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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2026

Eine Hommage an das Lesen

Man liest nur mit dem Herzen gut
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Liest du gern? Welches Buch hat dich berührt? Welche Geschichte hat dich verändert, dich inspiriert, dich getröstet?

„Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune.“
Johann Wolfgang ...

Liest du gern? Welches Buch hat dich berührt? Welche Geschichte hat dich verändert, dich inspiriert, dich getröstet?

„Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune.“
Johann Wolfgang Goethe (s.S. 75)

Delia Holtus hat für das kleine, wunderschön gestaltete Buch „Man liest nur mit dem Herzen gut“ 11 persönliche Geschichten von Frauen gesammelt, die von der Kraft der Bücher und den Lesens erzählen. Die Autorinnen lassen die Leser teilhaben an Momenten, in denen Bücher sie berührt und angesprochen haben, erzählen, wie einzelne Sätze aus Büchern sie getröstet und ermutigt haben.
Zu etwas ganz Besonderem wird das Buch aber auch durch die wunderschönen, farbenfrohen und detailreichen Illustrationen der Künstlerin Katja Hogh. Ihre Bilder der lesenden Frau mit Katze strahlen Ruhe aus, laden zum Innehalten und Verweilen ein. Außerdem findet man zwischen den Geschichten und Illustrationen passende Zitate und Bibelverse zum Lesen.

„Einige Bücher soll man kosten, andere verschlingen, und einige wenig kauen und verdauen.“
Francis Bacon (s. S. 51)

Mir gefällt das Buch sehr gut. In den Erzählungen kann ich mich gut wiederfinden, manche Erinnerung an vergangene Lesestunde wird geweckt. Die Illustrationen liebe ich, den sie spiegeln meine Liebe zum Lesen und zu Katzen wider. So ist das Buch für mich ein Schatz und ich werde sicher noch oft darin blättern und lesen.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Eine Familiengeschichte voller Geheimnisse

Morgensonnenglück
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In ihrem neuen Roman „Morgensonnenglück“ entführt Autorin Petra Schier ins beschauliche Eifelstädtchen Lissenborn. Am Rand des Ortes liegt die „Flower-Ranch“, ein Gutshof in Besitz von Milton und Maria ...

In ihrem neuen Roman „Morgensonnenglück“ entführt Autorin Petra Schier ins beschauliche Eifelstädtchen Lissenborn. Am Rand des Ortes liegt die „Flower-Ranch“, ein Gutshof in Besitz von Milton und Maria Flower. Dorthin ruft Milton seine Familie, doch über den Grund schweigt er vorerst. Zur Familie gehören ganz unterschiedliche Frauen. Die Zwillinge Holly und Ivy sind bei den Großeltern aufgewachsen. Inzwischen ist Holly Ärztin in Heidelberg und Ivy arbeitet in einem Hotel und lebt mit ihrer 16-jährige Tochter Rose in Ahrweiler. Violet, die Mutter der Zwillinge, lebt mit ihrer dritten Tochter Lilly in den USA. Zu den Zwillingen gab und gibt es nur selten Kontakt. Als die Familie nach Jahren des Schweigern aufeinander trifft und Milton seinen Plan für das Gut und jedes einzelne Familienmitglied offenlegt, schlagen die Emotionen hohe Wellen und manches Geheimnis kommt ans Licht. Können die Frauen sich neu kennenlernen und sich verzeihen und vertrauen? Gibt es eine gemeinsame Zukunft für sie in Lissenborn? Hollys Leben wird zusätzlich durcheinander gewirbelt als sie ihre heimliche Jugendliebe Raik wiedertrifft….

Ich lese die Romane von Petra Schier gern und so habe ich mich auf das neue Buch gefreut. Das Cover finde ich sehr gelungen, es weckt Sehnsucht nach dem Frühling und passt gut zum Buchtitel. Leider hatte ich mit diesem Roman einige „Startschwierigkeiten“, was einerseits an den vielen verschiedenen Personen lag und außerdem an Maria, die mir mit ihrer herrische Art von Beginn an unsympathisch. Irgendwann konnte mich die Geschichte aber dann doch fesseln. Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen, Personen und Orte sind detailliert beschrieben. Was so nach und nach ans Licht kommt, wie manipulativ Milton und Maria Flower das Leben ihrer Tochter und der Enkelinnen beherrscht haben und mit ihrem Plan auch weiterhin nach ihren Vorstellungen gestalten wollen, ist erschreckend. Besonders Holly trifft es sehr und sie stellt ihr gesamtes bisheriges Leben in Frage. Zum Glück findet sie bei Raik Halt.
Insgesamt konnte ich mich mit den Protagonisten nicht identifizieren und blieb beim Lesen eher unbeteiligter, wenn auch interessierter Beobachter. Das Ende des Romans kommt relativ schnell und lässt einige Fragen offen, so dass es Stoff für eine Fortsetzung gibt.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Schöner Roman für entspannte Lesestunden

Meerglück, friesisch blau
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Ich liebe Romane, die am Meer spielen und als ich das wunderschöne Cover von „Meerglück friesisch blau“ sah, war sofort mein Interesse geweckt. Im Roman habe ich Liv auf die Insel Föhr begleitet. Livs ...

Ich liebe Romane, die am Meer spielen und als ich das wunderschöne Cover von „Meerglück friesisch blau“ sah, war sofort mein Interesse geweckt. Im Roman habe ich Liv auf die Insel Föhr begleitet. Livs Leben ist gerade in einer „Wartescheife“, nach einem Schicksalsschlag hat sie sich von ihrem Mann getrennt und ihren Beruf aufgegeben, aber ein neues Ziel, eine Perspektive fehlt. Dass die Bitte ihre Freundin Kristin auf die Insel zu kommen für Liv viel ändert, ahnt sie nicht. Doch die Zeit auf Föhr, der Abstand zum alten Leben, die Gespräche mit der Freundin tun gut… Außerdem sind da antike Möbel, die aufgearbeitet werden sollen und damit muss Liv sich einem Trauma stellen. Beim Arbeiten in der Scheune findet sie eine Statue, die sie berührt und sie begibt sich auf der Suche nach dem Künstler. So lernt Liv Mattis und seine bezaubernde Tochter Jonna kennen. Zwischen Strandspaziergängen und Inseltouren wächst zwischen den beiden schnell ein Verstehen, wie es nur Menschen mit ähnlichen Erfahrungen haben. Doch ist die Zeit schon reif für Neuanfänge?

„Meerglück friesisch blau“ ist ein schöner Sommerroman. Der Schreibstil des Autorinnen - Duo’s lässt sich gut lesen, die Beschreibungen von Personen, Orten und Handlungen sind bildhaft und detailliert, die Charaktere gut ausgearbeitet. Mir gefiel die Freundschaft zwischen Liv und Kristin, wie sie sich verstehen, sich unterstützen… Mattis und Jonna habe ich auch sehr schnell ins Herz geschlossen und der alte Fischer Jonte ist ein echtes Original. Im Roman werden ganz verschiedene Themen angesprochen: Freundschaft, Vertrauen und Liebe, Vergangenheitsbewältigung und Neuanfänge….
Der Roman hat mich gut unterhalten und mir entspannte Lesestunden geschenkt. Ich freue mich schon sehr auf den 2. Teil der Reihe.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Spannender Roman mit Tiefgang

Sag, wo mag die Erbin sein?
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Texas, 1896: Seit vielen Jahren lebt Letty Hood gemeinsam mit ihrer Großmutter versteckt in den Wäldern, denn nur dort ist sie sicher vor ihrem gierigen und skrupellosen Onkel, der es auf ihr Vermögen ...

Texas, 1896: Seit vielen Jahren lebt Letty Hood gemeinsam mit ihrer Großmutter versteckt in den Wäldern, denn nur dort ist sie sicher vor ihrem gierigen und skrupellosen Onkel, der es auf ihr Vermögen abgesehen hat. Nun naht ihr 21. Geburtstag und sie soll nach Houston zurückkehren und ihr Erbe antreten. Ihre Mutter beauftragt Pinkerton- Detektiv Philip Carmichael Letty zu finden und sie sicher nach Hause zu bringen. Unterwegs überrascht die junge Frau den Detektiv immer wieder mit ihrem Mut, Stärke und Einfühlungsvermögen…. Doch nicht nur die Mutter schickte jemand los um Letty zu finden, auch der Onkel lässt sie suchen. Und je näher Letty und ihr Begleiter ihrem Ziel kommen, desto größer wird die Gefahr….

Ich lese die Romane von Karen Witemeyer sehr gern und so habe ich mich auf das neue Buch von ihr gefreut. „Sag, wo mag die Erbin sein?“ ist leicht angelehnt an das Märchen von Rotkäppchen. So zeigt das gelungene Cover Letty in ihrem roten Kapuzenmantel und ihren treuen Wolfshund Rusty.
Die Geschichte beginnt sehr spannend und ich war sofort gefesselt von der Handlung. Letty und Philip sind interessante, vielschichtige und sehr sympathische Charaktere, die ich schnell ins Herz geschlossen habe. Sie stellen sich mutig und entschlossen allen Gefahren unterwegs, sorgen sich aber auch umeinander und teilen Zweifel, Träume und ihren Glauben. Unterwegs entwickeln sich zwischen Letty und Philip tiefe Gefühle. Aber die reiche Erbin und der einfache Detektiv… wie soll das zusammen passen? Auch Lettys Mutter und Großmutter sind mutige Frauen, die ich gern mochte. Und dann ist da noch der Onkel und seine Helfer und durch sie bleibt die Spannung bis zum Ende hoch.


„Sag, wo mag die Erbin sein?“ erzählt eine spannende Geschichte, voll tiefer Gefühle und mit humorvollen Szenen. Der Schreibstil von Karen Witemeyer lässt sich angenehm lesen, die Personen, Orte und Handlungen sind sehr gut und bildhaft beschrieben. Der Roman hat mich von der 1. Seite an in seinen Bann gezogen. Viel zu schnell ist die letzte Seite gekommen. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Spannender, tiefgründiger, historischer Roman

Wo der Himmel uns berührt
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New Mexico, 1916: das Leben stellt Cassie Barton immer wieder vor Herausforderungen. Die Mutter starb früh, ihre Schwester Melissa hat sich in der Ferne ein eigenes Leben aufgebaut und will keinen Kontakt ...

New Mexico, 1916: das Leben stellt Cassie Barton immer wieder vor Herausforderungen. Die Mutter starb früh, ihre Schwester Melissa hat sich in der Ferne ein eigenes Leben aufgebaut und will keinen Kontakt zu Cassie. Nachdem ihr Vater bei einem Zugunglück ums Leben kam, lebt die junge Frau allein. Als Schneiderin verdient sie sich ihren Lebensunterhalt, doch ein Unfall macht dies einige Wochen unmöglich. Zum Glück hat sie gute Freunde in der Gemeinde, die sie versorgen, und sie findet Beschäftigung, indem sie Geschichten der Arbeiter der Santa Fé - Eisenbahngesellschaft aufschreibt...
Sehr häufig bekommt Cassie Besuch und Hilfe von Brandon DuBarko, der für ihren Vater wie ein Sohn war und der versprochen hat auf Cassie aufzupassen. Brandon ist ein guter Mann, aber er leidet schwer unter einer Last seiner Vergangenheit…
In der kleinen Stadt im Grenzgebiet zu Mexico gibt es immer wieder Unruhen. Schienen der Eisenbahngesellschaft werden zerstört, es gibt Grenzkonflikte… und plötzlich sind Brandon und Cassie ganz persönlich das Ziel…

„Wo der Himmel uns berührt“ ist ein emotionaler und spannender, historischer Roman. Es ist
das 1. Buch von Tracie Peterson, das ich las und es hat mir gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen und ich bin schnell eingetaucht in die Geschichte. Die beiden Hauptprotagonisten waren mir von Beginn an sympathisch. Cassie ist eine freundliche und warmherzige Frau. Ihr Glauben gibt ihr Halt, auch in schwierigen Zeiten. Sie leidet sehr unter der Trennung von ihrer Schwester, nutzt aber jede Chance zur Versöhnung. Brandon ist sehr verantwortungsbewusst, egal ob es um die ihm anvertrauten Menschen geht oder um seine Arbeit bei der Eisenbahn. Cassie wird ihm immer wichtiger, doch seine Vergangenheit lässt zarte Gefühle für eine Frau nicht zu. Es ist interessant seine inneren Kämpfe mitzuerleben, zu sehen wie er sich Cassie und Pastor John öffnet und wie er sich der Vergangenheit stellt. Auch die Nebencharaktere und die detaillierten Beschreibungen von Situationen und Orten gefielen mir gut.
Während sie die Geschichte von Cassie und Brandon eher leise entwickelt, gewinnt die Handlung stetig an Spannung durch einen Bandenchef auf seinem persönlichen Rachefeldzug.

„Wo der Himmel uns berührt“ ist ein tiefgründiger, spannender Roman, in dem christlicher Glaube eine wichtige Rolle spielt. Das Buch hat mich gut unterhalten und ich empfehle es gern weiter.

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