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Veröffentlicht am 27.04.2025

Ein atmosphärisches Abenteuer

A Fate inked in Blood (Skaland-Saga 1)
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Benutzt. Benutzt. BENUTZT.

Das ist, was Freya in ihrem Leben ertragen muss. Benutzt von der Mutter. Benutzt von ihrem erzwungenen Fischer – Ehemann. Benutzt vom neuen Ehemann Snorri, dem Fürsten der Nordlande, ...

Benutzt. Benutzt. BENUTZT.

Das ist, was Freya in ihrem Leben ertragen muss. Benutzt von der Mutter. Benutzt von ihrem erzwungenen Fischer – Ehemann. Benutzt vom neuen Ehemann Snorri, dem Fürsten der Nordlande, als dieser erkennt, dass Freya die Macht der Schildmaid inne hat. Sagte die Prophezeiung ihm doch schon lange zuvor, er würde mit Hilfe der Schildmaid alle Skaländer vereinigen und König werden. Doch es kommt alles anders als gedacht und Freya wird bei Bjorn abgeladen, solange Snorri sie nicht in seinem Kampf benötigt. Sie entwickeln Gefühle, Vertrauen und auf gewisse Art Freundschaft und doch steht die Prophezeiung wie eine drohende Axt über ihrem Kopf. Geheimnisse umgeben die Handlung und ihre mystische Atmosphäre raubt einem fast den letzten Nerv. Wie wird Freya Skaland unter einem König vereinen und was wollen die Götter eigentlich, die der jungen Schildmaid so nahe stehen?

Der erste Teil der „Skaland-Saga“ ist vor allem in einem epischen Setting entworfen. Danielle L. Jensen hat das Talent den Leser in ihre raue, nordische Welt zu ziehen und förmlich mit zu reißen. Rau, düster und kalt ist ihr Schauplatz, brutal, blutig und radikal die Art der Skaländer und die Autorin beschreibt das unfassbar authentisch und realistisch.

Auch bei den Charakteren hat Frau Jensen richtig viel Liebe zum Detail gezeigt. Freya ist eine besondere Frau mit einem starken Charakter und einem guten Herzen. Ihre Persönlichkeit muss reifen und die Situation, die ihr einiges abverlangt, wird ihre Art zu denken und zu handeln noch mehr formen. Doch ich fand sie schon ziemlich cool. Hier muss ich auch ein großes Lob an die Sprecherin Leonie Landa aussprechen. Ihre Interpretation der Charaktere, ihre Aussprache der nordischen Begriffe und ihre Art den verschiedenen Persönlichkeiten Leben einzuhauchen, war der Wahnsinn. Ich empfand das als super authentisch und war begeistert. Dieses Nordische passt enorm gut zu der Sprecherin.

Die anderen Charaktere waren interessant. Bjorn hab ich sehr gemocht. Er ist ein greifbarer, sehr straighter Kerl mit Prinzipien. Doch Bjorn hat viele Geheimnisse, die ihn umwabern und seine Person nicht immer so klar machen. Vor allem was seine Absichten angeht. Er hat ein gutes Herz, wirkt aufrichtig, temperamentvoll und vor allem leidenschaftlich. Doch so richtig hab ich ihm nicht alles abgekauft, bis zum Ende des ersten Teils.
Die anderen Menschen waren zum Teil einfach unangenehm, was mit Absicht so wahr und dennoch teilweise echt anstrengend. Ylva, die erste Frau von Snorri hat ihre Prinzipien und irgendwie verstehe ich die Sicht ihrer Dinge, aber ich finde sie einfach fies und unangenehm. Snorri war eine Marke für sich. Dazu gleich mehr. Aber generell fand ich es schwer im Verlauf der Handlung jemanden anderen als Freya und Bjorn zu mögen, aber das müsst ihr selbst heraus finden. Es hatte schon seinen Grund.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist die Vorhersehbarkeit der Handlung und der Wahn von Snorri alles mit „Göttlichen Prüfungen“ zu erklären. Ersteres war schade, weil mich vieles nicht überraschen konnte, wenn es auch trotzdem super spannend war zu hören. Letzteres passte zum Fürst der Nordlande und der Storyline, ging mir aber wirklich stark auf die Nerven, da sich niemand wehrte. Es war auch nicht wirklich logisch teilweise. Schließlich hat Bjorn, sein eigener Sohn, einen Tropfen göttlichen Blutes abbekommen und er tut trotzdem nichts gegen die Ansichten seines Vaters? Vielleicht war das zu der Zeit so, aber… ich empfand das als schwierig nachvollziehbar.

Ich bin gespannt auf Band Zwei, da ich hoffe da überrascht zu werden. Wird es Freya dort, wo sie nun hin muss, besser gehen? Oder nimmt das Wort „benutzt“ einfach nur erneut seine Arbeit auf? Wir werden sehen. Denn das atmosphärische Setting, die spannende Story und die Idee selbst ist wirklich fesselnd.
Ich freue mich auf Band 2 und kann es euch trotzdem empfehlen. Es ist mal was anderes!

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Magisch!

Wishkeeper, Band 2 - Die Reise nach Silversands
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Was ist mit den Inklingen los? Farblos haben Lexi, Milo und Talon sie noch nicht gesehen. Ohne Bedenken nehmen die Kids die kleinen Wesen trotzdem mit in die fantastische Welt von Everwish, was jedoch ...

Was ist mit den Inklingen los? Farblos haben Lexi, Milo und Talon sie noch nicht gesehen. Ohne Bedenken nehmen die Kids die kleinen Wesen trotzdem mit in die fantastische Welt von Everwish, was jedoch ungeahnte, schlimme Folgen hat. Zudem halten die bösen Horroxer Tremoris einige Crimsons gefangen, was dessen Artgenossen zu einer echten Gefahr werden lässt. Sie bedrohen die Eiswelt von Eterna und Lexi, Milo und Talon bleibt nichts anderes übrig, als sich erneut der Gefahr zu stellen und Everwish mit den ganzen süssen Wunschwesen hoffentlich beschützen zu können.

Meine Lesemaustochter und ich waren schon Fan des ersten Teils und sind es nun definitiv auch vom Zweiten. Es ist eine wundervolle Idee, sich vorzustellen, wie unsere unerfüllten Wünsche ein Zuhause bekommen. Wir lieben diese putzigen, kleinen Wunschwesen und ihre Art sich weiter zu entwickeln. Sie sind genauso frech, wie wir manchmal und mussten oft genug über ihre Art die Sprache zu lernen schmunzeln. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass der zweite Band eine ganze Spur spannender ist, als Band 1. Barbara Laban hält den Spannungsbogen hier ganz schön hoch und gerade auch für Kinder, könnte ich mir vorstellen, dass sich ordentlich Herzrasen einstellt. Die Story wirkt etwas düsterer, etwas gefährlicher und man bangt viel mehr mit den Schicksalen der Wesen, als auch der Wishkeeper mit. Wir hatten schon das Gefühl Teile von Everwish seien nicht mehr zu retten. Ich hab an meinem Kind gemerkt, wie sehr das auch zu setzen kann und war so froh, als der Verlauf sich doch in eine positive Richtung entwickelte.

Barbara Laban ist eine großartige Autorin. Sie erzählt leicht und locker, wortgewandt und vor allem lebendig eine Geschichte, die zum Träumen einlädt. Wir konnten uns wunderbar in die Charaktere hinein versetzen, liebten die verschiedenen Persönlichkeiten und vor allem natürlich die unterschiedlichen Wunschwesen. Am meisten den kleinen lila Affen Hope. Sie liebt Popcorn und ist so so süss. Mit ihrer fast schon malerischen Art ihre Welt zu beschreiben hat uns die Autorin regelrecht mitgerissen und „Wishkeeper: Die Reise nach Silversands“ förmlich einatmen lassen.

Meine Tochter und ich können den dritten Teil kaum erwarten und freuen uns schon total auf Dezember.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Wundervolle Geräusche

Max-Bilderbücher: Wir besuchen die Feuerwehr, Polizei und Baustelle
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Ob eine Katze vom Baum retten, den Umgang mit Feuer oder sogar die Feuerwehrrutschstange runter rutschen lernen – im ersten Teil des neuen Max-Bilderbuches von unserem Jüngsten wird es richtig spannend. ...

Ob eine Katze vom Baum retten, den Umgang mit Feuer oder sogar die Feuerwehrrutschstange runter rutschen lernen – im ersten Teil des neuen Max-Bilderbuches von unserem Jüngsten wird es richtig spannend. Auch im zweiten, als wir mit der Kindergartengruppe von Max die Polizei besuchen, lernen über einen Zebrastreifen zu gehen und was in einem Polizeiauto so alles drin ist, waren wir total begeistert. Und nicht zu vergessen, als Max den großen Bagger sieht, der direkt neben seinem Sandkasten im Nachbargarten anfängt zu arbeiten. Wie ein Haus gebaut wird, wie ein Bad gefliest wird oder sogar Licht angebracht wird, ist unheimlich spannend zu erleben. Sprich: Wir hatten sowas von Spaß!!

Meine jüngste Lesemaus ist jetzt 5 Jahre alt und absolut begeistert von allen diesen Dingen. Ob Feuerwehr, Polizei oder die coolen Fahrzeuge auf den Baustellen – jede Geschichte erzählt auf kindgerechte Art die interessantesten und auch wichtigsten Sachen und man ist total gefesselt. Christian Tielmann hat so eine Art, die Sätze kurz und ansprechend zu halten, aber verständlich und trotzdem abwechslungsreich. Ich selbst hatte total Spaß die Geschichten vorzulesen und empfinde seine Art zu schreien als super angenehm.

Die Illustrationen von Sabine Kraushaar tun ihr Übriges dazu. Die eher ruhigen, dafür großen, wunderschön bunten Bilder geben jedem Kind die Möglichkeit Details zu entdecken, überladen die kleinen Leser aber nicht mit so extrem vielen Kleinigkeiten. Ich finde die Seiten wunderschön und wirklich gut gemacht. Sie sind ansprechend, haben tolle Farbschemas und wirken einfach auf den Punkt gebracht. Ganz ganz toll!

Für uns ist das eins der besten Max-Bilderbücher und wir werden es definitiv noch öfters anschauen und lesen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Spannend!

Mission Undercover 1: Riskanter Einsatz
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Ihr habt Bock auf eine richtig süchtig machende Geheimagentenserie in Deutschland? Hier kommt Luis. Er ist erst 15 Jahre alt und der beste Geheimagent, den Deutschland zu bieten hat. Neben gefährlichen ...

Ihr habt Bock auf eine richtig süchtig machende Geheimagentenserie in Deutschland? Hier kommt Luis. Er ist erst 15 Jahre alt und der beste Geheimagent, den Deutschland zu bieten hat. Neben gefährlichen Situationen in seinem neuen Auftrag an einer Münchner Elite Schule, an die er sich erst einmal gewöhnen muss und an die Tatsache sich mit einem Mädchen befreunden zu müssen, hat er so seine Problemchen damit alles vor seinem besten Freund zu verheimlichen. Doch Milos bleibt ihm erhalten – zum Glück und ihre Freundschaft stark. Wie das ganze ausgeht müsst ihr aber selbst lesen.

Der Autor Julien Wolff hat eine super angenehme, witzig lockere Schreibweise, die auch den Spannungsbogen hoch halten kann und das Setting nicht zu kurz kommen lässt. Ich war angenehm überrascht und mein 12 – Jähriger super begeistert. Er kann den nächsten Teil jetzt schon kaum erwarten. Wir haben uns nicht entscheiden können, vor Lachen vom Sofa zu kullern oder lieber in die Kissen zu beißen, weil es so super spannend zeitweise war. Mit dieser leichten Schreibweise hat es auch einfach Spaß gemacht über die Seiten zu fliegen und ich bin mir sicher, das Fans solcher Geheimagentenbücher hier rundum versorgt werden. Der Geschichte fehlt es einfach an nichts.

Ich kann das Buch nur empfehlen und warte auf den nächsten Teil!

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Ich habe leider mehr erwartet

Royals of Nightfall. Dämonenfluch (Royal Shadows 1)
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„Royals of Nightfall. Dämonenfluch“ ist der Auftakt der „Royal Shadows“-Trilogie von Julia Kuhn und mein erstes Buch der Autorin.

Felicia, eine junge Bloggerin mit dem Namen „Royal Secret Girl“ kämpft ...

„Royals of Nightfall. Dämonenfluch“ ist der Auftakt der „Royal Shadows“-Trilogie von Julia Kuhn und mein erstes Buch der Autorin.

Felicia, eine junge Bloggerin mit dem Namen „Royal Secret Girl“ kämpft immer noch mit dem Tod ihrer Mutter von vor 2 Jahren. Zu undurchsichtig blieben die Umstände um damit abschließen zu können. Felicias oberste Priorität ist aber das Leben der royalen Familie in London. Sowohl Prinz Jasper, als auch Prinzessin Leonora sind der jungen Frau schon mehr als vertraut und sie schreibt regelmäßig Posts über ihr Privatleben. Als Felicia sich bei einer royalen Party blöderweise aussperrt und einem Dämon im Hinterhof begegnet, wandelt sich ihr Leben plötzlich extrem und nachdem raus kommt, wer ihr eifriger Retter „Jace“ wirklich ist, beginnt die Story erst richtig.

Leider muss ich gestehen, dass ich mit vielen Dingen hier einfach nicht warm wurde. Felicia ist extrem naiv und sorglos am Anfang. Wer muss schon Angst vor Dämonen haben oder damit zu kämpfen haben, das die Mutter sie lange Zeit nicht in die Wahrheit eingeweiht hat? Und das Felicia ganz urplötzlich nun zur Dämonenjägerin ausgebildet werden soll um eine enorm mächtige Fürstin zu erledigen? Hm. Auch, das ihre emotionale Verbundenheit zum wichtigen Retter schnell so stark wurde, hat mich ehrlich gesagt extrem verwundert. Ich für meinen Teil, würde königliche Personen zwar auch als normale Menschen betrachten, aber das sie so gar keine Sorgen in die Richtung hat, sondern sich sofort von ihm einnehmen lässt, fand ich irgendwie befremdlich.

Auch an der Logik haperte es an jeder Ecke. Und an wichtigen Informationen. Ich möchte hier nicht spoilern, aber so richtig nachvollziehbar war da einiges nicht. Man erfährt auch nicht wirklich etwas über die Magie und wie sie funktioniert. Oder wer die Royal Guard of Nightfall wirklich führt, wie viele Mitglieder es gibt, wer überhaupt Bescheid weiß und wie kann es sein, das so etwas wichtiges vor dem Königspaar und auch der Schwester Leonora geheim gehalten werden kann. Leonora weiß doch von den Geistern?!

Die Story bleibt oberflächlich, die Erklärungen gehen nicht zu tief und auch die Protagonisten haben es mir nicht immer einfach gemacht. Manchmal hatten sie eine nette Art miteinander umzugehen und auch die Dialoge konnten unterhalten. Für mich der beste Pluspunkt und auch der Punkt, warum ich fertig gehört habe, waren die Sprecher Dagmar Bittner und Louis Friedemann Thiele. Ich bin großer Fan Beider und habe ihre Art vorzulesen, den Charakteren etwas Leben und auch Emotionen einzuhauchen genossen und hätte ohne die Zwei vielleicht auch nicht durch gehalten. Sie machen vieles an Hörbüchern einfach noch besser.

Um am Ende noch etwas Positives beizutragen möchte ich noch etwas über das Setting sagen, denn die britische Atmosphäre, dieser Flair von London, die tollen Schauplätze auch samt Tea-Time und den kulinarische Köstlichkeiten hat mich schon mitgerissen. Das war wirklich gut gemacht.

Ich kann die Story so leider nur bedingt weiter empfehlen. Für mich wird es auch keinen weiteren Ausflug in das Setting geben.

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