei dem Buch hervorzuheben ist, ist die Darstellung von Gut und Böse. Dadurch dass wir in dieser Stadt Menschen und Monster haben, würden man meinen, dass es hier einfach ist zu definieren werde gut und wer böse ist. Tatsächlich gibt es hier genug Beispiele, in denen eigentlich die Menschen die Monster sind und umgekehrt. Das war für mich ein sehr schönes stilistisches Mittel.

Insgesamt hat das Buch viele wirklich spannende Elemente und ist genial aufgebaut. Durch den ziemlich langsamen Start, der sich sehr in die Länge gezogen hat, war es jedoch zunächst ein etwas zähes Lesevergnügen. Insgesamt finde ich die Idee gut und bin gespannt, wie es mit Verity City in Teil zwei weiter geht. Einige Ideen habe ich hier bereits.

Veröffentlicht am 18.02.2019

Ein Buch über das "Was-wäre-wenn"

Tycoon - Dein Herz so nah
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"Es gibt kein Du und Ich. Wir waren ein paar Mal dicht dran, aber..." "Es hat immer ein Du und ich gegeben. Du und ich wissen das sehr wohl. Nur du und ich wissen um all die Berührungen, zu denen es nie ...

"Es gibt kein Du und Ich. Wir waren ein paar Mal dicht dran, aber..." "Es hat immer ein Du und ich gegeben. Du und ich wissen das sehr wohl. Nur du und ich wissen um all die Berührungen, zu denen es nie gekommen ist. Zu all den Küssen, die uns nie gegeben haben. All den verdammten Tänzen, die ich nicht mit dir getanzt habe."

Der Gedanke kommt einem immer wieder. Was wäre wenn ich heute morgen nicht verschlafen hätte... Oder was wäre wenn ich dem Typen im Club einfach angesprochen hätte... Bei Bryn und Aaric ist es das was wäre wenn, sie sich damals gesagt hätten, wie sie für einander empfinden. Sie sind zusammen zur Schule gegangen und waren befreundet, bis Aaric aus der Stadt weggezogen ist. Jahre später ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann. Bryn sucht ihn auf, weil sie sich Unterstützung für ihr Start-Up Unternehmen erhofft. Auch wenn Jahre vergangen sind, ist die Anziehung noch da.

Es ist ein Buch, dass an vielen Stellen immer wieder dezent thematisiert, dass nicht viel gefehlt hätte, damit die Geschichte ganz anders verlaufen wäre. Gedankengänge, die vielleicht banal, aber doch so menschlich sind. Es ist vielleicht nicht durchschnittlich, dass Aaric so reich ist, aber ansonsten hatte ich das Gefühl, dass die beiden Hauptpersonen auch ganz natürliche Wesenszüge haben. Sie sind nicht extremst begabt oder fehlerfrei. Sie irren, bereuen und zweifeln, wie es jeder andere auch tun würde. Das war für mich sehr erfrischend und hat mir Spaß gemacht. Der Leser bekommt nicht ein Ideal gezeigt, das es so in der Realität nicht gibt.

Bryn braucht das Start-Up nach dem das Unternehmen ihrer Eltern bankrott gegangen ist. Sie ist eigentlich eher ein kreativer Kopf und hat mit den ganzen betriebswirtschaftlichen Planungen keine Erfahrungen. Daher ist ihr Plan auch alles andere als perfekt. Sie glaubt aber an ihre Idee und ist bereit dafür sie sehr viel zu investieren. Von ihrer Art her ist sie offen für Neues, bodenständig und sehr sympathisch. Sie ist jemand, mit dem ich auch gerne in der Realität befreundet wäre.

Im Gegensatz dazu ist Aaric jemand, der mir nicht auf den ersten Blick sympathisch war. Ich brauchte etwas, um mit ihm warm zu werden. Das schöne ist, dass Bryns Sicht die Gegenwart erzählt und aus seiner Sicht einige Rückblenden geschildet werden. Der Leser bekommt so Einblicke in die Jugendzeit oder auch die jüngste Vergangenheit, wodurch schnell deutlich wird, warum Aaric so ist, wie er eben ist. Mit dem Wissen bin ich mit seiner Art viel besser zurecht gekommen, weil ich sie einfach verstehen konnte.

Das Buch hat mir die ersten zwei Drittel ausgesprochen gut gefallen. Danach kam eine Wendung, die ich so nicht direkt erwartet hätte. Wenn man ein paar Liebesromane gelesen hat, dann weiß man, dass irgendwie noch ein bisschen Drama kommen muss, weil es sonst ja auch viel zu einfach wäre. Hier kam auch noch was Drama und ich hatte schon die Befürchtung, dass es jetzt sehr vorhersehbar und kitschig wird. Sehr skeptisch habe ich daher die letzten Kapitel gelesen. Aber da das Buch etwas anders als erwartet geendet hat und es zum Glück nicht extrem romantisch wurde, war das alles insgesamt stimmig.

Es ist insgesamt eine schöne, realistische Liebesgeschichte mit bodenständigen Charakteren. Wer die Real-Reihe der Autorin kennt, darf nicht ganz so viele Emotionen und Tiefgang erwarten, aber es ist dennoch eine super Unterhaltung.

Veröffentlicht am 15.02.2019

Es hätte so gut werden können

Invincible - Ich geb dich niemals auf
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Dieses Buch war nicht die erste Sportler-Romanze, die ich gelesen habe und mit Sicherheit wird es nicht die letzte sein. Starke, durchtrainiert Männer sind einfach ein Augenschmaus - auch beim Lesen. Mit ...

Dieses Buch war nicht die erste Sportler-Romanze, die ich gelesen habe und mit Sicherheit wird es nicht die letzte sein. Starke, durchtrainiert Männer sind einfach ein Augenschmaus - auch beim Lesen. Mit einer positiven Stimmung bin ich somit in das Buch gestartet. Zunächst passte hier auch alles. Der Leser lernt den Rugbyspieler Nick und die neue Sportpsychologin Anna kennen. Da Nick sich direkt zu Beginn verletzt, treffen die beiden sich ziemlich schnell in einer Therapiesitzung aufeinander. Die Sitzungen werden in Ansätzen auch beschrieben und klingen ziemlich schlüssig. Bis hierhin konnte ich allem sehr gut folgen.

Der Titel und der Klappentext versprechen einen Tiefpunkt in Nicks Leben. Dieser kommt erst ein bisschen später in dem Buch und das war auch der erste Moment, wo ich mir dachte "halt, das passt so nicht zusammen". Ohne ins Details zu gehen, stelle man sich nun mal einen Menschen vor, der ganz unten angekommen ist. Seine Welt ist gerade zerbrochen und es geht im miserabel. Hier könnten wirkliche Existenzängste, eine emotionale Krise, ein Zusammenbruche oder so auftauchen. Es gibt ganz viel, was an so einer Stelle passieren könnte. Aber egal, wie ein Charakter auf so eine Veränderung reagiert, in irgendeiner Form wird er extreme Emotionen empfinden und genau die erwarte ich auch als Leser zu spüren. Wenn die Hauptperson verzweifelt ist, dann sollte das auch irgendwo zwischen den Zeilen stehen.

In dem Großteil des Buches konnte ich mir zwar vorstellen, was hier die Charaktere empfinden, aber auf den Buchseiten habe ich das komplett vermisst. Hier wird überwiegend die Handlung, sachliche Gedanken oder Dialoge objektiv berichtet. Das war mir eindeutig zu wenig. Bei so einem Thema muss da einfach viel mehr kommen.

Von der Idee des Buches und dem Rahmenkonzept her war alles für eine perfekte Liebesgeschichte dabei. Es gab eine interessante Handlung, zwei unterschiedliche Charaktere, ein roter Faden und auch ein Spannungsdreieck, aber die Umsetzung war einfach zu schwach. In meinen Augen hätten die Hauptpersonen noch weiter ausgearbeitet werden müssen, damit sie vielschichtiger sind und damit dann auch die Emotionen noch mehr hervorgehoben werden können. Wenn der Leser wirklich versteht, warum ein Charakter seinen Job so liebt, dann ist es viel leichter nachzuvollziehen, warum es schwer ist, wenn man diesen nicht mehr ausüben kann.

Somit hatte das Buch für mich zwar einige gute Ansätze, aber die Umsetzung war an vielen Stellen verbesserungswürdig.

Veröffentlicht am 14.02.2019

Bei weitem nicht so gut, wie der erste Teil

Iron Flowers. Die Kriegerinnen
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Der erste Teil von Iron Flowers war unglaublich gut. Die Schwestern Nomi und Serina sind mir ans Herz gewachsen und ich fand es ausgesprochen faszinierend, wie die beiden im Laufe der Geschichte nach und ...

Der erste Teil von Iron Flowers war unglaublich gut. Die Schwestern Nomi und Serina sind mir ans Herz gewachsen und ich fand es ausgesprochen faszinierend, wie die beiden im Laufe der Geschichte nach und nach ihre Rollen getauscht haben. Ich war daher sehr gespannt darauf, wie der Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung weitergeht.

Zunächst einmal wird das Hörbuch von Theresa Horeis und Coco Plümer angenehm gesprochen. Die Sprecherinnen sind jeweils die Stimme für eine Schwester. So wird immer schnell deutlich von wem der jeweilige Abschnitt handelt. Cool ist auch, dass die Sprecherin von Serina eine ruhigere, weichere Stimme hat und Nomis ein bisschen härter klingt. Dadurch werden Eigenschaften der Charaktere durch die Sprecherinnen aufgegriffen.

Bei dem Hörbuch ist zudem wichtig, dass es sich um eine gekürzte Lesung handelt. Ich habe das Buch zwar nicht in einer ungekürzten Version gelesen, aber ich hatte an der ein oder anderen Stelle schon das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Vielleicht würde meine Bewertung insgesamt besser ausfallen, wenn hier die Lücken gefüllt gewesen wären.

Der Einstieg ist mir gut gelungen. In ein paar wenigen Sätzen wurden die Ereignisse am Ende von Band eins zusammengefasst, sodass der Leser bzw. der Hörer schnell wieder in der Geschichte drinnen ist. Nomi kommt auf der Insel bei Serina an. Aber das Wiedersehen ist nicht lange glücklich, es gilt nun die Zukunft zu planen und zu überlegen, wie es mit den Frauen weiter gehen soll.

Zunächst ist die Handlung fesselnd und die Hälfte der Geschichte hatte ich sehr schnell gehört. Danach fällt der Spannungsbogen jedoch sehr stark ab. Die emotionale Bindung, die ich im ersten Teil zu Nomi und Serina hatte, hat mir hier komplett gefehlt. Die Ereignisse werden neutral und teilweise sehr temporeich beschrieben, wobei die Gefühle außer Acht gelassen werden. Alles ist so distanziert, dass selbst ein paar Morde spurlos an mir vorbei gegangen sind.

Das Ende war dann insgesamt in Ordnung, aber es war viel zu gradlinig. Plötzlich passt alles zusammen und fügt sich reibungslos. Das passte nicht zum Rest der Geschichte und hat mich ziemlich enttäuscht. Es hätte ja kein riesengroßes Drama sein müssen, aber ein paar Unwägbarkeiten wären schon gut gewesen. Somit bin ich jetzt eigentlich froh, dass die Geschichte abgeschlossen ist. Die Dilogie war so nett zu lesen, aber es ist auch gut, dass sie jetzt vorbei ist.