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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2025

Starker Einzelband

Bloodguard
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Cover

Auch wenn mir der Großteil des Covers gefällt, finde ich es relativ nichtssagend. Dennoch gefallen mir die kontrastreichen Farben sowie die kleinen Details.

Meine Meinung

Einmal mehr habe ich ...

Cover

Auch wenn mir der Großteil des Covers gefällt, finde ich es relativ nichtssagend. Dennoch gefallen mir die kontrastreichen Farben sowie die kleinen Details.

Meine Meinung

Einmal mehr habe ich nach einem Buch von meinem Stapel ungelesener Bücher gegriffen, bei dem ich euch gar nicht so genau sagen kann, warum ich gerade dieses in die Hand genommen habe. Bisher habe ich viele gemischte Meinungen zu „Bloodguard“ gesehen, bin selbst allerdings positiv überrascht worden.
Zunächst einmal ist es bei den meisten Büchern so, dass entweder die weibliche Protagonistin mehr oder beide Protagonisten ähnlich viel Aufmerksamkeit bekommen – ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal eine Geschichte gelesen habe, wo vom männlichen Hauptcharakter mehr Kapitel existieren, und es hat mir überraschend gut gefallen. Leith ist ein komplexer und vielschichtiger Mann, bei dem uns der Klapptext bereits verrät, dass sein Ziel immer war seine Familie unterstützen zu können. Das Gladiatorenleben ist alles andere als einfach, doch gerade die vorsichtigen Freundschaften mit seinen Mitstreitern sowie anderen Nebencharakteren, und natürlich Maeve, geben ihm einen wundervollen Tiefgang.
Maeve mochte ich zwar, allerdings nicht ganz so gerne wie Leith. Zunächst einmal habe ich einige Dinge, die ihre Vergangenheit bzw. das Ableben der Königin betreffen nicht wirklich verstanden und es gab jede Menge Momente, wo ich mir mehr Initiative von ihr gewünscht hätte. Das Schicksal ihrer Familie hat mir das Herz gebrochen, ich habe mit ihr gelitten, geweint und um geliebte Charaktere getrauert.
Tatsache ist jedoch, dass ich die Beziehung der beiden leider nicht ganz gefühlt habe. Ich mochte beide zusammen, keine Frage, habe aber immer auf den Moment gewartet, wo mich die Liebe der beiden richtig erreicht.
Sowohl das Worldbuilding als auch das Setting, neben anderen Kleinigkeiten wie dem Aussehen der Charaktere an sich, weist meiner Meinung nach große Lücken auf. Es gibt großartige Ansätze, wie die Geschichte des Phönix oder die Intrigen bei Hofe, doch ich hatte bis zur aller letzten Seite den Eindruck, dass die Verbindung der einzelnen Elemente fehlt. Damit einhergehend hatte ich zudem hier und da den Eindruck, dass gewisse Geschehnisse nicht ganz logisch sind – als Beispiel: Leith bekommt seit seinem Beginn als Gladiator Briefe von seiner Familie sowie einen Brief von jemand Fremden mit wichtigen Inhalt. Woher genau wussten unsere Protagonisten, dass, was in diesem Brief stand, die Wahrheit war? Warum wurde das nicht geprüft? Meinetwegen im Epilog oder so. Kurz zu Beginn dieses Absatzes habe ich es ebenfalls schon angesprochen, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin etwas mehr Detailverliebtheit in die Äußerlichkeiten unserer Charaktere investiert hätte. Gerade was wiederkehrende Charaktere, neben den beiden Protagonisten, angeht kann ich euch von den Haarfarben mal abgesehen wenig wiedergeben. Dies betrifft allerdings auch die unterschiedlichen Wesen, die diese Welt bevölkern: Von Menschen und Elfen, zu Trollen, Riesen und Ogern ist jede Menge dabei. Mir fehlen einfach die Details, dass die Unterschiede herausgearbeitet worden wären oder genauere Beschreibungen.
Allerdings kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich das Buch wirklich spannend fand. Sowohl die Kämpfe von Leith als auch seine Liebesbeziehung zu Maeve, neben Verrat, Intrigen und Lügen konnten mich hervorragend unterhalten. Allerdings, und das möchte ich an dieser Stelle betonen, „Bloodguard“ ist nichts für schwache Nerven. Wenn ihr bei Blut und Totschlag empfindlich seid, möchte ich euch raten zuerst die Content-Warnung am Ende des Buche zu prüfen und danach erst in die Geschichte einzutauchen.
Hierbei handelt es sich um einen starken Einzelband mit Luft nach oben. Dennoch habe ich das Buch sehr genossen und konnte diese ca. 600 Seiten innerhalb von zwei Tagen durchlesen, was sogar für meine Verhältnisse schnell ist.

Fazit

Trotz überraschend blutigem und spannendem Inhalt, besteht bei diesem Einzelband noch Luft nach oben. Ich mochte die Charaktere zwar gerne, doch die Beziehung von Leith und Maeve konnte mich nicht gänzlich catchen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2025

Habs nicht so richtig gefühlt

Purple Clouds - Honeymoon
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Cover

Ich weiß, viele Menschen mögen keine Personen auf einem Cover, zum Glück gehöre ich nicht dazu. Grundsätzlich gefällt mir die Darstellung der beiden Protagonisten richtig gut. Für mich persönlich ...

Cover

Ich weiß, viele Menschen mögen keine Personen auf einem Cover, zum Glück gehöre ich nicht dazu. Grundsätzlich gefällt mir die Darstellung der beiden Protagonisten richtig gut. Für mich persönlich ist das Cover so allerdings ziemlich langweilig. Ich hätte mir noch das ein oder andere hübsche Detail gewünscht.

Meine Meinung

Nachdem ich ein paar Wochen nach Erscheinen immer noch um dieses Buch herumgeschlichen bin, dachte ich mir, dass ich sowohl der Geschichte als auch der Autorin mal eine Chance geben möchte. „Purple Clouds“ klang nämlich super vielversprechend und wie ein Buch, mit dem man schöne Lesestunden haben kann.
Wir erleben es in unregelmäßigen Sichtwesel unserer beiden Protagonisten, Dee und Emory, und ebenfalls einige Kapitel vier Jahre in der Vergangenheit, in der Nacht, wo beide sich das Ja Wort gegeben haben. Tatsache ist allerdings, dass ich die Verbindung zwischen Dee und Emory offensichtlich nicht so sehr gefühlt habe, wie die beiden selbst. Oder meinetwegen, wie die Autorin diese verkaufen wollte.
Leider hatte ich häufig den Eindruck, dass der Fokus für die beiden zu sehr von anderen Dingen abgelenkt wurde. Gerade die Verbindungen, die bereits zu den beiden Folgebänden aufgebaut wurden, waren mir zu auffällig. Ich hatte häufig das Gefühl, dass die Autorin sich gerne in anderen, teils unwichtigen, Dingen verloren hat. Ich bin ein absoluter Fan vom Feminismus, Gleichberechtigung für Frauen ist ein unfassbar wichtiges und immer noch zu ungesehenes Thema, doch ich hatte das Gefühl, dass durch so Themen wie dem Feminismus der Fokus für Dee und Emory ziemlich häufig verloren gegangen ist.
Dee mit ihrem ADHS und ihrer offenen Art hat einen umgänglichen, offenen und tollen Charakter, doch konnte ich mich bis zum Ende nicht vollständig mit ihr anfreunden. Ich mochte die Darstellung ihrer Krankheit, konnte auch viele Aspekte davon wiedererkennen, da jemand aus meiner Familie ebenfalls davon betroffen ist. Es ändert nur leider nichts an der Tatsache, dass ihre sprunghafte und spontane Art ihr selbst und ihrer Beziehung zu Emory nicht immer gelegen kam. Auch hätte ich gerne erfahren, warum genau die beiden sich vier Jahre lang nicht gesehen haben, denn auf eine Erklärung dafür warten wir vergebens.
Emory ist in vielerlei Hinsicht eine Green Flag, also jemand mit positiven Eigenschaften und Verhaltensweisen, die sich immer wieder deutlich in seinem Verhalten gegenüber Dee, aber merkwürdigerweise weniger gegenüber seinen Mitbewohnern zeigen. Mit einigen wenigen Ausnahmen mochte ich ihn wirklich gerne, auch wenn ich mich nur wiederholen kann: Die Verbindung zwischen ihm und Dee habe ich einfach nicht gefühlt. Und deshalb fällt es mir auch so schwer, mir vorzustellen, dass die beiden nach nur einer gemeinsamen Nacht geheiratet haben.
Es handelt sich hierbei keineswegs um ein schlechtes Buch, aber ich glaube der Zeitpunkt zwischen „Purple Clouds“ und mir hat einfach nicht gepasst. Ich wünschte, dass die Geschichte mich komplett abgeholt hätte, dem ist aber leider nicht so. Dennoch kann ich euch das Buch bedingt empfehlen – wenn ihr euch für Feminismus & Co. interessiert, seit ihr hier vermutlich an der richtigen Stelle.

Fazit

Trotz eines vielversprechenden Inhaltes konnte mich dieses Buch nicht abholen. Die Beziehung der beiden Protagonisten habe ich bis zum Schluss nicht hundertprozentig wahrnehmen können, irgendwie fehlte der Fokus für die Verbindung von Emory und Dee und insgesamt bin ich nicht gänzlich abgeholt worden.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2025

Schwieriger Einstieg, dann immer besser

If We Were Gods
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Cover

Ich glaube dieses Cover fühlt man erst so richtig, wenn man das Buch gelesen hat. Ich für meinen Teil mag es sehr gerne. Ich liebe den farblichen Kontrast und wie der Titel heraussticht.

Meine ...

Cover

Ich glaube dieses Cover fühlt man erst so richtig, wenn man das Buch gelesen hat. Ich für meinen Teil mag es sehr gerne. Ich liebe den farblichen Kontrast und wie der Titel heraussticht.

Meine Meinung

Ich habe bereits vor einer Weile ein anderes Buch dieser Autorin gelesen und damit viel Spaß gehabt, weshalb ich mir dachte, dass ich mir die hübsche limitierte Box der Bücherbüchse sichere, inklusive dieses Buches natürlich.
Wie uns der Klapptext bereits verrät erleben wir "If we were gods" aus Sicht der Arkanen Studentin Olivia, die frisch auf die Arcane Academy kommt um ihren Traum die Arkanen Ebenen zu studieren zu verwirklichen. Olivia ist mit Sicherheit nicht jedermanns Charakter, denn neben ihren permanenten Lügen, ihrem Drang dazuzugehören und keinen Fehler zu machen, wirkt sie hin und wieder einfach nur wie eine Mitläuferin. Ich gestehe, dass sie wohl niemals zu meinen Favoriten gehören wird, allerdings muss auch ich anerkennen, dass Lara Große, die Autorin, hier eine Protagonistin erschafft, die weder wirklich gut noch wirklich böse ist.
Ich persönlich habe ihre Beziehung zu Milo nicht hundertprozentig gefühlt und habe immer wieder den Moment herbeigesehnt in der die beiden etwas für mich Echtes und Greifbares hervorbringen. Auch warum sich die Autorin entschieden hat, eine kleine Liebelei zwischen Olivia und Saxa, einer weiteren Studentin und Teilnehmerin an den Expeditionen in die verbotenen Ebenen, zutage zu fördern, konnte ich nicht ganz nachvollziehen bzw. ist es für die Geschichte als solche weitestgehend irrelevant.
Neben meiner schwierigen Beziehung zu beinahe allen Charakteren, allen voran Olivia, gibt es einen weiteren großen Punkt, dem ich leider negativ gegenüberstehe. Die Magie. Oder meinetwegen die Arkanen Künste und wie diese im Buch präsentiert wurden. Nämlich sehr theoretisch und gerade das Wirken der Zirkel mithilfe von Runen, ist zwar immer wieder Thema, wie genau es funktioniert wird allerdings nicht erläutert. Es gibt offenbar Menschen, die in der Lage sind solche Magie zu wirken, andere können es nicht und wieder andere können es erlernen - wie genau diese Laufbahnen entstehen bleibt leider im Dunkeln. Deutlich wird zudem, dass die Risse durch die man auf die anderen Realitätsebenen gelangt mit zunehmendem Alter schwerer zu bewältigen sind - warum dies so ist, wird ebenfalls nicht erläutert. Auch muss ich gestehen, dass einer der Gründe warum ich mich zu Beginn so unfassbar schwer mit der Geschichte getan habe, der einfache Grund ist, dass es zu Anfang unfassbar viele, in meinen Augen teils belanglose, Informationen zum theoretischen Teil der Zirkelerstellung und Runenwirkung gegeben hat - die mir als Leser nun mal nichts gebracht haben. Auch die Beschreibungen der Runen als solche, durch Linien, die unsere Protagonisten in der Luft zeichnen, vermischten sich immer mehr zu einem Einerlei in meinem Kopf ohne, dass ich die Möglichkeit hatte diese visuell heraufzubeschwören, mit wenigen Ausnahmen.
Allerdings kann auch ich nicht leugnen, dass das Worldbuilding super spannend ist. Gerade die Kombination aus dem Academia Setting, der Society der Arkanen Künste, den verbotenen Expeditionen sowie die immer neue Faszination der unterschiedlichen Ebenen. Ich finde die Idee hinter dieser Geschichte wahnsinnig spannend und würde sogar behaupten, dass dieses Buch einen starken Grundstein für weitere Bücher aus diesem Universum legt.
Persönlich bin ich der Meinung, dass bei den Beschreibungen vom Setting noch etwas Luft nach oben besteht. Gerade bei den unterschiedlichen Ebenen, wobei wir einige nur flüchtig zu sehen bekommen, hätte ich gerne mehr Details und Einblicke gehabt.
Das Ende war mitreißend, spannend und wirklich gut gemacht. Ich habe die letzten 200 Seiten in einem Rutsch weggelesen und für mich hätten es gerne noch mehr sein dürfen. Den Epilog fand ich gut, hätte allerdings sehr gerne noch einen Blick in die Zukunft gehabt und eine deutliche Erklärung wie es mit den fünfen weitergeht bzw. wie es mit der Arcane Academy weitergeht.

Fazit

Trotz einiger negativer Aspekte komme ich nicht umhin zuzugeben, dass ich diese Geschichte gerade auf den letzten Seiten wirklich genossen habe. Euch kann ich "If we were gods" auf jeden Fall empfehlen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2025

Gar nicht mein Fall

Bound by Flames
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Cover

Tolle Farben, großartige Verbindung zum Inhalt und gerade durch die wenigen Details finde ich dieses Cover richtig gut gelungen.

Meine Meinung

Habe ich mich durch die Kooperation zwischen Thalia ...

Cover

Tolle Farben, großartige Verbindung zum Inhalt und gerade durch die wenigen Details finde ich dieses Cover richtig gut gelungen.

Meine Meinung

Habe ich mich durch die Kooperation zwischen Thalia und der Bücherbüchse zum Kauf der limitierten Box verleiten lassen? Ja, vielleicht. Zu meiner Verteidigung, ich kenne bereits ein Buch dieser Autorin, welches ich vor einigen Jahren gelesen habe und gut genug fand, um ihr eine weitere Chance einzuräumen.
Jetzt habe ich „Bound by Flames“ beendet und weiß immer noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Es gibt Aspekte, die mir gut gefallen haben, aber ebenso welche, die mir nicht zusagen. Zunächst einmal fällt auch Caja, unsere weibliche Protagonistin und diejenige aus deren Sicht wir das komplette Buch erleben, unter diese Mischung aus Gefällt und Gefällt-Mir-Nicht. Prinzipiell konnte ich den Großteil ihrer Entscheidungen nachvollziehen, allerdings konnte ich weder eine richtige Verbindung zu ihr aufbauen, noch finde ich sie so richtig sympathisch.
Ich glaube, dadurch, dass die Reiter*innen eines Drachen viel körperlichen Kontakt (ob durch Sex oder einfache Berührung) zum Überleben benötigen bzw. um den sogenannten Dreiklang im Gleichgewicht zu halten, habe ich leider sehr schnell ein negatives Bild von Cajas und Sys Beziehung bekommen. Das Bedürfnis am Leben zu bleiben damit zu kombinieren, dass die Reiter miteinander intim werden müssen, spricht gar nichts in mir an. Mit diesem Hintergrundwissen finde ich sowohl den Geschlechtsverkehr als Sys Komplimente für Cajas Aussehen merkwürdig, ja fast unangenehm zu lesen.
Für Sy, dessen Spitzname zwar nur aus zwei Buchstaben besteht, bei dem ich mir allerdings trotzdem nicht sicher bin, wie man ihn korrekt ausspricht – gilt ähnliches wie für Caja. Ich mag ihn, und gleichzeitig auch nicht. Ich sehe durchaus das Bild, welches die Autorin uns vermitteln wollte, mir fehlt es allerdings an emotionalen Abstufungen, an Greifbarkeit und ich persönlich würde keinen Dreiklang mit ihm eingehen wollen.
Bleiben wir thematisch doch gleich beim Dreiklang – also dem Bündnis zwischen zwei Menschen und einem Drachen. Auch dabei hat mich die Autorin leider irgendwann verloren. Ich kann zum Beispiel nicht ganz nachvollziehen, warum Liebe zwischen den Reitern untersagt ist. Ja, es wird im Buch selbst dadurch erklärt, dass einer von beiden immer etwas mehr liebt, bzw. sich mehr Angst um den Partner einschleicht, aber Tatsache ist nun mal, dass es genug andere Emotionen gibt, bei denen in meinen Augen das gleiche passieren könnte. Beispielsweise ist auch Hass eine starke Emotion und ich kann mir partout nicht vorstellen, dass alle Reiter untereinander Freunde sein können. Auch die Isolierung der Drachenreiter untereinander ist ein Thema für sich, welches ich nicht gänzlich nachvollziehen kann – um euch nicht zu spoilern gehe ich darauf nicht näher ein.
Im Vergleich zu einem besonders bekannten Drachenbuch, müssen wir uns ebenfalls von einigen Nebencharakteren verabschieden – aber ganz ehrlich? Bei den meisten war es mir fast ein wenig egal. Und warum ist das so? Richtig, weil auch hier einfach die Verbindung zwischen mir und den Charakteren gefehlt hat.
Das Ende hinterlässt bei mir ein riesiges Fragezeichen, denn einige Entscheidungen der Autorin kann ich leider nicht nachvollziehen, obwohl ich durchaus zugeben kann, es war super spannend und mitreißend. Tatsache ist allerdings, dass ich derzeit überhaupt kein Bedürfnis habe diese Reihe weiterzuverfolgen. Aber, mal sehen.

Fazit

Für mich wurde dieses Buch definitiv nicht geschrieben. Die erzwungene körperliche Nähe hat in meinen Augen wahnsinnig viel kaputt gemacht als, dass sie der Beziehung von Caja und Sy geholfen hätte. Inhaltlich fehlt es leider durchweg an Emotionen und Tiefgang, was die Geschichte sehr oberflächlich wirken lässt.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Herrlich düster und geheimnisvoll

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Cover

Mir gefällt dieses Cover ausgesprochen gut. Ich liebe sowohl das düstere Gesamtbild, die Details als auch die Verbindung zum Inhalt.

Meine Meinung

Mit diesem Buch liebäugele ich bereits seit ...

Cover

Mir gefällt dieses Cover ausgesprochen gut. Ich liebe sowohl das düstere Gesamtbild, die Details als auch die Verbindung zum Inhalt.

Meine Meinung

Mit diesem Buch liebäugele ich bereits seit einiger Zeit, da ich zwar ganz unterschiedliche Meinungen dazu gesehen habe, mich selbst Cover und Inhalt aber dennoch angesprochen haben. Netterweise war der Aufbau Verlag so nett mir die Geschichte als Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen, was mir letztlich die Entscheidung abgenommen hat.
Wir erleben das komplette Buch nur aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Ophelia, die ihrer Schwester ins berüchtigte Phantasma folgt. Ophelia tritt unerwartet früh in die Fußstapfen ihrer Mutter als Nekromantin und versucht nicht nur das Leben ihrer Schwester zu retten, sondern auch ihr Zuhause. Mir war sie durchaus sympathisch, ich mochte ihre sture, direkte und ehrliche Art, hätte allerdings gerne mehr Tiefgang gesehen. Einige Elemente ihrer Charakterentwicklung und einschneidende Erlebnisse wie der Tod ihrer Mutter hätten in meinen Augen gerne mehr Raum einnehmen dürfen. Ihre Emotionen waren immer deutlich als die zu erkennen, die sie sein sollten, doch so richtig gefühlt habe ich Ophelia noch nicht. Die Autorin hat bereits eine starke Grundlage erschaffen, für mich bleibt allerdings der Eindruck, dass es beim tiefergehenden Aufbau noch Luft nach oben gibt. Auch komme ich nicht umhin zuzugeben, dass sie sich im Laufe der Geschichte doch sehr wenig Sorgen um ihre Schwester macht – weder wie diese die Level im Vergleich zu ihr selbst überstanden hat, noch was es Genevieve gekostet hat.
Blackwell ist ein spannender und herrlich humorvoller Charakter, den ich schnell ins Herz geschlossen habe. Gerade die Dialoge der beiden geben dem Buch eine tolle Leichtigkeit und vermitteln viel Herzblut. Allerdings gilt für ihn ähnliches wie für Ophelia. Mir fehlt es schlicht an Tiefgang und bei ihm auch an Greifbarkeit. Es gibt ziemlich genau ein Kapitel aus seiner Vergangenheit, was leider nicht die vielen anderen fehlenden Informationen aufwiegt. Ihn als Phantom kennen wir in gewisser Hinsicht wesentlich besser als ihn als Mann.
Ich möchte behaupten, dass die Beziehung der beiden nicht zwangsläufig eine Zukunft hat. Tatsache ist nun mal, dass beide sich unter sehr stressigen und tödlichen Umständen kennengelernt haben und eine Beziehung aus mehr besteht als kurzen Momentaufnahmen. Viele Momente zwischen beiden habe ich sehr genossen, allerdings nicht die, auf die es wirklich ankommt. Ehrlich gesagt mochte ich die humorvollen Geplänkel lieber als die Liebesbekundungen, weil diese sich wesentlich echter angefühlt haben.
Grundsätzlich mochte ich den Schreibstil ebenfalls sehr gerne. Ähnlich wie bei den oben bereits geschrieben Punkten läuft es allerdings wieder auf die gleiche Sache hinaus: Es fehlt der Geschichte an Tiefgang. Schön ist, dass man den Inhalt versteht, sich die Sätze flüssig lesen lassen und alles stimmig ist. Für mich fehlt einfach noch ein Hauch Lebendigkeit, Greifbarkeit und grundheraus gesagt die Fähigkeit mich vom Hocker zu hauen.
Was mir wiederum besonders gut gefallen hat war das Worldbuilding. Neben dem Phantasma, einem von Teufeln geführten Haus mit der tödlichen Aussicht auf einen Wunsch, Nekromantinnen, Geistern, Phantomen und allerhand anderen magischen Wesen, viel Blut, Tod und Gewalt sowie der Gefahr die Regel, des sich Verliebens, zu brechen ist jede Menge dabei. Ich hätte gerne mehr Einblicke in die Rolle der Teufel oder den Job der Nekromantin an sich gehabt, aber ansonsten ist diese Welt herrlich düster und geheimnisvoll.
Wer meine Rezension gelesen hat, wird gemerkt haben, dass „Phantasma“ mich durchaus begeistern konnte, nur nicht in allen Punkten. Ich würde in Zukunft auf jeden Fall erneut ein Buch der Autorin lesen und kann euch diese Geschichte für Zwischendurch in jedem Fall empfehlen.

Fazit

Zu Einhundert Prozent überzeugen konnte mich diese Geschichte leider nicht. Was nichts daran ändern, dass dieses Buch viele schöne und geheimnisvolle Elemente mitbringt, spannend ist und ich damit wirklich schöne Lesestunden hatte.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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