Profilbild von Lyjana

Lyjana

Lesejury Star
offline

Lyjana ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lyjana über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2025

Zu viel Spice und bedeutend zu wenig Inhalt

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
0

Cover

Dieses Cover bewegt sich für mich im Mittelfeld. Ich mag die Illustration der Protagonisten, auch wenn ich den Eindruck habe, dass Noah nicht ganz zu dem Bild passt, welches ich ihm Kopf hatte. ...

Cover

Dieses Cover bewegt sich für mich im Mittelfeld. Ich mag die Illustration der Protagonisten, auch wenn ich den Eindruck habe, dass Noah nicht ganz zu dem Bild passt, welches ich ihm Kopf hatte. Persönlich bin ich der Meinung, dass man aus dem Cover insgesamt mehr hätte herausholen können.

Meine Meinung

Um dieses Buch bin ich einige Zeit herumgeschlichen, bevor ich es tatsächlich gekauft habe. Eigentlich klingt die Geschichte nämlich superspannend und letztlich hat mich die Empfehlung einer Freundin zum Kauf überredet. Tja, was soll ich sagen? Offensichtlich unterscheiden sich Geschmäcker, denn ich musste ziemlich schnell feststellen, diese Geschichte und ich sind nicht füreinander gemacht.
Fangen wir doch zur Abwechslung mal mit dem Schlechten an. In meinen Augen ist das größte Manko von „The Fake Mate“ die einfache Tatsache, dass die körperliche Anziehung bzw. der Spice allem anderem die Luft zum Atmen nimmt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass Mackenzie und Noah füreinander bestimmt sind, außer im Bett. Dinge wie, dass er sie als seine Omega und nicht als seine Gefährtin betitelt, dass beide eigentlich nur den Job gemeinsam haben und, dass beide stark von ihren Eltern bzw. Großeltern zu einer Beziehung gedrängt werden, passen leider sehr gut zum Bild, welches ich von beiden habe. Es fehlt an Interesse füreinander, an gemeinsam verbrachter Zeit, die keinen Sex beinhaltet, und an gemeinsamen Plänen für die Zukunft. Zudem hatte ich häufig den Eindruck, dass beide nur den jeweils anderen Körper vermissen und nicht zwangsläufig die Person, die dazugehört. Ziemlich enttäuschend wenn ihr mich fragt.
Noah scheint neben seinem Job als Arzt nicht zu existieren. Weder pflegt er irgendwelche Hobbies noch Freundschaften noch seinen Umgang mit anderen Lebewesen. Ich möchte ihn eigentlich mögen, aber sein Charakter ist so langweilig und einfach gehalten, dass es mir schwerfällt, neben seinem Umgang mit Mackenzie, viel Positives zu finden. Wobei ich auch sein Verhalten ihr gegenüber, dem entsprechend, was ich bereits geschrieben habe, immer sehr auf das körperliche bezogen finde. Auch der Kontrast zwischen Noah mit dem Hemmern (einem Medikament, welches seine Alpha-Seite ein wenig unterdrückt) und Noah ohne die Hemmer, war mir zu krass. Im Grunde genommen ist er genau zu dem Mann mutiert, den man immer ein wenig im Hinterkopf hat, wenn man an Alphas denkt: Besitzergreifend, ein wenig aggressiv und super beschützend. Womit ich eigentlich leben kann, doch bei Noah fand ich es irgendwie übertrieben und auch die Momente, wo diese Seite zum Vorschein kam, etwas unpassend.
Mackenzie ist ebenfalls ziemlich langweilig. Ähnlich wie Noah ist sie mit ihrem Job verheiratet, hat von Arbeitskollegen mal abgesehen wenig Freunde und offensichtlich keinerlei Hobbies. Ich finde es ironisch, dass sie sich selbst immer wieder eingeredet hat, dass sie Noah nur aufgrund von Hormonen so gut fände, wenn es für mich leider genau diesen Eindruck macht. Sie hatte viel zu wenig Interesse an seinem Leben, an seinem Trauma eine Seite von sich verstecken zu müssen und überhaupt scheint sie viele ihrer Aktionen nicht richtig zu durchdenken.
Schade fand ich ebenfalls, dass der Aspekt des Gestaltwandelns bzw. des Werwolf-Seins so wenig beleuchtet wurde. Beide verwandeln sich wenige Male, es gibt kaum Verbindung zwischen Mensch und Wolf, und auch das Worldbuilding die Gestaltwandler betreffend war schlicht schwach ausgearbeitet.
Leider finde ich diese Geschichte von vorne bis hinten super enttäuschend. Ich glaube nicht, dass ich in Zukunft erneut ein Buch dieser Autorin lesen werde.

Fazit

Trotz vielversprechendem Inhalt bin ich letztlich enttäuscht. Der Spice nimmt viel zu viel Raum ein, den Charakteren fehlt es an einer zwischenmenschlichen Verbindung und auch das Worldbuilding überzeugt nicht.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2025

Einfach nicht meins

Apprentice to the Villain
0

Cover



Bemessen daran wie verspielt und verrückt der Inhalt ist, passt dieses Cover perfekt zum Buch. Mir gefallen die vielen Details, aber das Gesamtbild dafür nicht so sehr.



Meine Meinung



Nachdem ...

Cover



Bemessen daran wie verspielt und verrückt der Inhalt ist, passt dieses Cover perfekt zum Buch. Mir gefallen die vielen Details, aber das Gesamtbild dafür nicht so sehr.



Meine Meinung



Nachdem ich vor einigen Monaten den ersten Band dieser Reihe gelesen und ganz gerne gemocht habe, wollte ich natürlich wissen wie die Geschichte weitergeht. Allerdings hat sich dieses Buch nicht in die Richtung entwickelt, die ich selbst gerne gesehen hätte.

Wie wir es bereits kennen, sind die beiden wichtigsten Personen dieses Buches Evie Sage, die als Assistentin des allseits berüchtigten Schurken, alias Trystan, tätig ist, sowie eben angesprochener Oberschurke selbst. Ich glaube, sowohl dieses Buch betreffend als auch die Protagonisten muss man den Humor wohl einfach mögen. Größtenteils würde ich behaupten, dass der Sarkasmus und die humorvollen Dialoge durchaus meinen Geschmack treffen, doch mir fehlt es einfach massiv an Tiefe. Evies Charakter ist eine Mischung aus puren Optimismus, kindischem Trotz und dazwischen mit kleinen Ansammlungen von unnötiger Aggressivität. Ich möchte sie mögen, kann es aber einfach nicht. Mir fehlt es an Tiefgang, Ernsthaftigkeit und greifbarer Charakterentwicklung. Ich verstehe, dass der Fokus dieser Autorin auf dem Humor dieser Geschichte liegt, aber ich hätte mir hier und da zumindest die ein oder andere authentische und tiefgreifende Emotion gewünscht.

Trystan mag ich insgesamt lieber als Evie, auch wenn ich den Eindruck habe, dass von seinem Schurken-Dasein nicht allzu viel übrig geblieben ist. Ja, er ist kein Engel, aber wer ist das schon? Ich hätte ihn gerne mehr in seiner Rolle als Anführer gesehen und weniger im Bemühen es Evie permanent Recht zu machen. Auch bei seinen Leuten hatte ich leider viel zu häufig den Eindruck, dass diese im auf der Nase herumtanzen.

Ich hatte die Hoffnung, dass die Beziehung der beiden endlich etwas an Fahrt gewinnt, doch wirklich abgeholt worden bin ich in dieser Hinsicht nicht. Es gibt einige schöne Momente, keine Frage, doch das ewige Hin- und Her frustriert nur noch.

Was in meinen Augen das größte Problem ist, ist die simple Tatsache, dass das Geschehen viel zu schnell voranschreitet. Die wichtigen Momente werden wenig bis gar nicht ausgekostet, unwichtige Gefühle überlappen zu schnell die wichtigen und mir fiel es irgendwann schwer bei der Sache zu bleiben, weil so viele Dinge ins Lächerliche gezogen werden. Nein, zum Lachen gehe ich nicht in den Keller, allerdings hätte ich mir eine Balance zwischen Humor und Authentizität gewünscht. Ich hätte es toll gefunden, wenn die wichtigen Elemente dieser Reihe, wie Evies Suche nach ihrer Mutter, die Verbindung zu ihren Geschwistern oder der Verrat ihres Vaters wirklich Raum eingenommen hätten. Doch irgendwie werden immer nur die aktuellen Probleme aufgegriffen, mit der Ausnahme der Zuneigung zwischen Evie und Trystan, alles andere wirkte furchtbar oberflächlich auf mich.

Auch hatte ich immer wieder den Eindruck, dass sich der Schreibstil sehr abgehakt liest. Dabei kam es mir häufig so vor als würden Nebensätze, die das Verhalten der Charaktere bzw. die Handlungen der Charaktere erklären, vergessen worden sodass ich mich manchmal gefragt habe, wieso plötzlich jemand sitzt, der eben noch gestanden hat oder wie man jemandem ins Gesicht schauen kann, wenn man sich doch weggedreht hat. Ich will euch nicht anlügen, aber so etwas passiert oft innerhalb dieser 400 Seiten, dass es mich irgendwie genervt hat. Darüber hinaus habe ich inhaltlich weiß Gott nicht jede Handlung nachvollziehen oder gar verstehen können. Manche Schlussfolgerungen waren für mich zudem nicht logisch und dafür zu konfus.

Ich weiß gar nicht mehr warum ich nach dem ersten Teil dieser Reihe gerne dranbleiben wollte, doch jetzt bezweifele ich, dass ich weitere Bände lesen werde. Mir ist die Geschichte als solche viel zu oberflächlich, trotz netter Beschreibungen bleiben viele Elemente zu blass und Evie, als unsere weibliche Protagonistin, ging mir manchmal einfach nur auf die Nerven.



Fazit



Trotz einer vielversprechenden Idee, fehlt es der Geschichte an Tiefgang, Emotionen und Ernsthaftigkeit in den richtigen Momenten. Evie mag viele Leute mit ihrer verspielten Art um den Finger wickeln, ich gehöre leider nicht dazu.



Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2025

Richtig gut

Dark Heir
0

Cover

Ich liebe dieses Cover! Sowohl die düstere Stimmung als auch das Zusammenspiel der einzelnen Elemente gefallen mir sehr - nur übertroffen von der Darstellung des Protagonisten Will.

Meine Meinung

Für ...

Cover

Ich liebe dieses Cover! Sowohl die düstere Stimmung als auch das Zusammenspiel der einzelnen Elemente gefallen mir sehr - nur übertroffen von der Darstellung des Protagonisten Will.

Meine Meinung

Für diesen Moment habe ich mir vorgenommen meinen Stapel ungelesener Bücher endlich mal ein wenig zu reduzieren und einige meiner angefangenen Reihen zu beenden. Leider habe ich erst mitten in diesem Buch herausgefunden, dass es sich bei dieser Reihe um eine Trilogie und nicht um eine Dilogie handelt, was bedeutet, dass es noch einen weiteren Band geben wird. Jokes on me, oder so ähnlich. Naja, jedenfalls habe ich „Dark Heir“ ewig nicht angefangen, weil ich dessen Vorgänger „Dark Rise“ nicht ganz so gerne mochte. Warum kauft man sich dann den nächsten Band, mag sich der ein oder andere jetzt fragen, wobei sich diese Frage ziemlich leicht beantworten lässt: Ich war gespannt, wie es weitergeht und kenne bereits ein anderes Buch dieser Autorin, welches ich abgöttisch geliebt habe. Kurzum, ich war noch nicht bereit diese Reihe aufzugeben. Was sich gelohnt hat! Denn dieser zweite Band war richtig gut.
Ähnlich wie wir es bereits aus dem ersten Teil kennen, gibt es mehrere Protagonisten und wir erleben die Geschichte aus unterschiedlichen Sichten. Wichtig sind in meinen Augen vor allem Will aka der dunkle König, Violet, oder auch Löwe genannt, und James, des dunklen Königs ehemaliger Geliebter und Verräter am Licht. Darüber hinaus gibt es noch einige andere, aber ich werde jetzt nicht auf jeden davon näher eingehen. Immer wieder spannend an diesem Buch fand ich die Überlappung von dem ehemaligen Leben der Charaktere in Kombination mit ihrem jetzigen Leben. Auch die Rückblicke von Will konnten mich immer wieder faszinieren und begeistern. Ich würde sogar behaupten, dass Will mein Liebling dieser Reihe ist. Gerade sein Bedürfnis sein wahres Wesen zu verbergen in dem Wissen, dass seine Freunde ihn sofort töten würden, wenn sie die Wahrheit erführen.
Was ich an Büchern immer wieder liebe und was mich immer wieder beeindrucken kann, ist, wenn die Dynamik unter den Charakteren lebendig ist. Hier gibt es eine kleine Gruppe von Verbündeten gegen den Rest der Welt, welche sich aus den Augen verlieren und wiederfinden, wo es aber auch Lügen und Verrat gibt, wo man weiß, dass am Ende nicht alle auf derselben Seite stehen. Ich liebe das. Diese zwischenmenschlichen Bande, die Dialoge und Monologe, die Angst jemanden von diesen liebgewonnen Leuten zu verlieren und schlicht die Authentizität, die dabei eine maßgebliche Rolle spielt.
Dennoch kann auch ich nicht leugnen, dass ich emotional noch nicht gänzlich abgeholt worden bin. Zunächst einmal habe ich mich gefreut, dass die Verbindung zwischen Will und James langsam etwas greifbarer wird, weil ich dies im ersten Band schmerzlich vermisst habe. Und gleichzeitig, möchte ich unbedingt erfahren, was in der alten Welt tatsächlich passiert ist und ob das ein oder andere Geheimnis nicht doch noch etwas an der Geschichte ändert – und damit einhergehend an der Beziehung dieser beiden. Allerdings möchte ich betonen, dass die Liebesbeziehungen die wir hier vorgesetzt bekommen vergleichsweise sehr wenig Raum einnehmen und der Fantasy-Anteil damit wesentlich höher als der Romantasy-Anteil ist.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, mitreißend und konnte mich vollauf überzeugen. Es gab sogar einige Plottwists, die ich nicht habe kommen sehen und die ersten Rätsel sind bereits gelöst worden. Ich bin gespannt wann Sinclair, der eigentliche Bösewicht, seinen ersten richtigen Auftritt bekommt und wie die Geschichte letztlich ausgeht.
Ich bin mal gespannt, wann der dritte und finale Band dieser Reihe endlich erscheint, denn soweit ich das gesehen habe, gibt es diesen bisher nicht mal im Englischen. Was wohl bedeutet, dass wir noch eine Weile auf die Fortsetzung warten müssen.

Fazit

Überraschend positiv kann ich dieses Buch in Erinnerung behalten. Trotz meiner skeptischen Einstellung bin ich schnell von der Dynamik, der Spannung und der Idee als solche überzeugt worden. Ich warte sehnsüchtig aufs Finale!

Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2025

Reicht nicht an den ersten Band heran

Misfits Academy – Wir gegen die Welt
0

Cover

Auch dieses Cover trifft nicht so wirklich meinen Geschmack. Gerade der farbige Nebel, der den Großteil davon einnimmt erscheint mir zu einfach, zu leblos und könnte mit Sicherheit durch etwas ansprechenderes ...

Cover

Auch dieses Cover trifft nicht so wirklich meinen Geschmack. Gerade der farbige Nebel, der den Großteil davon einnimmt erscheint mir zu einfach, zu leblos und könnte mit Sicherheit durch etwas ansprechenderes ersetzt werden.

Meine Meinung

Nachdem ich vor etwas mehr als einem Jahr den ersten Band dieser Reihe gelesen und genossen habe, wollte ich logischerweise wissen, wie es mit den Misfits weitergeht. Vielleicht hätte ich das Buch eher in die Hand nehmen sollen, denn tatsächlich konnte ich mich zwar an den Großteil des Inhalts noch erinnern, aber eben nicht an alles – und leider wurde sich auch nicht wirklich die Mühe gemacht Leser wie mich wieder ins Boot zu holen.
Wer mit zahlreichen Sichtwechseln seine Probleme hat, wird von dieser Reihe wohl nicht allzu begeistert sein, mein Glück, dass ich damit bisher nie ein Problem hatte. Und dennoch kann auch ich nicht leugnen, dass ich mir weniger Sichtwechsel und dafür mehr Fokus auf die Protagonisten gewünscht hätte. Wir springen zwischen Taylor, die nach den Vorkommnissen im ersten Band erst wieder lernen muss ihren Skill zu beherrschen, Dylan, der sich an nichts erinnern kann, Neo, ein neues Gesicht, Fionn und Eric, die gemeinsam auf einer Academy des Schreckens landen, immer wieder hin und her und ich habe dennoch das Gefühl keinen von Ihnen richtig zu kennen. Es fehlt an Tiefe und greifbaren Emotionen.
Auch konnte ich viele Entscheidungen der Autorin, aber ebenso der Charaktere nicht nachvollziehen. Am meisten frustriert hat mich dabei wohl Eric. Eric war eigentlich immer ein ganz netter Charakter, dessen Freundschaft zu Fionn sehr aufrichtig gewirkt hat. Hier mutiert er leider zu jemandem, der sich unfassbar leicht beeinflussen lässt. Die Freundschaft der beiden geht so schnell in die Brüche und Eric setzt seine Fähigkeit so zerstörerisch wie nie ein, und ganz ehrlich? In meinen Augen ist er schon lange kein Misfit mehr. Auch die Anbändelei zwischen June, einer weiteren Misfit, und Neo ging mir gegen den Strich. Gerade nachdem sie im ersten Band mit Fionn zusammengekommen ist. Sie sehen sich einige Wochen nicht, und zack, kommt Neo ihr näher als gut für beide ist. Und die Tatsache, dass der Kuss der beiden danach einfach total runtergespielt wird, hat mich zusätzlich genervt.
Leider habe ich bei diesem zweiten Teil ziemlich schnell gemerkt, dass sich die Idee hinter dieser Reihe in eine Richtung entwickelt hat, die mir selber nicht so gut gefällt. Ich dachte es ginge darum, dass die Misfits zusammenhalten und gemeinsam agieren, aber irgendwie hat jeder nur sein eigenes Ding gemacht. Es half logischerweise auch nicht die Misfits in unterschiedliche Schulen aufzuteilen und einen Misfit, nämlich Ivy, einfach total zu vergessen. Das Hin und Her zwischen Fionns Eltern war für mich irgendwann nicht mehr nachvollziehbar und in meinen Augen macht es wenig Sinn einen verurteilten Verbrecher als Lehrer an einer Academy einzusetzen.
Obwohl ich den ersten Teil wirklich gerne mochte, gehe ich jetzt davon aus, dass ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde. Die Autorin hat mich inhaltlich leider verloren und die Charaktere gingen mir teilweise nur auf die Nerven.

Fazit

Obwohl ich nach dem starken ersten Band große Erwartungen hatte, bin ich letztlich enttäuscht worden. Gerade das Verhalten der Charaktere hat mich frustriert, inhaltlich drehen wir uns viel im Kreis und – wie bereits geschrieben – entwickelt sich die Reihe nicht in die Richtung von der ich gedacht hätte, in die es geht.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2025

Nicht so gut wie der erste Band

Dark Ivy – Halt mich fest
0

Cover

Dieses Cover greift durch seine Beschaffenheit problemlos das Cover des ersten Bandes auf. Ich persönlich bin immer noch kein richtiger Fan davon, finde es aber auch nicht schrecklich.

Meine Meinung

Nachdem ...

Cover

Dieses Cover greift durch seine Beschaffenheit problemlos das Cover des ersten Bandes auf. Ich persönlich bin immer noch kein richtiger Fan davon, finde es aber auch nicht schrecklich.

Meine Meinung

Nachdem ich gerade erst den ersten Band dieser Dilogie gelesen habe, habe ich die Chance genutzt mit diesem zweiten und letzten Band sofort weiterzumachen. Leider musste ich ziemlich schnell feststellen, dass mir der erste Teil wohl besser gefallen hat.
Zunächst einmal fand ich es schön, dass wir im Gegensatz zum Vorgängerband Kapitel aus Williams Sicht bekommen wie auch aus Edens Sicht. Ich glaube, wenn ich dieses Buch mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es „melodramatisch“. Bevor ihr mir den Kopf abreißt, dies betrifft keineswegs den Unfall von Devin, noch die Schuldgefühle noch die Reue der Charaktere. Doch Eden und William waren maximal ein paar Tage zusammen und haben auch nicht allzu lange gebraucht um ein Paar zu werden und diese ewigen anschmachtenden Blicke, die Verzweiflung und das Hin und Her haben mich irgendwann einfach nur noch frustriert. Ich fand beider Verhalten in Anbetracht der gemeinsamen Zeit, die sie wirklich miteinander verbracht haben, zu viel des Guten.
Auch die ewige Misskommunikationen zwischen Eden und William hat mich in den Wahnsinn getrieben. Es hat offensichtlich nicht gereicht, dass sich Williams und auch Edens Gedanken zu Devins Unfall und zu ihrer Beziehung permanent im Kreis drehen, auch die Dialoge und Monologe übereinander klangen immer wieder ähnlich.
Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr von der Freundschaft zwischen Devin und William sehen, beispielsweise in Rückblenden und prägnanten Erinnerungen. Denn die Freundschaft der beiden wirkt in meinen Augen doch sehr blass und unausgereift. Dies betrifft aber leider auch andere zwischenmenschliche Bande, wie die Freundschaften der Gruppe untereinander. Am liebsten, trotz kleiner Startschwierigkeiten war mir immer noch Garreth, der einfach eine dringend benötigte Leichtigkeit in die Geschichte reinbringt. Außerdem fand ich die Zuneigung die Eden ihren Dad entgegenbringt greifbarer als ihre Anziehung zu William.
Grundsätzlich mochte ich dieses Buch trotz dieser Mängel ganz gerne. Der Schreibstil ist angenehm und weiterhin gut verständlich. Ich liebe die Blackout Poetry, die wir in diesen Büchern finden. Doch gleichzeitig scheint mir das Konzept der Woodford Academy irgendwie sehr substanzlos, denn offenbar kann man dem Unterricht gerne mal fernbleiben oder gehetzt aus dem Raum stürmen, ohne dass es Konsequenzen gibt.
Obwohl mir dieser zweite Band nicht mehr so gut gefallen hat wie der erste, würde ich in Zukunft vermutlich erneut ein Buch von Nikola Hotel kaufen und lesen - tiefergehend umgehauen hat mich diese Dilogie leider nicht, aber für Zwischendurch fand ich sie ganz gelungen.

Fazit

Leider schneidet dieser zweite Band im Vergleich zum Ersten nicht so gut ab. Ich hätte mir mehr Tiefgang, Emotionen und Dimensionalität gewünscht.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere